wie man einen guten film oder eine gute serie versaut

eben miesen schauspielern, schlechten drehbüchern, untalentierten regisseuren und bescheuerter kamerführung gibt es auch sonst noch so einige unverzeihliche fehler, die einem sogar die freude an einem ansonsten wunderbaren film, oder einer eigentlich guten serie vollkommen verderben können. ich möchte hier einmal einfach jene dinge auflisten, die mich am meisten nerven:

 

  • zum thema schlechter schauspieler und schlechte regie gehört die mimik. aber nicht nur, denn vor allem bei animationsfilmen wird man sehr oft mit unfassbar übertriebener kaugummigesichtsartiger mimik konfrontiert. das wäre dann quasi die gegenthese zu ottfried fischer, dem man jedoch zumindest die fähigkeit des lächelns zusprechen kann, ganz im gegensatz zur unsäglichen kristen stewart, der bella aus twilight, die es tatsächlich schafft jeden film mit ihrer versteinert-leidenden miene runterzuziehen. jedenfalls ist es völlig wurscht ob übertriebene oder so gut wie garnicht vorhandene mimik, zu viel oder zu wenig wird einfach irgendwann entweder völlig langweilig, oder nervend.
  • vor allem in älteren serien ist es zu hören: das asynchrone getrappel. eine kleinere gruppe von leuten bewegt sich durch irgendeinen raum und man merkt dass hier irgendwas einfach nicht passt. meistens nimmt man es nicht bewusst wahr, aber das ungute gefühl bleibt. es sind entweder zu viele, oder zu wenig geräuschsynchronisierte füße zu hören, oder die bewegungen passen nicht zum getrappelgeräusch. wie auch immer, es wird dadurch einfach unerträglich aufdringlich. noch nie erlebt? mir ging es letztens bei der ansonsten sehr soliden serie "monk" so. einfach mal aufpassen, das kommt öfter vor als man meint.
  • ganz schlimm finde ich künstlichen schnee, künstliches eis, oder offensichtlich künstliche felsen. für jemanden, der zeit seines lebens jedes jahr im winter mit meistens nicht unbedingt kleinen mengen echten schnees konfrontiert wurde, ist es einfach ein graus zu sehen, wenn ihm löschschaum, styropor, oder sonstige kunststoffflocken als schnee verkauft werden. prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, ich will es nur verdammt nochmal nicht bemerken! sobald ich es bemerke ist der ganze film beim teufel. fast wurde mir auf diese art "herr der ringe" versaut, als ich bemerkte, dass der turm von helms klamm, auf dem in das horn geblasen wurde, offensichtlich aus styropor geschnitzt und grau bemalt wurde. ansonsten ist alles wunderbar, doch in dieser einen szene sieht man es einfach verdammt gut. passt mal drauf auf. und eisschollen aus styropor sind sowieso ein no-go. nie im leben sehen eisschollen SO aus!!!! NIE!!!!! bei raumschiff enterprise (vor allem in der originalserie aus den 60ern) erwarte ich mir ja nichts anderes, auch nicht bei anderen billigserien, gerne auch neueren datrums, oder in billigen filmen, aber bitte nicht in produktionen vom kaliber eines "herr der ringe".
  • ein ähnliches problem ist regen. mir ist schon klar, dass man regen auf der filmleinwand oder auf dem bildschirm nur schlecht sieht, aber muss man es denn gleich dermaßen übertreiben, dass die darsteller innerhalb sekunden völlig durchnässt sind? ich meine nicht, dass einfach nur die kleidung nass wird, das wäre ja noch normal. was ich meine ist, dass ihnen die kleidung wirklich auf der haut klebt. DAS ist wirklich nicht normal, vor allem nicht innerhalb weniger sekunden! es mag vielleicht auch hin und wieder im richtigen leben vorkommen, ein mal konnte ich selbst sogar solch einen regenguss erleben, doch selbst wenn es wirklich wie aus sprichwörtlichen kübeln schüttet, dauert es ein ganzes weilchen bis man tatsächlich völlig durchnässt wird. also bitte ein wenig zurückhaltung, ja?
  • ganz schlimm ist das was ich "megasynchronisation" nenne. man kennt das vor allem aus alten bud spencer & terence hill filmen, wobei diese unsitte offenbar generell in den 70ern mode war. der typ im bild sagt in wahrheit 3 worte, doch die deutsche synchronisation hat ihm 3 schachtelsätze in den mund gelegt. meistens wird diese surreale situation damit überspielt, dass der gesprochene text schon vorher anfängt und dann, wenn der schauspieler schon längst wieder aus dem bild ist, der text immer noch weitergeht. ganz besonders fällt es einem auf, wenn z.b. terence hill eigentlich nur lächelt, ihm aber irgendeine zwischen den zähnen hervorgepresste blöde bemerkung durch die deutsche synchronisation in den mund gelegt wird. andererseits macht genau das auch einen großteil des charmes dieser filme aus. trotzdem nervt es.
  • aus einem völlig anderen eck kommt das wirre durcheinandersprechen. vor allem in französischen filmen sieht, bzw. hört man das ziemlich oft, aber auch in produktionen aus den usa, sehr oft in filmen von woody allen. was im richtigen leben völlig normal ist und auch funktioniert, stört jedoch im film. ich kann und will mich nicht auf das gleichzeitige geplapper von mehreren personen konzentrieren müssen. mich stresst das und im endeffekt bekomme ich genau garnichts mit. warum zum teufel macht man das??????
  • dann gibt es dagegenteil von geplapper, nämlich das still sein. es gibt in fast jedem film eine szene in der sich die protagonisten vor irghendetwas oder irgendjemanden verstecken müssen und eigentlich still sein sollten, doch sie sind es einfach ums verrecken nicht. ich meine damit jetzt nicht, dass sie unentwegt weiterplappern oder gar schreien (obwohl auch das oft genug vorkommt, so dass man ihnen am liebsten "halt endlich deine verdammte klappe du saudumme filmfigur, das monster steht ums eck und laurt nur darauf dich endlich fressen zu können!" zurufen möchte), nein, sie ATMEN! und zwar dermaßen laut, dass man sie einfach hören MUSS. "theateratmen" nenne ich das. eine art von geschauspielertem atmen, das natürlich übertrieben sein muss, um zu unterstreichen wie aufgeregt diese person gerade ist und wie spannend die situation.
  • die zeitlupe wiederum ist ein gern genutztes stilmittel um kämpfe und actionszenen (explosionen ect...) ästhetisch und/oder intensiver darzustellen, doch wenn action zu 90% nur mehr aus zeitlupe besteht um sie intensiver darzustellen, möchte man am liebsten aufstehen und erst mal aufs klo gehen, oder sich ein bier holen bis die "action" endlich vorbei ist.
  • und dann gibt es noch die zeitlupe die eigentlich keine ist. da hat der regisseur nämlich im nachhinein beschlossen aus einer in normaler geschwindigkeit gefilmten szene eine zeitlupenszene zu machen, so dass man anstatt lupenreiner zeitlupe eine schnelle abfolge von unscharfen standbildern zu sehen bekommt. auch hier gilt: was in tv-serien (vor allem in billigen) gerde so noch ok ist, darf in einem kinofilm der ernst genommen werden will nicht vorkommen! entweder man dreht gleich in zeitlupe, oder man dreht nach, oder man lässt es einfach ganz. alles andere ist einfach *bäh*.
  • trailer und teaser gehören zwar nun nicht zum thema filme, aber im grunde eigentlich doch. in den letzten jahren hat sich die unsitte eingebürgert trailer so zu gestalten, dass drei viertel des trailers aus einem absolut schwarzen bild bestehen. man sieht (meistens wieder in zeitlupe) für den bruchteil einer sekunde eine szene, die sofort wieder ausgeblendet wird. es folgen gefühlte 5 minuten dunkelheit, dann wird einem der nächste mikroschnipsel vorgeworfen. solche trailer machen mich irre! echt wahr! ich habe solcherart geschnittene trailer auch schon wieder weggeklickt (natürlich am pc, im kino gehts ja schlecht) weil ich sonst durchdrehe. wenn es ein gegenstück zu epileptischen anfällen aufgrund stroboskopartiger bildfolgen gibt, dann passiert mir in solchen augenblicken genau das. und statt schwarz einfach nur weiss zu nehmen machts auch nicht besser, liebe filmindustrie! wie zur hölle soll ich auf einem film neugierig werden, wenn ich im trailer nur dunkelheit gezeigt bekomme? kann mir das mal jemand erklären?

vermutlich gibt es noch ein paar dinge mehr die mich aufregen (wundern würde es mich nicht *g*), aber damit lasse ich es jetzt mal gut sein.

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