ein akt der normalität

manchmal stolpert man im netz über artikel, die man lieber nicht gelesen hätte, aber gleichzeitig froh darüber ist, es doch getan zu haben. konkret geht es in diesem fall um diesen artikel (klick). also bitte zuerst dort weiterlesen.

 

warum ich das lieber nicht gelesen hätte?

 

weil ich es erschreckend finde, dass es tatsächlich menschen gibt, die nach einem drittel eines monats über nicht einmal mehr 15 euro verfügen.

 

weil es mich an zeiten erinnert, in denen is mir zwar nicht ganz so schlimm, aber ähnlich erging, ich aber nicht daran erinnert werden möchte.

 

weil es mich zu tränen rührte - und ich hasse es heulen zu müssen. vor allem wenn mich die auslösende situation in keinster weise persönlich betrifft. ausserdem schäme ich mich wenn ich heulen muss. das wurde mir wohl so anerzogen und ich kanns nicht ändern.

 

weil ich selbst gerne irgendetwas tun würde um die situation der beschriebenen dame zu verbessern, es aber vermutlich nicht kann. auch dafür schäme ich mich.

 

und doch war ich froh es gelesen zu haben. hier ging jemand mit offenen augen durch die welt, mit mitgefühl, und bei aller betroffenheit auch mit genug selbstbewusstsein irgendetwas zu unternehmen.

 

ein akt von menschlichkeit? nein, ein akt der normalität!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0