auto und autor

 

 

genau wegen solcher perlen bin ich begeisterter leser der auto revue!

 

der gegenständliche text stammt von helmut a. gansterers alter ego phillip waldeck aus seiner kolumne "wanderbrief" in der auto revue ausgabe 2/2013

 

ich habe kaum bis keine ahnung von autos, motoren motorrädern und was weiss ich was man als mann sonst noch so wissen sollte. mich haben an autos jedoch immer das design und aussergewöhnlichkeiten fasziniert. bis vor ein paar jahren konnte ich noch zuverlässig im dunkeln allein anhand der rücklichter erkennen um welche marke und um welchen typ es sich handelt. nicht weil es mich so besonders interessiert hätte, sondern weil ich immer schon ein besonderes gespür für formen und muster hatte. dies kommt mir auch in anderen situationen entgegen, zum beispiel wenn man leute alleine anhand ihrer art zu schreiben erkennt, oder wenn man bei songs ehraushört von wem das geklaut oder gesampled wurde. und eben wenn man automarken und -typen bestimmen möchte oder muss.

 

und genau deswegen mag ich die auto revue so sehr. sie beschränkt sich nicht auf technische daten, sondern jeder einzelne testbericht ist ein literarisches meisterwerk. nun gut, nicht jedes, aber zum schmankerl reicht es immer. es ist einfach eine freude den jeweiligen autoren auf den kurvenreichen windungen ihres persönlichen stils zu folgen. und nicht nur das, alle zusammen bilden eine homogene leselandschaft die ihresgleichen sucht.

 

zudem finden sich immer artikel, die zwar im grunde mit motorisierter fortbwegeung zu tun haben, doch überwiegt dabei fast immer die menschliche seite. seie es der bereits erwähnte herr gansterer, oder eine person des öffentlichen lebens die über ihr automobilleben berichtet, sei es jemand, der sein der liebevollen pflege eines oder mehrer young- oder oldtimer gewidmet hat, oder einfach nur berichte über schöne ausflugsstrecken samt den dazugehörigen einkehrmöglichkeiten. man hat immer das gefühl, alle sind nicht nur mit hirn, sondern auch mit sehr viel herz und seele bei der sache.

 

ja und natürlich kommt es meinem faible für seltsamkeiten und wissen das die welt nicht braucht entgegen.

 

ich kenne keine zeitschrift die sich hierin mit der autorevue messen kann. höchstens noch der playboy, doch mit all seinen hochprominenten gastautoren ist das ja auch kein wunder. ausserdem wird der playboy nur höchst selten wegen des textes gekauft. ein geo, das ich übrigens auch sehr schätze, punktet mit reiseberichten, fundiertem wissenschaftlichen wissen und hervorragenden bildern, vergisst aber viel zu oft auf stil und seele.

 

aber auch wenn die autorevue ein magazin für amphibienbegeisterte wäre, oder eines für angehende mineralogen, fände ich die zeitschrift vermutlich immer noch interessanter als alle anderen.

 

doch eine frage konnte mir bis dato noch nicht einmal die auto revue beantworten: warum haben wir heute noch, so wie vor 100 jahren auch schon, diese verdammten scheibenwischer in gebrauch? gibt es dafür wirklich keine praktikable alternative?

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