filmrolle

 

 

da ich ja viel und gerne filme ansehe, möchte ich euch an meinen filmerfahrungen teilhaben lassen und hier, bzw. heute ein paar rezensionen loswerden. da ich keine besondere vorliebe für bestimmte genres entwickelt habe (sehr wohl jedoch eine abneigung gegen das eine oder andere genre), braucht man sich nicht über die bunt gewürfelte mischung zu wundern. mir ist auch egal wie alt die filme schon sind, ich sehe sie mir dann an, wenn ich lust dazu habe, also kann es durchaus sein, dass der eine oder andere filnm schon ein wenig älter ist.

 

so, here we go:

 

1) filme von denen ich nicht viel erwartet hatte, die es aber dennoch schafften mich zu enttäuschen:

 

snow white and the huntsman:

hier geht es schon mit dem titel los. es handelt sich ja offensichtlich um eine adaption des märchens "schneewittchen", warum zur hölle darf es dann nicht auch weiterhin schnewittchen heissen? sogar die filmfigur wurde in der deutschen fassung umbenannt, bzw. im englischen belassen, so wie alle anderen eigennamen auch. in diesem film wurde generell ziemlich viel falsch gemacht. offenbar bemühte man sich das märchen auf hippe moderne düstere fantasy art neu zu erzählen, geworden ist es dann nichts von all dem. nicht zuletzt auch durch fehlende schuaspielerische leistungen, allen voran die unsägliche kristen stewart, die hoffentlich so wenigen wie möglich von uns aus ihrer rolle der bella in der "biss zum... (kotzen)" reihe bekannt ist. diese frau hat so gut wie keine mimik, bzw, beherrscht offenbar nur 2 gesichtsausdrücke: leidend/betroffen und dämlich. und als "schönste frau weit und breit", was sie als schnewittchen ja eigentlich sein sollte, ist sie ebenfalls ein absoluter fehlgriff. nun gut, sie ist nicht hässlich, aber alles andere als wunderschön. just zu dem moment, wo der film vielleicht gut hätte werden können, nämlich als bob hoskins als zwerg die bühne betrat und bereits mit einem satz, einer geste, einer minute spielzeit alle anderen an die wand spielte, musste ich abbrechen. vielleicht sehe ich mir den rest noch irgendwann einmal an, aber große lust habe ich wirklich nicht dazu.

BEWERTUNG: 2 VON 10 MÄRCHENBÜCHERN

 

die fantastische welt von oz:

auch hier findet viel lärm um nichts statt. der film versucht mit bild- und farbgewalt zu bezaubern und zu überzeugen, dennoch ist alles irgendwie zu viel des guten. zudem blieb man meines erachtens nach zu sehr in der bildsprache des originalfilmes verhaftet. einfach alles wurde überzeichnet, die farben die formen und nicht zuletzt die figuren. mit ein wenig mehr zuirückhaltung hätte dieser fuilm ein würder nachfolger, bzw ein würdiges prequel 8da es sich um die vorgeschichte handelt) werden können, ähnlich wie tim burton's alice im wunderland, doch leider ist dem nicht so.

BEWERTUNG: 4 VON 10 HEXEN

 

2) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, mich dennoch nicht enttäuschten, aber meine erwartungen auch nicht übertrafen:

 

jay und silent bob schlagen zurück:

hin und wieder sehe ich mir gerne hirnlose pubertäre kifferkomödien an. man weiss genauw as man zu erwarten hat und wird nur höchst selten enttäuscht. so auch hier. ich hatte zwar die leise hoffnung, dass doch ein wenig das niveau von dogma durchkommen würde, rechnete jedoch nicht wirklich damit. dennoch, wer solche filme mag, kommt voll auf seine kosten. zudem habe ich große freude daran cameo-auftritte und reminiszenzen an andere filme zu erkennen, diesbezüglich lässt sich dieser film nicht lumpen. hirn ausschalten und spass haben, dann funktioniert das hier wunderbar.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BONGS

 

last of the living:

ein sogenannter happy zombie film aus neuseeland. damit ist schon viel gesagt. was passiert wenn es sich um einen zombiefilm handelt, ist klar. wenn ein happy davor steht, ist ebenfalls klar, dass es sich um eine horrorkomödie im stil von shaun of the dead oder zombieland handelt. da der film aus neuseeland stammt, kennt man auch keinen einzigen der darsteller. der film hat seine längen die nicht unbedingt sein hätten müssen und das ende ist äusserst unbefriedigend, dennoch kann man ihn sich ansehen ohne es hinterher bereut zu haben - vorausgesetzt natürlich man mag dieses genre und liebt spritzendes blut, abgetrennte körperteile und ähnliches.

BEWERTUNG: 6 VON 10 ROLLENDEN KÖPFEN

 

resident evil - retribution:

der fünfte teil der resident evil reihe mit mila jovovic als alice in der hauptrolle. wenn man alle vier anderen teile vorher gesehen hat, dann ist man natürlich auch neugierig auf den fünften teil. wobei ich gestehen muss, dass ich im grunde nie auf irgendeinen teil dieser reihe scharf war, aber irgendwann sieht man es sich eben doch mal an. als einstieg ist der fünfte teil nicht wirklich geeignet, man sollte sich wirklich alle teile der reihe nach ansehen. man sieht was zu erwarten war, eine unter missachtung aller physikalischen gesetzmäßigkeiten kämpfende alice, massen an zombies und hin und wieder eines der gezüchteten supermonster. nicht zu vergessen natürlich spritzende eingeweide und umherfliegende körperteile. teil drei war bisher immer noch der beste.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BLUTSPRITZERN

 

3) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, die meine erwartungen jedoch übertrafen:

 

abraham lincoln - vampirjäger:

man sollte sich nicht vom absurden titel abschrecken lassen, dieser film hat durchaus seine qualitäten. mich beeindruckte, dass es gelang, dem ganzen thema einen absolut ernsten und glaubwürdigen anstrich zu verleihen. man hätte aus dem ganzen eine wunderbare horrorkomödie machen können, doch zum glück sah man davon ab. es gelang tatsächlich, das vampir- bzw. vampirjägerthema annähernd glaubwürdig in die tatsächlichen geschichtlichen gegebenheiten einzubinden. beeindruckend fand ich auch die charakterliche entwicklung der hauptfigur im laufe der geschichte. natürlich kommt auch dieser film nicht ohne opulente actionszenen und spezialeffekte aus, doch selbst bei aller übertreibung fühlt man sich nie auf den arm genommen. es ist horror und fantasy, zugleich legte man sich mittels des geschichtlichen themas noch zusätzliche grenzen und fesseln auf, und trotzdem gelang ein wirklich beeindrucker film.

BEWERTUNG: 8 VON 10 HOLZPFLÖCKEN

 

cockneys vs. zombies:

was erwartet man sich bei solch einem titel? zunächst einmal zombies und davon auch nicht wenige. logisch. dann vertreter der englischen unterschicht mitsamt dem entsprechenden verhalten. und nicht zuletzt zerplatzende köpfe, spritzendes gehirn, heraushängende eingeweide... man addiere zu all dem einen banküberfall mitsamt entführter geiseln und ein altersheim voller wehrhafter bewohner dazu, schon hat man eine der besten zombiekomödien der letzten jahre. die einen sind schusseliger als ihnen gut tut, die anderen agiler und gerissener als man vermutet hätte. ein aus dem film snatch bekannter alan ford setzt dem film das sahnehäubchen auf. eine wirklich herrliche komödie, auch für all jene die bisher nicht viel mit zombies anfangen konnten.

BEWERTUNG: 7 VON 10 GEHHILFEN

 

4) filme von denen ich mir etwas erwartet hatte, die dann auch meine erwartungen voll und ganz erfüllten:

 

the big white:

eine komödie mit krimianteilen und einer leiche. nein, eigentlich sogar zwei. obwohl alle hauptdarsteller ein ganz kleines bisschen übers ziel hinausschießen (robbin williams ist ein klein wenig zu ängstlich und unterwürfig, holly hunter hat ein klein wenig zu viel spass am verrückt sein, woody harrelson ist ein klein wenig zu hinterwäldlerisch und brutal, giovanni ribisi ein klein wenig zu verbissen karrieregeil usw...), stört das nicht im geringsten. es ist eine wunderschöne geschichte über die liebe eines mannes zu seiner frau. und sie macht dennoch mit all ihren wirrungen extrem spass.

BEWERTUNG: 8 VON 10 LEBENSVERSICHERUNGEN

 

you kill me:

auch hier gibt es leichen und liebe, doch diesmal ein wenig anders. die hauptfigur ist ein von ben kingsley großartig gespielter killer, der gezwungen wird sich von seiner alkoholsucht zu befreien. die liebe zu einer nicht gerade sehr umgänglichen frau, ebenfalls großartig gespielt von théa leoni, bzw. ihre liebe zu ihm, bringen ihn dazu die ihm gestellte aufgabe zu überstehen. der film hat komödienanteile, ich würde ihn aber nicht als komödie einstufen. es ist auch keine tragigkomödie, da es keine tragik gibt, ausser die probleme die sich die hauptfigur im laufe der geschichte selbst macht. es ist einfach eine hervorragend gute geschichte.

BEWERTUNG: 9 VON 10 VODKAFLASCHEN

 

ja, das waren jetzt einige filme, aber vielleicht hat nun der eine oder andere lust sich einen davon anzusehen, oder ich konnte ihn davon abhalten etwas anzusehen, das er hinterher bereut hätte. beides würde mich freuen. rückmeldungen würden mich ebenfalls freuen.

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