Fr

08

Nov

2013

ende neu

 

von sinnen zieht um: von sinnen auf blogspot

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Mi

06

Nov

2013

wie man einen guten film oder eine gute serie versaut

eben miesen schauspielern, schlechten drehbüchern, untalentierten regisseuren und bescheuerter kamerführung gibt es auch sonst noch so einige unverzeihliche fehler, die einem sogar die freude an einem ansonsten wunderbaren film, oder einer eigentlich guten serie vollkommen verderben können. ich möchte hier einmal einfach jene dinge auflisten, die mich am meisten nerven:

 

  • zum thema schlechter schauspieler und schlechte regie gehört die mimik. aber nicht nur, denn vor allem bei animationsfilmen wird man sehr oft mit unfassbar übertriebener kaugummigesichtsartiger mimik konfrontiert. das wäre dann quasi die gegenthese zu ottfried fischer, dem man jedoch zumindest die fähigkeit des lächelns zusprechen kann, ganz im gegensatz zur unsäglichen kristen stewart, der bella aus twilight, die es tatsächlich schafft jeden film mit ihrer versteinert-leidenden miene runterzuziehen. jedenfalls ist es völlig wurscht ob übertriebene oder so gut wie garnicht vorhandene mimik, zu viel oder zu wenig wird einfach irgendwann entweder völlig langweilig, oder nervend.
  • vor allem in älteren serien ist es zu hören: das asynchrone getrappel. eine kleinere gruppe von leuten bewegt sich durch irgendeinen raum und man merkt dass hier irgendwas einfach nicht passt. meistens nimmt man es nicht bewusst wahr, aber das ungute gefühl bleibt. es sind entweder zu viele, oder zu wenig geräuschsynchronisierte füße zu hören, oder die bewegungen passen nicht zum getrappelgeräusch. wie auch immer, es wird dadurch einfach unerträglich aufdringlich. noch nie erlebt? mir ging es letztens bei der ansonsten sehr soliden serie "monk" so. einfach mal aufpassen, das kommt öfter vor als man meint.
  • ganz schlimm finde ich künstlichen schnee, künstliches eis, oder offensichtlich künstliche felsen. für jemanden, der zeit seines lebens jedes jahr im winter mit meistens nicht unbedingt kleinen mengen echten schnees konfrontiert wurde, ist es einfach ein graus zu sehen, wenn ihm löschschaum, styropor, oder sonstige kunststoffflocken als schnee verkauft werden. prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, ich will es nur verdammt nochmal nicht bemerken! sobald ich es bemerke ist der ganze film beim teufel. fast wurde mir auf diese art "herr der ringe" versaut, als ich bemerkte, dass der turm von helms klamm, auf dem in das horn geblasen wurde, offensichtlich aus styropor geschnitzt und grau bemalt wurde. ansonsten ist alles wunderbar, doch in dieser einen szene sieht man es einfach verdammt gut. passt mal drauf auf. und eisschollen aus styropor sind sowieso ein no-go. nie im leben sehen eisschollen SO aus!!!! NIE!!!!! bei raumschiff enterprise (vor allem in der originalserie aus den 60ern) erwarte ich mir ja nichts anderes, auch nicht bei anderen billigserien, gerne auch neueren datrums, oder in billigen filmen, aber bitte nicht in produktionen vom kaliber eines "herr der ringe".
  • ein ähnliches problem ist regen. mir ist schon klar, dass man regen auf der filmleinwand oder auf dem bildschirm nur schlecht sieht, aber muss man es denn gleich dermaßen übertreiben, dass die darsteller innerhalb sekunden völlig durchnässt sind? ich meine nicht, dass einfach nur die kleidung nass wird, das wäre ja noch normal. was ich meine ist, dass ihnen die kleidung wirklich auf der haut klebt. DAS ist wirklich nicht normal, vor allem nicht innerhalb weniger sekunden! es mag vielleicht auch hin und wieder im richtigen leben vorkommen, ein mal konnte ich selbst sogar solch einen regenguss erleben, doch selbst wenn es wirklich wie aus sprichwörtlichen kübeln schüttet, dauert es ein ganzes weilchen bis man tatsächlich völlig durchnässt wird. also bitte ein wenig zurückhaltung, ja?
  • ganz schlimm ist das was ich "megasynchronisation" nenne. man kennt das vor allem aus alten bud spencer & terence hill filmen, wobei diese unsitte offenbar generell in den 70ern mode war. der typ im bild sagt in wahrheit 3 worte, doch die deutsche synchronisation hat ihm 3 schachtelsätze in den mund gelegt. meistens wird diese surreale situation damit überspielt, dass der gesprochene text schon vorher anfängt und dann, wenn der schauspieler schon längst wieder aus dem bild ist, der text immer noch weitergeht. ganz besonders fällt es einem auf, wenn z.b. terence hill eigentlich nur lächelt, ihm aber irgendeine zwischen den zähnen hervorgepresste blöde bemerkung durch die deutsche synchronisation in den mund gelegt wird. andererseits macht genau das auch einen großteil des charmes dieser filme aus. trotzdem nervt es.
  • aus einem völlig anderen eck kommt das wirre durcheinandersprechen. vor allem in französischen filmen sieht, bzw. hört man das ziemlich oft, aber auch in produktionen aus den usa, sehr oft in filmen von woody allen. was im richtigen leben völlig normal ist und auch funktioniert, stört jedoch im film. ich kann und will mich nicht auf das gleichzeitige geplapper von mehreren personen konzentrieren müssen. mich stresst das und im endeffekt bekomme ich genau garnichts mit. warum zum teufel macht man das??????
  • dann gibt es dagegenteil von geplapper, nämlich das still sein. es gibt in fast jedem film eine szene in der sich die protagonisten vor irghendetwas oder irgendjemanden verstecken müssen und eigentlich still sein sollten, doch sie sind es einfach ums verrecken nicht. ich meine damit jetzt nicht, dass sie unentwegt weiterplappern oder gar schreien (obwohl auch das oft genug vorkommt, so dass man ihnen am liebsten "halt endlich deine verdammte klappe du saudumme filmfigur, das monster steht ums eck und laurt nur darauf dich endlich fressen zu können!" zurufen möchte), nein, sie ATMEN! und zwar dermaßen laut, dass man sie einfach hören MUSS. "theateratmen" nenne ich das. eine art von geschauspielertem atmen, das natürlich übertrieben sein muss, um zu unterstreichen wie aufgeregt diese person gerade ist und wie spannend die situation.
  • die zeitlupe wiederum ist ein gern genutztes stilmittel um kämpfe und actionszenen (explosionen ect...) ästhetisch und/oder intensiver darzustellen, doch wenn action zu 90% nur mehr aus zeitlupe besteht um sie intensiver darzustellen, möchte man am liebsten aufstehen und erst mal aufs klo gehen, oder sich ein bier holen bis die "action" endlich vorbei ist.
  • und dann gibt es noch die zeitlupe die eigentlich keine ist. da hat der regisseur nämlich im nachhinein beschlossen aus einer in normaler geschwindigkeit gefilmten szene eine zeitlupenszene zu machen, so dass man anstatt lupenreiner zeitlupe eine schnelle abfolge von unscharfen standbildern zu sehen bekommt. auch hier gilt: was in tv-serien (vor allem in billigen) gerde so noch ok ist, darf in einem kinofilm der ernst genommen werden will nicht vorkommen! entweder man dreht gleich in zeitlupe, oder man dreht nach, oder man lässt es einfach ganz. alles andere ist einfach *bäh*.
  • trailer und teaser gehören zwar nun nicht zum thema filme, aber im grunde eigentlich doch. in den letzten jahren hat sich die unsitte eingebürgert trailer so zu gestalten, dass drei viertel des trailers aus einem absolut schwarzen bild bestehen. man sieht (meistens wieder in zeitlupe) für den bruchteil einer sekunde eine szene, die sofort wieder ausgeblendet wird. es folgen gefühlte 5 minuten dunkelheit, dann wird einem der nächste mikroschnipsel vorgeworfen. solche trailer machen mich irre! echt wahr! ich habe solcherart geschnittene trailer auch schon wieder weggeklickt (natürlich am pc, im kino gehts ja schlecht) weil ich sonst durchdrehe. wenn es ein gegenstück zu epileptischen anfällen aufgrund stroboskopartiger bildfolgen gibt, dann passiert mir in solchen augenblicken genau das. und statt schwarz einfach nur weiss zu nehmen machts auch nicht besser, liebe filmindustrie! wie zur hölle soll ich auf einem film neugierig werden, wenn ich im trailer nur dunkelheit gezeigt bekomme? kann mir das mal jemand erklären?

vermutlich gibt es noch ein paar dinge mehr die mich aufregen (wundern würde es mich nicht *g*), aber damit lasse ich es jetzt mal gut sein.

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Mo

28

Okt

2013

kochtipps für absolut ahnungslose

manchen menschen ist es einfach gegeben gut kochen zu können, ohne dass sie es gelernt hätten. sie haben ein natürliches gespür für all diese kleinen stolperfallen und unwägbarkeiten, die alle anderen zur verzweiflung bringen und in die arme des pizzaservice treiben. wenn man solchen leuten ein bis dahin völlig unbekanntes rezept vorlegt, legen sie unbekümmert los und am ende kommt tatsächlich etwas dabei heraus, das jenem ähnelt, was laut rezept auch das endprodukt sein sollte - und es schmeckt auch noch! die anderen machen im prinzip das selbe, nur irgendwie geht irgendwo was schief und am ende hat man material für den biomüll, den sautrog, oder für den geistesgestörten nachbarshund der nun wirklich alles frisst.

 

der großteil jener begnadeten kochkünstler wissen nicht einmal, dass sie solche sind. es interessiert sie auch nicht sonderlich, da ihre interessen auf anderen gebieten liegen. sie sind ganz zufriden damit, dass sie sich halbwegs normal ernähren können und damit hat sichs. ein kleiner teil ist jedoch fasziniert von diesem thema und werden entweder profiköche, oder begnadete hobbyköche. letztere sind dann jene, von denen man sich zwar gerne zum essen einladen lässt, die man dann aber mit einem seltsamen gefühl der unsicherheit, depression und leichter agression wieder verlässt, weil diese verdammten mistkerle (und miststücke, wir wollen ja politisch korrekt bleiben) wirklich ALLES, jedes noch so schwierige rezept auf die reihe kriegen, während man selbst sogar fertiggerichte versaut.

 

die unbegabten versuchen es dann natürlich nicht einmal mehr etwas halbwegs normales selbst auf den tisch zu bekommen. niemand hat ihnen jemals auch nur die grundlagen des kochens beigebracht und es hat sie auch nie interessiert. man schlägt sich eben irgendwie anders durch.

 

ich selbst hätte vermutlich das talent zum kochen, bin jedoch zu unmotiviert und zu faul um etwas daraus zu machen. hin und wieder, so ein bis zwei mal im jahr lasse ich mich dazu hinreissen irgendetwas schönes und gutes zu fabrizieren, aber das wars dann auch schon. mehr will ich garnicht.

 

was ich jedoch sehr wohl möchte, ist all jenen verzweifelten, die sogar teewasser anbrennen lassen, ein wenig starthilfe zu geben, denn nirgendwo findet sich eine anleitung für die elementarsten grundlagen - zumindest hätte ich bisher noch keine gefunden. ich gebe allerdings zu, dass ich auch nicht großartig danach gesucht habe. ich bemerke nur immer wieder, dass sogar in kochbüchern für dummies davon ausgegangen wird, dass ein mindestmaß an grundwissen vorausgesetzt wird.

 

ich bin alles andere als ein profi, aber ein paar dinge sind mir eben aufgefallen und diese gebe ich nun weiter:

 

  • was auch immer du tust, laufe nicht davon! bleib bei deinem kochenden, bratenden, blubbernden und brutzelnden essen und beobachte was passiert. gehe nicht telefonieren, gehe nicht 5 minuten auf den balkon um zu rauchen und gehe besser vorher auf die toilette. lass dich nicht vom fernseher oder dem pc ablenken. mach am besten nichts ausser einfach nur zu kochen. wenn du profi bist kannst du von mir aus nebenbei machen was du willst, doch du bist keiner, also bleib um himmels willen unter allen umständen bei der sache!
  • setz dein hirn, bzw. deinen hausverstand ein. versuche mitzudenken. denk darüber nach was du hier tust und warum du es tust. das bringt uns auch zum nächsten punkt:
  • vertraue keinem rezept! niemals nie nicht! sieh es als ungefähre anleitung dafür, wie man vielleicht irgendetwas hinbekommen könnte an. es ist eine reisebeschreibung desjenigen, der bereits erfolgreich im land der kulinarischen genüsse war, das heisst nicht, dass das bei dir nun ganz genau gleich funktionieren wird. du weisst nicht, ob dein herd genau so gut funktioniert, wie jenes des rezepterstellers, es könnte also sein, dass dein gericht ein wenig länger braucht, oder aber auch, dass es ein wenig schneller fertig ist. nur weil im rezept 20 minuten steht, ist das noch nicht in stein gemeisselt. wenn es noch aussieht wie gerade erst ins rohr geschoben, dann lass es um himmels willen noch ein bisschen länger drinnen. wenn es nach 15 minuten schon ziemlich durch aussieht, dann hol es mal raus und sieh nach ob das wirklich so ist. ausserdem weisst du nicht, ob die produkte, bzw. zutaten die du dir besorgt hast, auf die selbe art und weise reagieren, wie jene die der rezeptschreiber verwendet hat. die selben nudeln von verschiedenen herstellen können sehr unterschiedlich schmecken und verschieden lange brauchen bis sie als dente sind (al dente ist auch so ein mythos. vergiss das gleich mal. mach die nudeln so wie du sie magst. ich selbst mag sie lieber weich und bazig). das gilt natürlich auch für mehl und gries und alles andere was man so braucht.
  • auch wenn in der anleitung, bzw. im rezept eine bestimmte menge steht, bleib skeptisch. die anleitungen für kartoffelpürree sind zb. IMMER falsch. bei den einen wird es zu dünnflüssig, bei den anderen zu dick. bereite die angegebene menge vor, aber mach dich darauf gefasst,d ass es zu viel sein könnte, also leer nicht sofort alles auf einmal hinein. und schau dass du noch etwas vorrätig hast, falls du doch noch einen schluck mehr brauchst. das selbe gilt natürlich auch für mehl, zucker, was auch immer. wenn dir vorkommt das könnte zu viel oder zu wenig sein, korrigiere vorsichtig nach bis es DIR passt.
  • auch portionsangaben sind höchst selten aus diesem universum. wenn dort steht "für 3 personen", dann ist das meistens EINE portion für MICH. vermutlich sind diese angaben für dürre models die sich sonst von einem blatt salat und einem glas wasser am tag ernähren. ich weiss es nicht. fakt ist, mach lieber mehr als zu wenig. wenn was übrig bleibt kann man es einfrieren, am nächsten tag essen, oder jemandem mitgeben.
  • eier gibt es in verschiedenen größen! jaha, da staunt der laie, gelle? auf den eierschachteln sind die größen wie im kleidergeschäft mit "s", "m", "l" und "xl" angegeben. in den rezepten leider nicht, bzw. nur höchst selten. manchmal hat man glück und es steht dort "1 großes ei" oder "3 kleine eier" oder irgendwas in der richtung. wenn es keine angaben gibt, besorg dir kleine eier und nähere dich der richtigen menge an, indem du erst mal die angegebene menge heineinklatschst und dann siehst ob man nicht vielleicht doch noch 1-2-3 eier dazugeben sollte.
  • wie man eier jedoch richtig öffnet ist schwer zu erklären. jeder hat da so seine eigene methode. ich selbst schlage sie vorsichtig auf die arbeitsplatte, so dass nur eine kleine delle entsteht, und breche sie dann über der schüssel vollkommen auseinander. andere schlagen sie auf irgendeiner kante auf, manhe brauchen dazu 2 hände, andere nur eine. es ist völlig egal, mach wie es dir richtig vorkommt und wie es am wenigsten sauerei zu werden scheint. dass es eine sauerei wird ist aber völlig klar, also stell dich darauf ein.
  • solange du ein bestimmtes rezept noch nicht drauf hast, unterlass jeden anflug von experimenten! es wird ansonsten garantiert schief gehen und du weisst dann nicht warum. lass auch besser irgendwelche hörensagen-tipps ausser acht. nur weil mal bei irgendwem irgendwas funktioniert hat, muss das bei dir nicht auch so sein. wenn du das rezept beherrschst, dann kannst du rumprobieren, vorher jedoch nicht.
  • wenn dir irgendwelche begriffe in dem anzugehenden rezept nicht geläufig sind, dann sieh VORHER nach was das heisst, bzw. was das ist und nicht erst wenn du schon mitten unterm herumwerkeln bist. du hast internet, du hast diesen blog gefunden, also findest du auch alles andere.
  • sollte irgendwas nicht vorrätig oder schwer zu beschaffen sein, dann erkundige dich (internet! siehe oben!) ob es sich nicht durch irgendetwas ersetzen lässt. sauerrahm, creme fraiche und schmand sind zum beispiel fast das selbe, unterscheiden sich jedoch im fettgehalt. zwiebeln, jungzwiebeln, frühlingszwiebeln und lauch sind auch im grunde ein und das selbe gewächs und können meistens miteinander vertauscht werden. es gibt sicher auch noch viele andere beispiele, mir sind im moment nur diese zwei geläufig.
  • mehl ist nicht gleich gleich mehl! es gitb griffiges mehl, glattes mehl, universalmehl und einige spezielle mehlsorten. und das ist wichtiger als man meinen möchte. wenn es keine diesbezügliche angabe gibtm, besorg dir universalmehl. ansonsten sollte es im rezeot vermerkt sein welche mehlsorte zu verwenden ist. und diese MUSS verwendet werden, sonst geht es garantiert schief!
  • rezepte aus den usa sind mit vorsicht zu behandeln. erstens werden dort völlig andere maßeinheiten verwendet die dann nur schwer umzurechnen sind, zweitens gibt es dort zutaten, die für den durchschnittlichen amiländer völlig normal, für uns jedoch nahezu unmöglich aufzutreiben sind, drittens sind unsere zutaten, auch wenn es im grunde die selben sind, doch völlig verschieden, viertens ist es in den usa zb, üblich, dass das backpulver bereits im mehl enthalten ist, das fehlt auf dann auf den meisten rezepten.
  • ein topf ist keine pfanne, eine pfanne kein wok, ein wok ist kein topf! überleg dir was du machst, warum du es machst und wie du es machst. nimm dir mal eine halbe stunde zeit und mach dich schlau. sieh dir an warum ein wok ein wok ist, warum ein gemüsemesser anders aussieht als ein fleischmesser usw... nur wer weiss was er tut und warum er es tut, hat hinterher auch eine ahnung warum unter umständen etwas daneben ging.
  • lass eingefrorenes erst mal genug zeit aufzutauen, bevor du es verwendest. und denk daran, dass das dann auftauwasser ergibt. das gehört weggeschüttet. egal ob es sich um beeren, gemüse oder was auch immer handelt. nun gut, bei fischstäbchen und dem beilagengemüse kann man eine ausnahme machen...

so, das waren fürs erste mal all die dinge die mir so durch den kopf schwirrten. wenn es jemandem geholfen hat, dann freue ich mich über rückmeldung.

 

guten appetit und ... ähm... pfanndl hoass (auf dass die pfanne nie erkalten möge)!

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Do

03

Okt

2013

chronik einer vierminütigen autofahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

us diesen normalerweise 4 minuten wurden heute im berufsverkehr knappe 10. es fuhr zum glück meine exe, denn ich hätte vermutlich irgendjemanden absichtlich überfahren:

 

  • vor uns ein verkehrsteilnehmer, der zu blöd war in eine endlich vorhandene lücke im nicht abreissenden verkehrsfluss des kreisverkehrs einzufahren. fahrer: ortsunkundige (was ja völlig egal wäre, kreisverkehre sind im grunde überall gleich. so wie ampeln) frau. ich: *fingertrommel*
  • knapp nach dem kreisverkehr ein rückwärts aus einer einfahrt herausstoßendes fahrzeug, sämtliche herannahenden anderen verkehrsteilnehmer (uns - und gefühlte 2.000 hinter uns) völlig ignorierend. in weiterer folge völlig vorschriftswidrig quer über eine komplizierte abbiegeregelung (die eigentlich auch besser durch einen kreisverkehr ersetzt werden sollte) stoßend um auf die entgegengesetzte fahrbahnrichtung zu gelangen. fahrer: pensionist. ich: *grrrrrrr*
  • hundert meter weiter ein kfz, mit den vorderreifen bereits fast, mit der motorhaube komplett in die fahrbahn hineinragendi, in einer ausfahrt wartend (also eigentlich nur mehr zur hälfte, mit der anderen hälfte stand er ja schon auf der strasse), um sich in den verkehr einzufädeln. fahrer: junger hüpfer. ich: "ich glaubs jetzt aber so langsam nicht mehr!"
  • weitere hundert meter weiter eine fußgängergruppe auf dem gehsteig. eine dieser personen hatte beschlossen, dass es eine gute idee wäre, anstatt auf dem gehsteig auf der strasse spazieren zu gehen. fußgänger: pensionist. ich: "GEHSTEIG!!!!!!!!! ARSCHLOCH!!!!!!"

liebe leute, was ist das? sind es meine nerven, bzw. meine mangelnde geduld, oder werden die verkehrsteilnehmer tatsächlich zunehmend blöder und gleichzeitig rücksichtsloser? es ist ja zu erwarten, dass im stoßverkehr nicht alles reibungslos abläuft, aber auf einer derart kurzen strecke ein dermaßen gehäuftes aufkommen von vollpfosten, ist doch nun wirklich nicht mehr normal. oder doch?

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Do

03

Okt

2013

von dunklen stunden und turbodieslern

es gibt menschen, die werden müde, sobald die sonne untergeht. ein bisschen halten sie noch durch, meistens aus pflichtbewusstsein, entweder einem partner oder einer familie gegenüber, oder weil noch irgendwelche dinge zu erledigen sind bevor man schlafen geht. doch spätestens um 22:00 uhr liegen sie in den federn um dann noch vor sonnenaufgang total ausgeruht, fröhlich und voller elan, meistens auch vor sich hin plappernd und mit unerträglich guter laune wieder aus dem bettchen zu hüpfen.  zwischen 04:00 und 06:00 uhr morgens aufzustehen ist für solche menschen ein völlig normales verhalten. ebenso das gut aufgelegt sein und voller elan durch die morgendliche wohnung zu wirbeln. hier wird oft der vergleich mit der nachtigall gezogen, ich bevorzuge den vergleich mit einem benzinmotor. er springt schön an, zieht sofort und tut was man sich eigentlich von ihm erwartet, bis man ihn wieder abstellt.

 

und dann gibt es menschen, die werden erst richtig produktiv, bzw. kreativ, wenn die sonne untergegangen ist. bis spät in die nacht hinein, bzw. sollte man eigentlich sagen bis in die frühen morgenstunden sind sie munter. sie können auch nicht anders. wenn man sie noch vor mitternacht versucht ins bett zu bekommen, dann bleiben sie noch ewig lesend wach, oder wälzen sich stundenlang im bett herum. ausser sie sind ausnahmsweise mal sehr erschöpft von einem anstrengenden tag (oder weil sie entgegen ihrer natur früh aufstehen mussten), krank, oder wurden mit sex geködert. es ist auch relativ egal wann diese wieder aus dem bett fallen, sie brauchen auf alle fälle mindestens eine stunde, wenn nicht länger, um richtig auf touren zu kommen und vor allem um die umwelt wieder erträglich zu finden, bzw. für die umwelt erst erträglich zu werden. heir wird wiederum oft der vergleich mit der eule bemüht, doch ich bevorzuge, analog zu jenem des benzinmotors für die nachtigallen, den eines turbodieselmotors. er tuckert ziemlich schwerfällig in niedriger umdrehung durch die gegend, lässt sich zwar nicht abwürgen und hat auch bei neidriger drehzahlt viel kraft, aber spass macht es nicht damit zu fahren solange der turbo nicht anspringt. wenn man jedoch gas gibt und das turboloch überwunden ist, dann kann das ding ziemlich unvermittelt loßbeissen und sogar fast unkontrollierbar werden.

 

die eingangs beschriebene spezies ist jene, die um 07:00 uhr morgens bereits im büro sitzt, wenn nicht waren sie sicher vorher noch joggen, haben 12 kinder in die schule oder den kindergarten gebracht, waren schon da und dort und haben auch schon die wohnung geputzt. sie gehen natürlich früher als die anderen nach hause, denn sie haben ja noch was dringendes zu erledigen, vielleicht ein haus zu bauen oder ähnliche dinge. natürlich nur so lange die sonne noch scheint, geht sie unter stirbt der motor ab und sie quälen sich noch ein zeitlang bis sie endlich ins bett dürfen.

 

die zweiten, die turbodiesel, kommen gerne mal - unter den mißbilligenden blicken der benziner - zu spät ins büro, holen sich dort zuallererst einmal einen kaffee und rauchen eine bevor es los geht. dafür haben sie aber kein problem damit bis spät in der nacht zu bleiben, dann wenn die benziner - unter den desinteressierten blicken der turbodiesler - längst weg sind und ihre häuser bauen. wenn sie dann nach hause kommen, werden sie aber erst richtig aktiv und kreativ, schreiben bücher, malen, zeichnen, bildhauern, schauspielern, machen musik, oder weiss der teufel was denen sonst noch so alles einfällt und spass macht.

 

das "büro" steht hier natürlich nur exemplarisch für jede art von arbeitsstelle. und von diesen beispielen ausgenommen sind natürlich alle selbständigen, freischaffenden und jene die ihren job lieben.

 

nun, ich bin eine eule, also ein turbodiesler. wenn mich nicht andere umstände zu anderem verhalten zwingen, bin ich bis mindestens bis 03:00 uhr morgens wach. dementsprechend länger liege ich natürlich morgens im bett, meistens bis zum späten vormittag. wenn ich mir nicht den wecker stellen würde, würde ich vermutlich bis mittag durchschlafen, doch einen letzten rest von selbstdisziplin zwinge ich mir durch das weckerläuten doch besser selbst auf.

 

ich genieße diese späten stunden. in der regel sitze ich an meinem laptop, den ich mir wie einen pc mit anständiger tastatur und "richtigem" bildschirm hergerichtet habe, und nebenbei läuft der fernseher. ich finde es entspannend um diese uhrzeit serien zu sehen, die ich vor langer zeit das letzte mal gesehen habe, denn diese werden gerne ins nachtprogramm verbannt. ebenso stolpere ich oft über interessante dokumentationen oder aussergewöhnliche filme, die man tagsüber nicht sieht, geschweige denn abends im hauptprogramm. und wenn ich über diesen domian auf irgendeinem regionalen sender den ich mir nicht merken möchte stolpere, weiss ich ganz genau, dass nun nachteulenzeit ist. früher galt das selbe für "alpha centauri" oder eines dieser computerspiele das im tv lief, zu dem man anrufen musste um es steuern zu können.

 

ich werde auch nicht gestört. es gibt keine anrufe (nicht dass man mich tagsüber oft anrufen würde, aber dennoch hin und wieder), keine sms (davon kommen hin und wieder tagsüber dann doch so einige), keine mails (ausser spam) und keine sonstigen störungen von aussen. ich kann mich ganz auf mich selbst, bzw. darauf was ich tue konzentrieren. und das mag ich sehr gerne. ich bin gerne vollkommen ungestört mit mir selbst und den dingen die ich tue, beinahe schon ein wenig autistisch. die eventuelle androhung einer einzelhaft würde mich in keinster weise erschrecken, im gegenteil, ich würde es im falle des falles vermutlich sogar von anfang an verlangen. nichts wäre mir verhasster, als mit jemand anderen an den mich emotionakl nichts bindet, zusammenleben, bzw. im selben raum schlafen zu müssen. die paar monate beim bundesheer haben mir für den rest meines lebens gereicht.

 

aber ich schweife ab... (kein wunder, ich laufe gerade im turbomuds und komme vom hundertsten ins tausendste)

 

jedenfalls kann ich um diese uhrzeit zm beispiel an meinem blog schreiben, einen text wie diesen würde ich tagsüber kaum zustande bringen, auf alle fälle würde ich sehr viel länger dazu brauchen.

 

doch diese art des tagesablaufes hat natürlich auch seine nachteile. zunächst einmal sind tage, an denen ein termin bei ärzten oder in ämtern ansteht, manchmal ein wenig problematisch. solche termine gibt es nämlich nur an vormittagen, denn das leben der nachtigall-benzinern wird immer noch als moralischer, richtiger und erstrebenswerter eingestuft, als jenes der nachteulen-turbodiesler. also versucht man sie in diese gesellschaftliche passform hineinzuzwingen, denn man hat einfach keine andere wahl. und wer von 07:00 uhr bis 16:00 uhr im büro sitzt wird wohlwollender betrachtet, als jener, der sich von 10:00 uhr bis 19:00 uhr dort aufhält.

 

das späte aktiv sein hat auch noch andere nachteile, so zum beispiel, dass durch die ungestörtheit und das dadurch bedingte sich mit sich selbst beschäftigen können, diese dunklen stunden sich in düstere stunden wandeln können. es passiert zwar selten, aber hin und wieder passiert es eben. für mich ist das kein großes problem, denn erstens kann ich in dem wissen, dass es bald wieder vorbei ist, so eine kleine depressionsdosis sogar genießen, und zweitens macht auch das auf gewisse weise kreativ.

 

doch ein nachteil geht mir gelinde gesagt doch ein wenig auf den sack: durch das späte schreiben, veröffentliche ich meine blogsartikel auch mitten in der nacht, nämlich genau dann, wenn sie niemand liest, ausser 2-3 nachteulenturbodiesler, die dann natürlich trotzdem keine kommentare hinterlassen.

 

ja, das war ein wink mit dem zaunpfahl, nein, soagr mit der ganzen umzäunung. liebe leser, bitte hinterlasst doch mal ein kommentar, so quasi als zählwerk, als übersicht für mich, wie oft das heir nun wirklich gelesen wird. es kann ja auch gerne anonym kommentiert werden. und man muss keine romane verfassen, ein "hi" reicht mir völlig. natürlich freue ich mich dennoch logischerweise mehr über seitenlange kommentare, denn über ein lapidares "hi", aber darum geht es in diesem fall ja nicht. also, bitte hier einen fußabdruck hinterlassen. oder von mir aus auch eine urinduftmarke ;-)

 

danke.

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So

29

Sep

2013

alles bleibt neu

heute waren also in österreich nationalratswahlen. ich habe ja bereits vor längerem meine stimme per briefwahl abgegeben, da ich nicht riskieren wollte schon wieder nicht wählen gehen zu können. oder zu verschlafen *grins*. und nein, ich ahbe nicht vor diesen blog zu einem politblog zu machen, so wie es auch kein musikblog wird oder ein filmblog oder ein moralblog... es ist ein blog in dem dinge niedergeschrieben werden, die mich beschäftigen. mehr nicht. und heute ist es eben die wahl unserer regierung. das könnte ja auch unter umständen dioe eine oder andere auswirkung auf mein leben haben....

 

also, meine gedanken zum heutigen, noch vorläufigen ergebnis:

 

- zum zweiten mal ist die spö unter fayman stimmenstärkste partei. jedoch hat hat die spö ebenfalls zum zweiten mal unter fayman ein historisches stimmentief. ich stelle mir die frage: warum immer noch so viele stimmen? aufgrund welches programmes, welcher aussage, welcher erfolge?

- im prinzip gilt das selbe für die övp: ein höchst verständlicher stimmenrückgang, aber immer noch unverständlich viele stimmen.

- noch unverständlicher stellt sich mir der stimmenzuwachs der fpö dar. angst- und panikmache scheint wohl DAS mittel dieser zeit zu sein um stimmen zu bekommen.

- stimmenzuwachs bei den grünen ist erfreulich, aber überraschend. zu sehr in den eigenen widersprüchen und ideologien vertsrickt, zu "harmlos" agierend.

- auch jede einzelne stimme für stronach ist mir ein rätsel. wie kann man eine partei wählen, anderen spitze ein kandidat steht, der mit einem bein im grab steht, offensichtlich verlernt hat sich ordentlich zu artikulieren, der den eindruck eines demenzpatienten macht und offensichtlich 6 monate im jahr nicht einmal anwesend sein wird?

- den erfolg der neos kann ich wiederum verstehen. schön zwischen alle stühle positioniert, für jeden etwas dabei, anständige wahlwerbung, anständige präsenz und insgesamt recht solide.

- der absturz der bzö kommt auch nicht überraschend. als ehemaliger teil der fpö überschneiden sich die themen zu sehr. wenn mir dieses programm liegt, dann wähle ich doch lieber den schmied und nicht den schmiedl.

- dass die piraten nur mehr unter "sonstige" laufen, ebenso wie die kpö, ist traurig, aber nun mal tatsache. das war jedoch leider auch zu erwarten, denn nur im internet präsent zu sein reicht nun mal nicht. mir persönlich fiel kein einziges plakat auf, keine werbung in tv oder radio, keine anzeige.... einfach NICHTS. wenn sichd a beim nächsten mal was ändern soll, dann muss sich zunächst einmal die präsenz massiv ändern.

was wird nun passieren?

nichts. im prinzip wird alles beim alten bleiben. mit der fpö wird keine der beiden regierungsparteien koalieren wollen, der mist der bei der letzten regierungsbeteiligung der fpö fabriziert, wurde stinkt heute noch zum himmel. das kommt der fpö natürlich trotzdem zu gute, denn sie wird beiden eine koalition anbieten, beide werden ablehnen, die fpö steht gut da, denn SIE hätte ja nur das beste fürs land wollen. mit den grünen alleine wird sich kaum regieren lassen. vermutlich geht sich nicht einmal rein rechnerisch eine koalition mit grünen, stronach und neos aus. also bleibt nur schwarz-rot.

also fazit: alles bleibt neu.

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Fr

27

Sep

2013

auf dass uns ein licht aufgehe

als ich einmal im dunkeln gemütlich durch das schneetreiben spazierenfuhr, wurde mir das erste mal so wirklich bewusst, wie viel energie durch unnötige aussenbeleuchtung rausgeballert wird. da werben nicht nur firmen mit beleuchteten firmenschildern, sie beleuchten auch ihre fassaden, es werden kirchen, klöster und andere öffentliche gebäude die ganze nacht halogenbestrahlt, und hotels lassen ihre silhouette mit abertausenden von glühbirnen kilometerweit durch die nacht glitzern.

wir kleinen konsumenten und endverbraucher müssen ja nun in form der energiesparlampe in zukunft ein produkt verwenden, das bei nicht fachgerechter entsorgung die umwelt aufgrund der verwenung von quecksilber tausend mal mehr bealstet, als es eine herkömmliche glühbirne, die ja nur aus metall und glas besteht, jemals könnte. noch dazu werden wir gezwungen die wohnungen tag und nacht zu beleuchten, da die energieersparnis ja nur dann gegeben ist, wenn das ding nicht ständig aus- und wieder eingeschaltet wird, da der energieverbrauch beim einschalten ein vielfaches höher ist, als dann, wenn es bereits in betrieb ist. wenn ich solch eine energiesparlampe in dem selben maße verwende wie eine herkömmliche glühbirne, werde ich unterm strich mehr energie verbraucht haben als bisher. und was ist mit all jenen räumen die man nur kurz betritt, wie zb. wc, abstellraum, kellerabteil, oder ähnliches? ich bekomme ja keine herkömmlichen glühbirnen mehr um diese räume effizient zu bestücken. nun, inzwischen gibt es ja zum glück alternative produkte, zum beispiel auf basis von led-lampen. hoffen wir mal das beste....

fakt ist jedoch, man drückt uns ein hochgiftiges, und nicht nur dadurch im grunde sinnloses produkt aufs auge, das auch noch 5 mal mehr kostet als das bisher gebräuchliche. und um dem ganzen die krone aufzusetzen, werden wir per gesetz auch noch zum umstieg gezwungen. uns bleibt nicht einmal die wahl. so wie bei der umstellung von normal- auf winterzeit, die tatsächlich mehr energie kostet und wirtschaftlichen schaden verursacht, als sie nutzen bringen würde, oder damals beim autofahren mit licht am tag, als man dann dahinterkam, dass die unfallstatistik nicht besser wurde, im gegenteil, die unfälle mit zweiradfahrern sogar mehr wurden und der mehrverbrauch an benzin unerwartet groß war, sowie der umsatzanstieg (und somit auch müll) an glühbirnen für kfz. oder gerade aktuell mit dem co2-ausstoß, wo erwiesenermaßen der start nur eines einzigen flugzeuges mehr ausstoß verursacht als sämtliche kfz eine mittleren kleinstadt in einem ganzen jahr, mal ganz abgesehen vom co2-ausstoß durch all die rindviecher für die fleisch- und milchindustrie. nur einige beispiele von vielen die nachweislich mehr kosten als nutzen verursach(t)en. und ja, ich habe recherchiert, bevor ich solche behauptungen aufstelle, da ich jedoch privat und ohne anspruch auf wichtigkeit blogge, erspare ich mir den nachweis der zahlen.

anstatt nun also den kleinen konsumenten zu ärgern, wäre es doch eine überlegung wert, stattdessen diese sinnlosen beleuchtungen abzustellen. ich weiss wie meine kirche im dorf aussieht, ich muss die nicht auch noch in der nacht beleuchtet haben. eine firma die nachts nicht offen hat muss auch in der nacht nicht für sich werben, oder? ich glaube nicht dass so viele leute im finstern vorbeikommen und nur aufgrund der werbebeleuchtung in der nächsten zukunft diesen laden aufsuchen. diese stromkosten könnte man sich sparen, denn der kosten-nutzen-effekt liegt hier nicht nur sprichwörtlich im dunkeln.

also was tun? unnötige beleuchtung verbieten? oder extra besteuern? und wie kontrolliert man das? wer entscheidet welche beleuchtung notwendig und sinnvoll ist und welche nicht?

wie gesagt, ich muss die kirche meines heimatortes nicht des nächtens beleuchtet wissen, kirchen anderer ortschaften übrigens auch nicht. aber der tourismusverband, die gemeinde und sicher auch die kirche itself findet es durchaus sinnvoll und wichtig, da wette ich drauf. über strassenbeleuchtungen müssen wir nicht diskutieren, die sind definitiv wichtig. firmenschilder? naja. meiner meinung nach sicher nicht. und von des nächtens beleuchtete skipisten bin ich genauso wenig begeistert, wie über taghell erstrahlende fußballfelder, doch dass ich mit dieser ansicht ein wenig alleine dastehen werde, ist mir völlig klar.

 

jedoch,  wo fängt es an und wo hört es auf? was ist mit der weihnachtsbeleuchtung? wirtschaftlich relativ sinnlos, aber trotzdem schön anzusehen. die entscheidung an sich ist, bzw. wäre sicher nicht einfach. aber ein umdenken in diese richtung sicher sinnvoll. vieleicht genügt es, wenn die kirche nur bis mitternacht angestrahlt wird, oder nur jeden 2. tag? oder so?

mir geht es nur darum, dass es mich auf schön tirolerisch gesagt anzipft, dass wieder mal die kleinen dran sind, per verordnung, durch zwang, und schon wieder mal nicht im großen, im ganzen gedacht wird. as usual.

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Mo

23

Sep

2013

gefaltetes lächeln, zwischen papier

seit ich lesen kann (und das ist schon so lange, dass ich beinahe schreiben könnte "seit ich denken kann"), las ich immer schon viel und gerne. beinahe die ganze bibliothek meiner eltern, sehr sehr viele comics und noch mehr an eigenen büchern (also, bücher die mir selbst gehören). und meistens war es nicht nur ein buch, das ich in arbeit hatte, sondern fast immer gleich mehrere. oft sagt einem ein buch nicht so zu, dann legt man es auf die seite und fängt ein anderes an, lässt das zuerst angefangene jedoch nicht verschwinden, sondern einfach nur auf der seite ruhen, bis man sich diesem wieder zuwenden möchte. und manchmal brauchen bücher einfach ihre zeit. ich glaube es war ein science-fiction roman von lian banks, nein ich bin mir sicher dass es von ihm war, nur an den titel erinnere ich mich nicht mehr, dieses buch lag über 2 jahre neben meinem bett, bis ich es endlich wieder aufnahm um darin weiterzulesen. ich war dann derart fasziniert von dieser geschichte, dass ich gar nicht verstehen konte, warum ich es vor langer zeit eigentlich nicht weiterlesen hatte wollen. noch dazu liebe ich diesen autor sehr. wie gesagt, manchmal braucht ein buch seine zeit.

sehr selten kommt es vor, dass ich ein buch abbreche und es nie mehr weiterlese. normalerweise geschieht mir das nur bei wirklich schlechter literatur, aber es ist mir auch schon bei klassikern passiert, wie zb bei "ulysses", und beinahe auch bei kafkas "die verwandlung", wobei ich letzteres tapfer durchstand, und mir im nachhinein wünschte ich hätte es sein lassen. dieses buch erwischte mich damals einfach auf dem falschen fuß. das falsche thema zur falschen zeit. ja, auch das kommt vor, dass einem ein buch nicht nur gutes und kurzweil bringt, es kann auch das gegenteil bewirken.

es gab einmal eine zeit, in der ich kaum mehr dazu kam bücher zu lesen. ich weiss nicht wirklich warum das so war. wahrscheinlich weil ich niemanden mehr hatte mit dem zusammen ich ins bett gehen und neben dem ich dann noch ein halbes stündchen im bett lesen konnte. ich hing (und hänge auch heute noch) bis tief in der nacht vor dem pc, und wenn es dann endlich zeit fürs bett wurde, hatte ich gerade noch die energie einen comic zu lesen und mir dann im bett liegend zum einschlafen ein hörbuch anzuhören.

und so hatte ich ca. eineinhalb jahre gebraucht um jenes buch, welches ich vor dieser leselosen phase begonnen hatte endlich fertigzulesen: "der kleine bruder" von sven regener. ein buch, das zu einer trilogie gehört, dessen eigentlich dritter teil jedoch als erstes buch erschien und damals sogar verfilmt wurde ("herr lehmann"), dann erschien als zweites der eigentliche erste teil "neu vahrn süd" (geschenktipp: das fehlt mir noch!) und als drittes buch erschien der im grunde zweite teil. sven regener ist seines zeichens bandleader der wundervollen "element of crime", die nicht nur durch wunderschöne musik, sondern auch durch wunderbar poetische texte auffallen. er selbst fällt zwar auch gerne mal durch dämliche aussagen die das leistungsschutzrecht betreffen auf, aber das wollen wir hier und heute mal einfach unter den tisch fallen lassen. ich liebte "herr lehmann", doch "der kleine bruder" konnte mich nicht fesseln, brachte mich nicht dazu comic mal comic sein zu lassen und endlich mit diesem buch weiterzumachen. ich möchte das buch nun jedoch nicht schlecht machen, ich kannn es wirklich nur weiterempfehlen, aber irgendwas sträubte sich halt in mir weiterzulesen.

und dann landete ich wieder bei meinem geliebten und meines erachtens nach von den meisten unterschätzten stephen king, dessen erstes buch ich las als ich ca. 12 jahre alt war, nämlich "shining" - und gleich darauf "feuerkind". bald darauf folgten dann "es" und "sie" und viele viele andere, darunter auch in den tiefsten 80er jahren der erste band der dunkle-turm-reihe "schwarz", die erst vor ein paar jahren mit dem 7. band abgeschlossen wurde - was wiederum auch eine art von erzwungenem beiseite legen war, immerhin musste ich ca. 20 jahre auf das ende der geschichte warten. inzwischen habe ich so gut wie alles von ihm, bücher die ich mir aus diversen gründen ausgeliehen hatte habe ich inzwischen sogar nachgekauft, aber fast immer fehlt mir der aktuelle letzte band - oder sogar die aktuellen letzten 2-3 bände. der typ schreibt ja wie verrückt...

seltsam, dass horror- science-fiction- und fantasyautoren ständig unterschätzt werden. gut, science-fiction hat inzwischen einen weitaus besseren ruf als noch vor ca. 30 jahren, vor allem durch stanislaw lem und isaac asimov (der übrigens auch extrem gute krimis schrieb). fantasy hat durch die verfilmung des herrn der ringe, auch ein wenig durch harry potter und seit neuestem durch george r.r. martins "das lied von eis und feuer", bzw. durch die tv-serie "game of thrones" eine renaissance und mehr reputation erfahren. horrorautoren sind jedoch immer noch ein wenig der abschaum der literatur. ich habe durch science-fiction wie bei lian banks oder eben isaac asimov viele denkanstöße die unser heutiges leben betreffen bekommen und lernte wie man um 20 ecken denken kann. bei fantasy wie zb terry pratchett oder piers anthony lernte ich viel mehr über moral und verschiedene weltanschauungen als im richtigen leben. und bei horrorautoren wie stephen king oder dean r. koontz konnte ich mehr über das echte leben und darüber wie menschen ticken können erfahren als durch das leben selbst.

ja, nun war ich also wieder bei king angelangt - so wie es gerade aktuell übrigens auch wieder einmal der fall ist - und hatte in 3 tagen mehr gelesen, als im ganzen jahr davor. stephen king hat einfach eine sprache die mir behagt, in der ich mich wohl fühle, die mich anspricht, weil ich nie das gefühl habe ich müsste mühsam irgendwelchen satzkonstruktionen folgen, genau so wie das dort geschrieben steht, so ist es, so ist es richtig, so wird gesprochen, so wird gedacht, gefühlt, gelebt. ja und damals stolperte ich über eine wundervolle textstelle, die der eigentliche anlass für diesen blog ist:

als sie auf dem weg zur tür an seinem tisch vorbei kam (die siebtklässler waren in einem anderen raum), lächelte er sie an. und sie erwiderte das lächeln. blaze faltete dieses lächeln sorgfältig zusammen, legte es beiseite und verwahrte es viele jahre lang.
stephen king - "qual"

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Mo

16

Sep

2013

duftmarken

es gibt einen punkt in dem sich männer von frauen DEFINITIV unterscheiden: männern würde niemals einfallen das natürliche odeur ihrer wohnung mit einem raumdeodorant zu verfälschen! sie würden auch niemals duftpotpourries aufstellen und nur in den seltensten fällen duftkerzen anzünden. männer stehen in der regel nämlich nicht nicht auf duftkerzen und sollte eine solche tatsächlich einmal in einer männerwohnung zu finden sein, bzw dort sogar brennen, dann kann es sich nur um ein versehen handeln, oder es gibt damenbesuch. niemals wird man in männerwohnungen eine steckdose durch einen automatischen duftspender besetzt sehen, und schon garnicht werden irgendwelche blüten-potporries auf toiletten oder - gott bewahre - im wohnzimmer zu finden sein. wenn irgendwo irgendwelche schüsseln mkit kleinem zeugs drinnen herumstehen, dann ist das was zum knabbern und nichts anderes! auch sonstige "duftende" dinge wird man in männlichen wohnung nur schwer finden. mit glück vielleicht einen klostein. und ganz schlaue haben eine packung streichhölzer in der toilette deponiert.

männliche wohnungen riechen wie sie eben riechen, meistens nach altem bier, rauch und fertigpizza. an putztagen vielleicht mal nach putzmittel. bei solchen die kein händchen fürs putzen haben müffelt es zugegebenermaßen vielleicht hin und wieder ein wenig. wenn gekocht wird riecht es nach essen, und wenn die maschine mal wieder den geist aufgegeben hat riecht es durchaus auch mal nach motoröl, benzin und schmierfett. aber das alles wäre nichts das man nicht durch lüften in den griff bekommen kännte. und irgendwann putzt auch der männölichste mann.

 

manche wohnungen haben einen ganz eigenen undefinierbaren duft, der nun nicht unbedingt unangenehm sein muss, obwohl er durchaus "eigen" sein kann. ich erinnere mich an verwandte meiner exe, deren wohnung roch man sogar noch, bzw. schon vor der wohnungstür. es war ein angenehmer duft. und egal wohin sie auch zogen, nach kurzer zeit roch es dort genau so wie in der zuvorigen wohnung. und nein, dort wurde nichts geraucht *g*.

das alles ist mir bei weitem lieber als der einheitsduft irgendwelcher chemischen automations-zwangsduftbeglückungsmaschinen. ich war früher beruflich täglich in vielen wohnungen, und ich kann sagen, dass einem irgendwann dieser duft sehr auf die nerven geht. wo bleibt denn da die persönliche note wenn es genau so riecht wie in tausend anderen wohnungen auch? mir ist der duft der mittäglichen pasta putanesca mit etwas zu viel knoblauch, oder der fisch mit zitrone hundertmal lieber als febreeze frühlingsduft.

gut, eine nach alten socken müffelnde wohnung muss ich nun auch wieder nicht haben. und ich gebe zu, dass ich räucherstäbchen liebe. doch die sind nach 10 minuten abgebrannt und dieser duft verflüchtigt sich schnell wieder....

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Do

12

Sep

2013

ein akt der normalität

manchmal stolpert man im netz über artikel, die man lieber nicht gelesen hätte, aber gleichzeitig froh darüber ist, es doch getan zu haben. konkret geht es in diesem fall um diesen artikel (klick). also bitte zuerst dort weiterlesen.

 

warum ich das lieber nicht gelesen hätte?

 

weil ich es erschreckend finde, dass es tatsächlich menschen gibt, die nach einem drittel eines monats über nicht einmal mehr 15 euro verfügen.

 

weil es mich an zeiten erinnert, in denen is mir zwar nicht ganz so schlimm, aber ähnlich erging, ich aber nicht daran erinnert werden möchte.

 

weil es mich zu tränen rührte - und ich hasse es heulen zu müssen. vor allem wenn mich die auslösende situation in keinster weise persönlich betrifft. ausserdem schäme ich mich wenn ich heulen muss. das wurde mir wohl so anerzogen und ich kanns nicht ändern.

 

weil ich selbst gerne irgendetwas tun würde um die situation der beschriebenen dame zu verbessern, es aber vermutlich nicht kann. auch dafür schäme ich mich.

 

und doch war ich froh es gelesen zu haben. hier ging jemand mit offenen augen durch die welt, mit mitgefühl, und bei aller betroffenheit auch mit genug selbstbewusstsein irgendetwas zu unternehmen.

 

ein akt von menschlichkeit? nein, ein akt der normalität!

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Do

12

Sep

2013

out of order, out of rosenheim and out of the blue(s)

mein kind hatte diesen sommer geburtstag. das ist nun nichts ungewöhnliches, das kommt irgendwie jedes jahr mal vor. doch dieses mal war es ein wenig anders als sonst, obwohl es dann eigentlich doch so war wie immer. eigentlich wollte ich schon lange davon schreiben, doch irgendwie wusste ich nicht wie. also dann...  aber der reihe nach...

 

es war so wie immer, weil es so geplant wurde wie üblich. nun, natürlich machen wir nicht jedes jahr zum geburtstag meines nachwuchses das selbe, aber in der regel wird es ein großer ausflug, zum beispiel in ein museum oder in einen großen zoo oder ähnliches. ja, mein kind mag das, er liebt es sogar. er ist sehr interessiert wenn es um naturkundliche dinge geht und hat uns, seine eltern, im wissen darum schon lange überflügelt. und da wir beide auch nicht gerade desinteressiert sind, sind diese ausflüge - der wunsch dazu kommt meistens von ihm - für uns auch keine qual.

 

also, wie gesagt, geplant war wieder einmal ein ausflug, dieses mal wünschte sich sohnemann nämlich eine expedition ins "sealife" in münchen. doch heuer kam noch etwas dazu, nämlich sein wunsch statt egschenke eifnach geld zu bekommen, um dann nach dem besuch im sealife in münchen nach lust und laune shoppen gehen zu können. nun gut, an uns sollte es nicht scheitern.

 

wie immer, wenn wir autabhn fahren müssen, saß ich am steuer. meine ex hasst nämlich autobahnfahrten. ausserdem kenne ich mich halbwegs in münchen aus, sie jedoch nicht. zudem hasst sie es auch noch in städten zu fahren. eigentlich hasst sie autofahren generell, was mir zu gute kommt, denn ich wiederum hasse es beifahrer zu sein. also eigentlich eine ideale konstellation.

 

wir fuhren bei strahlendem sonnenschein los und kamen bei regenwetter an. das war insofern ganz toll, weil niemand von uns auf regenwetter vorbereitet war. ich zum beispiel hatte kurze hosen an (ich habe so gut wie nie kurze hosen an!) und natürlich ein tshirt. immerhin war ich so schlau die jacke meines joggers mitzunehmen, doch die war nicht wirklich dazu gemacht wasser abzuhalten, sondern eher um warmzuhalten, saugte sich also wunderbar mit wasser voll. immerhin hatte sie eine kapuze. und schirm lag auch keiner im wagen. normlaerweise liegt IMMER einer im auto, doch dieses mal nicht. den grund dafür habe ich jedoch inzwischen vergessen, ich bin mir aber sicher, dass es einen sehr guten grund gab.

 

als wir dann endlich glücklich beim sealife ankamen gab es davor eine große schlange menschen die dort anstanden. wir waren natürlich dementsprechend begeistert und stellten uns im freien im regen ebenfalls an. besondere freude kam auf, als wir eines schildes angesichtig wurden, welches die frohe botschaft verkündete "wartezeit ab hier ca. 30 minuten".

 

irgendwann durften wir dann doch die heiligen hallen betreten - und erkannten nun endlich den grund für den anstehstau. gleich hinter dem eingang, noch vor den kassen, befand sich ein fotograf, der von allen besuchern bilder machte. und zwar nicht eifnach so bilder beim eintreten, sondern richtig schön arrangierte mit einem extra hintergrund. das dauerte natürlich pro foto 1-3 minuten. als wir endlich dran waren, marschierten wir einfach durch. wir hatten nun wirklich keinen bock auf sinnlose profibilder, wir machten lieber unsere eigenen. ich konnte mich gerade noch zusammennehmen und zeigte dem fotografen nicht meinen stinkefinger, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch diese geste aus dem augenwinkel heraus bei meinem nachwuchs gesehen habe. braver bub.

 

um das ganze abzukürzen: das sealife in münchen ist nichts besonderes und den eintritt nicht wert. dabei geht es gar nicht mal un bedingt um den inhalt, sondern um die präsentation und das ganze drumherum. aber darauf möchte ich jetzt auch nicht wirklich eingehen. sollte es jemanden dennoch interesieren, darf er mich gerne kontaktieren. das sealife schaffte es sogar mit dem souveniershop zu enttäuschen. und nicht zuletzt auch noch mit dem imbissbereich. also mal ehrlich, wenn ich eine stunde oder länger durch sowas durchgelatscht bin, ohne irgendwo eine sitzmöglichkeit zu finden, es zudem auch noch mittagszeit ist, dann würde ich mich einfach gerne in irgendeine art von gastronomiebereich setzen, ein bisschen was essen und trinken, vielleicht auch noch einen kaffee genießen und vor allem mal kurz entspannen. im sealife gibt es jedoch nur snackautomaten und schulpausenraumatmosphäre. da konnte uns der gratis slushie auch nicht wirklich damit versöhnen.

 

nun gut, die sache war ein flop und wurde abgehakt. der kleine war zwar ein bisschen sauer, trotzdem nahm er es immer noch mit humor und freute sich nun auf seine shoppingtour. da ich jedoch wusste, dass das in münchen nicht unbedingt einfach werden würde, zudem bei diesem sauwwetter, schlug ich vor sattdessen nach rosenheim zu fahren. der vorschlag wurde angenommen und wir bretterten los.

 

in rosnheim parkten wir dann in einer parkgarage und machten uns wieder zu fuß, immer noch bei regen, auf den weg. doch dann passierte etwas seltsames. ich sah wie meine ex auf einmal loslief, sie sprintete um eine ecke - und weg war sie. wir wussten beide nicht was los war und warteten mal eine zigarettenlänge. doch sie tauchte nicht wieder auf. telefonisch erreichbar war sie auch nicht. um dem kleinen nun nicht den tag endgültig zu versauen beschloss ich, dass wir nun eben einfach ohne sie loszogen.

 

doch leider war nirgendwo ein passendes geschäft zu finden. wir latschten durch die halbe stadt (für mich mit meinem kaputten rücken ein besonderes vergnüghen, aber was tut man nicht alles für sein kind), fanden aber ums verrecken kein geschäft mit spielzeug und/oder elektronsichen sachen. die ganze stadt war voll mit gastronomie und edlen boutiquen, nicht einmal ein bücherladen war zu finden. also setzen wir uns erst mal in ein kaffee um die nächsten schritte zu überlegen. ausserdem hoffte ich, dass sich die exe doch wieder melden würde. und dann sah ich wie meinem kind die tränen über die wangen liefen....

 

das war der zeitpunkt an dem es ihm einfach zu viel wurde. zu viel enttäuschung, erst der flop mit dem sealife, das miese wetter und jetzt weit und breit keine möglichkeit für seine shoppingtour und natürlich zu all dem auch noch die seltsame geschichte mit seiner mutter, für die er sich selbst die schuld gab, denn anscheinend hatten sie sich geneckt und er hatte sie irgendwie "gezwickt" (was dann auch tatsächlich der grund war warum sie einfach kopflos davonlief, wie ich dann später erfuhr). ich saß also da, sah mein kind heulen und war ein wenig hilflos. ich bin immer ein wenig hilflos, wenn menschen die ich sehr gerne mag anfangen zu heulen. ich weiss dann einfach nicht was ich machen soll. trotzdem versuchte ich ihn natürlich zu trösten. und vor allem versuchte ich ihm beizubringen, dass er keine schuld am davonlaufen der mutter hat.

 

inzwischen meldete sich meine ex dann doch und schloss wieder zu uns auf. sie hatte dann auch den einfall, dass man doch die kellnerin fragen könnte wo wir ein passendes geschäft finden könnten. und tatsächlich konnte diese uns weiterhelfen. ich schlug dann noch vor, dass wir ja nach dem shoppen auch noch kino gehen könnten, womit beide dann auch einverstanden waren.

 

auch hier kürze ich ein wenig ab. wir waren in 2 großen geschäften, der kleine hatte bei seinen einkäufen völlig freie hand und fand schlussendlich auch einige dinge die ihn glücklich machten, während wir beide hauptsächlich mit warten beschäftigt waren. nach etwa 3 stunden shopping saßen wir dann wieder im auto, ganz durchweicht vom regentag, aber allesamt wieder fröhlich.

 

also machten wir uns auf den weg ins kino. da wir allesamt keine ahnung hatten welche filme wann in welchen kinos gespielt werden, fuhr ich auf gut glück zum kino in kufstein. im internet konnten wir beid enicht bnachsehen, da wir beide mit unseren smartphones keinen zugang zum internet in deutschland hatten. als wir dann endlich wieder österreichisches netz hatten, schaffte es meine exe immer noch nicht ins internet zu kommen,a lso fuhr ich eifnach dierkt zum kino, ließ sie aussteigen und nachsehen welcher film wann lief und suchte inwzwischen selbst mit meinem handy nach dem kinoprogramm in der nächsten stadt. doch ich kam nicht weit, denn sie war sehr schnell wieder da uind überraschte uns damit, dass genau jener film,d en wir sowieso alle sehen wollten, vor 5 minuten angefangen hatte, das heisst, dass sowieso jetzt noch nur die werbung lief und wir den film von anfang an sehen würden.

 

und genau so war es. der film "dampfnudelblues" ist übrigens genau so empfehlenswert wie das kino in kufstein an sich. wenn man filme mit bayrischem charme und ein wenig skurilität mag, dann ist man mit dem dampfnudelblues wirklich sehr gut bedient. filmkritik gibts jetzt keine, dieser blog ist sowieso schon lange genug. ja und das kino in kufstein ist deshalb empfehlenswert, weil es erstens eine art ländlichen charme besitzt und man zweitens in diesem kino noch richtig platz hat. die reihen sind weit genug auseinander um ausreichendfußfreiheit zu haben und die sitze sind breit genug, um sich nicht beengt zu fühlen. vor allem muss man sich keinen kampf um die lehnen mit den sitznachbarn liefern! UND - und das ist wirklich ein highlight - die sitze lassen sich bis in liegestellung schieben! ein traum! wirklich!

 

nun hatte sich also doch noch alles zum guten gewandelt. mein kind ging sogar so weit bei der heimfahrt zu sagen, dass das der schönste geburtstag aller zeiten war. trotz all der flops und widerstände. und nein, wir haben ihn nicht gefragt, nicht nachgebohrt oder ihm worte in den mund gelegt. das kam wirklich von ihm, aus heiterem himmel. und ich muss sagen dass er damit recht hatte. 

 

so wurde also aus dem schrecklichsten geburtstag aller zeiten, der schönste geburtstag aller zeiten. ich glaube man kann mir nachfühlen welche tonnenlast an steinen mir vom herzen fiel.

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Di

10

Sep

2013

streetphotography

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Do

29

Aug

2013

tod und spiele... oder: der würfel ist gefallen

heute erzähle ich vom ableben der mutter meiner exe, großmutter meines sohnemanns. dies wird sehr persönlich und ich muss gestehen, dass mich dieser text, auch noch nach über drei jahren, nicht wirklich kalt lässt. wer soetwas also nicht lesen möchte, hat nun die möglichkeit noch rechtzeitig auszusteigen. 

 


noch da? nun denn:

vor einigen jahren wurde bei meiner damaligen schwiegermutter (ich nenne sie so obwohl ich nie verheiratet war) brustkrebs diagnostiziert. sie verlor eine brust, sie wurde wurde behandelt, und der krebs galt als besiegt. aufgrund dieser diagnose kam sie in frühpension, und nachdem diese geschichte vorbei war, war ihr nichts mehr anzusehen. sie ging sogar noch nebenbei in ihrem alten beruf arbeiten, bestieg nach wie vor ständig irgendwelche berge und genoss das leben.

dann  kam der krebs jedoch wieder. da ich bereits von meiner exe getrennt war, bekam ich diesmal die geschichte nicht mehr so hautnah mit wie beim ersten mal, ich sah jedoch wie sie immer mehr verfiel. anscheinend waren die behandlungen dieses mal radikaler, sie verlor ihre haare, und hatte seit dem ein chronisches lungenleiden. seit dieser zeit hörte ich sie auch nie mehr mit ihrer normalen stimme sprechen, sie war immer sehr atemlos und rauh. sie nahm sehr ab, bekam tiefe falten, und als sie dann wieder haare bekam, waren diese weiss. ich kannte sie nur mit dunklen haaren, wobei diese sicher gefärbt waren, aber trotzdem war es ein schock für mich. aus einer junggebliebenen agilen dame wurde innerhalb kurzer zeit eine zerbrechliche großmutter. doch auch dieses mal hieß es der krebs wäre besiegt. zumindest war es das was mir erzählt wurde. wie gesagt, ich hatte kaum mehr kontakt zu ihr.

wie man sich denken kann war dem wohl doch nicht so. sie kam dann doch immer wieder und immer öfter ins spital, und obwohl ich immer noch nicht wusste was denn wirklich los ist, hatte ich natürlich so meine ahnungen. ich sprach jedoch mit niemanden darüber, da ich wusste, dass es sowohl meine exe, als auch ihren vater nur belasten würde, wenn sie darüber reden müssten.

eines nachts rief mich dann plötzlich plötzlich der vater meiner exe an. seine frau war wieder im spital, was ich bereits wusste, was ich jedoch nicht wusste war, dass es offenbar sehr schlecht um sie bestellt war. sie hatte ihn angerufen und ihn gebeten zu kommen. nun, die beiden besitzen zwar ein kfz, jedoch hatte immer nur sie einen führerschein, er hatte ihn nie gemacht, da es ihm nie wichtig erschien. meistens benutzte sowieso meine exe dieses auto, doch auch sie konnte natürlich nicht den chauffeur für ihren vater spielen, denn sie wollte nicht unseren sohnemann nachts alleine zu hause lassen. der einzige erreichbare der restlichen verwandtschaft nahm die sache nicht so ernst und meinte es werde schon nichts sein, und er hätte weder zeit noch lust. also läutete nun mein telefon, und natürlich erklärte ich mich gerne bereit meinen ex-schwiegervater über 35 km weit in die landeshauptstadt zu seiner sterbenskranken frau zu bringen. ich finde es selbstverständlich so etwas zu tun. mich hatte zwar, ausser der tatsache, dass die beiden die eltern der frau die ich einmal geliebt hatte, und sie die großeltern meines geliebten sohnes sind, nie viel mit den beiden verbunden, zu verschieden sind und waren ansichten, meinungen, und lebensstil. und trotzdem waren wir immer füreinander da wenn es notwendig war. so auch dieses mal. obwohl ich zugeben muss, dass auch ich nicht wirklich glaubte, dass es mit meiner ex-schwiegermutter zu ende ging. ich hatte schon so oft gesehen wie sie sich wieder aufgerappelt hatte, warum sollte es nicht auch dieses mal so sein? jedoch wollte hier ein ehemann unbedingt zu seiner geliebten ehefrau, für ihn war es in diesem moment das wichtigste auf der welt, und ich alleine konnte ihm diesen wunsch erfüllen. so startete ich also um mitternacht los um ihm diesen gefallen zu tun, obwohl ich kaum noch benzin im tank hatte, keine autobahnvignette, und kaum mehr geld übrig. als mir mein ex-schwiegervater dann nach unserer rückkehr ein wenig geld aufdrängte, nahm ich es deshalb auch gerne an - und schämte mich nicht dafür.

nach einigen verwirrungen (versucht mal mitten in der nacht in einer klinik eine station und das richtige zimmer zu finden - ein abenteuer!) standen wir nun endlich neben dem krankenbett. ich bemerkte wie peinlich es ihr war dass ich sie so sah, ausgemergelt, krank, klein und schwach, ein häufchen elend, und noch dazu in diesem krankenhauskittel halb nackt, ich murmelte etwas von "euch alleine lassen", und verzog mich auf den krankenhausgang. ich hätte die beiden sowieso alleine gelassen, denn sogar nach diesem kurzen augenblick in dem ich sie sehen konnte, war mir klar, dass es möglicherweise das letzte mal war, dass sich die beiden sehen, da hatte ich dabei einfach nichts verloren. wie sich dann herausstellte hatte ich mit meiner einschätzung recht.

meine ex hatte sowieso für den nächsten tag einen besuch bei ihrer mutter geplant, bzw war geplant, dass ich am vormittag bei dem kleinen bin, während sie ihre mutter besucht, und wir dann, wenn sie zurückkommt, unseren traditionellen spielenachmittag durchziehen. jedoch noch bevor ich zu ihr losfuhr rief wieder ihr vater bei mir an. er hatte nachricht vom spital bekommen, dass es nun tatsächlich mit seiner frau zu ende geht, und er hätte mich gebraucht um ihn wieder ins spital zu bringen, doch leider konnte ich ihm diesen wunsch dieses mal nicht erfüllen, hatte ich doch meine babysitterpflichten. zum glück erklärte sich dann doch endlich auch mal ein anderer verwandter dazu bereit.

 als wir gerade mit dem federballspielen fertig waren kam dann der anruf meiner exe. sie bestätigte, dass es nun höchstwahrscheinlich so weit sei, und ich solle sohnemann fragen ob er sich noch von seiner großmutter verabschieden wolle. er war gerade dabei auf der wiese löwenzahnblätter für seine meerschweinchen einzusammeln, also wartete ich noch mit dieser nachricht. wir gingen zurück in die wohnung, und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen, versuchte keine tränen fließen zu lassen. es ging mir nicht um diese frau die im sterben lag, sondern darum, dass ich wusste, dass es meinen sohn sehr treffen würde, denn er liebte seine großmutter sehr. und auch alle tränen die ich dann an diesem tag vergoss (ja, auch mir passiert das hin und wieder) galten nicht jener todkranken frau, sondern einzig und allein der trauer meiner exe und meines sohnes. ich trauerte nicht um meine ex-schwiegermutter, es war gut dass sie es nun hinter sich hatte, wie ich an diesem tag dann erfuhr, war ihr körper schon total kaputt. ich fühlte aber mit meinem sohn und der ex. mir tat es einfach leid um die beiden.

wie man sich denken kann, brach mein armer sohn aufgrund der nachricht in tränen aus, wollte aber trotzdem ins spital zu seiner großmutter um sich verabschieden zu können. es ist schlimm sein kind weinen zu sehen, und so fuhr ich immer wieder mit tränen in den augen halb blind auf der autobahn nach innsbruck und wechselte mich mit meinem sohn dabei ab die mitgenommenen taschentücher zu verbrauchen.

am sterbett saßen bereits meine exe, ihr vater, und ein paar andere verwandte. ich muss zugeben, dass ich es nicht lange dort aushielt, und verzog mich wieder auf den gang. nach einer weile gesellte ich mich dann doch wieder dazu. irgendwann meinte mein sohn dann, er möchte jetzt wieder gehen, und ich bin stolz, dass er in diesem moment ganz einfach sagte was er wollte und nicht das tat was man eben tut um den konventionen zu entsprechen. es wäre auch sinnlos gewesen den ganzen nachmittag dort am bett einer sterbenden zu verbringen, ihr mann wich sowieso nicht von ihrer seite. also verabschiedete er sich von seiner großmutter, segnete sie noch, und dann gingen wir, zu dritt.

auf dem weg zum auto gab es dann so einen moment, in dem wir wieder so etwas wie eine kleine familie waren, als die beiden in tränen ausbrachen und wir uns auf offener strasse einfach umarmten und dann alle drei ein wenig trauerten. die beiden um großmutter und mutter, ich um die beiden. ob uns dabei jemand sah war uns in diesem moment einfach völlig egal.

zuhause angekommen ließen wir wieder normalität einkehren. es wurde gekocht, und dann gab es den spielenachmittag, währenddessen wir zwar alle nie vergaßen dass jederzeit der anruf kommen könnte, dass es nun vorbei sei, trotzdem genossen wir die ablenkung und hatten sogar spaß bei tschach und 2 partien carcassonne.

als ich dann abends bereits dabei war zu gehen, kam der erwartete und befürchtete anruf. wir hatten sie am vormittag bereits schlafend angetroffen, und sie wachte nie mehr auf. anscheinend ist sie lächelnd im schlaf gestorben. den umständen entsprechend der beste tod von allen möglichen, finde ich. nach dieser nachricht gab es wieder so einen familienmoment, den ich trotz der traurigen umstände sehr genoss. nicht dass ich wieder mit meiner ex zusammenkommen möchte, ganz und gar nicht, darum geht es auch überhaupt nicht, es war in diesem moment einfach so "normal". ich genoss die tatsache, dass wir in solchen momenten einfach füreinander da sein können, obwohl wir kein paar mehr sind, obwohl wir uns gegenseitig manchmal an die wand klatschen könnten. nennt mich eingebildet, aber ich bin stolz darauf dass soetwas zwischen uns möglich ist. ich wurde gebraucht und ich war da, als vater für meinen sohn, und als freund für meine ex. ich denke so sollte und so muss es sein.

 

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Fr

23

Aug

2013

respekteinflößende heimeligkeit

eigentlich hatte ich ja ganz ein anderes thema für meinen nächsten blog im sinn, doch jetzt kam mir etwas völlig anders dazwischen. etwas gewaltiges, respekt-, ja fast schon furchteinflößendes. und dennoch etwas sehr vertrautes, das mir eigentlich ganz angenheme gefühle beschert. ich spreche von ... einem buch!

 

wie kann denn ein buch respekt- und furchteinflößend sein? nun, es handelt sich nicht gerade um ein kleines buch. es ist ein gebundenes buch, so richtig mit harten buchdeckeln die mit leinen, oder zumindest mit irgendeiner art stoff beklebt sind, mit einem richtigen rücken, der sich wölbt wenn man das buch aufschlägt, mit einem schutzumschlag und einem stoffbändchen als lesezeichen. und wie ich ebreits schrieb: es ist nicht gerade klein! es hat über tausend seiten und die abmessungen sind auch ein stückchen größer, als man es von einem taschenbuch gewöhnt ist. ich hatte schon lange nicht mehr solch ein buch in der hand und darum flößten mir all diese dinge einfach respekt ein. und ja, auch ein kleines bisschen furcht vor der masse an wörtern die ich mir da vornahm.

 

das vertraute und angenehme muss ich, so glaube ich, nun aber nicht noch großartig erklären (und tue es dennoch). jeder der gerne liest kennt das. dieses gefühl das einen beschleicht - nein, ich schreibe lieber "überkommt" statt beschleicht, denn "beschleicht" liest sich mehr nach etwas unheimlichen - wenn man ein "besonderes" buch in die hand nimmt, in diesem speziellen fall das schiere gewicht dieses wälzers, die harten kanten und spitzen ecken des buchdeckels, die sich beim halten des buches in die hand eingraben, die glätte des lesebändchens, wenn man es durch die finger gleiten lässt, der geruch, der bei einem gebundenen buch definitiv ein anderer ist, als jener eines taschenbuches und nicht zuletzt die haptik des papiers, das sich auch anders anfühlt, als das billige taschenbuchpapier.

 

im besten fall kommt noch eine weitere vertraute komponente dazu, nämlich der erzählstil, der sog der geschichte, der einen hals über kopf in das buch hineinfallen lässt. dabei ist es völlig egal, dass man die geschichte noch nicht kennt, es muss sich nicht einmal um einen autor handeln dessen stil einem bereits vertraut ist, dieses "hineinfallen" passiert immer wieder, auch bei völlig fremden autoren und egschichten. und genau das macht ein gutes buch, bzw. eine gute geschichte aus. man schlüpft hinein wie in ein altes paar schuhe, man macht es sich darin bequem wie auf dem lieblingssofa, man möchte wohlig seufzen wie in der badewanne die genau die richtige temperatur hat und man wird irgendwie nicht satt und möchte die buchstaben immer weiter in sich heineinstopfen wie die lieblingsnachspeise die es immer nur zu besonderen anlässen gibt, von der man sich noch eine vierte portion holen möchte, obwohl man schon längst, genau genommen schon seit der ersten portion einen vollen bauch hat, aber man kann nicht aufhören, weil es so unglaublich gut schmeckt.

 

genau deshalb werden e-books nie das buch aus papier verdrängen können. ob e-book reader, tablet oder eine pdf die man am laptop liest, es wird sich immer gleich anfühlen. man kann vielleicht das umblättern eienr seite simulieren, es mag absolut praktisch sein seine ganze bibliothek im format eines schmalen taschenbuches mit sich herumtragen zu können, aber der geruch eines neuen buches kann genausowenig simuliert werden wie das gefühl eines besonderen papiers zwischen den fingern, geschweige denn ein lesebändchen das man durch die finger gleiten lässt. und spinnen erschlägt man garantiert nicht mit einem tablet, e-book reader oder dem laptop, bzw. wenn man es tut, dann hat man es sicher zum letzten mal getan (ja, der witz hat soooooooo einen bart, aber ich liebe ihn nun mal - ausserdem ist er völlig zutreffend).

 

ich habe jedoch absolut nichts gegen e-books einzuwenden. ich finde durchaus, dass sie eine sehr sinnvolle ergänzung zum bisherigen "traditionellen" leseverhalten darstellen. sie haben ihre vorteile die nun mal nicht von der hand zu weisen sind. in etwa so wie ich mp3 immer noch als ergänzung zu cds sehe und cds als ergänzung zu vinylschallplatten, aber nichts davon das andere völlig ersetzen kann und auch nie ersetzen wird, da jedes für sich seine vor- und nachteile hat.

 

für die neugierigen: das buch, das mir heute sozusagen dazwischen kam, ist eines von stephen king. den titel verrate ich jedoch nicht. und ja, genau so wie oben beschrieben ging es mir heute, als ich anfing zu lesen. zuerst der respekt und das kleine bisschen furcht und dann das hineingleiten, wohlfühlen, eintauchen. so geht es mir immer bei stephen king. natürlich ergeht es mir auch bei einigen wenigen anderen autoren so, wie zum beispiel terry pratchett, piers anthony, robert van gulik, ephraim kishon oder kinky friedman, um nur jene zu nennen die mir spontan als erste einfielen, doch stephen king lese ich seit ich 12 bin, also seit über 30 jahren (jaja, jetzt rechnet mal schön mein alter nach), ein buch von ihm ist also immer soetwas wie eine kleine zeitreise in meine kindheit, bzw. in meine jugend. nun gut, kishon lese ich sogar noch länger als king, aber von dem gibt es ja nichts neues mehr seit er verstarb. frechheit. meine lieblingsautoren sollten am besten auf vorrat schreiben, damit ich auch nach deren tod noch jahrelang etwas neues zu lesen bekomme. sowas sollte eigentlich verpflichtend in jeden autorenvertrag als klausel aufgenommen werden. von tolkien taucht ja auch ständig von irgendwoher irgendwas neues auf, nur mit dem unterscheid, dass das meiste von ihm (ausser natürlich der hobbit und der herr der ringe) entweder unlesbar, oder einfach nur öde ist.

 

aber zurück zu diesem buch: ich habe es mir nicht selbst gekauft. ich würde mir, bei aller liebe zu büchern, niemals ein gebundenes buch leisten. aus monetären gründen bevorzuge ich nun mal taschenbücher. doch es gibt mehrere wundervolle möglichkeiten trotz leerer breiftasche zu gebundenen büchern zu kommen. die erste ist der gute alte buchclub. dort bekommt man gebundene bücher zu erschwinglichen preisen, doch wer gerne und viel liest stößt bei diesem angebot recht schnell an seine grenzen. die zweite möglichkeit sind die sogenannten weissen wochen der buchläden, in denen ansonsten preisgebundene bücher verbilligt verramscht werden. weiters gibt es noch die berühmten wühlkisten, doch in der regel finden sich dort doch wieder nur taschenbücher und die gebundenen exemplare will niemand haben. die allerbeste möglichkeit zu günstigen gebunden büchern zu kommen sind bücherflohmärkte. oder man lässt sich ein solches exemplar einfach schenken. in meinem fall traf beides zu. das buch wurde auf einem bücherflohmarkt gefunden und mir dann geschenkt. besser gehts nicht.

 

so und jetzt werde ich mich zum einschlafen einem hörbuch widmen. das wäre auch mal ein blogthema....

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Mo

19

Aug

2013

postwut

jetzt mal ehrlich...

 

wie sinnvoll ist es denn wirklich auf verschiedenen, aber dennoch ähnlichen plattformen zu kommunizieren?  mir kommt das vor, wie wenn man durch verschiedene räume rennen würde um seine botschaft(en) auch ja überall anbringen zu können. und das zum großteil auch noch bei ein und den selben leuten. mal ehrlich, zu 80% erwischt man doch sowieso überall die selben, oder? muss man sich wirklich für die restlichen 20% den stress antun und immer wieder den selben content hier und dort und da und an jener stelle auch noch posten?

 

aber vielleicht geht es ja auch ums gegenteil, darum selbst so viel wie möglich mitzubekommen? ich weiss es nicht....

 

vielleicht fehlt mir ja nur das verständnis. also, ich verstehe durchaus, dass es für jeden ganz individuell eine ideale plattform gibt um zu bloggen, eine weitere um bilder zu sammeln und zu posten, dann gibt es vielleicht noch verschiedene sonderthemen die in bestimmten foren, bzw. plattformen besser und umfassender besprochen werden können, als auf fb, g+ und co. dann gibt es wiederum bestimmte quellen für bestimmten content. und zu guter letzt postet man natürlich den link zu seinem blog, zu den bildern oder zu einem interessanten beitrag nochmal auf fb, g+ und co. das ist ja alles für mich noch nachvollziehbar.

 

wo ich mit meinem verständnis jedoch aussteige, ist jener punkt, an dem ich nicht nur auf fb und g+ poste, denn seien wir mal ehrlich, trotz all der unterschiede, sind sich die beiden doch sehr ähnlich, aber gerade fb-einwohner sind offenbar recht konservativ und manchen kontakt möchte man einfach nicht verlieren nur weil die armen leute einfach zu vernagelt sind um umzuziehen, sondern wenn man dann zusätzlich auch noch auf twitter und wasweissich auf welchen netzwerken man sonst noch rumposten kann den selben content unterbringt.

 

oder handelt es sich hierbei nicht mehr um den selben content? ändert sich dieser von netzwerk zu netzwerk, von plattform zu plattform?

 

vielleicht liegt es wirklich an mir. ich habe zwar einen twitteraccount, aber so wirklich genutzt wird der von mir nicht. ganz ehrlich, ich wüsste auch nicht wozu. alles was ich sagen will, kann ich auch auf g+ posten. und ich habe nicht das gefühl irgendetwas zu versäumen, im gegenteil, ich denke dass ich mir nur noch mehr stress machen würde, wenn ich mich auch noch um twitter kümmern müsste.

 

meine inhalte auf fb sind im grunde die selben wie jene auf g+, doch auf g+ finden meine hauptaktivitäten statt, nur sehr wenig von g+ landet auch auf fb. wenn ich kännte würde ich fb ganz stillegen, aber wie bereits oben beschrieben, hänge ich doch an dem einen oder anderen kontakt, der sich weigert den weg hierher zu finden.

 

ich blogge hier auf jimdo und eigene bilder, bzw. interessante fremde bilder landen auf tumblr. und oft genug überschneidet sich dann auch der inhalt der verschiedenen plattformen. ich chatte nur auf einer chatplattform und meinen besonderen interessen gehe ich in entsprechenden anderen netzwerken nach. und je mehr verschiedene plattformen und netzwerke ich für ein und die selbe sache nutze, desto mehr komme ich zu dem schluss, dass ich nicht mehr als nur eine pro interessensgebiet benötige. mehr als eine machen nur unnötigen stress. 

 

ich möchte hier niemanden kritisieren, ich versuche nur nachzuvollziehen warum sich manche leute das antun und gleichzeitig zu erklären warum ich versuche es nicht zu tun.

 

dabei bin ich ein wenig scheinheilig, denn auch ich erliege den verlockungen der verschiedenen möglichkeiten. ich versuche mich trotzdem zurückzuhalten. wie gesagt, ich habe einen twitteraccount, aber warum sollte ich dort mit der einschränkung von nur 140 zeichen etwas posten, das ich auf g+ ganz genau so, oder noch viel besser machen könnte? wozu sich mit flickr oder instagram herumschlagen, wenn man es eigentlich nicht braucht? ich nutze aber zum beispiel jedoch auch youtube UND vimeo, weil mir das eine oft nicht bieten kann, was das andere sehr wohl kann - und umgekehrt - aber ich brauche nicht auch noch einen dritten oder vierten videokanal. und xing nutze ich wiederum überhaupt nicht, ganz einfach weil ich es nicht brauche.

 

sicher gibt es noch genug andere beispiele, und je mehr ich über mein unverständnis über das postverhalten anderer schreibe, desto bewusster wird mir, wie sehr ich eigentlich selbst schon in diesem spiel drinnen hänge.

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So

18

Aug

2013

beschrieben

ich schreibe. womit ich derzeit am meisten schreibe, ist die tastatur meines computers (alienware, schwarz und relativ leise), doch das war natürlich nicht immmer so.

als ich in den frühen 70ern (ja, ich bin tatsächlich so alt) schreiben lernte, gab es noch keine computer für den hausgebrauch. meine ersten offiziellen schreibversuche fanden auf einer jener legendären schiefertafeln statt, die natürlich auch damals schon nicht mehr aus schiefer bestanden, sondern einfach nur eine handliche tafel im din-a4 format waren, vermutlich aus pressspan und irgendwie beschichtet, mit einem holzrahmen. dazu gab es soetwas wie einen weissen buntstift. das hatte den vorteil, dass man fehler oder sonstigen blödsinn einfach wieder webwischen konnte. ausserdem hatten wir auch noch einen setzkasten mit einzelnen buchstaben, mit deren hilfe wir einzelne wörter zusammenzusetzen versuchten. diese setzkästen waren anscheinend nicht billig und die eltern versuchten immer gebrauchte zu ergattern. ich weiss nciht mehr ob meiner neu oder gebraucht war, aber ich hatte einen. musste ich ja.

 bald danach durften wir mit bleistiften in heften schreiben, und konnten es kaum erwarten endlich mit dem füller (der füllfeder) schreiben zu dürfen. in der regel war es ein modell von pelikan oder geha, nur ganz ganz selten hatte jemand ein teureres modell von seinen eltern (etwa montblanc) oder ein no-name produkt. und schon bald kam dann auch das erste mal der tintenkiller (in österreich: tintentod) zum einsatz. ich selbst hatte im laufe meiner schulzeit die verschiedensten ausführungen, sowohl geha, als auch pelikan, zwischendurch sogar einen montblanc meines vaters. aber am allerlängsten hatte ich witzigerweise ein absolutes no-name-billigprodukt in einem hässlichen rot, dessen kappe ich bald mal verlor, und die durch irgendeine metallkappe eines alten geha oder pelikan, die merkwürdigerweise sogar passte, ersetzt worden war.

die ersten jahre mussten wir natürlich in königsblau schreiben, doch sobald uns dies nicht mehr vorgeschrieben wurde, probierten wir alle natürlich auch andere tintenfarben aus. ich probierte alles durch, von grün über rot und violett bis zu schwarz. schlussendlich blieb ich dann bei schwarz und violett hängen, je nach lust und laune und patronenvorrat.

kugelschreiber, so sagte man uns, wären verpönt. und tatsächlich mag ich kugelschreiber nicht sehr, ich versuche sie, wenn es irgendwie geht, zu vermeiden, vor allem wenn sie in blauer farbe schreiben. dieses kugelschreiberblau ist für mich ein synonym alles billigen, darum versuche ich immer dann, wenn es nötig ist, kugelschreiber mit schwarzer tinte zu bekommen, da ich sowieso am liebsten in schwarzer farbe schreibe. aber gerade bei kugelschreibern findet sich auch mein größtes hassobjekt unter den schreibgeräten. hierbei handelt es sich um die seit einigen jahren in mode gekommen fingerdicken, oder manchmal sogar noch "fetteren" exemplare, meistens auch noch mit gummi an jener stelle an der man ihn beim schreiben angreifen muss. ich habe immer das gefühl ich würde einen abgeschnittenen finger in der hand halten. oder noch schlimmer (zartbesaitete damen jetzt bitte nicht weiterlesen!), einen schwanz. also, ein männliches glied. einen penis, lümmel, schniedelwutz, pimmel... wie auch immer man es zu nennen beleibt. *brrrrrrrr*. ich bwerde nie verstehen wie man sowas freiwillig in die hand nimmt.

in meiner jugend hatte ich eine längere phase, in der von mir nur mehr fineliner und rollerball benutzt wurden. vor allem gab es von DEM finelinerklassiker schlechthin, der firma stabilo, diesen auch in einem wunderschönen violett. sogar heute noch habe ich von beiden farben ein oder zwei stifte herumliegen, benutze sie aber kaum mehr, da ich für alltägliche notizen lieber mit etwas anderem schreibe, zum ausfüllen für erlagscheine mit durchschlag sind sie nicht wirklich geeignet, da man stärker aufdrücken müsste und somit die zarte spitze zerstören würde, zum unterschreiben sind sie aus dem selben grund nicht geeignet, sie würden einfach den "schwung" nicht aushalten.

zwischendurch gab es immer wieder experimente, zum beispiel mit druckbleistiften in verschiedenen minenstärken, oder mit tintenrollern. mit diesen tintenrollern dachte ich endlich DAS schreibgerät für mich gefunden zu haben, vereinte es doch alles in sich was mir wichtig erschien: es war kein kugelschreiber, es hatte einen feinen strich den ich nach bedarf mit etwas mehr druck dicker werden lassen konnte, ich konnte den selben stift immer wieder verwenden, und ich konnte mittels tintenpatronen wieder meinen farbexperimenten frönen. doch bald zeigten sich die mängel dieses nur vermeintlich idealen stiftes. diese dinger gingen nämlich ziemlich schnell kaputt. ich weiss nicht woran es lag, aber ständig brach bei meinen stiften das gewinde, mit dem man oberteil an unterteil schraubte, oder die kugel die sich in der schreibspitze befand brach irgendwann auseinander. dazu kam, dass die tinte sehr schnell eintrocknete wenn man den stift ein paar tage lang nicht benutzte.

zwischendurch musste ich nicht nur stenographie (hass hass HASS) lernen (und lernte dabei dass man die metallkappen der stenobleistifte heimlich mit dem feuerzeug aufheizen und jemand anderen damit eine brandblase am bescheren kann, so schnell, dass es das opfer erst mitbekam wenn es bereits zu spät war), sogar 3 mal, wobei ich das meiste schon lange wieder vergessen habe, sondern auch, zusammen mit steno, maschinschreiben. ich habe mich nicht nur geweigert in zeiten der diktiergeräte stenographie zu lernen, sondern auch blind und mit 10 fingern maschine zu schreiben - was wiederum nicht sehr klug war, denn noch heute muss ich zwingend auf die tastatur sehen um zu wissen was ich da eigentlich tippe, bzw. benutze im grunde nur 2 finger. aber auf diese art und weise bin ich dann seltsamerweise auch nicht viel langsamer als jene die alle 10 finger benutzen.

ich mochte auch immer schon exotische schreibgeräte. ein mal hatte ich mir einen kugelschreiber gekauft, der aussah wie ein designobjekt von colani. er lag auch wundervoll in der hand, war natürlich schwarz, schrieb selbstverständlich auch schwarz, und war doch ein absolutes billigprodukt. trotzdem hatte ich dieses ding viele jahre lang in verwendung. weiters fand ich irgendwann und irgendwo 2 alte tintenbleistifte, also solche, die man mit der zungenspitze, bzw. der eigenen spucke befeuchten muss, damit man anständig schreiben kann. aber es funktioniert auch ganz gut im trockenen zustand, dann ist das schriftbild leicht metallisch, bzw. wie ein harter bleistift. weiters habe ich aus "dunklen quellen" uralte blaue kopierstifte, und kopierstifte die auf der einen seite blau, und auf der anderen rot schreiben. sie alle sehen aus wie bleistifte oder buntstifte, sind somit also zum anspitzen gedacht. derzeit habe ich noch keinen von ihnen in verwendung, sie dämmern ruhig vor sich hin. und das ist gut so. wer weiss wie viel von ihrer art es überhaupt noch gibt?

 inzwischen bin ich wieder in meiner kindheit angelangt und schreibe fast nur mehr mit bleistift. ich weiss nicht genau warum, es ist mir so einfach am liebsten. ich mag das geräusch, dass eine bleistiftmine auf dem papier verursacht, ich mag das graphitgraue schriftbild, ich mag es wie flüssig die hand beim schreiben übers papier gleitet, und ich mag es zu sehen wie der stift durch das spitzen langsam aufgebraucht wird. am allerliebsten ein HB, oder noch ein wenig weicher. und es wäre nicht ich, wenn solch ein bleistift nicht ganz besondere voraussetzungen erfüllen müsste, um von mir verwendet zu werden.

 

am allerliebsten mag ich ganz einfache holzbleistifte, unbehandelt und unlackiert, ohne radiergummi am ende. bei ikea gibt es zum beispiel solche. und das tollste an den stiften von ikea ist, dass sie noch nicht angespitzt sind, man hat also einen völlig jungfräuliches kleines stöckchen in der hand, und kann sich aussuchen an welcher seite man zu spitzen beginnt. ich wähle meistens die seite mit dem ikea-aufdruck (also die "gedachte" obere seite, sozusagen genau verkehrt herum), weil somit dieser schriftzug sehr bald nur mehr geschichte ist, und ich einfach nur mehr einen neutralen holzbleistift in der hand habe. lackierte bleistifte mag ich deshalb nicht sehr, weil ich immer das gefühl habe, ich würde aufgrund dieses lacks anfangen zu schwitzen und mir deshalb der stift zu entgleiten. so eine unbehandelte holzoberfläche ist eben doch ein wenig griffiger als eine lackierte. dazu kommt, dass das holz immer dünkler wird, je länger der stift in verwendung ist. und er bekommt macken, und und und... - aber vielleicht ist die abneigung gegen lackierte bleistifte einfach nur in jener zeit begründet in der ich immer wieder steno lernen musste...

 trotzdem gibt es eine ganz bestimmte sorte von lackierten bleistiften die ich ebenfalls in meiner hand "dulde". und zwar müssen sie schwarz sein. ja, ganz einfach nur schwarz. ich hatte einen solchen aus dem londoner dungeon (natürlich mit werbeaufdruck, sehr "geschmackvoll" *g*), weiters hatte ich einen im verbund mit einem ebenso schwarzen radiergummi einmal von meiner exe die um meinen spleen und meine vorliebe für schwarz wusste geschenkt bekommen (den radiergummi besitze ich heute noch), und ich habe 2 besondere exemplare aus einem kempinski-hotel die ich in meiner ehemaligen firma mitgehen ließ. dreieckiges profil, auf einer der 3 seiten ganz am ende ganz klein in silber der aufdruck "faber-castell", auf der 2. seite der schriftzug "kempinski", und auf der 3. seite irgendein kleines symbol. oben drauf dann noch ein schwarzer radiergummi, eingefasst in schwarz lackiertem metall. DAS nenne ich edles understatement! da kann sich jeder 10 mal so teure kugelschreiber verstecken!

zum schreiben gehört natürlich immer papier dazu. auch hier entpuppe ich mich als exzentriker. am allerliebsten schreibe ich auf rauhem, grauem oder leicht braunem recycle-papier. ich kanns nicht beschreiben, es fühlt sich mit bleistift einfach besser an, doch leider ist solches papier kaum mehr zu bekommen, die welt muss ja unbedingt weisses papier haben. stattdessen benutze ich nun die rückseiten alter tisch-stehkalender, also die rückseiten von alten terminplanern. ich finde das ideal, denn durch den spiralring kann man sie verwenden wie einen notizblock, und wenn man es verkehrt herum zuklappt, hat man sogar buchdeckel auf vorder- und rückseite. und manchmal weckt es erinnerungen wenn man sich die gerade verwendete seite aus dem vorigen jahr, oder auch länger davor, nochmal ansieht.

 

für den drucker meines laptops verwende ich fliederfarbenes papier. nicht weil ich so drauf stehen würde, sondern weil ich es nun mal habe. es wurde vor vielen jahren gekauft und braucht nun mal seine zeit bis es aufgebraucht wird. darum kaufe ich auch kein weisses papier, ich brauche es einfach nicht. für irgendwelche test- oder spassausdrucke verwende ich weisse rückseiten bereits bedruckten, bzw. vernwendeten papiers. wenn es kein offizielles oder aus anderem grund wichtiges schriftstück ist, genügt das vollkommen.

bei all dem ist mir natürlich klar, dass ich weder mit bleistift offizielle schriftstücke unterschreiben, noch briefe auf den rückseiten alter terminkalender schreiben kann (obwohl ich letzteres doch immer wieder bei guten freunden tue, ich finde das hat irgendwie charakter). manchmal verwendet sogar der herr von sinnen einen blauen kugelschreiber und stinknormales weisses papier, so wie alle anderen auch.

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Mo

12

Aug

2013

durch zeit und raum - von sinnensche fantastereien

heute werde ich mal wissenschaftlich. nun, da ich jedoch kein wissenschaftler bin, werde ich nicht wirklich wissenschaftlich, ich dilettiere mit pseudowissenschaftlichem halbwissen herum, fantasiere ein wenig, stelle betrachtungen an und thesen auf. und wozu das ganze? weil es mir spass macht, ganz einfach.

 

mein thema heute soll sein: ZEITREISEN ... 

 

bei diesem thema ergeben sich so einige probleme. das fängt schon mal damit an, dass kein mensch auch nur ansatzweise eine ahnung hat wie man denn zeitreisen bewerkstelligen könnte. naja, theorien gibt es viele, aber keine einzige würde uns hier weiterführen, fakt ist jedoch, dass wir uns alle schon mal prinzipiell durch die zeit bewegen. für manche bewegt sie sich individuell möglicherweise ein wenig schneller oder lanmgsamer, dennoch bleibt eine sekunde eine sekunde, völlig egal wie man sie nun als individuum erlebt. also bewegen wir uns alle in der selben geschwindigkeit richtung zukunft. nur können wir nicht beeinflussen wie schnell, oder uns gar für eine andere zeitrichtung entscheiden.

 

fakt ist ebenso, dass reisen in die zukunft dennoch auf eine gewisse art und weise bereits jetzt schon machbar sind. wenn man sich in den weltraum begibt und sich mit großer geschwindiogkeit fortbewegt, dann vergeht die zeit für diesen reisenden langsamer. das heisst, wenn dieser reisende nun auf die erde zurückkehrt, dann ist für ihn weniger lebenszeit vergangen, als für jene die sich währenddessen auf der erde aufhielten, er ist also in gewissem sinne in die zukunft gereist - jedoch erstens in kaum oder überhaupt nicht mess- oder erkennbarem ausmaß und zweitens ohne möglichkeit diesen effekt wieder umzukehren. dieser effekt nennt sich "zeitdilation". möglich wäre es also, nur erstens mit immens großem aufwand an geld, energie und material und zweitens würde es nichts bringen.

 

nehmen wir also einfach mal an, man könnte sich tatsächlich durch die zeit bewegen, damit würde sich nämlich ein anderes problem ergeben: wie wir alle wissen, bewegt sich die erde mit nicht unbeachtlicher geschwindigkeit durch das all, nämlich mit ca. 100.000 km/h, das sind rund um die 30 kilometer pro sekunde! weiters dreht sie sich um die eigene achse, das sind dann noch einmal 1.670km/h, bzw. 464 meter in der sekunde. das war nun aber imemr noch nicht alles, denn nicht nur die erde bewegt sich um die sonne und rotiert dabei auch noch, sondern  auch unsere ganze galaxie bewegt sich ebenfalls durch das all, zudem dreht sie sich ebenfalls um sich selbst. wie schnell sich die galaxie als ganzes durch das all bewegt konnte ich auf die schnelle nicht recherchieren, aber die geschwindigkeit mit der sich unser sonnensystem um den mittelpunkt unserer galaxie bewegt beträgt ca. 240 kilometer pro sekunde.

 

so, und nun würde die rechnerei anfangen. wenn ich zu einer bestimmten zeit an einem bestimmten punkt "erscheinen" möchte, so müsste ich genau wissen wo sich dieser punkt zu diesem zeitpunkt befindet. es mag vielleicht möglich sein diesen punkt für die nächsten oder vergangenen sekunden zu bestimmen, vielleicht sogar für minuten. möglicherweise auch für stunden oder tage, aber garantiert nicht über jahre. naja, vielleicht es dennoch möglich, aber je weiter weg sich dieser zeitpunkt vom gegenwärtigen befindet, desto schwieriger wird die berechnung. und das noch dazu ohne fixpunkt an dem man sich orientieren könnte, es bewegt sich ja alles um uns herum.

 

und vielleicht, aber auch nur mit sehr geringer wahrscheinlichkeit, würde sich das für die vergangenheit berechnen lassen, doch wie sieht es mit der zukunft aus? wissen wir denn wirklich mit 100%iger sicherheit an welchem punkt sich ein bestimmter punkt auf der erdoberfläche in, sagen wir mal, 100 jahren befinden wird? auch die erdoberfläche ist nicht statisch, sie bewegt sich auch ständig, zwar kaum wahrnehmbar, aber doch. kontinente driften auseinander und wieder zusammen, erdoberflächen heben und senken sich. und was, wenn sich irgendwelche planeten- oder sonnenbahnen nur ein winziges kleines stückchen verschieben? oder die erdachse auch nur ein wenig kippt? oder was weiss ich was sonst noch alles geschehen kann?

 

um dieses problem zu umgehen, müsste man sich also irgendwie an diesem punkt "verankern". vielleicht dadurch, indem man immer nur kurze zeitsprünge macht, sich neu orientiert, gegebenenfalls korrigiert und dann weiterspringt. doch was, wenn die berechnung irgendwann einmal wirklich falsch ist und man mitten im all, im großen nichts wieder auftaucht? das wars dann wohl vermute ich. oder noch schlimmer, man erscheint mitten in einem planeten, oder in einer sonne.... mal ganz davon abgesehen, dass sich unsere zeitmaschine nicht nur durch die zeit, sondern auch noch durch den raum bewegen können müsste. am besten gleich ind er art des beamens, doch über das beamen fange ich nicht nun auch zu referieren an, die zeitreise und die dazugehörigen probleme lassen unser gehirn acuh sos chon genug bruzzeln...

 

nun gut, gehen wir trotzdem mal davon aus, dass all diese probleme irgendwie auf wundersame wiese gelöst wurden und zeitreisen möglich wären - und zwar in beide richtungen, sowohl vergangenheit, als auch zukunft. in diesem fall ergeben sich keine probleme mehr, sondern paradoxa.

 

stellen wir uns mal vor, wir würden in die vergangeheit reisen um den holocaust zu verhindern in dem wir hitler ermorden. ja, ich wähle mit absicht dieses beispiel, vielleicht kann man mir auf diese art leichter folgen, bzw. vielleicht macht es so auch jenen denen das thema am arsch vorbei geht mehr spass, bzw. erscheint ihnen interessanter. menschen umzubringen ist natürlich kein spass, auch wenn sie adolf hitler heissen.

 

also, wir haben es geschafft, sind in der vergangenheit, ja wir haben es sogar geschafft die gewünschte personb ausfindig zu machen und wären nun in der lage unser vorhaben auszuführen. nun gibt es zwei theorien (zumindest weiss ich nur von zwei): die erste besagt, dass die zeit statisch ist, das heisst, was bereits passiert ist, ist nun mal passiert und lässt sich nicht mehr verändern. dies würde heissen, da wir alle wissen was mit hitler und rund um den zweiten weltkrieg geschah, werden wir nichts daran ändern können, völlig egal wie sehr wir uns anstrengen. was auch immer wir unternehmen würden, es würde nicht funktionieren. pistolen hätten ladehemmungen, bomben würden nicht explodieren, vermutlich würden wir nicht einmal in die nähe der gesuchten person kommen. dazu kommt, dass wir rein theoretisch nicht einmal menschen berühren oder sprechen könnten, denn laut theut der theorie des schmetterlingseffektes, könnte schon der umstand, dass jemand aus der vergangenheit einen schritt zur seite machen muss um uns auf dem gehsteig auszuweichen, unvorhergesehene auswirkungen nach sich ziehen. von zufällig bzw. irrtümlich mitgebrachter technik oder wissen aus der zukunft reden wir besser mal gar nicht.

 

wie wir sehen, macht dieses paradoxon, bzw. die logik dieser theorie eine reise in die verganheit unmöglich. wie ist das nun aber mit der zukunft? diese ist ja noch nicht festgeschrieben, die zukunft ist veränderbar. es spräche bei dieser theorie also nichts gegen zeitreisen in die zukunft, oder? denken wir das nun einmal zuende. man reist in die zukunft, sieht, hört, erlebt dort dinge und bringt dieses wissen dann wieder mit zurück in die vergangenheit. was machen wir nun damit? wir haben kenntnisse, die eigentlich in unserer zeit noch nicht existieren. somit könnten wir die zukunft verändern. wir könnten zum beispiel die lottozahlen der nächsten ziehung in erfahrung gebracht haben und uns ein schönes leben ermöglichen. doch da wir aus einer unabänderlichen zukunft kommen, befinden wir uns realtiv gesehen von dort aus gesehen in der vergangenheit. vermutlich würde unser lottoschein verschwinden, oder wir kämen nicht dazu ihn abzugeben, oder was weiss ich. an diesem paradoxon haben sich schon größere geister als der meine ihr köpfchen zerbrochen.

 

gehen wir also zur zweiten theorie, die besagt, dass es mehrere zeitflüsse gibt, bzw. mehrere zeitdimensionen. in diesem fall wäre es mir möglich mit der beseitigung hitlers den holocaust zu verhindern, ich könnte mir die lottozahhlen holen, ich könnte mein eigener vater sein und so weiter und so fort. doch mit jeder änderung, würde sich alles andere auch ändern, die geschichte wäre eine völlig andere. wir würden in einer völlig anderen welt leben und es wäre absolut unmöglich in unsere eigene gewohnte welt zurückzukehren, denn entweder ist sie völlig verschwunden, weil es sie eigentlich nie gab, oder sie existiert weiter, doch dann wären unsere bemühungen völlig umsonst gewesen. und vor allem könnten wir nicht dorthin zurückkehren, denn wir wären in eienr anderen zeitlinie, in einer anderen dimension.

 

doch in diesem fall wäre zumindest die reise in die zukunft und wieder zurück kein problem. was juckt es mich denn, wenn ich mit meinem lottogewinn die zukünftige geschichte verändere? es hat im grunde keine auswirkungen auf mich, zumindest keine spürbaren, denn ich habe diese zukunft ja noch nicht erlebt. und in welchen zeitstrang, bzw. in welche dimension ich durch mein tun gerate, kann mir eigentlich ziemlich egal sein. das problem, bzw. das paradoxon wäre zwar weiterhin unlösbar, wenn ich durch meine reise in die zukunft wissen und dinge in meine zeit mitnehme, die es eigentlich noch nicht geben dürfte, so dass es zb. wie beim terminator dadurch erst möglich wird diese zukunft überhaupt entstehen zu lassen, doch auch das juckt mich als zukunftszeitreisenden nicht wirklich. da es jedoch paradoxa nicht geben darf, wird es dennoch nie möglich sein auf diese art in die zukunft zu reisen. nun, vielleicht hin, aber sicher nie wieder zurück.

 

fazit aus diesen meinen ganzen überlegungen ist also: wenn überhaupt, dann wird allerhöchstens eine zeitreise in die zukunft möglich sein, jedoch niemals und unter keinen umständen wird es einen weg zurück in die eigene vergangenheit geben.

 

wäre das denn wirklich erstrebenswert? ich wüsste nicht was man davon hätte. obwohl, doch, eine möglichkeit fällt mir ein: man könnte hier und jetzt so viel geld wie möglich auf ein konto einzahlen, in die zukunft reisen und hoffen, dass es die bank und das konto immer noch gibt und dass sich das vermögen weder durch inflation, noch durch enteignung oder sonstige zwischenfälle in luft aufgelöst hätte. auch hier stellt sich die frage ob das alles dieses risiko wert wäre. natürlich könnte man auf sachwerte umsteigen um auf nummer sicher zu gehen, doch wer weiss denn schon ob diamanten, silber, gold und platin in der zukunft immer noch so selten und dadurch viel wert sind? grundstücke können enteignet oder einfach wertlos werden. und völlig egal was auch immer man wo auch immer einlagern würde, die gefahr, dass trotzdem alles nicht mehr existiert, würde dennoch imemr bestehen bleiben. und wer will schon mittellos ohne freunde, bekannte und verwandte in einer unbekannten zukunft stranden?

 

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Do

08

Aug

2013

filmrolle

 

 

da ich ja viel und gerne filme ansehe, möchte ich euch an meinen filmerfahrungen teilhaben lassen und hier, bzw. heute ein paar rezensionen loswerden. da ich keine besondere vorliebe für bestimmte genres entwickelt habe (sehr wohl jedoch eine abneigung gegen das eine oder andere genre), braucht man sich nicht über die bunt gewürfelte mischung zu wundern. mir ist auch egal wie alt die filme schon sind, ich sehe sie mir dann an, wenn ich lust dazu habe, also kann es durchaus sein, dass der eine oder andere filnm schon ein wenig älter ist.

 

so, here we go:

 

1) filme von denen ich nicht viel erwartet hatte, die es aber dennoch schafften mich zu enttäuschen:

 

snow white and the huntsman:

hier geht es schon mit dem titel los. es handelt sich ja offensichtlich um eine adaption des märchens "schneewittchen", warum zur hölle darf es dann nicht auch weiterhin schnewittchen heissen? sogar die filmfigur wurde in der deutschen fassung umbenannt, bzw. im englischen belassen, so wie alle anderen eigennamen auch. in diesem film wurde generell ziemlich viel falsch gemacht. offenbar bemühte man sich das märchen auf hippe moderne düstere fantasy art neu zu erzählen, geworden ist es dann nichts von all dem. nicht zuletzt auch durch fehlende schuaspielerische leistungen, allen voran die unsägliche kristen stewart, die hoffentlich so wenigen wie möglich von uns aus ihrer rolle der bella in der "biss zum... (kotzen)" reihe bekannt ist. diese frau hat so gut wie keine mimik, bzw, beherrscht offenbar nur 2 gesichtsausdrücke: leidend/betroffen und dämlich. und als "schönste frau weit und breit", was sie als schnewittchen ja eigentlich sein sollte, ist sie ebenfalls ein absoluter fehlgriff. nun gut, sie ist nicht hässlich, aber alles andere als wunderschön. just zu dem moment, wo der film vielleicht gut hätte werden können, nämlich als bob hoskins als zwerg die bühne betrat und bereits mit einem satz, einer geste, einer minute spielzeit alle anderen an die wand spielte, musste ich abbrechen. vielleicht sehe ich mir den rest noch irgendwann einmal an, aber große lust habe ich wirklich nicht dazu.

BEWERTUNG: 2 VON 10 MÄRCHENBÜCHERN

 

die fantastische welt von oz:

auch hier findet viel lärm um nichts statt. der film versucht mit bild- und farbgewalt zu bezaubern und zu überzeugen, dennoch ist alles irgendwie zu viel des guten. zudem blieb man meines erachtens nach zu sehr in der bildsprache des originalfilmes verhaftet. einfach alles wurde überzeichnet, die farben die formen und nicht zuletzt die figuren. mit ein wenig mehr zuirückhaltung hätte dieser fuilm ein würder nachfolger, bzw ein würdiges prequel 8da es sich um die vorgeschichte handelt) werden können, ähnlich wie tim burton's alice im wunderland, doch leider ist dem nicht so.

BEWERTUNG: 4 VON 10 HEXEN

 

2) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, mich dennoch nicht enttäuschten, aber meine erwartungen auch nicht übertrafen:

 

jay und silent bob schlagen zurück:

hin und wieder sehe ich mir gerne hirnlose pubertäre kifferkomödien an. man weiss genauw as man zu erwarten hat und wird nur höchst selten enttäuscht. so auch hier. ich hatte zwar die leise hoffnung, dass doch ein wenig das niveau von dogma durchkommen würde, rechnete jedoch nicht wirklich damit. dennoch, wer solche filme mag, kommt voll auf seine kosten. zudem habe ich große freude daran cameo-auftritte und reminiszenzen an andere filme zu erkennen, diesbezüglich lässt sich dieser film nicht lumpen. hirn ausschalten und spass haben, dann funktioniert das hier wunderbar.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BONGS

 

last of the living:

ein sogenannter happy zombie film aus neuseeland. damit ist schon viel gesagt. was passiert wenn es sich um einen zombiefilm handelt, ist klar. wenn ein happy davor steht, ist ebenfalls klar, dass es sich um eine horrorkomödie im stil von shaun of the dead oder zombieland handelt. da der film aus neuseeland stammt, kennt man auch keinen einzigen der darsteller. der film hat seine längen die nicht unbedingt sein hätten müssen und das ende ist äusserst unbefriedigend, dennoch kann man ihn sich ansehen ohne es hinterher bereut zu haben - vorausgesetzt natürlich man mag dieses genre und liebt spritzendes blut, abgetrennte körperteile und ähnliches.

BEWERTUNG: 6 VON 10 ROLLENDEN KÖPFEN

 

resident evil - retribution:

der fünfte teil der resident evil reihe mit mila jovovic als alice in der hauptrolle. wenn man alle vier anderen teile vorher gesehen hat, dann ist man natürlich auch neugierig auf den fünften teil. wobei ich gestehen muss, dass ich im grunde nie auf irgendeinen teil dieser reihe scharf war, aber irgendwann sieht man es sich eben doch mal an. als einstieg ist der fünfte teil nicht wirklich geeignet, man sollte sich wirklich alle teile der reihe nach ansehen. man sieht was zu erwarten war, eine unter missachtung aller physikalischen gesetzmäßigkeiten kämpfende alice, massen an zombies und hin und wieder eines der gezüchteten supermonster. nicht zu vergessen natürlich spritzende eingeweide und umherfliegende körperteile. teil drei war bisher immer noch der beste.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BLUTSPRITZERN

 

3) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, die meine erwartungen jedoch übertrafen:

 

abraham lincoln - vampirjäger:

man sollte sich nicht vom absurden titel abschrecken lassen, dieser film hat durchaus seine qualitäten. mich beeindruckte, dass es gelang, dem ganzen thema einen absolut ernsten und glaubwürdigen anstrich zu verleihen. man hätte aus dem ganzen eine wunderbare horrorkomödie machen können, doch zum glück sah man davon ab. es gelang tatsächlich, das vampir- bzw. vampirjägerthema annähernd glaubwürdig in die tatsächlichen geschichtlichen gegebenheiten einzubinden. beeindruckend fand ich auch die charakterliche entwicklung der hauptfigur im laufe der geschichte. natürlich kommt auch dieser film nicht ohne opulente actionszenen und spezialeffekte aus, doch selbst bei aller übertreibung fühlt man sich nie auf den arm genommen. es ist horror und fantasy, zugleich legte man sich mittels des geschichtlichen themas noch zusätzliche grenzen und fesseln auf, und trotzdem gelang ein wirklich beeindrucker film.

BEWERTUNG: 8 VON 10 HOLZPFLÖCKEN

 

cockneys vs. zombies:

was erwartet man sich bei solch einem titel? zunächst einmal zombies und davon auch nicht wenige. logisch. dann vertreter der englischen unterschicht mitsamt dem entsprechenden verhalten. und nicht zuletzt zerplatzende köpfe, spritzendes gehirn, heraushängende eingeweide... man addiere zu all dem einen banküberfall mitsamt entführter geiseln und ein altersheim voller wehrhafter bewohner dazu, schon hat man eine der besten zombiekomödien der letzten jahre. die einen sind schusseliger als ihnen gut tut, die anderen agiler und gerissener als man vermutet hätte. ein aus dem film snatch bekannter alan ford setzt dem film das sahnehäubchen auf. eine wirklich herrliche komödie, auch für all jene die bisher nicht viel mit zombies anfangen konnten.

BEWERTUNG: 7 VON 10 GEHHILFEN

 

4) filme von denen ich mir etwas erwartet hatte, die dann auch meine erwartungen voll und ganz erfüllten:

 

the big white:

eine komödie mit krimianteilen und einer leiche. nein, eigentlich sogar zwei. obwohl alle hauptdarsteller ein ganz kleines bisschen übers ziel hinausschießen (robbin williams ist ein klein wenig zu ängstlich und unterwürfig, holly hunter hat ein klein wenig zu viel spass am verrückt sein, woody harrelson ist ein klein wenig zu hinterwäldlerisch und brutal, giovanni ribisi ein klein wenig zu verbissen karrieregeil usw...), stört das nicht im geringsten. es ist eine wunderschöne geschichte über die liebe eines mannes zu seiner frau. und sie macht dennoch mit all ihren wirrungen extrem spass.

BEWERTUNG: 8 VON 10 LEBENSVERSICHERUNGEN

 

you kill me:

auch hier gibt es leichen und liebe, doch diesmal ein wenig anders. die hauptfigur ist ein von ben kingsley großartig gespielter killer, der gezwungen wird sich von seiner alkoholsucht zu befreien. die liebe zu einer nicht gerade sehr umgänglichen frau, ebenfalls großartig gespielt von théa leoni, bzw. ihre liebe zu ihm, bringen ihn dazu die ihm gestellte aufgabe zu überstehen. der film hat komödienanteile, ich würde ihn aber nicht als komödie einstufen. es ist auch keine tragigkomödie, da es keine tragik gibt, ausser die probleme die sich die hauptfigur im laufe der geschichte selbst macht. es ist einfach eine hervorragend gute geschichte.

BEWERTUNG: 9 VON 10 VODKAFLASCHEN

 

ja, das waren jetzt einige filme, aber vielleicht hat nun der eine oder andere lust sich einen davon anzusehen, oder ich konnte ihn davon abhalten etwas anzusehen, das er hinterher bereut hätte. beides würde mich freuen. rückmeldungen würden mich ebenfalls freuen.

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Mi

07

Aug

2013

springen

es gibt ja so einige knackpunkte im leben eines sohnemanns, die wesentlich dazu beitragen diesen vom knaben zum mann heranreifen zu lassen. das erste mal im stehen pinkeln zum beispiel, sich vom vater irgendwelche handwerklichen dinge zeigen lassen und mit ihm zusammen etwas dementsprechendes zusammenbauen, später dann liebesangelegenheiten, bzw. den umgang damit. viele dieser "ereignisse" haben einen äusserst männlichen touch, so ist es also gut und wichtig wenn ein vater vorhanden ist, der dann sohnemann mit rat und tat, mit motivation und gutem beispiel zur seite stehen kann. frauen können zum beispiel schlicht und einfach beim thema "im stehen punkeln" nicht mitreden.

mein vater hat jedoch leider in diesen dingen ein wenig versagt. ich weiss jetzt zwar nicht wie das mit der pinkelangelgenheit war, aber ich weiss zb dass er ziemlich viel selbst gebastelt hatte, sowohl handwerklich, als auch am auto. ich habe ihm oft zugesehen und auch durchaus geholfen, aber irgendwie hat er es verabsäumt mir essentielle dinge beizubringen. ich kann zb heute noch einen holzbohrer nicht von einem steinbohrer unterscheiden, und wenns ums kfz geht stehe ich sowieso meistens relativ blöd da.

 

aber es geht nicht nur mir so. meine exe erzählte mir zb immer, dass sie zwar sehr oft ihrer mutter beim kochen zugesehen hatte, und auch versuchte zu helfen, sie aber immer mit den worten "geh weg, du stehst im weg" verscheucht wurde. erklärt wurde ihr auch relativ wenig. also hatte sie nie richtig kochen gelernt, wobei ich sagen muss, dass sie dann als erwachsene ihre mutter kochtechnisch überflügelte. was also für das "mann werden" gilt, gilt ebenso fürs "frau werden". so konservativ das jetzt auch klingen mag, es ist tatsache. ich könnte einer tochter zwar theoretisches wissen über damenbinden bzw. tampons und die ursache für die notwendigkeit derer erzählen, aber die praktische erfahrung wird mir für immer versagt bleiben, so wie eben umgekehrt das pinkeln im stehen, oder von mir aus das rasieren des männlichen bartes, um mal vom pinkeln wegzukommen *g*.

irgendwann gab es im leben meines sohnemanns zb solch einen wichtigen knackpunkt von dem ich heute erzählen möchte. wir waren im schwimmbad, und irgendwann wollte er dann tatsächlich versuchen vom 3-meter-brett zu springen. alleine traute er sich nicht, und diverse versuche mit seiner mutter waren ebreits fehlgeschlagen, da diese sich ebenfalls noch nie in ihrem leben getraut hatte. da kam ich dann gerade recht *schluck*.

in jenem schwimmbad also, in dem wir an besagtem wochenende waren, gibt es einen großen sprungturm mit verschiedenen ebenen. mann kann aus verschiedenen höhen seiner angst direkt ins nasse chlorgeschwängerte hellblaue auge blicken. 3 meter, 5 meter, 7 meter und natürlich auch 10 meter gibt es im angebot. selbstverständlich ist dieses ungetüm nicht ununterbrochen begehbar, denn sonst würden sich die leute gegenseitig auf den kopf hüpfen. es gibt immer wieder phasen in denen der turm geöffnet wird, der bademeister gibt die verschiedenen ebenen einzeln frei und passt auf was passiert. ganz unten auf der 3-meter ebene tummeln sich die ganz kleinen, auf 5 meter schon größere und ein paar sehr mutige ganz kleine, auf 7 meter ist kaum was los, dort ist irgendwie eine art niemandsland und auf 10 meter stehen die todesmutigen jünglinge die der welt zeigen wollen was für prachtkerle sie doch sind. ok ok, da spricht ein wenig der neid. ich konnte mich zeit meines lebens nie dazu überwinden mich aus 10 meter höhe ins wasser zu stürzen, aber ich bin ja auch kein jüngling mehr, und mein prachtkörper kann nun mal nicht mehr mit jenen, meistens im fitnessstudio gestählten körpern (inzwischen ist das ja anscheinend normal dass man bereits als jugendlicher ins fitnessstudio geht), mithalten.

 es ist ja fast schon ein event wenn die springerei los geht, vor allem wenn die jungen helden sich aus 10 metern höhe runterstürzen. in der regel werden da nun keine großartigen kunststückchen aufgeführt, wer kann das schon wenn er nicht profi ist, es wäre ausserdem zu gefährlich. worum es hier meistens geht, ist die größte wasserbombe aller zeiten zu verursachen und somit das unten stehende puplikum und natürlich auch den bademeister gehörig einzuwässern. jeder springer bekommt applaus, alleine schon aus respekt vor den 10 metern freien fall, und ganz besonderen beifall gibt es für besonders tolle und gut gelungene wasserbomben. hin und wieder ein erschrecktes raunen wenn jemand ein wenig unglücklich auf der wasseroberflche aufschlägt - was durchaus hin und wieder vorkommt, einer der kandidaten hatt zb ganz sicher die woche nach seinem sprung keinen sex *grins*.

blöd ists wenn man auf der 3 meter ebene steht und wartet bis die schauspringerei endlich vorüber ist. erst ist einem kalt, weil man ja nass ist, dort im schatten der ebene die sich über einem befindet steht, und dort oben in luftigen höhen der wind geht, und dann mit der zeit ist man trocken, ein wenig aufgewärmt, und denkt nur daran dass da unten das schweinekalte wasser des sportbeckens auf einen wartet.

irgendwann wurde dann doch auch "unsere" ebene wieder freigegeben und die kleinen wuzzis stürzten sich wie die lemminge ins hellblaue nass. nur sohnemann nicht. also machten wir aus, dass ich zuerst springe, und er dann sofort nachkommt. ich schlug in gedanken 3 kreuze, denn von unten schauen zwar die 3 meter lächerlich aus, wenn man aber oben steht ist das schon wieder ganz was anderes, vor allem schaut man ja nicht aus 3 metern höhe nach unten, sondern eigentlich aus fast 5 metern, man muss ja die körperdistanz auch noch dazu zählen, und dann sprang ich. alles ging gut, nur sohnemann blieb oben und schaute verzweifelt. nix war mit sofortigem nachspringen.

aus dem wasserbecken geklettert, versuchte ich ihn von unten zu motivieren, während ich nebenbei ein paar bremsen erschlug die meinten ich solle zu ihrer mahlzeit beitragen, jedoch hörte sohnemann nicht auf verzweifelt zu schauen und deutete mir wieder nach oben zu kommen. inzwischen hatte sich eine lange schlange vor dem sprungturm gebildet und ich wollte nicht ewig anstehen, also versuchte ich weiterhin von unten den kleinen zum sprung zu motivieren. aber es half alles nichts. also stellte ich mich wieder an und stand dann ein wenig fröstelnd oben wieder meinem nachwuchs zur seite. als es dann endlich wieder so weit war, dass wir springen konnten, nahm ich ihn an der hand, natürlich nicht ohne es vorher mit ihm abgesprochen zu haben, und wir liefen gemeinsam los um von der höchsten klippe des grand canyon in den eisigen colorado river zu springen. 

Jetzt endlich weißt du,
dass deine Eltern nur dich zeugten,
damit du hier wie ein Vollidiot
fröstelnd und ohne Not

über allem stehst
und nicht vorwärts gehst,
und du weißt, dass dein Vater sich fragt:
„Wird er es bringen?“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen ermunternde Rufe:
Jetzt musst du springen!

Jetzt endlich wird dir klar, was es wirklich heißt,
zu bereuen und dennoch den ganzen harten Preis
zahlen zu müssen, weil's kein Zurück mehr gibt,
was daran liegt,
was daran liegt,
dass du weißt, dass dein Vater sich fragt:
„Wird er das packen?“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen ermunternde Rufe:
Jetzt musst du springen!

Jetzt endlich weißt du, was es heißt jung zu sein,
betrogen vom Augenschein an den Abgrund gehen,
halbnackt allein auf schwankenden Brettern stehen
und 'runtersehen, und 'runtersehen.
und du weißt, dass dein Vater jetzt sagt:
„Das sind nur drei Meter!“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen die Rufe der Väter:

Jetzt musst du springen!

[element of crime - jetzt musst du springen]

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Do

01

Aug

2013

realreden

"das leben besteht aus einer anhäufung von guten und von schlechten dingen. die guten dinge mildern nicht immer die schlechten, aber im umkehrschluss müssen die schlechten auch nicht immer zwingend die guten überdecken."

 

von wem oder woher dieses zitat stammt möchte ich hier nicht verraten. wichtig ist nur, dass es nicht von mir stammt. ich möchte mich schließlich nicht mit fremden federn schmücken.

 

was heisst das nun? warum beginne ich heute mit diesem zitat? nun, sehen wir es uns einmal genauer an und zerlegen diesen äusserst klugen ausspruch:

 

1) "das leben besteht aus einer anhäufung von guten und von schlechten dingen." - das heisst nichts anderes, als dass das leben nun einmal ist wie es ist. mal findet man einen euro auf der strasse, mal tritt man in hundescheisse. man gewinnt und verliert, hat glück und pech, menschen werden geboren und andere sterben. und oft genug ist es auch noch ungerecht verteilt. es gibt menschen denen das glück nur so zufliegt und an anderen klebt das pech wie... nun ja, wie pech eben. beeinflussen kann man dies alles nur zu einem kleinen teil. das heisst nun nicht, dass man sich gottergeben seinem schicksal beugen muss, aber es bringt auch nicht viel wenn man ständig darüber lamentiert dass es nun mal nicht so läuft wie man es gerne hätte. und sonntagskinder die anderen ihr immerwährendes glück ständig unter die nase reiben müssen mag auch niemand gerne. wichtig ist, dass man erkennt dass es nun mal beide seiten geben muss, und wie man damit umgeht. hier den goldenen mittelweg zu finden ist sehr schwierig. und dies bringt uns zum nächsten teil, nämlich

 

2) "die guten dinge mildern nicht immer die schlechten" - ich kann wer weiss wie viele millionen im lotto gewinnen, jedoch wenn ich gerade einen lieben menschen verloren habe (das muss ja nicht immer durch tod geschehen), dann werden mich diese millionen meine trauer nicht vergessen lassen. nun gut, sie können es mir durchaus erleichtern damit fertig zu werden, dennoch wird die trauer deshalb nicht verschwinden. sie wird immer da sein. und so soll es ja auch sein. wenn es etwas zu betrauern gibt, dann soll mich auch nichts und niemand davon abhalten es zu tun. ja, das ist jetzt vielleicht ein recht starkes beispiel, aber ich glaube nun ist jedem klar was ich meine. somit gehen wir also zu

 

3) "im umkehrschluss müssen die schlechten auch nicht immer zwingend die guten überdecken." - bleiben wir bei oben genannten beispiel. der verlust eines lieben menschen sollte mich bei aller trauer nicht davon abhalten meinen lottogewinn zu genießen. es wäre doch ziemlich dämlich sich dieses glück vermiesen zu lassen, oder? 

 

im großen und ganzen kann man also sagen: es kommt wie es kommt und wir können nur sehr wenig daran ändern. es gibt zeiten die beschissen sind, da dürfen wir auch gerne mal deprimiert sein, wütend, vielleicht sogar ein klein wenig verzweifelt. und es gibt aber auch zeiten in denen es uns verdammt gut geht. und da dürfen wir uns an unserem glück erfreuen. wir dürfen uns jedoch nur nicht blenden oder verwirren lassen. wir müssen versuchen zu erkennen welche zeiten die schlechten, und welche die guten sind. wir dürfen uns nicht ständig mit aller gewalt alles schönreden, aber umgekehrt auch nicht alles schlechtreden.

 

gibt es ein "realreden"? ein wertfreies darstellen der situation ohne gleich in emotionslosigkeit abzudriften? wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir gerade kein wort dafür ein. und das heisst schon was, wenn ICH mal keine worte habe! vielleicht denke ich nur gerade ein wenig zu kompliziert... wie auch immer, wenn dem so ist, dann darf man mich gerne mittels kommentarfunktion mit der nase draufstossen.

 

in dem film "a chinese ghoststory" kommt eine szene vor, in welcher der protagonist bei strömendem regen aus einer kutsche (oder war es eine sänfte?) steigen muss und prompt in einer großen pfütze steht. sein kommentar dazu war "was für ein glück, die pfütze war nicht tief". jahrelang dachte ich mir, dass dies eine coole einstellung von ihm sei, doch inzwischen denke ich mir, dass dies eigentlich eine fast schon zwanghafte verkennung der situation ist. ja, natürlich hat er glück dass die pfütze nicht allzu tief ist, aber andererseits steht er trotzdem bis zu den knöcheln im wasser und kann seine schuhe vermutlich wegschmeissen. man könnte jetzt sagen, dass er einfach nur das positive in seiner situation gesehen hat, ICH sage jedoch, dass er die situation nur zur hälfte erfasst hat. ihm ist zwar klar, dass er bis zu den knöcheln im wasser steht, aber er ignoriert es einfach. und das finde ich einfach nicht gut, denn es gehört nun mal beides dazu. er hat glück, dass er nicht bis zu den knien im wasser steht, trotzdem steht er im wasser, was ihm unter umständen noch ärger bereiten wird wenn er die schuhe wegschmeissen muss, oder wenn er sich gar einen schnupfen geholt hat, mal ganz davon abgesehen, dass er zusehen muss erst mal wieder trocken zu werden.

 

kann man mir irgendwie folgen? ich hoffe doch schon. es ist spät in der nacht und manchmal neige ich dazu herumzuschwafeln ohne auf den punkt zu kommen.

 

also, bitte alles sehen, das gute und das schlechte, nicht vor einem aspekt des lebens die augen verschließen, sonst entgeht einem einfach ein teil des lebens. "realreden" und nicht schön- oder schlechtreden.

 

(ich sags euch, heute war es extrem schwierig ein passendes bild zu finden!)

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Di

30

Jul

2013

alte träume in der geldtasche

seit jahren, ja eigentlich schon seit jahrzehnten, trage ich etwas in meiner geldtasche mit mir herum, das nie fehlen darf. es ist kein glücksbringer, auch keine erinnerung an irgendwas, zumindest streng genommen ist es das nicht, und im grunde benutze ich es so gut wie nie, das letzte mal vor fast 4 jahren. und trotzdem passe ich darauf auf, weil ich mich ohne diesem ding unwohl fühlen würde. es handelt sich um ein kleines stück plastik - ein plektron, ein gitarrenschlagblatt.

 

in meinen jungen jahren war ich sänger einer leidlich bekannten und gar nicht mal so schlechten band. sänger deshalb, weil ich nichts anderes konnte, ich hatte nie ein instrument gelernt, aber singen konnte ich - und das sogar ziemlich gut. eine gute stimme hatte ich zudem auch noch. und durch einen zufall fand ich sogar eine band die ohne sänger dastand und gewillt war mich als sänger zu akzeptieren. schuld daran war eigentlich eine andere leidenschaft von mir der ich inzwischen auch nicht mehr nachgehe, nämlich das theater spielen, denn während einer probe fand ich den zettel der band die einen sänger suchte am schwarzen brett, doch das nur nebenbei....

 

irgendwann war mir jedoch nur singen zu blöd, also ließ ich mir von einem meiner gitarristen das gitarrespielen beibringen. seltsamerweise hatten wir nämlich immer eine gitarre im haus, obwohl niemand von uns gitarre spielen konnte. so richtig gelernt habe ich es dennoch nie. ich ließ mir die griffe zeigen, bzw. zeichnete sie mir auf, und spielte einfach rum. ich lernte kein fingerpicking, keine tonleitern und somit auch keine solos, aber ich wurde ein verdammt guter rhythmusgitarrist. noch dazu einer der gleichzeitig spielen und singen konnte, was für meine bandkollegen offenbar ein ding der unmöglichkeit war. wer ahnung vom gitarre spielen hat sieht sofort, dass meine handhaltung ein wenig seltsam ist und ich das plektron ebenso auf seltsame art und weise halte, aber hey, ich bin nicht der erste der einen seltsamen stil hat. ein jimmy hendrix spielte links auf einer für rechtshänder bespannten gitarre und ein jeff healey hat sie am schoß liegen.  und noch eine eigenart hängt mir seit damals nach: die gitarre auf der ich lernte, war eine wandergitarre mit einem etwas kürzeren hals als üblich, somit gewöhnte ich mir eigentlich eine völlig falsche armhaltung an. wenn ich eine normale gitarre in der hand halte, kommt sie mir immer noch zu groß vor. 

 

eines tages starb nun völlig unerwartet (logisch dass es in diesem jungen alter unerwartet war, wir waren alle rund um die 20) unser bassist. es wurde zwar ersatz gesucht und gefunden, doch die band begann zu zerbröckeln und löste sich dann irgendwann ganz auf. es kamen noch ein paar kurze andere projekte nach, doch irgendwann hörte ich ganz auf zur gitarre zu greifen. geblieben ist jedoch dieses kleine stück plastik in meiner geldtasche, denn damals hatte ich mir angewöhnt immer eines bei mir zu tragen, denn es gibt nichts blöderes, als zwar mit gitarre, jedoch ohne plektron dazustehen, wenn man eigentlich nur mit plektron spielen kann.

 

ob mir das gitarre spielen fehlt? oh ja, durchaus. nicht oft, aber doch hin und wieder. aber ganz ehrlich, so alleine für mich dahinzuklampfen macht mir dann auch wieder keinen spass. und darum steht die klampfe in einem sack bei mir im eck herum und verstaubt ganz leise.

 

aber hauptsache ich habe ein plektron dabei, völlig egal wo auch immer ich mich gerade befinde. es ist also doch irgendwie sowas wie eine erinnerung an alte zeiten, auf seine eigene art und weise auch ein glücksbringer, und natürlich auch das festhalten an alten träumen.

.

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Sa

27

Jul

2013

dramatischer abendhimmel

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Sa

27

Jul

2013

das übliche, bitte

 

 

vor kurzem schrieb ich hier über das herkömmliche programmfernsehen im gegensatz zu film-on-demand und der freiheit, die einem eine vermeintliche einschränkung gibt, bzw. wie einschränkend die vermeintliche nahezu unbegrenzte freie auswahl sein kann.

 

der mensch ist nämlich ein gewohnheitstier. wenn man ihm die wahl lässt, dann wird er fast immer das bereits bekannte auswählen. das zieht sich durch alle bereiche des lebens, bei manchen mehr, bei manchen weniger, aber im grunde eben doch bei allen, auch wenn man hin und wieder mal aus gewohnten mustern ausbricht. beispiele gefällig? ich habe jede menge davon:

 

fangen wir einmal beim stinknormalen täglichen lebensmitteleinkauf an. man wird zu mindestens 90% jene produkte wählen die man kennt. ganz nach dem motto "was der bauer nicht kennt, frisst er nicht". es wird das selbe brot wie immer sein, die selbe butter, milch, joghurt, obst, gemüse, süßes... und bei den getränken natürlich ebenso. man wählt den saft, die limonade, das cola und das bier das man immer hatte. nur selten probiert man neues, meistens nur dann, wenn man mit preisnachlässen dazu animiert wird. das ganze setzt sich acuh dann fort, wenn man ausgeht, sei es zum essen, oder in die disco. man isst sein gewohntes schnitzel, oder die knusprioge ente, trinkt das cola oder sein bisr, vodka-redbull oder was auch immer man bevorzugt. und auch hier kann ich eine paralelle zu einem vergangenen blog ziehen, nämlich zum urlaubsblog, in dem ich davon schrieb, dass viele leute ihre heimat mit in den urlaub nehmen, in form von limonade, sprudel und dem gewohnten bier und sogar dem fernsehprogramm mittels mobiler satellitenschüssel am dach des wohnmobils.

 

noch mehr beispiele? gerne!

 

oft genug wählen leute ein mal im leben ihre automarke und bleiben dieser dann treu. das was man kleidungsstil nennt, ist auch nichts anderes, als das wiederholte wählen eines bestimmten musters. sogar in der partnerwahl wählen sehr viele menschen immer wieder den selben typ aus.

 

dies alles ist ja nichts schlimmes. es schadet niemanden wenn man sich immer wieder für das selbe entscheidet. eine ausnahme gibt es jedoch: man schadet sich selbst. nicht offensichtlich, nicht vordergründig, aber dennoch. man schränkt sich selbst ein - und das auch noch freiwillig, wenn auch meistens unbewusst. man bekommt mentale scheuklappen und wird zunehmend konservativ.

 

und mal ganz ehrlich, ich finde das vor allem bei musik und geschichten sehr sehr öde. ich liebe es überrascht zu werden, sowohl bei musik, als auch in geschichten (damit ist jede art von geschichte gemeint: bücher, filme, serien, hörspiele/bücher...). warum sind denn schlager und volkstümliche musik dermaßen erfolgreich? weil hier immer wieder die selben muster wiederholt werden, ähnliche melodien, ähnliche instrumentalisierung, ähnliche texte und themen.

 

die derzeitige invasion an comicverfilmungen entspringt dem selben verhaltensmuster, bzw. dem hang nach dem bekannten. die avengers, superman, batman, spiderman, ironman, die fantastic four... alles comicfiguren die sich bereits seit jahrzehnten etabliert hatten. mann kennt sie, auch wenn man nie ein comic gelesen hat. und dass 9 von 10 der erfolgreichsten blockbuster dieses jahres entweder sequels, prequels, reloads, spin-offs oder ähnliches sind, verwundert nun auch niemanden mehr.

 

die welt will ja gar nichts anderes als das altbekannte, darum wählt sie es auch immer wieder.

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Fr

26

Jul

2013

frakkin' toaster

sie: machst du heute schinken-käse toasts für uns alle?

ich: ok


ich richte das blech fürs ofenrohr und sämtliche zutaten für verschiedenste varianten an toasts her (mit tomate, ananas, spargelspitzen und champignon)


sie: das toastbrot musst du aber vorher toasten
ich: nö, mach ich nicht
sie: doch, dann werden sie knuspriger und besser
ich: das mag schon sein, ich mag aber meine toasts so wie ich sie immer mache
sohnemann: (kräht aus dem hintergrund) toasts müssen vorher nicht getoastet werden!!!!
ich: na also
sie: (leicht beleidigt) na gut, wenn du meinst, dann machst du es halt gerade so wie du willst. ich esse sowieso keinen.
ich: (leicht genervt) was mischst du dich dann in meine toastproduktion ein, wenn du eh keinen haben willst?


ich fange an in schubladen und regalen nach backpapier oder alufolie zu suchen


sie: was suchst du denn schon wieder?
ich: wir haben hier doch irgendwo backpapier. alufolie finde ich auch keine...
sie: wozu brauchst denn das?
ich: um es aufs blech zu legen, damit es nicht durch den käse von den toasts vollgesaut wird und die toasts selbst nicht irgendwas aufnehmen, denn da sind schon so komische flecken drauf, ich will nicht irgendwas essen dass vielleicht schon seit wochen auf dem blech pickt und 20 mal gebruzzelt wurde
sie: (leicht beleidigt) das habe ich gerade gestern abgewaschen
ich: (leicht genervt) ja siehst du, und damit du es nicht gleich wieder abwaschen musst lege ich eben was unter


inzwischen das backpapier gefunden rolle ich ein stück ab und setze an um es abzureissen


sie: haaaaaalt!!!!!
ich: (genervt) *schnaub* was jetzt?
sie: nicht abreissen, das schneiden wir (sucht die haushaltsschere)


ich, inzwischen schon sehr genervt, schau dabei zu wie sie das papier abschneidet und nochmal zusammenlegt um es an die blechgröße anzupassen


ich: so, darf ICH jetzt bitte? oder willst doch lieber du alles machen?
sie: nein nein, mach nur
ich: ja dann geh mir aus den füßen und lass mich einfach machen, sonst geh nämlich ICH und DU kannst es machen. ich weiss schon was ich tue
sie: (schnippisch-stichelnd) sieht aber nicht danach aus
ich: MAAAAAAAAHHHHHHH.....


ich lasse alles fallen wo ich gerade stehe und rausche äusserst genervt ab um mich wieder zu beruhigen. nach 2 minuten komme ich wieder und fahre fort die toasts herzurichten, schiebe das blech ins ofenrohr, schalte das rohr ein und gehe.


nach ca. 15 minuten komme ich nachsehen wie es den dingern im rohr geht und sehe sie davorstehen und reinstarren
ich: wasn los?
sie: im backrohr gibts oben einen grill, du hättest also das blech ruhig weiter oben reinschieben können.
ich: (wieder sehr genervt) woher soll ICH das bitte wissen? ich hab das ding nicht gekauft! ich bin schon froh dass ich den ganzen oberhitze/unterhitze/heissluft-scheiss kapiere - und das alles ohne betriebsanleitung. trotzdem schauen die toasts genau so aus wie sie ausschauen sollen.
sie: hattest du nicht auch spargel für die toasts?
ich: ja
sie: wo ist denn der rest davon?
ich: da gibts keinen rest, das war ein kleines glas
sie: warum hast du kein größeres gekauft?
ich: (schon wieder ZIEMLICH genervt) weil ich nur ein kleines brauchte!
sie: (leicht beleidigt) aber dass ich vielleicht was davon haben möchte weil ich spargel mag, daran hat wieder mal niemand gedacht


ich öffne das fenster und schmeiss sie raus

diese geschichte beruht auf wahren begebenheiten, doch wurde an der einen oder anderen stelle der dichterischen freiheit raum gelassen.

der ausdruck "frakkin' toaster" (frikkin' = freaking = in diesem fall "verdammte") aus der überschrift kommt aus der tv-serie "battlestar galactica", dort werden die roboter (zylonen), gegen welche die menschheit kämpfen muss, von den menschen scherzhaft so genannt.

 

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Sa

20

Jul

2013

nebendarsteller

es gibt leute, die "sammeln" statisten. das heisst, sie verfolgen absolut unwichtige statistendarsteller, bzw. sammeln die filme, oder die daten darüber, in denen sie zu sehen sind. das ist ja auch gar nicht mal so schwer, denn mit ein wenig recherche lässt sich herausfinden wie derjenige hieß, oder in welchen filmen er noch zu sehen ist. naja, nicht immer ist es so eifnach, denn statisten werden selten bis nie im abspann erwähnt. dennoch ist es machbar, wenn man ein wenig aufpasst und das auge dafür hat.

 

und dann gibt es leute, die sammeln filmrequisiten. sie verfolgen bestimmte requisiten durch mehrere filme hindurch. oft genug werden requisiten aus anderen filmen einfach wieder verwendet. wer ein auge dafür hat kann auch das mitverfolgen.

 

der roboter "robby" aus dem film "alarm im weltall" (forbidden planet) ist zum beispiel ein solches requisit, wobei er in "alarm im weltall" eigentlich eine hauptrolle hat. andere filme in denen ich ihn als filmrequisit gesehen habe waren zum beispiel "gremlins" und "per anhalter durch die galaxis". ich habe ihn auch noch in anderen filmen und serien gesehen, kann mich aber im moment nicht mehr erinnern. meistens taucht er auf comic-cons oder seltsamen messen auf. immer dann wenn "futuristisches" gebraucht wird. hier gibt es sogar eine fansite für ihn, und hier einen ein trag in der movie-database mit allen filmen in denen er vorkam (seltsamerweise fehlt hier der anhalter...).

 

ein ganz anderes kaliber ist das der vw käfer aus der serie knightrider. und zwar deshalb, weil der bisher offenbar nur mir aufgefallen ist. er kommt nicht in anderen filmen oder serien vor (glaube ich zumindest), aber dafür vermutlich in wirklich jeder knightrider folge. er ist weiss oder helgrau und dürfte aus der letzten produktionsserie stammen (von vw, nicht von knightrider). und er steht immer nur in der gegend rum. meistens natürlich auf parkplätzen. ich bin mir fast sicher dieses auto nie fahrend gesehen zu haben.

 

das seltsame an der ganzen sache ist, dass es über dieses auto keinerlei informationen gibt. keine webiste, keine fansite, keinen wikipedia eintrag, keine youtube filme... nichts. und natürlich keine bilder, darum habe ich als bild für diesen artikel robby ausgewählt. naja, und ein schönes weib. das muss auch mal sein :-)

 

ist dieser käfer wirklich noch niemandem aufgefallen?

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Mi

17

Jul

2013

erste sommerurlaubserinnerungen

es ist kurz nach zwöf uhr mittags und irgendwo in der nachbarschaft quält sich gerade ein rasenmäher oder etwas ähnliches mit irgendetwas herum. das erinnert mich daran, dass ich ja von meinen sommern in anderen ländern erzählen wollte....

 

mir kommt es zwar so vor, als wären wir immer schon in den somemrferien ans meer, oder zumindest ans wasser gefahren, aber ich erinnere mich erst an solche ferien zu einer zeit, als mein alter bereits zweistellig war. im nachhinein kann ich auch nicht mehr so genau sagen, ob wir zuerst hier oder dort waren - oder umgekehrt. dazu müsste ich in alten bildern wühlen um es zu rekonstruieren, doch die chronologische reihenfolge ist ja eigentlich unwichtig. es geht um die erinnerungen, nicht um eine geschichtlich korrekte chronik.

 

wie gesagt, die ersten urlaube an die ich mich erinnere müssen zu einer zeit stattgefunden haben, in denen mein alter bereits zweistellig war. wir wohnten auch schon nicht mehr in bayern, sondern bereits in stuttgart.

 

ich hatte mich beim spielen auf einer baustelle an der hand verletzt. ich war in eine zerbrochene bierflasche geraten und hatte mir eine böse schnittwunde zugezogen die genäht werden musste. darum musste ich auch ungefähr zwei oder drei wochen einen verband tragen und durfte mit dieser wunde nicht ins wasser. seltsam, jetzt wo ich darüber nachdenke weiss ich nicht mal mehr genau wo ich mich verletzt hatte, ich finde auch keine narbe mehr. 

 

nun, jedenfalls ging es damals nach österreich, genauer gesagt ins burgenland, noch genauer an den neusiedler see. ich glaube wir hatten damals noch ein großes familienzelt. und geschwister gab es auch noch keine. ich fand es faszinierend, dass man, egal wo man war, an jeder stelle des sees auf dem grund stehen konnte. noch faszinierender fand ich die ausgedehnten schilfgürtel, die voller labyrinthartiger wege waren. ich verbrachte meine tage damit in diesen labyrinthen auf entdeckungsreise zu gehen, auf einer luftmatratze sitzend oder auf dem bauch liegend und mit den händen paddelnd. erschreckend fand ich jedoch, als man mir erzählte,d ass durch diesen see die grenze nach ungarn verlife. damals gab es noch den eisernen vorhang, und ich stellte mir vor, wie ich aus versehen diese unsichtbare grenze "überschwimmen", man mich festnehmen, oder schlimmeres mit mir anstellen würde. ganz dunkel erinnere ich mich auch an einen seltsamen ausflug auf einem leiterwagen, von pferden gezogen, irgendwo hin. vermutlich gigns zu einem touristisch aufbereiteten folkloreabend oder ähnliches. kann jedenfalls nicht beeindruckend gewesen sein.

 

soeben erreicht mich nun doch eine erinnerung aus meiner frühen kindheit. wir waren im damaligen yugoslawien. an viel erinnere ich mich nicht, nur an zwei dinge. an einen ausflug auf einem schiff übers meer zu irgendeiner insel. wir blieben zwischendrin mal stehen, also, korrekterweise gingen wir vor anker, damit irgendwelche leute nach diesen riesen-steckmuscheln tauchen konnten, deren namen ich gerade vergessen habe. es gab auch essen auf dem boot - natürlich fisch - und irgendjemandem rutschte das essen bei einer rollbewegung des bootsrumpfes vom teller direkt ins meer. und zweitens weiss ich noch, dass wir paddeln gingen. vater lieh sich ein paddelboot aus und los gings. ich hatte jedoch damals als kleines kind enorme angst vor dem wasser, bzw. in kleinen booten (auf dem großen gings noch), also heulte ich fast die ganze paddelfahrt über. das wurde natürlich nur noch schlimmer, als es windig wurde und mir ständig salzwasser in die augen spritzte.

 

in unserer stuttgart-zeit waren wir auch einmal in frankreich. wir fuhren mit einem wohnwagen quer durch frankreich, übernachteten auf der strecke mindestens ein mal, wenn nicht sogvar zwei mal, ein mal davon sogar auf einem campingplatz auf einer insel in der loire. schlussendlich landeten wir dann in arés, einem kaff an der bucht von arcachon, nicht weit von bordeaux. hier lernte ich das erste mal ständig die preise von eienr währung in die andere umzurechnen und mich in eienr fremden sprache zu verständigen. ich kontne damals bereits ein wenig englisch und kam damit erstaunlich gut über die runden. naja, natürlich auch mit händen und füßen, aber als kind hat man, so glaube ich, sogar in frankreich einen bonus.

 

in frankreich lernte ich auch mit den jahrmarktshändlern umzugehen. damals waren diese korallenketten sehr gefragt und ich wollte unbedingt eine haben. also gab mir mein vater ein par münzen in die hand und erklärte mir wie ich mich zu verhalten habe. ich ging also zum händler meienr wahl, sah mir die ektten an, wählte eine aus und fragte ihn dann "how much?" seine antwort verstand ich nicht, ignorierte sie deshalb und sagte nur "i just have this" und zeigte ihm meine münzen die ich in der hand hatte. er schüttelte den kopf, ich schaute traurig und ging wieder. doch nach wenigen schritten rief er mich zurück, sagte nur "ok" und gab mir die gewünschte kette. der deal war also erfolgreich über die bühne gegangen. ich glaube diese kette habe ich sogar noch irgendwo, nur bekomme ich sie natürlich nicht mehr um den hals.

 

es gab auch ein traumatisches erlebenis. naja, halb so wild, aber dennoch...

 

natürlich wollten meine eltern mal richtig französisch essen gehen, also ging es abends mal in ein ein einheimisches restaurant. was wir aßen weiss ich nicht mehr, aber ich weiss genau, dass sich meine eltern eine fischsuppe bestellten. die kam dann auch in einem größeren topf, aus dem wir alle selbst unsere portionen in den teller löffelten. so wurde die suppe im topf also immer weniger und irgendwann trat am grunde dieses topfes eine ganze krabbe, noch vollkommen ganz, im panzer und mit allem zum vorschein. dass diese suppe niemals ausgelöffelt wurde, ist vermutlich verständlich.

 

ich vermute ja, dass meine abneigung gegen meeresgetier, fische, muscheln und so weiter, mit unseren urlauben zu tun hat. während dieses urlaubes in frankreich lernten meine eltern auch irgendwelche leute auf dem campingplatz kennen. das ist ja auch nicht schwierig, wir waren vermutlich die einzigen beiden deutschen familien auf diesem platz. jedenfalls wurden wir mal zu ihnen zum essen eingeladen. und als wir dann bei deren wohnwagen ankamen gab es miesmuscheln. und die dinger stanken so grausam, dass mir dabei übel wurde.

 

faszinierend fand ich dort jeden tag den gezeiten zusehen zu können. aus dieser bucht verschwand das wasser nämlich bei ebbe ganz. der campingplatz hatte eine art eigenen teich, in den zwar bei flut wasser einfloss, bei ebbe aber nicht alles abfließen konnte. so hatten wir zwar immer was zum baden und schwimmen, aber irghendwie war es nicht richtig. also besuchten wir einer tages die dune d' arcachon (oder auch dune du pyla). diese befand sich an der anderen seite der bucht, ca. eine stunde autofahrt entfernt. und das ding war wirklich riesig! eine sanddüne wie aus einem bilderbuch über die sahara. fast 3km lang, über 100 meter hoch und ca. 500 meter breit. hier erlebte ich auch das erste und bisher einzige mal den atlantik, mitsamt seinen riesigen mannshohen wellen, die über einen hereinbrachen wenn man hüfthoch im wasser stand. es war einfach ein erlebnis, das mich nachhaltig beeindruckte. sand soweit man sehen konnte, die brecher am strand, sonne, wind... herrlich. was mich jedoch ebenfalls beeindruckte, waren übrig gebliebene bunker aus dem zweiten weltkrieg. man verbot mir sie zu betreten, was ich dann auch leider nicht getan habe, aber ich habe mir ein kleines stück verrosteten stacheldraht als andenken mitgenommen. dieses stück müsste ebenfalls noch irgendwo herumliegen.

 

irgendwann , wenn ich das geld und die zeit habe, besuche ich diese düne wieder einmal.

 

noch einen weiteren urlaub in österreich gab es als wir noch in stuttgart wohnten. mein vater hatte sich bereits dazu entschlossen nach tirol zu ziehen, also machten wir auch hier urlaub, damit er sich ein paar wohnungen ansehen konnte, während ich meistens die ferientage alleine am natterer see verbrachte. das fand ich nicht weiter schlimm, es fiel mir im grunde gar nicht auf, dass er öfter mal nicht anwesend war, ich hatte ja anderes zu tun. und ein mal trat ich im wasser auf einen alten angelhaken samt daran hängender angelschnur. ich suchte weggeworfene pfandflaschen, gab diese beim campingkiosk zurück, und finanzierte mir so fast jeden tag ein eis oder anderes süßes. ansonsten weiss ich nicht mehr viel von diesem urlaub. da hatte mich frankreich natürlich mehr beeindruckt.

 

die dinge an die man sich erinnert, sind meistens die fremdartigen. anderes geld, andere sprache, anderes essen, andere getränke, anderes eis und andere süßigkeiten. für die erwachsenen heisst es anderes bier, andere zigaretten, manchmal auch anderer sex. obwohl ich mich witzigerweise gerade daran erinnere mir in arés eine tüte der haribo erdbeeren gekauft zu haben um sie im wohnwagen zu schnabulieren. oder war das später in italien? ich werde auch nie verstehen warum sich viele menschen so sehr darum bemühen im urlaub ihre gewohnten dinge beizubehalten. sie schleppen kistenweise getränke (vor allem bier) von zuhause mit, zahlen lieber das zehnfache für importe dinge die sie kennen (wiederum meistens bier), gehen wo auch immer sie sich befinden in den mcdonalds oder in eine pizzeria, zahlen wiederum das zehnfache für marlboro und styvesant anstatt mal die hiesigen marken auszuprobieren, haben satellitenschüsseln auf den wohnwagendächern um das gewohnte tv-programm auch im urlaub haben zu können, kurz, sie versuchen sich ihre heimat mitzunehmen, anstatt sich auf die regionalen gegebenheiten einzulassen, obwohl sie ja gerade dem durch einen urlaub entfliehen wollten..

 

da dieser blog bereits recht lang geraten ist, setze ich das thema ein anderes mal fort.

 

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Mo

15

Jul

2013

hausstrecke und hausverstand

es gibt eine sogenannte "hausstrecke". jeder hat soetwas, denn das ist die strecke die man sehr oft, wenn nicht sogar täglich benutzt, um von seinem zuhause woandershin zu kommen, bzw. wieder zurück. in der regel ist dies der weg zum arbeitsplatz, oder zumindest ein teil davon, wird aber natürlich auch zu privaten zwecken benutzt, zum einkaufen, wenn man ausflüge macht, oder ähnliches. meistens beschränkt sich diese "hausstrecke" auf den weg zwischen haustür (bzw. den parkplatz des eigenen pkws) und auffahrt zur autobahn. die autobahn selbst zählt nicht unbedingt dazu.

 

in meinem fall ist dies eine relativ malerische landstrasse, die sich zum größten teil der kontour des berges entlangschlängelt, an einem schloss und einem teich im wald vorbeiführt, und sogar, fast wie bei einer allee, von bäumen gesäumt ist. aufgrund ihrer, sagen wir einfach mal "ländlichen natur", hat diese strasse relativ viele, teilweise sehr enge und uneinsichtige kurven, ist mal breiter, mal enger, und wenn einem ein bus oder lkw entgegenkommt heisst es vorsicht walten zu lassen, denn es könnte sein, dass nicht beide fahrzeuge auf der strasse nebeneinander platz finden. das selbe gilt für kfz mit ausländischen kennzeichen, denn diese suchen meistens das eben erwähnte schloss, oder sind gerade dabei die großartige heimatliche fauna (kuck mal, ne kuh!) zu bestaunen, anstatt sich auf weg und verkehr zu konzentrieren. noch schlimmer und nervenaufreibender wird es, wenn man das pech hat, dass einem ein solcher verkehrsteilnehmer nicht entgegenkommt, sondern man ihm hinterherfahren muss, denn überholen ist auf dieser strecke nahezu unmöglich, und an den wenigen stellen an denen dies möglich wäre, lauert fast immer gegenverkehr. nur busse, lkw und traktoren hat man noch lieber vor sich. trotzdem, es ist eine sehr schöne strecke und ich fahre sie viel lieber, als die alternative variante über die autobahn - auf der ich übrigens auch nicht viel schneller bin, ich habe die zeiten bereits mehrmals gemessen und verglichen :-)

als wir damals vor über 30 jahren nach tirol zogen, war diese strasse in einem erbärmlichen zustand. sie war ein einziges flickwerk und in einer besonders langen kurve hing das fahrbahnniveau durch absackung dermaßen, dass man im grunde 2 fahrbahnen auf 2 verschiedenen niveaus hatte. jedoch gab es damals auf der ganzen strecke nur eine einzige geschwindigkeitsbeschränkung, nämlich an einer stelle, an der man an einem kleinen sägewerk vorbeikommt. da sich dieses zu beiden seiten der strasse befand (und immer noch befindet) und die gefahr bestand, dass sich arbeiter oder schwere sägewerksdingsgeräte quer über die strasse bewegen, war dort immer schon eine beschränkung auf 50km/h. doch schon damals stellten sich die gendarmen (die heute nur mehr "polizisten" heissen) vorzugsweise des nächtens ab ca. 20 uhr dort auf um geschwindigkeit zu messen und dementsprechend stafen zu kassieren. zu einem zeitpunkt also, zu dem ganz sicher nicht mehr mit arbeitern zu rechnen wäre. tagsüber, wo es für alle beteiligten tatsächlich gefährlich gewesen wäre, habe ich sie noch nie dort gesehen. so wie ich auch übrigens in den ganzen 30 jahren NOCH NIE einen arbeiter oder arbeitendes gerät im sägewerk gesehen habe. TATSACHE!

natürlich ereigneten sich in all den jahren auch so einige unfälle auf dieser strecke. mein vater zum beispiel, der eigentlich nur selten etwas trank, und wenn dann nie mit dem auto fuhr, platzierte sein auto ausgerechnet in leicht angeheitertem zustand nach einem zeltfest auf einen gullysockel, der sich an einer weggabelung genau zwischen den zwei wegen befand. nach seinen angaben konnte er sich einfach nicht entscheiden ob er nun links oder rechts fahren sollte, da beide wege nach hause führten und beide in etwa gleich lang waren. dies kostete ihn (bzw. dem auto) die ölwanne. ein freund und nachbar setzte sein auto, das eigentlich seiner schwester gehörte, damals noch ohne einen führerschein zu besitzen (!) in den bach. nicht ohne vorher ca. 15 meter wiese überquert und ein gestrüpp niedergemäht zu haben. das auto landete übrigens auf der strassenabgewandten seite des baches, er hatte es also geschafft fast den ganzen bach zu überfliegen, nur das hinterteil des wagens hing noch im wasser. trotzdem war der ford escort xlr3i totalschaden, der dann in monatelanger handarbeit wieder hergerichtet wurde. eine bekannte schaffte es mit dem hinterteil ihres kadetts AUF einer art zaun neben der strasse hängenzubleiben. das kam sogar aufgrund der kuriosität dieses ereignisses in die regionalzeitung. einer weiteren bekannten sprang sogar mitten in der nacht irgendein rotwild in ihren coolen toyota celica. ein weiterer nachbar (der bruder des bereits erwähnten) wickelte sein auto um einen baum und bekam daraufhin eine rechnung für die wiederaufforstung *g*. der betreffende baum steht übrigens noch immer und gedeiht prächtig.

in 30 jahren passiert natürlich so einiges auf solch einer strecke. ein mal kam ich gerade kurz nach einem unfall der sich soeben ereignet haben musste dazu. ein bus hatte einen pkw abgeschossen - oder umgekehrt - zum glück ohne verletzte. und natürlich hat auch diese strecke, so wie die allermeisten auf der welt, todesfälle gefordert. grablichter am strassenrand zeugen davon.

 in diesen 30 jahren hat sich die strasse an sich kaum verändert. natürlich wurde sie saniert, das ganze flickwerk wurde begradigt, ebenso die hängende stelle in der kurve. wo es möglich war wurde sie ein wenig verbreitert, es wurde ein paar alte bäume gefällt, dafür jedoch sehr viel mehr neue gepflanzt. im grunde hat sich der charakter der strecke in all den jahren nicht verändert. was sich jedoch verändert hat, ist die erlaubte geschwindigkeit mit der ich sie offiziell befahren darf. wie ich bereits schrieb, vor 30 jahren durfte man die ganze strecke über höchstgeschwindigkeit fahren, ausser auf dem kurzem teilstück mit der 50er-beschränkung. und das, pbwohl sie damals noch sehr viel gefährlicher war als sie es heute ist. natürlich fuhr man nicht die ganze strecke hindurch 100km/h, das wäre gar nicht möglich gewesen.

 heutzutage befinden sich alle naselang schilder mit geschwindigkeitsbeschränkungen auf 70 oder 50km/h, und ich frage mich was das soll. muss man wirklich einem führerscheinbesitzer vorschreiben, dass er vor einer engen kurve auf 50km/h herunterbremst? hat man denn nicht irgendwann mal das fahren und das einschätzen von strassenverhältnissen gelernt? vielleicht bin ich arrogant wenn ich mich persönlich gefrotzelt fühle wenn mir offensichtliche dinge noch einmal explizit vorgekaut werden, mag sein. vielleicht fahre ich auch wirklich zu rasant (ich nenne es lieber "zügig"), jedoch liegt mein letzter verkehrsunfall schon viele jahre zurück, und auf dieser speziellen strecke hatte ich noch nie einen unfall - ausser damals, als sich mein rechter vorderreifen verabschiedete, aber das ist eine völlig andere geschichte, zudem war es nicht meine schuld.

 doch diese vorschreibewut fällt mir seit ein paar jahren immer mehr auf. an stellen, an denen es im grunde nicht notwendig wäre, werden einem höchstgeschwindigkeiten vorgeschrieben, die entweder im grunde viel zu niedrig sind, oder die man sowieso bei normaler fahrweise kaum überschreiten könnte. dafür herrscht an nahezu jedem kreisverkehr die blanke anarchie, weil kaum jemand weiss, wie er sich vor und in einem solchen zu verhalten hat. irgendwo gibt es da ein mißverhältnis. an leicht überschaubaren stellen stehen stoppschilder, dafür an unüberschaubaren stellen wieder vorrang geben schilder, und zwar dort wo man sowieso stehen bleiben muss, weil es nicht anders geht. wenn man in innsbruck vom vielbefahrenen ring in eine bestimmte strasse einbiegen möchte, gibt es dort ein schild mit ca. 20 zeilen text, wofür man eigentlich stehen bleiben müsste um diesen text erst mal zu lesen und zu verstehen, bevor man in diese strasse einfährt, doch das geht nicht, da hinter einem bereits die nächsten verkehrsteilnehmer mit mindestens 70km/h angebraust kommen und man vielleicht abgeschossen wird. dennoch wäre es wichtig zu wissen was auf dem schild steht, denn dort wird festgehalten wann nun die einfahrt erlaubt ist und wann nicht. beispiele könnte ich noch viele bringen, aber das wäre müßig.

jedenfalls frage ich mich, ob die verkehrstechnisch zuständigen behörden, bzw menschen, glauben, ob die bevölkerung bereits so verdummt ist, dass man ihr wie der beifahrer bei einer ralley, bei jeder kurve, an jeder stelle die nicht gerade verläuft (und sogar dort) vorschreiben bzw ansagen muss, was sie zu tun hat. nicht mehr lange, und es gibt schilder die einem sagen wann man hoch- und wann man wieder runterschalten muss, wo und wann zu bremsen ist und wie stark - und das alles noch in den verschiedensten ausführungen, je nachdem welches wetter gerade vorherrscht.

andererseits wundert es mich dann doch wieder nicht, denn moderne autos nehmen einem inzwischen ja das selbständige fahren fast komplett ab. wenn es ums einparken geht, tun dies manche bereits tatsächlich. wer kann denn noch mit einem auto fahren ohne abs, esp, asr, abstandswarner und was weiss ich was es da noch für zeugs gibt. von merzedes gibt es ja bereits ein system, das einen in die fahrpause schickt, wie ich kürzlich in eienr werbung sah. als ich jung war lernte ich, dass man nach ca. 2 stunden fahrt eine pause einlegen sollte, heute sagt einem das der bordcomputer. und ich persönlich weiss inzwischen ganz genau wann ich eine pause brauche und wann nicht.

wir wollen es uns immer noch einfacher machen, verlernen dabei jedoch selbständig zu denken.

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Fr

12

Jul

2013

sie befinden sich HIER!

 

 

auf öffentlichen plänen, bzw. landkarten, befindet sich meistens ein roter punkt mit den worten "sie befinden sich HIER", damit auch der orientierungsloseste eine ungefähre ahnung bekommt wo er gerade ist, wo er war, und wie er sich bewegen muss, um dort hinzugelangen wo er eben hin möchte.

leider gibt es für das leben keine solchen karten. man kann weder sehen wo es hingeht, bzw. wie man sich bewegen sollte um seine ziele zu erreichen, noch gibt es diesen "sie befinden sich HIER" punkt. man weiss zwar wo man überall war und wie man dort hingelangte, aber man kann sich nicht ansehen wo man nicht war, oder wie man dort hingelangen hätte können. das ist wie in in einem videospiel, in dem die umgebung (meistens ein labyrinthartiges konstrukt) erst dann erscheint, wenn man sie quasi "betritt". der rest des bildschirmes, bzw der umgebung, bleibt schwarz, man kann also nur vermuten wo es weitergeht. weiter als bis zur nächsten ecke kann man nun mal nicht sehen.

 darum ist es auch so verdammt schwierig seine entscheidungen zu treffen. wir bewegen uns ohne plan und übersicht durch ein uns unbekanntes gelände. wir wissen nicht wo es hingeht und wie lange es noch dauern wird, theoretisch könnte es gleich hinter der nächsten ecke vorbei sein. wir wissen auch nicht was uns auf all diesen wegen begegnen wird, geschweige denn wer. alles was wir tun können ist zu raten, bzw. können wir aus erfahrungen versuchen abzuleiten, was passieren könnte, wenn man an einer kreuzung diesen oder jenen weg nimmt. wir können versuchen spuren zu hinterlassen, ein in den jausentisch geschnitztes "von sinnen was here" zum beispiel, oder einfach nur fußspuren, abgeknickte zweige und ähnliches. mich würde mal interessieren wie viele meiner im laufe der zeit zurückgelassenen spuren noch existieren und was von meinen kürzlich hinterlassenen spuren in einigen jahren noch übrig sein wird. damit meine ich auch meine spuren in den köpfen mancher menschen.

und vor allem können wir nur im jetzt leben, denn die zukunft ist ein schwarzer bildschirm und gerade der rote "sie befinden sich HIER" punkt ist ja jener, der am meisten auf solchen öffentlichen karten betatscht wird. das erkennt man ganz leicht daran, dass der rote punkt oft schon durch abnützung ganz zerkratzt oder gar ganz verschwunden, oder das glas darüber immer ganz verschmiert ist. alle versuchen ihr "jetzt" zu "begreifen".

wenn wir vor solch einer öffentlichen karte stehen, dann tun wir genau das, was wir im grunde sonst auch immer tun sollten: nämlich ganz im JETZT sein. warum schaffen wir das sonst nur so selten? ich bin hier. ich habe jetzt hunger, also esse ich jetzt. ich bin jetzt müde, also schlafe ich jetzt. ich habe jetzt ein problem, also löse ich es jetzt. ich bin verliebt, also liebe ich jetzt. und all dies tue ich mit meiner größtmöglichen hingabe. nun, dies alles natürlich trotzdem mit rücksicht auf die gegebenen umstände. nur weil ich zb genau jetzt auf die toilette muss, kann ich mich nicht einfach die strasse setzten und einfach drauflos scheissen...
 

trotzdem wäre es eigentlich ganz einfach. auch ohne dem roten punkt.

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Mi

10

Jul

2013

meine begengung mit dem glücklichsten forenadmin der welt

ich hatte heute ein pc-technisches problem und wandte mich deshalb an ein einschlägiges forum. ich weiss ja nicht was der dortige admin heute zum frühstück hatte, aber seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo Von Sinnen,
willkommen im Forum.

Ich habe mir erlaubt, Deine Überschrift in Deutsch zu formulieren. Wir sind hier schließlich in einem deutschen Forum und es gibt sicher Forenmitglieder, die mit "kompletter pc-freeze" nichts anfangen können.

Ferner habe ich Deinen Beitrag gesplittet. Es waren zwei gänzlich verschiedene Themen.

Übrigens würde ein kleines "Hallo" oder ein sonstiger Gruß die Bereitschaft, Dir zu helfen, sicher in keiner Weise mindern. Das gilt auch für Deinen vermeintlich coolen Stil, alles klein zu schreiben. Ich lese solche Texte, wenn überhaupt, nur mit Widerwillen. Aber vielleicht gibt es hier ja auch welche, die sich daran nicht stören.

Mit freundlichem Gruß,

admin

 

 

hierauf nun meine antwort, denn soetwas möchte ich nicht auf mir sitzen lassen:

 


da ich bereits zu anfang nicht nur mehrfach, sondern auch gleich noch doppelt nachlesbar kritisiert werde (immerhin steht nun der selbe text durch die splittung meines ursprünglichen beitrages 2 mal im forum), erlaube ich mir dahingehend hier zu antworten. ich hatte eigentlich nach einer möglichkeit gesucht direkt per mail oder sonstiger nachricht zu antworten, doch entweder finde ich diese funktion nicht, oder es gibt sie nicht. darum also hier.

 1) überschrift in deutsch: wir sind hier zwar in einem deutschen forum, doch handelt es sich generell bei den themen um angelegenheiten, die mit computerproblemen, genauer gesagt, mit problemen eines audio- und videoplayers zu tun haben. man sollte annehmen, dass die allermeisten wissen was mit einem "pc-freeze" gemeint ist. zudem sind die begriffe "forum", "audio", "video" und "player" ebensowenig deutsch, wie es jene begriffe sind aus denen sich die abkürzung für "vlc" ableiten. aber gut, ich nehme es mir zu herzen und werde versuchen in zukunft etwaige überschriften "deutscher" zu verfassen.

 2) dass mein ursprünglicher beitrag gesplittet wurde, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. es war einfach nur ein gedanke der mir kam, während ich über das ursprüngliche problem schrieb, also hängte ich ihn kurzerhand an. das war nicht wirklich klug. also werde ich auch das in zukunft anders handhaben - wobei ich jedoch hoffe nie wieder der hilfe dieses forums zu bedürfen. ich möchte ja den vlc einfach nur benutzen und mich nicht mit problemen herumschlagen.

3) der hinweis auf ein "hallo" erscheint mir nun doch ein wenig zu oberlehrerhaft. wenn jeder beitrag hier mit einem "ja, hallo, ich weiss ja nicht ob sies wussten, aber ich habe da ein problem, und zwar ist es so..." anfängt, dann hat nach dem dritten beitrag niemand mehr lust diese einleitungsfloskel zu lesen - und mit ein wenig pech liest auch niemand mehr den restlichen beitrag. und genau das ist es nämlich: eine floskel, eine phrase, eine leere worthülse. in real life (entschuldigung, ich meine natürlich "im richtigen leben") mag ein "hallo" ja noch sinnvoll und auch gang und gäbe sein, doch im internet sind wir hoffentlich schon längst über solche dinge hinweg.

 4) meine angewohnheit alle privaten texte klein zu schreiben hat nichts mit coolness zu tun, sondern mit effizienz. ja, ich bin schlicht zu faul um im virtuellen raum auf groß/kleinschreibung zu achten. dies ist auch allgemein, gerade im internet (im zwischennetz?), beim chatten (beim virtuellen miteinander plaudern), in mails (muss ich die jetzt "briefe" nennen?), in blogs (da fällt mir nun so schnell keine übersetzung ein) und vor allem auch in foren keine seltenheit. es wird von sehr vielen menschen so gehandhabt, allgemein akzeptiert und geduldet, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass die überwiegende mehrheit der privaten kommunikation (also nicht geschäftlich) im internet mittlerweile ohne groß/kleinschreibung stattfindet. ein hinweis darauf, man möge doch bitte die groß/kleinschreibung beachten, im internet, auf einer website, in einem forum dass sich mit computerproblemen beschäftigt, übersteigt bei weitem das was ich mit "übers ziel hinausgeschossen" bezeichnen möchte.

ich hoffe natürlich dennoch, dass sich der eine oder andere findet, der mir bei meinen problemen weiterhelfen kann, bzw. möchte, auch wenn ich mich nicht mit einem "hallo" oder gar dem lebenslauf vorgstellt habe und auf meiner offenbar coolen kleinschreibung beharre.

mfg (auch so ein begriff aus dem internet, das heisst "mit freundlichen grüßen")

(und die signatur lässt man dann privat auch gerne mal weg, weil ja sowieso klar ist wer da gerade geschrieben hat)

ps: ich hoffe nun werden nicht auch noch meine tippfehler korrigiert. man kanns nämlich schon auch mal son bisschen übertreiben....

 


ich weiss nicht... vielleicht bin ich ja wirklich so ignorant udn arrogant, aber mir kommt die art dieses admins wirklich unmöglich vor. ich bin selbst forenmoderator, aber ob jemand seinen forenbeitrag mit einem "hallo" beginnt, oder nicht und ob er nun alles klein schreibt, oder nicht, sind die allerletzten probleme mit denen ich mich in meinem forum herumschlagen muss.

 

was für ein glücklicher admin muss das sein, dem solcher schwachsinn wichtig ist....

 

sollte sich hier noch etwas ergeben, dann halte ich euch gerne auf dem laufenden.

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Di

09

Jul

2013

der unbewegte von sinnen

jetzt sitz ich da und denke an coober pedy. da wollte ich einst hin, ins australische outback, opale schürfen. in einem erdloch zu leben kam mir wohl cool vor. dabei habe ich es noch nicht mal aus europa hinaus geschafft, mal abgesehen von einem kruztrip nach london, doch das zählt nicht, denn obwohl insel, gehört großbritannien ja doch noch zu europa.

 obwohl ich viel herumgekommen bin in meinem leben, bin ich doch nie weit gekommen. wenn man es geographisch eingrenzen müsste, dann ist das nördlichste (wenn ich london wieder mal ausschließe) irgendwo rund um hannover, das westlichste war die "dune du arcachone" am französischen atlantik, irgendwo hinter bordeaux, das südlichste war wohl zagreb, und das östlichste der neusiedlersee. ausser dem trip zu einem freund nach hannover fand alles in meiner kindheit, bzw. jugend statt. ok, london, da war ich auch schon erwachsen.

länder waren es auch nicht so viele. deutschland, eh klar, frankreich, england, italien und das ehemalige jugoslawien. die schweiz war auch mal dabei, aber da war ich nur kurz. ein mal in jungen jahren als musiker auf einen gig gleich hinter der vorarlberger grenze, und dann mal vor kurzem als erwachsener auf buisinesstrip - am selben tag rein und auch wieder raus. bei der gelegenheit besuchte ich auch das erste mal in meinem leben liechtenstein, bzw. fuhr durch, betreten habe ich es nicht. ach doch, beim tanken *g*.

unterwegs war ich viel, vor allem beruflich, aber wie bereits gesagt, weit kam ich nicht. was ist aus australien geworden? nur mehr ein verblasster kindheitstraum? den amazonas werde ich wohl auch nie sehen, ebenso wie die pyramiden. der sehr sehr lange trip durch die usa mit einem gebrauchten abgefuckten amischlitten mit übernachtungen in diversen motels wird wohl ebenso niemals stattfinden wie das tauchen nach muscheln in der südsee - wobei ich damit eher rumschnorcheln meine.

und irgendwie kommen immer mehr destinationen dazu, anstatt dass es weniger werden würden. island, irland, schottland - um nur einige zu nennen. eine rundreise im auto quer durch ostdeutschland wäre auch mal was, oder im hausboot auf einem fluss durch frankreich.

der finger auf der landkarte, bzw. das rumklicken auf google maps wird wohl die realität ersetzen müssen.

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Fr

28

Jun

2013

die wunschliste

man hat ja so seine wünsche, die man sich nicht einfach so mirnichtsdirnichts erfüllt. entweder weil man sie sich nicht so leicht finanziell leisten kann, oder weil sie schwierig zu bekommen sind. um diese dinge nicht aus den augen zu verlieren, habe ich mir vor einiger zeit eine liste geschrieben, die natürlich immer wieder mal aktualisiert wird. entweder weil ich mir einen dieser wünsche endlich erfüllen konnte, oder weil etwas neues dazu kam.

 

erfüllen konnte ich mir zum beispiel den wunsch nach einem autoradio mit einer möglichkeit einerseits cds abzuspielen, ausserdem sollte er cds mit mp3 abspielen können, das allerwichtigste jedoch war, dass er musik von einem usb-stick abspielen können sollte. nun, das ist vielleicht keine große sache, solche autoradios kosten nicht wirklich viel, ausserdem gibt es inzwischen sowieso fast nur mehr solche die genau diese features bieten. doch ich wollte warten bis mein alter autoradio nicht mehr zu gebrauchen war. ja und als es dann eines tages soweit war, gönnte ich mir eben den neuen.

 

infolge dessen erfüllte ich mir auch einen anderen wunsch, nämlich einen usb-stick mit  "anständiger" kapazität. auch das ist nicht schwer zu bekommen und auch nicht teuer, doch ich brauchte solch einen stick ansonsten nicht, ausser eben um musik für meinen autoradio darauf zu speichern. als mir dann mein bisheriger stick mit "annehmbarer" kapazität" kaputt ging, war es zeit für einen neuen. und der war auch noch billiger als der alte... UND sieht schöner aus *g*.

 

ein weiterer wunsch war eine neue brille. als mir meine alte nach vielen jahren endlich kaputt ging, war es auch dafür zeit. nun habe ich also seit einem jahr eine neue brille. was mir jedoch noch fehlt, sit eine optische sonnenbrille. soetwas betrachte ich als luxus, denn im grunde brauche ich keine sonnebrille, obwohl ich photophob bin. irgendwie habe ich mich daran gewöhnt von der sonne geblendet zu werden. trotzdem steht dieser wunsch noch auf meiner liste.

 

weiters konnte ich mir den wunsch nach neuen "schönen" waschlappen die auch zu mir passen, bzw. mir gefallen erfüllen. jaja, auch das ist ein recht seltsamer wunsch. doch es ist erstens gar nicht mal so einfach überhaupt mal irgendwo solche dinger zu bekommnen, und zweitens dann welche zu finden, die mir auch noch gefallen. und dann fand ich sie - verbilligt in einer wühlkiste. welch ein zufall. und wie ich mich darüber gefreut habe!

 

und erst kürzlich wurde ein wirklich großer wunsch erfüllt. ich habe nun endlich einen guten laptop, kein altes ding von vor 6 jahren das gerade noch so vor sich hin röchelt, sondern nagelneu, schnell, gut und toll. eigentlich wwollte ich mir zusätzlich zu meinem pc einen leisten, rsprünglich um als dj endlich wieder auflegen zu können, doch diese dj geschichte ist sowieso im grunde im sand verlaufen (obwohl, wer weiss, vielleicht bemühe ich mich ja wieder mal darum wieder gigs zu bekommen), und solch einen laptop zu haben und ihn kaum zu benutzen würde mich wirklich reuen. also beschloss ich meinen pc mit diesem laptop zu ersetzen. dies wurde mir übrigens von einem wohlwollenden spender ermöglicht, dem es nichts ausmachte mir idesen laptop zu überlassen. er überließ mir noch sehr viele andere dinge, wie zum beispiel eine gute große festplatte für dieses gerät, die betriebssoftware (nun bin ich also von xp auf vista umgestiegen), eine wirklich saugeile computermaus und vielerlei solcher dinge mehr, doch im moment geht es mir nur um den laptop. noch bin ich nicht ganz fertig damit mir alles so einzurichten wie ich es schlussendlich haben möchte, aber bald wird es soweit sein. und ich freue mich rieeeeeeeesiiiiiiiig!!!!!!!

 

unter anderem befindet sich noch auf der liste der noch zu erfüllenden wünsche ein spazierstock. aber kein gewöhnlicher spazierstock, sondern erstens muss es einer sein den ich einfach hinreissend schön finde, und zweitens muss er ein... naja, nennen wir es "interessantes" innenleben haben. und ja, es gibt zeiten in denen ich tatsächlich einen spazierstock benötige, nämlich dann, wenn mich wieder diese unselige gicht in ihren giftgrünen krallen hat. das kommt zwar in der regel äusserst selten vor, aber eben doch. und DANN brauche ich wirklich dringendst einen stock. ansonsten wäre er ein tolles accessoire wenn ich mal wieder gelegenheit finde meinen anzug samt dazu passenden hut auszuführen. da wäre dieser spazierstock das tüpfelchen auf dem i. naja, und natürlich die liebreizende und geliebte weibliche begleitung ;-)

 

weiters möchte ich einmal eine schöne, edle und teure füllfeder besitzen. diese müsste wirklich aussergewöhnlich sein um mir zu gefallen. doch es gibt einen guten grund warum ich mich nicht einmal danach umsehe: ich habe keinen anlass um damit zu schreiben! von hand schreibe ich eigentlich nur noch einkaufszettel, irgendwelche notizen und fülle erlagscheine aus. dafür genügen bleistift und billige kugelschreiber. eine füllfeder würde derzeit bei mnir schnell eintrocknen, denn mit solch einem edlen teil sollte man regelmäßig schrieben. es wäre schade drum. vielleicht beginne ich ja eines tages ein handgeschriebenes tagebuch, dann wäre diese füllfeder nicht mehr sinnlos in meinem besitz.

 

nun, so sehr ich mich darüber freue, wenn ich mal wieder einen meiner wünsche von der liste streichen kann, so sehr freue ich mich auch, wenn ich etwas neues darauf zu notieren habe, denn auch die vorfreude macht mir spass. hin und wieder sehe ich mir die liste einfach so mal an, einfach nur zwecks der vorfreude. und so sehr ich mich auch auf den tag freue, an dem ich den letzten wunsch von dieser liste streichen werde, so sehr habe ich auch irgendwie angst davor, ich möchte nämlich irgendwie nicht wunschlos sein. andererseits möchte ich nicht irgendwelche trivialen dinge darauf notieren, wie zum beispiel ein tablet oder ein android smartphone. da fällt mir ein, der wunsch nach einer guten digicam wurde mir inzwischen ja auch von einer lieben und wohlwollenden freundin und spenderin erfüllt. also, ähm... ja... ich werde mich vermutlich immer bemühen, kleine seltsame dinge zu finden die ich mir auf meiner liste notieren möchte.

 

nun also, einerseits weil mich die neugierde treibt und andererseits um mal die kommentare hier in meinem blog ein bisschen anzukurbeln, frage ich meine leser: welche wünsche habt ihr denn so im hinterkopf? warum wünscht ihr euch das? und warum habt ihr es euch noch nicht besorgt?

 

also los! 

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Mi

26

Jun

2013

die freiheit der einschränkung

heute las ich in einem anderen blog darüber, wie sich jemand auf ironische art von seinem fernseher, bzw. vom fernsehprogramm im allgemeinen verabschiedete. ich konnte dem geschriebenen in den allermeisten punkten zustimmen, doch wie das nun mal bei individuen so ist, habe ich teilweise nun doch andere andere ansichten und erfahrungen. ich möchte hier nicht im detail auf die punkte des oben erwähnten blogs eingehen, die erwähnung dessen fand nur deshalb statt, um erstens zu erklären wie ich überhaupt auf die idee kam nun diesen (meinen) blogeintrag zu verfassen, und zweitens denke ich, dass er (der erwähnte blogbeitrag) es verdient hat gelesen zu werden.

 

so lange ich denken kann, gab es in meinem haushalt einen fernseher. wenn ich es mir recht überlege, dann wäre mir nicht bewusst überhaupt irgendjemanden gekannt zu haben, der keinen tv zuhause stehen gehabt hätte, wiewohl es vermutlich doch so gewesen sein muss, anfang der 70er jahre war es nämlich doch noch nicht so normal, dass in jedem haushalt ein tv-gerät stand. trotzdem hatten vermutlich mehr haushalte einen fernseher, als ein automobil.

 

ich weiss nicht mehr welches modell es war, aber es war definitiv noch schwarzweiss. ich kann mich auch an keine einzige sendung erinnern die ich gesehen hätte, dazu war ich offenbar zu jung. ich weiss jedoch sehr genau, dass das was ich sah sich nicht von dem unterschied, was ich sah, wenn wir bei meinen österreichischen verwandten zu besuch waren, sehr wohl jedoch von dem was unsere nachbarn sahen, mit denen wir in einem doppelhaus wand an wand wohnten. in meiner kindlischen unschuld machte ich mir darüber keine gedanken, später jedoch wurde mir bewusst, dass mein vater, der ja aus österreich stammte, sich dazu entschieden hatte das österreichische tv-programm einzustellen, bzw. anzusehen, anstatt dem deutschen, da wir in bayern wohnten und es technisch, bzw. empfangsmäßig möglich war. offenbar war es jedoch nicht möglich alle möglichen programme zu empfangen, darum musste er sich für eine der beiden varianten, also österreichisches oder deutsches programm, entscheiden. mich persönlich tangierte das nur am rande, nämlich nur dann, wenn mir die befreundeten nachbarskinder von winnetou, old shatterhand und anderen karl may verfilmungen erzählten, die sie im fernsehen gesehen hatten, die ich jedoch nicht sehen konnte. deutsches programm und die mainzelmännchen kannte ich nur von diversen besuchen bei unseren deutschen verwandten

 

als wir dann nach stuttgart zogen, war es jedoch mit dieser parallelwelt vorbei, ab diesem zeitpunkt sah ich das was auch alle anderen sahen. nun hatte ich selbst die mainzelmännchen als füller zwischen der abendlichen werbung, wobei ich dann doch 's äffle und 's pferdle bevorzugte, ja ich hatte sogar mehr programme, denn nun kamen ein oder zwei regionalprogramme zu den beiden großen ard und zdf dazu.

 

es gab dann auch bald einen farbfernseher, der als einschaltknopf eine art schlüssel hatte den man abziehen konnte, damit niemand unbefugt fernsehen konnte, doch die funktionsweise dieser vorrichtung hatte ich bald geknackt und konnte somit jederzeit fernsehen wenn ich wollte. dies war nämlich die zeit in der ich bewusst anfing tv zu sehen, bzw. stammen meine ersten bewussten erinnerungen an fernsehen aus dieser zeit. ich erinnere mich an das feuerrote spielmobil, an plumpaquatsch und an robbi, tobi und das fliewatüt. ich erinnere mich auch an mischmasch und die sesamstrasse, an den weissen löwen kimba, an sindbad (nicht die zeichentrickserie!) und die rebellen vom liang shan po und vor allem an meinen ersten horrofilm der eigentlich gar keiner war, denn es handelte sich hier um "tanz der vampire". ich glaube ich habe hier bereits davon und von anderen kleinen tv-erinnerungen geschrieben.

 

dies war in der zeit ende der 70er, anfang der 80er jahre. damals begann das fernsehprogramm erst irgendwann am späten nachmittag, vormittags gab es schulfernsehen (wobei ich das in deutschland nie ansah, sondern erst in österreich), zwischen halb acht und viertel nach acht gab es nachrichten, werbung (mit oder ohne mainzelmännchen oder äffle und pferdle) und zuhause das abendessen. es gab noch das testbild und die bundeshymne zum sendeschluss. und es war die zeit, in der man einen fernseher durch wohldosierte seitliche schläge dazu bringe konnte, wieder so zu funktionieren, wie er solle *g*.

 

und dann ging es schlag auf schlag. zuerst wurde das programm auf den ganzen tag ausgedehnt, so dass wir sogar das eine oder andere mal früher vom schwimmen nach hause gingen, nur um irgendeine folge irgendeiner serie nicht zu verpassen. dann gab es plötzlich privatsender, satellitenschüssel und kabelfernsehen, wobei mein größtes interesse mtv galt. und dann gab es auch immer mehr stereofernseher in den haushalten.

 

ehrlich gesagt fand ich diese stereofernseher lächerlich, man hörte es ja sowieso nicht wenn man nicht genau mittig davor saß. zudem war der klang immer sehr dünn, richtige bässe konnte keines dieser geräte. trotzdem machte es mir spass mir stundenlang mtv anzusehen, bzw. anzuhören, vor allem wenn ray cokes zu sehen war.

 

inzwischen sind wir beim 3d high defintion fernsehen samt surround sound und ultraflachen bildschirmen auf denen wir 24/7 das programm unserer wahl ansehen können angelangt. 

 

ach es gäbe so vieles zu erzählen, erinnerungen die mit fernsehen, bzw. dem fernsehprogramm zu tun haben. aber ich möchte nun doch auf einen punkt des eingangs von mir erwähnten blogartikels eingehen:

 

der verfasser schreibt davon, dass es kaum mehr sehenwerte inhalte gibt, und wenn, dann sind sie so gut versteckt, dass das suchen danach kaum mehr lohnt, bzw. dass man sich besseres programm mit besseren inhalten jederzeit und einfacher aus dem internet holen kann. nun, damit mag er ja recht haben, doch genau darin unterscheiden wir uns.

 

ich genieße die überraschung, die mir das entdecken des fernsehprogramms bieten kann. nur durch herumzappen und sehen was es denn so gibt, kam ich dazu dr who zu entdecken, oder zum beispiel game of thrones. ich fand serien und filme die ich ansonsten nie im leben entdeckt hätte, wenn ich nicht zufällig durch das wahllose herumzappen darauf gestoßen wäre. nun, natürlich könnte man sagen, dass man sich zum beispiel game of thrones irgendwie gar nicht entziehen kann, da dieses thema ja omnipräsent ist. doch, das kann man, und zwar indem man sich weigert der masse nachzulaufen und lieber selbst auf entdeckungsreise geht. als anfang dieses jahres game of thrones in deutscher synchronisation im freien tv lief und ich hineinstolperte, wusste ich nicht mal wo ich da hineingeraten war. so konnte ich es vorurteilsfrei und ohne bestimmte erwartungen genießen, bzw. entdecken.

 

was ich sagen will ist, dass man sich durch die uneingeschränkte auswahl im grunde doch wieder selbst einschränkt. wem alle möglichkeiten offenstehen, der wird schlussendlich doch wieder nur zum altbekannten greifen und nur höchst selten neues ausprobieren. vor allem wird er sich nicht auf die suche nach neuem begeben. wer aus 200 zahnpastasorten auswählen kann wird nicht alle durchprobieren, sondern jene wählen, die er kennt. raucher bleiben in der regel bei "ihrer" marke. und fernsehseher die on demand sehen können was sie wollen, werden kaum eine deutsche fernsehproduktion aus den 90ern ansehen, sondern greifen zu den blockbustern.

 

ich will auch weiterhin unverhofft über etwas stolpern und an ein fixes zeit korsett gebunden sein. ja, das mit der zeit ist auch so ein ding. früher wusste man, wenn diese oder jene signation ertönte, dann ist es soundsoviel uhr. dienstag abend zum beispiel. universum. da wusste man, jetzt ists viertel nach acht. oder die signation der tagesschau, zeit im bild, den tagsthemen oder tirol heute, je nachdem wo man zuhasue war bzw. was man bevorzugte. und so ist es auch heute noch. galileo heisst für mich 10 minuten nach 19 uhr. nur mal so als beispiel.

 

dieses thema ließe sich nun auch wunderbar auf das radio ausdehnen, aber für heute ists wieder mal genug.... 

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Di

25

Jun

2013

pinkelpause

erhebliches streit- bzw. konfliktpotential zwischen männern und frauen birgt das thema toilettengang, bzw. die flüssige form desselben, sprich das pinkeln, pieseln, wischerln, brunzen, pissen, schiffen, pullern, wasser lassen, einem guten freund die hand schütteln, eine stange wasser in die ecke stellen und so weiter...  das problem ist jedoch nicht der vorgang an sich, das kann man früher oder später ganz von alleine, sondern die begleitumstände die dieser vorgang mit sich bringt.

aufgemerkt meine lieben damen! ich erkläre euch jetzt mal warum es sich so verhält, dass männer nun mal lieber beim pinkeln stehen, als dass sie sich hinsetzen würden:

 

der hauptgrund dafür ist nämlich die natürliche gegenbenheit unserer männlichen anatomie. es gibt für männer von natur aus schlicht und einfach absolut keinen einleuchtenden grund um sich beim pieseln hinzusetzen. wir nehmen die sache im wahrsten sinne des wortes in die hand, und schon kanns losgehen. bei frauen wird es da schon schwieriger, es ist zwar auch für frauen möglich im stehen wasser zu lassen, doch es wird extren schwierig sich dabei nicht selbst anzuwischerln. als mann hat man ja schon den natürlichen gartenschlauch zur verfügung um den strahl in die richtige richtung und weit weg von sich zu lenken. als frau geht das nicht. selbst wenn frau es schafft es im stehen laufen zu lassen ohne sich dabei die oberschenkel anzusauen, bespritzt sie sich dennoch unweigerlich die füße, weil die schwerkraft dafür sorgt, dass der schwall den direkten weg nach unten nimmt, ohne diesen schönen ballistischen bogen zu dem männer nun mal von natur aus imstande sind. DARUM stehen männer eben beim pieseln und frauen setzen sich lieber hin, bzw gehen in die knie.

zu all dem kommt noch dazu, dass es für kleine knaben zur mannwerdung dazugehört, dass sie endlich das töpfchen verlassen und ganz wie der papa im stehen pinkeln können. es ist eine art kleiner initationsritus. ausserdem ist es einfach viel mühsamer gürtel, reissverschluss und knopf zu öffnen, die hose (bzw mehrzahl, unterhose + hose) runterzulassen, sich hinzusetzen, nach verrichteter notdurft wieder aufzustehen, die hosen wieder hochzuziehen, und reissverschluss, knopf und gürtel wieder zu schließen. wenn man hemd und sakko trägt wird es nochmal einen tick schwieriger, weil man sich des sakkos entledigen und das hemd nach dem hose hochziehen wieder in den hosenbund reinfriemeln muss. dies alles entfällt wenn man einfach den reissverschluss öffnet, sein ding rausholt, und einfach drauflos pullert.

nun, es war so lange kein problem, wie wir uns in freier natur bewegten, bzw unsere notdurft in selbiger verrichteten. seit es toiletten gibt schaut die sache schon wieder ganz anders aus. mir ist auch als mann vollkommen bewusst, dass man noch so gut zielen kann, es geht IMMER etwas daneben, und wenn wieder erwarten doch mal nichts daneben geht, dann spritzt dennoch ein wenig aus der klomuschel heraus, einfach aufgrund physikalischer gegebenheiten wie schwerkraft, aufprallenergie, und diverser anderer unumstößlicher naturgesetze. es ist uns männern also schlicht und einfach nicht möglich ohne zumindest ein klein wenig sauerei zu hinterlassen im stehen in eine herkömmliche klomuschel zu pinkeln. genau aus diesem grund wurde das pissoire erfunden. aufgrund der geringen aufprallhöhe und somit sehr viel geringerer aufprallenergie spritzt hier kaum etwas. jedoch, wer hat schon so ein ding bei sich zuhause? ich zumindest fand noch nie in einer privatwohnung ein selbiges vor, obwohl dies viel ärger, streit und diskussionen verhindern, und sicher so manche ehe retten würde. und warum hat niemand ein pissoir in der privatwohnung? weil es erstens platz benötigt, der jedoch nur in den seltensten fällen vorhanden ist, und zweitens weil es geld kostet. seltsamerweise findet man jedoch in der einen oder anderen wohnung ein bidet. mal ehrlich, wer benutzt heutzutage noch ein bidet? oder wer würde es benutzen wenn er eines hätte? ICH nicht, denn ich habe gelernt mir den arsch richtig abzuwischen, und die meisten damen ziehen es ebenfalls vor ihr allerheiligstens auf andere art zu reinigen - zumindest soweit es mir bekannt ist. also warum gibt es in privathaushalten sehr viel mehr bidets als pissoires, wo doch zweiteres sehr viel sinnvoller wäre?

nun, wie dem auch sei, wenn man als mann mit einer frau in der selben wohnung zusammenlebt und sich kein pissoire in der wohnung befindet, ergeben sich folgende möglichkeiten:

  1. er pinkelt im stehen und scheisst sich nicht drum, sie putzt ohne sich zu beschweren, alles ist gut. mal ehrlich: wie oft kommt das vor?
  2. er pinkelt im stehen und scheisst sich nichts drum, sie putzt, motzt jedoch (versändlicherweise und völlig zurecht) herum. über kurz oder lang wird die situation eskalieren.
  3. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklpappen bevor er lospieselt, denkt jedoch nicht daran, oder vergisst schlicht und einfach darauf die brille samt deckel wieder runterzuklappen. sie ist froh dass er ihr zumindest so weit entgegen kommt, putzt die nun erheblich reduzierte sauerei ohne zu murren, und klappt die brille selbst runter, bevor sie sich selbst auf die klomuschel setzt. alles ist gut. kommt sogar hin und wieder vor. gerüchteweise.
  4. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklpappen bevor er lospieselt, denkt jedoch nicht daran, oder vergisst schlicht und einfach darauf die brille samt deckel wieder runterzuklappen. sie freut sich zwar dass er zumindest ein klein wenig daran denkt welch ungemach er ihr verursacht, putzt die nun erheblich reduzierte sauerei, motzt jedoch trotzdem wegen der hochgeklappten klobrille herum. kommt ziemlich oft vor und entschärft die situation nicht wirklich, da ja trotzdem gestritten wird. mann versteht jedoch nicht warum, da er ja eh rücksicht genommen hat und das problem dass frau nun selbst die klobrille runterklappen muss bevor sie sich selbst auf die toilette setzt ebensowenig nachvollziehen kann. frau ist erwachsen und sollte das doch wohl alleine schaffen (denkt sich mann). auch diese situation wird über kurz oder lang eskalieren.
  5. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklappen bevor er lospieselt, denkt aber auch daran sie wieder runterzuklappen, weil er weiss dass frau sonst motzt. frau putzt die nun erheblich reduzierte sauerei ohne zu murren, und freut sich über ihren zuvorkommenden mann. alles ist gut. kommt nur selten vor.
  6. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklappen bevor er lospieselt, denkt aber auch daran sie wieder runterzuklappen, weil er weiss dass frau sonst motzt. frau freut sich dass sie nun nicht mehr selbst die brille runterklappen muss, motzt aber trotzdem, da immer noch sauerei vorhanden die sie wegputzen muss. konfliktpotential zwar geringer, aber dennoch vorhanden.
  7. er pinkelt im sitzen, weil er einfach der weiblichen motzerei aus dem weg gehen will. naja, solche männer soll es tatsächlich geben. konfliktpotential zwar vorhanden, jedoch sehr gering.
  8. mann pinkelt wieder im stehen, schert sich nicht um die sauerei, putzt sie jedoch selbst weg. kommt jedoch ehrlich gesagt in freier wildbahn nicht vor, da sich beide konzepte gegenseitig wiedersprechen, entweder er schert sich NICHT darum, oder eben doch, beides gleichzeitig geht nicht.
  9. mann pinkelt im stehen, klappt jedoch vorher die klobrille hoch, vergisst sie wieder runterzuklappen, putzt aber seine sauerei selbst weg. frau freut sich über den putzenden mann und lässt hochgeklappte klobrille einfach hochgeklappte klobrille sein. alles ist gut.
  10. mann pinkelt im stehen, klappt jedoch vorher die klobrille hoch, vergisst sie wieder runterzuklappen, putzt aber seine sauerei selbst weg. frau freut sich über den putzenden mann, motzt jedoch über hochgeklappte klobrille. mann versteht die welt nicht mehr.
  11. mann pinkelt im stehen, klappt klobrille hoch und auch wieder runter, und putzt seine sauerei sogar selbst weg. frau ist überglücklich, mann ist perfekt.
  12. mann pinkelt im stehen, klappt klobrille hoch und auch wieder runter, und putzt seine sauerei sogar selbst weg. frau motzt weil er nicht richtig putzen kann. mann versteht die welt nicht mehr, oder hat sich daran gewöhnt. oder liebt seine frau einfach abgöttisch.
  13. meine lieblingsvariante: mann pinkelt im stehen, nimmt so viel rücksicht wie möglich, frau motzt nicht rum weil er mal hin und wieder vergisst die brille wieder runterzuklappen, beide putzen abechselnd die toilette, bzw in schweren akuten fällen der mann sofort und selbst.
  14. ausserdem gäbe es da noch: es wird ein pissoire eingebaut.
  15. und: mann pinkelt heimlich ins waschbecken.


also liebe mädels: männer wollen und müssen einfach im stehen pinkeln! und liebe buben: frauen haben es satt eure sauereien wegzuputzen! wenn man gegenseitig ein wenig rücksicht auf die bedürfnisse des jeweils anderen nimmt, hin und wieder ein auge zudrückt, oder mal etwas für den anderen tut weil man ihn liebt, obwohl man es prinzipiell eigentlich nicht gerne tut, dann sollte es doch möglich sein die causa pinkelei in den griff zu bekommen, ohne irgendwelche situationen eskalieren zu lassen. und dieses prinzip des aufeinander rücksicht nehmens, des mal ein auge zudrückens und etwas für die geliebte person zu tun obwohl man es nicht gerne tut, lässt sich auch ganz locker auf andere bereiche des lebens anwenden!

und wie ist das nun wenn man irgendwo zu gast ist? ganz einfach, man nimmt rücksicht auf die dame des hauses und setzt sich hin, oder wischt hinterher. und bei guten freunden? nun, auch hier nimmt man so viel rücksicht wie nur möglich, aber gute freunden sehen auch mal über den einen oder anderen faux-pas hinweg.

 

alles easy :-)

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Fr

21

Jun

2013

kopfgeburt

 

 

so ist das im leben. gestern gab es einen todesfall, heute eine geburt. zwar "nur" eine kopfgeburt, aber wer wird da schon kleinlich sein? ok, ICH bin gerne mal kleinlich, aber dieses mal nicht, immerhin geht es hier um meinen eigenen kopf.

 

und ich bin gerührt! echt jetzt! 

 


Von Sinnen war einer der ersten, der sich für das Projekt #kopfgeburten gemeldet hat. Nun kann man sich aber nicht so einfach selbst vorschlagen, sondern muss von einem anderen Plusser vorgeschlagen werden, der dann auch den Text zu dem von Ralf Wasselowski gemalten Bild beisteuert. Ich hatte Von Sinnen damals mit einem Augenzwinkern angeboten, dass ich den Text schon schreiben würde, er dann aber auch mit diesem Text leben müsse. Er hat sich davon nicht abschrecken lassen, und deshalb muss ich jetzt versuchen, einen Text über Von Sinnen zu schreiben. 

Wie beschreibt man nun aber einen Menschen, den man eigentlich gar nicht kennt? Irgendwie schwierig. Auf der anderen Seite ist es aber auch gar nicht so einfach, einen Menschen zu beschreiben, den man kennt. Alles abseits der reinen Aufzählung von Fakten entspringt doch eigentlich mehr unserer Vorstellung über diesen Menschen. Es ist das "Bild", das wir von diesem Menschen haben. Also möchte ich jetzt gerne mein "Bild" von Von Sinnen, dem von Ralf gemalten Bild hinzufügen. 

Ich weiß nicht mehr, wann und wie wir uns hier auf G+ gefunden haben. Vielleicht war's auch einfach nur, weil wir beide Österreicher sind - eine kleine, aber dennoch nicht zu vernachlässigende Minderheit hier auf G+. Und die uns Österreichern nachgesagten Eigenschaften, sind mir auch bei Von Sinnen gleich ins Auge gestochen. Für mich ist er die klassische Mischung aus Grantler (für die deutschen Leser: Griesgram oder so) und Sturschädl. Ihn jetzt aber darauf zu reduzieren, wäre extrem oberflächlich und würde viel mehr über mich, bzw. meine (Un)Fähigkeit, Menschen zu beschreiben, aussagen, als über Von Sinnen selbst. 

Er mag zwar auf den ersten Blick manchmal etwas ruppig wirken, wenn man aber genauer hinschaut, erkennt man, dass hinter dieser Ruppigkeit ein Mensch mit Seele und Charakter steht. Ein Mensch, der auch selber gerne mal genauer hinschaut. Ein Mensch, der die Augen nicht einfach zumacht. Und so wenig er die Augen verschließt, so wenig verschließt er auch sein Herz. Dieses trägt er zwar nicht auf der Zunge, dafür aber am richtigen Platz. Es schimmert durch seine teils ironischen Kommentare, und durch die Zeilen seines Blogs, in dem er sehr viel Privates von sich preisgibt. Ich mag diese Blogbeiträge. Sie sind unaufgeregt, ehrlich, ohne Effekt-Hascherei, so als würde einem ein guter Freund Geschichten aus seinem Leben erzählen. Okay, manchmal wäre es mir wirklich lieber, er würde es mir erzählen, dann bräuchte ich mich nicht mit der Minischrift und der durchgängigen Kleinschreibung plagen. Aber hey, es geht ja schließlich um Inhalt. :) 

Inhalt ist ein gutes Stichwort. Für mich ist Von Sinnen ein Mensch mit Inhalt. Ein Mensch, der kein Problem damit hat, zu zeigen "was in ihm steckt". Und auch, wenn mir nicht immer alle dieser "Inhalte" gefallen, so bringen sie mich doch oft auch zum Nachdenken und lassen mich manche Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten. 

Dafür danke ich dir, und dafür verzeihe ich dir auch deinen übermäßigen Hang zum Caturday. :D


tl;dr
Grantler mit eigenwilligem Charme und großem Herz 

 

(Patricia Geyr)

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Fr

21

Jun

2013

viele kerzen für idschie

unterscheidet sich der schmerz oder die betroffenheit beim tod einer person die man nur virtuell kannte von jenem schmerz oder jener betroffenheit die man bei einer person empfindet die man im realen leben kannte? und wenn ja: inwiefern unterscheidet es sich?

 

was ich heute abend erlebt habe lässt mich zu dem schluss kommen, dass es im grunde keinen unterschied gibt. wir reden hier ja nicht von irgendwelchen figuren in computerspielen oder protagonisten aus filmen. nein, auch wenn der kontakt nur virtuell stattfand, so war die person zu der man kontakt hatte doch genau so real wie man selbst. 

 

einer meiner kreislinge auf google plus verstarb heute abend an den folgen eines schlaganfalls, den er vorher im laufe des tages erlitten hatte. ich hatte es erst gar nicht richtig mitbekommen, weil ich mit anderen dingen ziemlich beschäftigt war, ich las noch seinen namen und irgendwas mit "hirntod", dachte kurz daran, wie es nun mal eben meine art ist, meinen oberlehrer raushängen zu lassen und darauf hinzuweisen, dass es eigentlich "hirntot" heissen müsste, ließ es dann aber wieder, weil ich anderes zu tun hatte. zum glück, ich hätte mich sonst vermutlich ganz grausam blamiert. andererseits hätte es idschie sicher gefallen....

 

so war er nämlich, bzw. so erlebte ich ihn: keine angst vor echt tiefen gags, aber sehr wohl imstande eine feine klinge zu erkennen und auch selbst zu führen. ich mochte seinen humor sehr. und ich mochte seine momente in denen er so herrlich austicken konnte, weil er wieder mal mit der blödheit der restlichen menscheit zurechtkommen musste. diesbezüglich fand er immer die richtigen deftig gewürzten worte - und dies zurecht. vielleicht mochte ich ihn deshalb sehr, weil er mir darin ein wenig ähnlich war. nicht unbdingt in der art seiner formulierungen, sondern weil er sich wirklich herrlich über dinge aufregen konnte, wegen denen ich ebenso dezent ausgezuckt wäre.

 

wir hatten absolut kein inniges verhältnis. wir haben uns ausserhalb unserer threads, bzw der kommentare nie miteinander unterhalten. und doch hatte dieser kerl etwas an sich, das einem das gefühl gab, man wäre bei ihm willkommen. auch wenn man einfach nur scheisse kommentierte, er konnte das so drehen, dass man nicht ganz doof dastand.

 

wie gesagt, unser verhältnis war kein inniges, dennoch wird er mir sehr fehlen. und genau darum geht es hier eigentlich. 

 

vor 30 jahren wäre niemand auf die idee gekommen sich darüber zu wundern, wenn ein brieffreund verstorben wäre. es findet niemand seltsam, wenn leute die nie auch nur den geringsten kontakt zu irgendeinem star hatten, dessen tod aus tiefstem herzen bedauern und trauern. nicht wenige betrauern sogar die tode von roman- film- oder serienfiguren.

 

wir bewegen uns nun einmal vermehrt in virtuellen räumen. zusätzlich zu unseren stammlokalen und dem freundes- und bekanntenkreis aus dem real life, haben wir nun eben auch unsere virtuellen stammlokale mit virtuellen kontakten zu dennoch ganz realen menschen. nur  ist hier das bier billiger, es beschwert sich niemand wenn man raucht und man muss sich nicht aufbrezeln. zudem ist man extrem schnell dort - und genau so schnell auch wieder weg. und das allerbeste: leute die einem auf die eier gehen kann man einfach "abschalten" und leute die man interessant findet kann man beobachten ohne ihnen dabei auf die nerven zu gehen.

 

der unterschied zum realen leben ist im grunde nicht so groß. eigentlich auch nicht größer, als damals bei einführung des telefons der sprung vom gespräch von angesicht zu angesicht zum gespräch von mikrofon zu lautsprecher. und dementsprechend ist man dann auch betroffen und kann auch dementsprechend trauern.

 

ein sehr schönes statement zu diesem thema kam heute von einer mit-plusserin (so bezeichnen wir uns gerne mal untereinander auf google plus) und möchte dieses hier auch zitieren:


Ey ohne Scheiß, wo is'n das hier #Neuland , verdammt!
Das ist hier echter Schmerz! Nix anonym -
das ist verdammt nochmal echter Schmerz!
Da geht ein großer Kerl - den muss ich nich' persönlich kennen!
Mit dem hatt' ich sogar zickige Zeiten,
aber das hier ist so nah wie's "echte" Leben,
du blöde Kuh!
Guckt euch das doch an - Schmerz verdammt!!
Der lebt hier gerade weiter und du hinter'm Mond! 

(Stefanie Unger ) 

 

und ähnlich haben es auch andere zum ausdruck gebracht, wie zum beispiel hier:

 

Wir sind uns im Netz begegnet und es war alles vollkommen selbstverstaendlich fuer mich. Dein unverwechselbarer Humor hat mir immer ein laecheln in mein Gesicht gezaubert und der Tag war gerettet.
Doch nun weiss ich, so selbstverstandlich war es dann wohl doch nicht.
"Wir kommunizieren auf Plattformen und tun so, als wären wir gebildet. 
Wir schauen uns das auf Flachbildschirmen an und denken es wäre tiefgründig.
Wir agieren auf Touchscreens und tun so, als wären wir berührt.
Dabei sind wir einfach nur Benutzeroberflächlich."
Nein es war nicht oberflaechlich. Du hast mich beruehrt und dafuer danke ich Dir. 

(Kola Colman) 

 

manchmal werden ja auch virtuelle kontakte real - und umgekehrt:

 

Ich habe ihn in der Frankfurter Innenstadt getroffen. Drei Mal. Die ersten beiden Male mochte ich es nicht glauben. Es ist sicherlich Zufall, dass der Mann mit der Pfeife im Mund gerade in dem Moment ein Handy in der Hand hatte, als ich versuchte, das Portal umzufärben. Beim dritten Mal konnte es aber kein Zufall mehr sein. So habe ich ihn angesprochen und einen sehr netten Gegenspieler kennen gelernt. Wir haben ein wenig gefachsimpelt und sind dann unserer Wege gegangen. 

(Jens Frank) 

 

oder wie zb. hier:

 

2010. Er war mit einer Reisegruppe in München und so trafen wir uns in der Nähe des Deutschen Museums. Mit seiner Pfeife stand er vor dem Lokal und stellte als erstes fest, dass ich ja "noch ein ganz junger" sei.
Wir saßen eine ganze Weile zusammen und er erzählte von seinen Touren. Als er per Telefon zum Hofbräuhaus beordert wurde fragte er, ob ich denn Lust hätte, mich später weiter zu unterhalten.
So trafen wir uns eine halbe Stunde später in der Lobby seines Hotels und er erzählte von seiner Fahrschule und wie er anfangs panische Angst gehabt hat, dass seine Schüler was falsch machen. Dann habe er sich einen Tag lang angeschaut wie die Leute gefahren sind und festgestellt, dass sie alle an den gleichen Stellen ihre Fehler machten. Also habe er sich einen Lehrplan erstellt bei dem zwischen diesen Stellen genug Zeit war. Dazwischen hätte er eigentlich was anderes machen können, sich nicht konzentrieren müssen. Er nannte das die Delphinmethode: Aus dem Wasser raus, Fisch fangen, wieder rein und erst mal weiterschwimmen.
Als ich dann ging kam er noch mit raus und wir versuchten spontan (und erfolglos), das W-LAN seines Netbooks zum Laufen zu bringen. Weil er seine Pfeife zerbrochen hatte, musste er sie in der Mitte halten.
Das war vor zweieinhalb Jahren. Wir haben uns nicht wieder gesehen. Geblieben sind schöne Erinnerungen und ein undeutliches Bild von ihm vor seinem Bus.

(Dominik Mayer)

 

es gäbe noch einige beispiele mehr, aber am meisten hat mich heute berührt, wie aus einem hashtag und einem bild mit einer kerze plötzlich für einige kurze stunden ein virtuelles lichtermeer entstand. das war einer der momente in denen mir hemmungslos die tränen übers gesicht liefen. und gerade eben tun sie es wieder wo ich darüber schreibe. 

 

*schnief* *schneuz*

 

ok, geht wieder....

 

ein anderer tränenreicher moment war jener, in dem ein gestandener kerl sich nicht scheute seiner trauer dadurch ausdruck zu verleihen, indem er ein ungeschöntes bild von sich und seinem verheulten gesicht postete.

 

DAS alles ist leben! DAS alles ist trauer! DAS alles ist mitgefühl! scheissegal ob real oder virtuell, es ist MEIN/UNSER leben, MEINE/UNSERE trauer und MEIN/UNSER mitgefühl! 

 

machs gut idschie! und das loch das du hinterlässt ist sehr real! 

 

ehrlich gesagt wollte ich aus pietätsgründen erst mal noch ein weilchen warten um diesen blog zu schreiben, aber mal ehrlich, hätte idschie gewartet? sicher nicht! der hätte genau dann wenn ihn etwas bewegt alles relativ ungefilter sofort rausgeschossen. und genau so mache ich es jetzt auch.

 

*bamm* 

 

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Mi

19

Jun

2013

sommereismusik

es ist sommer. und es war sommer. genauer gesagt, die sommer der frühen 80er jahre, ungefähr 1981 bis 1985. ich war jung, steckte mitten in der pubertät, begann mich für musik und das weibliche geschlecht zu interessieren und verbrachte - zumindest in meiner erinnerung - die meiste zeit des sommers im schwimmbad unseres dorfes. man bekam von mutter 20 schillinge (umgerechnet ca. €1,50)  in die hand gedrückt und wurde "verschickt". das reichte locker für den eintritt (einheimisch UND schüler - somit zahlte man nur mehr sehr wenig eintritt!) und ein bis zwei eis, oder was man sich sonst so an naschereien kaufte. manche von uns hatten sogar eine saisonkarte.

 

dieses schwimmbad war eigentlich nur ein größeres planschbecken. wenn man es darauf anlegte konnte man auf der einen seite mit einem köpfler reinspringen, und mit ein wenig nachhelfen fast nur durch den schwung des sprunges unter wasser bis zur anderen seite gleiten. es gab keine rutschen, kein sprungbrett, ja nicht einmal diese absprungböcke die man immer an den sportbecken in größeren schwimmbädern sieht. natürlich gab es das obligatorische "soachwoame" (pisswarme) babyplanschbecken und seltsamerweise eine dornenhecke (sic!) rund um das becken. ausserdem gab es einen kleinen kiosk wo wir unser eis und all die kleinen naschereien kauften und es gab damals noch jede menge bäume die schatten spendeten. daas schwimmbad gibt es in modernisierter form immer noch, ebenfalls den kiosk, der inzwischen zu einem café vergrößert wurde, doch die bäume gibt es nicht mehr. seinen schatten muss man sich also nun selbst mitbringen, oder in form von mietbaren sonnenschirmen bezahlen.

 

aber das allerwichtigste was es dort gab war: freunde! man traf sich natürlich den sommer über hauptsächlich in diesem schwimmbad. all die ganzen engen freunde, weniger engen freunde, bekannten, freunde von freunden und auch die "geduldeten". im prinzip lagen wir auch immer in der selben ecke.

 

natürlich war nicht jeder jeden tag dort anzutreffen. es gab die üblichen tageweisen ausfälle, weil man eben was anderes zu tun hatte, dann gab es jene die zwar zum freundeskreis, bzw. dem erweiterten freundeskreis zählten, aber nicht aus dem eigenen dorf waren und nur zu besuch kamen, natürlich fuhren auch einige in den sommerferien für längere zeit woanders hin und dann gab es die armen schweine, die im sommer einem ferialjob nachgingen. nun, zumindest ICH betrachtete sie als arme schweine, weil sie den sommer nicht so wie ich genießen konnten. manchmal kamen sie aber dennoch auf ein stündchen nach dem arbeiten ins schwimmbad.

 

mir war dieses konzept des ferialjobs absolut unbekannt. entweder gibt oder gab es das in deutschland wo ich aufwuchs nicht, oder diese information ging einfach irgendwie spurlos an mir vorbei. woran ich damals in meiner jugendlichen dummheit natürlich überhaupt nicht dachte war, dass diese ferialjobarbeiter natürlich geld verdienten und sich damit ihren eigenen urlaub, ein moped, oder andere dinge finanzierten. also bedauerte ich diese in meinen augen armen geschöpfe erst mal. erst später fiel mir der vorteil des sommerjobs auf.

 

ein ständiger begleiter der ersten schwimmbadjahre war mein kassettenspieler. ein kleines tragbares ding, das ich zu meiner firmung bekommen hatte, natürlich mono, das nichts anderes konnte, als kassetten abzuspielen, bzw. aufzunehmen. damals war es nämlich für mich absolut unmöglich auch nur irgendetwas zu tun, oder irgendwo zu sein, ohne musik zu hören. später kaufte ich mir dann einen walkman (inklusive radioempfang), dem ich sogar im eigenbau einen stecker spendierte, um ihn mit strom aus der steckdose laufen zu lassen, denn batterien waren damals noch teuer und schnell verbraucht. und wieder sehr viel später gab es dann einen luxuswalkman von sony (wenn ich nicht irre war der erste auch von sony), ebenfalls mit radioempfang, mit equalizer, uhr und weckerfunktion, doch da war ich kein jugendlicher mehr. und seltsamerweise erinnere ich mich an meinen ersten walkman viel besser, als an den viel besseren den ich später hatte. vermutlich weil ich mit diesem ersten viel mehr erlebt hatte als mit dem nachfolger.

 

mein lieblingseis war das cappucciino von eskimo. das gab es in einem pappbecher und darin befanden sich 2 eissorten, ein mal vanille und ein mal kaffee, links das eine, rechts das andere. und ich liebte es diese beiden sorten getrennt voneinder zu essen. dieses eis gibt es imemr noch, aber es sieht völlig anders aus. zunächst gibt es keine pappbecher mehr, sondern der becher ist aus plastik, und zweitens wurden die beiden eissorten miteinander vermischt, besser gesagt "verstrudelt". dadurch ist für mich der spass und auch der geschmack an dieser eissorte nicht mehr gegeben. schade. später dann wurde irgendwann die damals völlig neue eissorte calippo eingeführt. ich liebte dieses eis! es war relativ billig, es war dadurch dass es sich um ein wassereis mit limettengeschmack handelte extrem erfrischend und man brauchte ziemlich lange um es aufzuessen. auch calippo gibt es heute noch, doch meistens nur in den geschmacksrichtungen cola oder orange, die limette ist kaum mehr zu finden. dies ist mir wirklich unverständlich. bei twinni kommt ja auch niemand auf die idee die traditionelle orange und birne durch was weiss ich, sagen wir melone und apfel zu ersetzen.

 

ich könnte nun auch noch von meinen sommern die ich während des urlaubs in fremden ländern verbrachte berichten, aber ich denke, das hebe ich mir für einen anderen blog auf. 

 

so bestanden also meine sommer aus schwimmbad (und die urlaube in anderen ländern), eis und musik. im gegensatz zu den meisten anderen männlichen jugendlichen habe ich so gut wie keine sommerlichen erinnerungen an irgendwelche liebesgeschichten oder schwärmereien. 

 

und hier spendiere ich euch ein paar jener songs, die in den damaligen sommern auf meinen kassetten fast zu tode gespielt wurden....

 

 

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So

16

Jun

2013

nicht wirklich geschmacklos

ich muss immer googeln wie die heisst: piel de sapo. ich liebe sie schon seit jahren, schau aber nie auf den namen, sondern erkenne sie an form und farbe: eher eiförmig, nicht rund wie ein ball und dunkelgrün.

mein kind weiss dass ich die am liebsten habe und brachte mir eine mit. das hier ist die halbe melone, kleingeschnitten in einer normalen frühstücksmüslischüssel.

ich mag die melone, weil man erstens die kerne ganz leich alle auf einmal entfernen kann und nicht, so wie bei wassermelonen, rumfizzeln muss. die handliche größe hat auch ihre vorteile. und der geschmack ist gar nicht mal so süß. mehr gurke als melone. also irgendwie mehr wie eine süße salatgurke. also eher geschmacklos *g*

 

aber seltsamerweise mag ich "geschmacklose" dinge. zum beispiel mozzarella. im grunde schmeckt der nach nichts. und genau deshalb mag ich ihn. oder - auch ein käse - ganz junger camembert (oder wahlweise auch brie) der in der mitte noch weiss ist.

 

mir ist auch wasser lieber als die allermeisten säfte oder limonaden. trotzdem trinke ich meistens verdünnungssaft und/oder kaffee.

 

ich mag naturjoghurt, aber nicht immer, manchmal schneide ich mir noch früchte hinein oder schütte zucker dazu. am besten vanllezucker. und am allerliebsten mag ich naturjoghurt aus schafs- oder ziegenmilch. keine ahnung warum. schmeckt einfach anders.

 

sonst fällt mir jetzt nichts geschmackloses mehr ein :-)

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Mi

12

Jun

2013

wenn die schmetter flattern mit den lingen im bauch

mir fehlen die buch, und die staben auch
wenn die schmetter flattern mit den lingen im bauch
das ge fehlt genauso, wie die danken danach
und die intelli liegt samt der genz völlig brach

nur das gef ist so groß wie das ühl immer war
und wenn das be nach dem lie kommt ist alles ganz klar
doch das sehn sucht das u, das dem d folgen soll
so ver wird das worren, und die liebe wird voll

trotz wider und stände er und zähle ich dir
wie es dem her ohne z geht, dem w ohne ir
wenn dem f etwas ehlt, ist das pa ohne ar
zu fügst alles sammen, für immer und dar

 

© Von Sinnen 

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Di

11

Jun

2013

breakdown

[wie so oft in letzter zeit, ist auch dies einer meiner älteren texte, den ich euch jedoch nicht vorenthalten möchte. so please enjoy!]

 

06:50 uhr: der wecker klingelt. ich stehe auf, öffne das fenster, hole mit dem wecker in der hand aus, und schmeisse das immer noch klingelnde ding so weit aus dem fenster wie es mir nur möglich ist. während ich das fenster wieder schließe, sehe ich noch wie das immer noch fiepende teil auf dem autodach des nachbarn aufschlägt, abprallt, und hinter ihm im schnee verschwindet. ich grunze zufrieden. erst viel später wird mir dann wieder einfallen dass das eigentlich mein handy war.

07:37 uhr: ich fahre wieder mal viel zu spät los um rechtzeitig ins büro zu kommen. da die strassen noch sehr glatt sind, und sich auf dem verdammten firmenwagen immer noch nur sommerreifen befinden, rutsche ich recht fröhlich durch die gegend, touchiere hie und da mauern, bäume und andere kfz, und überfahre aus versehen den einen oder anderen passanten. einiges davon geschieht unter umständen sogar aus absicht. ärgerlich sind die braunen flecken die sich nun langsam auf meiner hose ausbreiten, da mit jedem überfahrenen passanten auch mein morgenkaffee verschüttet wird den ich in der linken hand während des fahrens halte. gelenkt wird ausschließlich mit der rechten hand. schalten geht natürlich auch nur mit der rechten. leider muss ich somit auf elegante kurvenslides verzichten, da ich ja nicht gleichzeitig mit der rechten handbremse anziehen und lenken kann. ein versuch mit den knien zu lenken scheitert kläglich und hinterlässt ornamentale rote autolackspuren auf einer hausmauer.

08:18 uhr: ich betrete das büro, entledige mich meiner jacke, starte den pc, und gehe zur empfangsdame um sie ein wenig zu begrapschen während der pc hochfährt. ich rüge sie wegen unerlaubten tragens von hosen und bh, und rausche wutentbrannt ins büro des chefs. auf den bin ich immer sauer, also kann ich damit nichts falsch machen. da dieser sich jedoch nicht zu tode starren lässt, helfe ich mit einem briefbeschwerer nach. die roten flecken auf dem hemd korrenspondieren wundervoll mit den braunen flecken auf der hose. zurück in meinem büro nehme ich zur kenntnis, dass die empfangsdame nun nackt, reue- und demutsvoll auf mich wartet. ich schicke sie so wie sie ist kaffee und zigaretten holen. natürlich ohne ihr geld mitzugeben. noch vor ihrer rückkehr verlasse ich das büro wieder, nicht ohne vorher feuer in meinem papierkorb gelegt zu haben.

09:04 uhr: vor dem büro breche ich in den mercedes des chefs ein und schließe ihn kurz, da ich zu faul bin wieder ins büro zu gehen um seinem reglosen körper die schlüssel abzunehmen. immerhin hat dieser wagen winterreifen. im wegfahren sehe ich im rückspigel die polizei vorfahren, die feuerwehrsirenen sind auch schon zu hören. 50 meter weiter kommt mir die nackte empfangsdame mit einem becher mcdonalds-kaffee in der einen, und einer schachtel benson & hedges black in der anderen hand entgegen. ich bleibe stehen, nehme ihr kaffee und zigaretten ab, und lasse sie in den kofferraum steigen.

10:46 uhr: nach zähen verhandlungen konnte ich meine fracht aus dem kofferraum einem bulgarischen geschäftsmann auf einem autobahnparkplatz übergeben. 

11:32 uhr: ich täusche in meiner hausbank einen banküberfall vor, nur um der verdutzten kassenkraft dann einen teil der soeben verdienten € 352.735,82 zu übergeben und damit meine schulden zu tilgen. nach abschluss der transaktionen rüge ich sie noch ob des tragens von hosen und bh, und überlege wieviel sie wohl dem bulgaren wert gewesen wäre.

13:33 uhr: beim polnischen landsmann meines vertrauens kann ich den mercedes gegen einen anständigen citroen eintauschen und bekomme sogar noch bares auf die hand. unerwartet viel bares, um genau zu sein. ich bin ein wenig überfordert und brauche erst mal einen anständigen kaffee. am mcdonalds-parkplatz sehe ich das auto des bulgaren stehen. ich breche den kofferraum auf und rück-entführe die völlig durchgefrorene, nunmehr ehemalige empfangsdame. 

13:55 uhr: ich bin in spendierlaune. wir betreten eine boutique und kleiden uns von grund auf völlig neu ein. da die empfangsdame zu viel herumnörgelt "verliere" ich sie dann später in der fußgängerzone, während ich mich nach einem neuen handy umsehe. nach erfolgter geschäftlichen transaktion rüge ich bei verlassen des lokals die verkäuferin ob des tragens von hosen und bh und genehmige mir erst mal einen kaffee. leider weit und breit kein mcdonalds in sicht, darum automatenkaffee.

15:38 uhr: ich suche seit einer stunde den mercedes in der tiefgarage und werde dabei fast irre, bis mir einfällt dass ich ja jetzt nach einem citroen suchen muss. währenddessen alle zigaretten aufgeraucht. jetzt wäre es dann doch wieder gut gewesen die ehemalige empfangsdame nicht verloren zu haben, also gehe ich höchstselbst wieder zurück in die fußgängerzone, kaufe zigaretten, und begebe mich dann wieder auf die suche nach dem mercedes in der tiefgarage. wieder eine halbe stunde verschwendet bevor mir endlich wieder einfällt, dass ich ja citroen fahre. verdammt. ich pöble eine unschuldige frau an, obwohl sie einen rock trägt.

06:50 uhr:

*düdeldüdeldüdeldüdel*

mein wecker/handy holt mich zurück in die realität.

verdammt.

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Do

06

Jun

2013

tante emma und ihre läden

kürzlich machte ich einen abstecher in den letzten verbliebenen tante-emma-laden unseres ortes, um mir irgendwas leckeres zu besorgen. eine fleischkassemmel, oder eine nußschnecke - irgendwas kleines gutes eben. es ist einer jener winzigen läden, die irgendwie immer alles haben, und wenn sie nicht das gesuchte haben, dann findet man sicher veritablen ersatz. doch dieses mal wurde ich herb enttäuscht. es gab schon mal keine fleischkäsesemmel, eine wurstsemmel wollte ich stattdessen nicht haben, die konnte ich mir auch ganz leicht selbst zu hause fabrizieren. es gab auch kein süßes gebäck mehr, keine laugen- oder salzstangerl, einfach nichts, ausser ein paar übrig gebliebenen semmeln und schwarzbrot. doch, eine letzte laugenbreze war noch vorrätig, also schnappte ich mir diese und nahm, weil ich nun schon mal hier war, noch ein flascherl maresi (kaffeemilch) mit. doch als ich den preis für die maresi sah blieb mir fast das herz stehen, denn um das selbe geld hätte ich im normalen supermarkt die doppelte menge bekommen. comics gab es auch keine, also trollte ich mich wieder, mit einer erbärmlichen breze und einem überteuerten fläschchen kaffeemilch im rucksack. schade, ich hätte mir gerne ein gemütliches stündchen zuhause mit einem mickey maus heftchen und was zum naschen dazu gemacht, so wie früher, als ich ein mal die woche unseren laden im dorf aufsuchte, um mich mit comics und süßem einzudecken, um dann den nachmittag mit donald duck, coca cola und carambar zu verbringen.

es ist ja nichts neues, tante emma ist tot und ihre läden sterben - langsamer als sie, aber eben doch - aus. auch dieser laden von dem ich hier berichte, wird wohl nicht mehr lange bestehen bleiben. es ist bereits soweit, dass dieser laden nur mehr vormittags geöffnet hat, da es sich ansonsten offenbar nicht mehr lohnt. und dies auch nur, weil keine pacht oder miete zu bezahlen ist, da die hauseigentümerin auch gleichzeitig der betreiber dieses ladens ist. und ganz ehrlich: ich besuche diesen laden auch nur wenn ich keine andere wahl habe, da ich keine lust habe den doppelten preis als in einem anderen geschäft zu bezahlen.

und genau das wird auch der grund für das aussterben sein, bzw. ist es sowieso schon längst klar, dass dies der grund dafür ist. beim erwähnten laden tummeln sich zwar in der früh die jausensemmeleinkäufer, aber sonst ist dort recht wenig los. jene die gleich ums eck wohnen werden wohl hin und wieder irgendwelche noteinkäufe tätigen, sprich, schnell die ausgegangene maresi oder einen laib brot kaufen, eine tiefkühlpizza, oder eine rolle tixo (tesa). damit hält sich vermutlich der laden über wasser, aber das wars dann auch schon. eigentlich schade, aber kaum zu ändern.

aber jetzt mal ehrlich: wer kauft schon regelmäßig in solchen läden ein? man kann es sich auf dauer kaum leisten, und man bekommt auch nicht wirklich das was man möchte. klar, man bekommt die maresi, aber wenn ich die andere sorte, welche nur die hälfte kostet haben möchte, muss ich zu meinem lieblingsdiscounter. wenn ich getrocknete tomaten möchte oder manouri, werde ich bei tante emma ein wenig verloren dastehen, und stattdessen, sofern überhaupt vorhanden, frische tomaten und mit glück normalen feta kaufen müssen.

in jenem dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es früher einen bäcker, einen metzger, zwei kleine läden (ifa [nah & frisch] und adeg), einen elektronikladen, drei cafés, davon gab es in einem kugeleis, in einem schöller, und im anderen eskimo, und einen kurzwarenladen in dem man wirklich alles bekam was woanders nicht zu finden war. den bäcker gibt es immer noch, doch ist er inzwischen umgezogen und erfüllt immer mehr die funktion die früher die kleinen läden hatten. die beiden kleinen läden gibt es schon längst nicht mehr, dafür ist in der lokalität des ehemaligen adeg bereits der vierte türkenladen eingezogen, was ja auch nichts schlechtes ist. ich mag diese läden, da man dort dinge findet, die man wiederum wonaders nicht bekommt. den metzger gibt es immer noch, und das wird auch noch lange so bleiben, weil er einfach gut ist. der elektronikladen ist auch schon längst verschwunden, genauso wie der kleine kurzwarenladen. und von den drei cafés ist kein einziges mehr übrig. dafür gab es ein paar jahre eine schleckerfiliale, doch damit ists ja nun auch vorbei.

die zeiten ändern sich, und es wird nicht möglich sein soetwas wie einen tante-emma-laden der alles hat (und das noch zu erschwinglichen preisen) wiederzubeleben. vor allem an den preisen hapert es nämlich. andererseits glaube ich, dass es doch irgendwie möglich sein müsste. es müsste eine große kette wie billa oder spar dahinterstehen, es müssten kleine läden sein die von einer person, maximal von zweien locker gemanagt werden können, und es müsste eine unmenge von diesen läden geben, das heisst, man dürfte nicht länger als zwei bis drei minuten gehen müssen um zum nächsten laden zu gelangen. und wenn diese läden alle zueinander gehören und vernetzt wären, dann müssten sie auch nicht immer alles auf lager haben, denn dann ist sowieso eine andere minifiliale in der nähe, die das gewünschte wahrscheinlich lagernd hat, und es lässt sich locker organisieren, dass man die ware innerhalb weniger stunden zur verfügung hat - oder man geht eben zum nächsten laden.

ich weiss nicht wie gut diese idee wäre, ich habe nicht großartig darüber nachgedacht. ich habe auch keine ahnung ob es sich rechnen würde. höchstwahrscheinlich ist ein super-megastore viel gewinnbringender. aber ich würde mir wünschen, dass soetwas möglich wäre. wenn es eine bank für mikrokredite geben kann, die sich auch noch rechnet und die gewinne macht ohne die kunden übers ohr zu hauen, warum dann nicht auch ein tante-emma-laden-modell? ich weiss, dass in vergangenen zeiten hier bei mir gleich ums eck wo ich jetzt wohne ebenfalls ein solcher laden vorhanden war, doch hat dieser bereits lange zeit vor meinem umzug hierher aufgegeben, wenn dieser jedoch noch bestehen würde, wäre ich sogar trotz zu hoher preise immer wieder mal in diesem laden zu finden, mal nußschnecken einkaufend, mal laugenstangerl, hin und wieder ein comic oder eine zeitschrift, und ganz sicher immer wieder irgendwelche beim großeinkauf vergessene kleinigkeiten. und wenn die preise halbwegs erträglich wären, dann würde ich doch glatt auch meine größeren einkäufe dort tätigen. 

und warum gehe ich nicht in den anfangs erwähnten noch verbliebenen laden? weil mir dieser dann doch ganz ehrlich gesagt zu weit weg ist...

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Sa

01

Jun

2013

lesezeichenjäger

ich las einmal ein buch über das lesen, nämlich ex libris von anne fadiman. man könnte sich denken dass es nichts langweiligeres geben könnte, als ein buch darüber zu lesen was man gerade selbst tut. nun ja, wie so oft kommt es auf die art wie dies geschieht an. wie zum beispiel auch in dem roman firmin - ein rattenleben ging es im grunde um nichts anderes als das lesen und literatur im allgemeinen. naja, ich habe mir dieses buch ja nicht umsonst ausgesucht. ich liebe es nun mal zu lesen. 

in der ersten geschichte ging es darum, wie sich die autorin und ihr gatte dazu entschlossen ihre beiden bibliotheken zu "vermählen". dies ist ein vorgang, der durchaus seine tücken hervorbringen kann. ich war selbst schon einmal in dieser situation, als ich mit meiner nunmehrigen exe zusammenzog. jeder hat eben sein eigenes system. dies beschränkt sich nicht nur auf die ordnung an sich, welche art von büchern wo steht und wie sie zueinander stehen, sondern auch WIE sie stehen, soll heissen, wie sie sich physisch in einem regal befinden. ich selbst kann es zum beispiel nicht leiden wenn man bücher hinter anderen büchern versteckt, sie nicht mit den rücken nach vorne stehen, oder verkehrt herum eingeordnet werden. ich habe jedoch kein problem wenn man aufgrund platzmangels bücher übereinander stapelt. im gegenteil, das lockert das gesamtbild der bibliothek auf.

manche finden es jedoch seltsam, wenn sich im einen fach bücher übereinander stapeln, während in dem daneben noch genug platz wäre. dabei ist das doch ganz logisch: im einen fach befinden sich miteinander "verwandte" bücher, zb. eines genres, eines autors, oder ähnliches, und im anderen fach eben etwas anderes. ich könnte niemals stephen king neben ephraim kishon platzieren, nur weil sie im alphabet aufeinander folgen, ich bin ja keine bücherhandlung die nicht solche skrupel hat, das wäre dann wie eine cd von metallica neben eine von moby zu stellen oder schnitzel mit vanillejoghurt zu essen *grusel*. nur weil ich beides mag muss es dennoch nicht zusammenpassen.

als dann meine exe zu eben dieser wurde, nämlich zu meiner ex, und aus der gemeinsamen wohnung auszog, war es kein leichtes diese zusammengewürfelte gemeinsame bibliothek wieder in 2 verschiedene zu trennen. ich würde fast sagen, das war noch schwieriger als damals, als 2 sammlungen zusammengeführt werden mussten. es war ja kein problem die eigenen bücher als solche zu identifizieren, jedoch hatten sich im laufe der gemeinsamen jahre sehr viele neue dazugesellt. und leider mochten wir den großteil davon beide sehr gerne. obwohl ich zum beispiel die SPQR-reihe von maddox roberts nie wieder lesen werde (sie gefiel mir sehr gut, aber ich lese kaum bücher ein zweites mal, lieber fange ich etwas neues das ich noch nicht kenne an), ist es sehr schade, dass diese sich nicht mehr in MEINER sammlung befindet. aber nun ja, trotzdem blieb ein großer teil der gemeinsamen sammlung bei mir, den anderen teil hat sie, ich habe sogar einige bücher die ursprünglich ihr gehörten, und umgekehrt. dies ist auch eine art von "ewiger bindung", obwohl man nun das weitere leben getrennt verbringt. und irgendwie hat das wieder was schönes an sich... vor allem da wir uns ja immer noch (wie ich nicht müde werde zu erwähnen) sehr gut miteinander verstehen. zudem sind wir ja trotz allem vater und mutter des selben kindes. sohnemann kann also sowieso aus beiden bibliotheken auswählen, und wenn ich doch etwas lesen möchte, das sich in ihrem besitz befindet, dann leihe ich es mir einfach aus - und umgekehrt.

irgendwie seltsam ist, dass ich, obwohl ich musik wirklich sehr liebe, aufgehört habe cds zu kaufen. nachdem es viele möglichkeiten gibt sich die musik auf andere art zu beschaffen ist das auch nicht nötig, und die musik kommt ja sowieso immer aus den selben lautsprechern von der selben anlage, egal ob es mp3 oder cds sind. früher als ich noch lps, singles und maxisingles kaufte war das etwas anderes. ich betrachtete jedes cover, las das inlay, studierte sämtliche angaben und las die texte mit während die musik lief. seit es cds gibt mache ich das kaum mehr so, bzw. habe ich die lust daran verloren. somit ist dieses "selbst besitzen wollen" in den hintergrund gerückt. ich möchte inzwischen nur mehr die musik haben, die verpackung ist mir egal.

anders jedoch bei büchern. sehr viele bücher gibt es ja als hörbuch bzw hörspiel. ich höre sie mir auch sehr gerne an, doch wenn mir etwas besonders gut gefällt, dann kaufe ich mir nicht das hörbuch, sondern das BUCH in papierform. das hörbuch habe ich dann ja bereits. in der regel ebenso als mp3 wie es bei der musik der fall ist. elektronische bücher kann ich nicht leiden. es ist einfach mühsam an einem bildschirm lesen zu müssen und für irgendeinen tablet-pc habe ich sowieso nicht das geld. mal ganz davon abgesehen, dass so ein ding niemals ein buch ersetzen können wird. ein buch riecht, ein buch raschelt, ein buch zerschneidet einem den finger wenn man nicht aufpasst, es hält vieles aus, zb. fallengelassen zu werden, umknicken, mit flüssigkeiten übergossen und mit eis und schokolade angepatzt zu werden (und trägt so auch wieder auf eine völlig andere art und weise zu erinnerungen bei), und es wird höchst selten geklaut wenn man es aus versehen irgendwo liegen lässt. ausserdem benötigt es keinen strom. und spinnen kann man auch damit erschlagen.

AUSSERDEM brauche ich für ein buch lesezeichen. und ich habe viele lesezeichen. ich habe sogar sehr viele lesezeichen, gar unmengen davon würde ich mich nicht scheuen zu behaupten. einige davon sind schon recht alt und verbraucht, zerknittert, abgewetzt, eingerissen, andere sind recht neu. immer wieder kommen welche dazu. einige mag ich sehr, andere sind halt einfach "da".

mein allererstes lesezeichen war ein selbst gebasteltes. ich nahm ein briefkuvert, kein längliches sondern das format c5 (wennich nicht irre - oder ist das c6? keine ahnung), also jenes format, in dem eine din-a4 seite, ein mal längs, ein mal quer gefaltet, bequem platz findet. ich faltete dieses kuvert einmal der länge nach um, und klebte es dann mit der dem kuvert eigenen gummierung zusammen. eine sehr einfache lösung, praktisch, schnell, billig, funktionell, und vor allem konnte ich dieses kuvert nach meinem gutdünken selbst gestalten. diesem ersten folgten noch ein oder zwei andere in der selben manier hergestellte lesezeichen. leider besitze ich kein einziges mehr davon.

zwischendurch kamen dann diverse gratis-lesezeichen aus büchereien dazu, hin und wieder fand sich in neu gekauften büchern wieder eines, und zwischendurch bastelte ich auch selbst welche, mit motiven aus comic-werbekatalogen. und manchmal ganz selten, kaufte ich mir sogar welche, zwar nur dann wenn mir diese besonders gut gefielen, aber dennoch, sogar davor schreckte ich nicht zurück. ich habe zum beispiel auch uralte büchereikarten aus ausgemusterten büchereibüchern, lesezeichen aus messekatalogen, gefundene und in büchern vergessene... 

ich habe also meinen stapel an lesezeichen, und so wie bei allen dingen die ich besitze und immer wieder brauche, wie zb teller, tassen gläser, tshirts, pullover usw., kommt das soeben gebrauchte/gewaschene/abgespülte ganz nach unten, und das oberste wird als nächstes verwendet. so mischen sich meine lesezeichen immer wieder zu einer neuen reihenfolge. jetzt könnte man einwerfen, dass man ja kaum mehr als 3, vielleicht vier oder fünf lesezeichen auf einmal brauchen wird. das stimmt natürlich. aber es ist nun mal so, dass ich mit jedem einzelnen lesezeichen erinnerungen verbinde, die dann wieder zutage treten wenn ich es in händen halte, bzw wenn ich es sehe.

ja ich weiss, dieses verhalten kann man fast schon exzentrisch nennen (ex-zentrisch: nicht mittig, aus der mitte gerückt, also verrückt), aber ich stehe zu meinen kleinen verrücktheiten, wie das lesezeichen sammeln, burger von mcdonalds in etapppen zu essen, oder zahnpasta lieber in metalltuben zu kaufen als in plastik.

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Mo

27

Mai

2013

amouröse erste male

ich schrieb ja bereits davon wie ich das erste mal in meinem leben dachte ich wäre verliebt gewesen, nur um dann zu einem völlig anderen thema zu gelangen. heute bleibe ich mal ein wenig bei diesem thema.

das erste mal als ich mich WIRKLICH verliebte - obwohl man in diesem alter wohl eher noch von "verknallen" schreiben sollte - geschah dies im alter von ... äh ... ich glaube ich war 13 jahre jung. es geschah ausgerechnet im linienbus den ich benutzen musste um vom polytechikum in der bezirkshauptstadt das ich damals besuchte wieder nach hause zu gelangen. sie war wirklich eine bezaubernde erscheinung, es traf mich sprichwörtlich wie ein blitz. sie war groß, hatte lange blonde haare, lächelte wie ein engel und hatte eine entzückende zahnlücke. später bemerkte ich, dass sie auch noch ganz leicht lispelte.

sie stieg logischerweise in den selben bus ein wie ich, zusammen mit einer horde anderer mädchen, und unterhielt sich mit ihnen. ich war recht verwundert, denn ich dachte sie müsste ja eigentlich zusammen mit mir auf die selbe schule gehen, ich hatte sie jedoch noch nie vorher gesehen. erst später erfuhr ich, dass auch schüler anderer schulen den selben bus benutzen. im grunde ist das natürlich eine logische sache, doch als 13jähriger denkt man nicht an solche dinge und lässt sich noch viel zu oft vom leben überraschen, bzw. eines besseren belehren. wie gesagt, sie unterhielt sich mit ihren freundinnen und ich beobachtete sie so heimlich und unauffällig wie möglich. irgendwann dann im verlaufe der fahrt gab sie einer ihrer freundinnen ihre telefonnummer. das heisst, sie GAB sie ihr nicht, sondern diktierte sie ihr. ich spitzte natürlich meine ohren und versuchte mir die nummer zu merken. ich nahm mir fest vor sie  beinhart anzurufen - komme was wolle. und genau das tat ich dann auch tatsächlich noch am selben nachmittag.

es wurde dann tatsächlich eine freundschaft daraus, jedoch nie mehr, dazu war ich entweder zu dämlich oder zu uninteressant. einige jahre lang begleiteten wir uns gegenseitig freundschaftlich und ich mutierte zum anschmachtenden besten freund, der ihr ständig dabei zusah, wie sie sich anderen an den hals warf, um ihr dann meine schulter zum ausheulen anbieten zu dürfen wenn es wieder mal schief ging. rückblickend habe ich den eindruck dass sie fast mit allen jungs aus dem freundeskreis etwas hatte, nur mit mir nicht. ja, das ist natürlich eine verzerrte wahrnehmung die auf einem gekränkten ego basiert, das ist mir schon bewusst. zudem gab es dann doch einmal eine kurze episode. es passierte auf irgendeiner silvesterfeier, wenn ich mich recht erinnere. es gab richtige küsse, sogar mit zunge, und ich durfte auch ihre cup-a brüste begrapschen. ich war damals bereits 16 oder 17. doch dieses begonnene weiterzuführen hatte sie offenbar nicht im sinn, also stand ich schlussendlich erst recht wieder im freundes-eck.

jedoch, mit dem auseinanderdriften der jugendcliquen, verloren auch wir uns zunehmend aus den augen. ich habe sie zwar alle paar jahre immer wieder mal gesehen, einmal drehte ich sogar mitten auf der landstrasse wieder um, da ich sie auf dem mir entgegenkommenden fahrrad wiedererkannte, doch das letzte mal dass wir uns zufällig über den weg liefen, ist auch schon wieder viele jahre her. als die beziehung mit meiner exe auseinanderbrach schrieb ich ihr sogar ewig lange briefe, die ich jedoch allesamt nicht wegschickte, ich wusste ja nicht einmal ihre adresse, die übrigens auch nicht über irgendwelche auskunftsstellen herauszufinden ist - glaubt mir, ich habe es versucht *g* - und so schmiss ich all diese briefe wieder weg. es wäre auch ehrlich gesagt zu peinlich gewesen.

als ich sie das letzte mal sah, war sie immer noch unglaublich hübsch, sah für mich irgendwie immer noch aus wie damals beim ersten mal, hatte immer noch dieses leichte lispeln und die selben süßen grübchen beim lächeln, nur die haare waren inzwischen brünett und die zahnlücke hatte sie sich per zahnspange regulieren lassen. schade eigentlich. gerade diese lücke mochte ich sehr an ihr.

meinen ersten kuss.... nein, das fange ich anders an. also: das küssen (so richtig mit zunge) lernte ich stilgerecht von einer waschechten französin. sie war mit einer schülergruppe auf skiwoche (oder wie auch immer man das in frankreich nennen mag) in unserem dorf zu gast. abends trieb sich die ganze bande natürlich im größten gasthaus des dorfes herum, mittendrin wir pubertären bengel, hocherotisiert und immer auf der jagd nach unseren ersten sexuellen erfahrungen, die man ja offenbar bei den einheimischen mädels nicht finden konnte. so scharwenzelten wir nun alle um diese heissen französinnen herum und hofften auf erhörung.

unter ihnen befand sich eine süße kleine blondine mit einem wuscheligen lockenkopf, die der jungen susan sarandon sehr ähnlich sah. fast zwei wochen lang versuchten wir den kleinen französinnen näher zu kommen, doch es schien nahezu unmöglich, da ständig auch ihre aufsichtspersonen anwesend waren. am letzten abend überredeten wir nun also einen älteren befreundeten bekanten, dass er sich doch um die weibliche anstandsdame kümmern und sie ablenken sollte, was er dann auch nach bestechung unsererseits mit freibier gerne tat. und so konnten wir uns endlich eingehender mit den mädels beschäftigen. irgendwann gab es dann die frage wer es denn nun bei dem susan sarandon double probieren solle, denn wir waren gleich deren drei die sich um sie rissen. als dann einer von uns meinte "wenn ihr jetzt nicht zu ihr geht tue ich es" stand ich einfach auf und kam ihm zuvor. tja, und was soll ich sagen? sie erhörte mich, ich wiederum tat einfach so als wisse ich was ich tue und küsste zum ersten mal in meinem leben ein mädchen "richtig". das pikante an der sache war, dass wir uns alle für 17 ausgegeben hatten, jedoch erst 14 waren. die mädels waren ebenfalls 17, bzw. wären es "ebenfalls" gewesen wenn wir denn selbst schon so alt gewesen wären.

jedenfalls muss ich meine sache recht gut gemacht haben, denn ihr kam nicht in den sinn dass ich nicht wissen würde was ich da tue. oder aber ich lernte einfach so schnell. oder - und das kommt mir erst heute in den sinn - sie sah einfach über meine mängel hinweg. sie war übrigens auch das erste weibliche wesen, das es absichtlich zuließ, dass ich ihr an die brüste fasste. zwar noch durch pullover und bh hindurch ohne direkten hautkontakt, aber dennoch. es dauerte einen schönen abend lang, am nächsten abend war sie, und alle anderen mit ihr, bereits weg.

die gelegenheit zum ersten pikanten hautkontakt kam dann ca. 3 wochen später. diesmal war es ein bus voller engländerinnen. mit unseren neu erworbenen erfahrungen und erkenntnissen, war es dieses mal für uns leichter zum gewünschten erfolg zu kommen. eines dieser erkenntnisse war, dass wir nicht mehr bis zum letzten abend warteten um in den nahkampf zu gehen, so dass wir nun ein wenig mehr davon hatten, bzw. ein bisschen länger. ich suchte mir ein großes schlankes schwarzgelocktes und blauäugiges entzückendes mädchen aus, das ausser mir niemand attraktiv genug fand, da sie eine zahnspange hatte. mich störte das überhaupt nicht, ich hatte ja bis vor krzem selbst eine zahnspange gehabt, wie man sich vielleicht aus den vorhergehenden blogs erinnert, ausserdem war sie natürlich wirklich extrem hübsch. der besagte hautkontakt fand übrigens sogar in meinem zimmer statt, da sie sich doch tatsächlich bis zu mir nach hause getraut hatte. ja ich kam sogar mit meinen fingern bis in die heisse zone zwischen ihren beinen, sie hatte aber auch einen extrem kurzen minirock an (und das in einem der kältesten winter die ich bis dahin erlebt hatte), doch weiter traute ich mich dann doch nicht mehr. dies war noch terra inkognita, weisses unbeschriebenes gebiet auf meiner landkarte der erotischen erfahrungen, und ich wollte es nun wirklich nicht übertreiben.

kontakt zu weiblichen brüsten hatten meine hände übrigens schon den vohergehenden sommer genossen, obwohl dies nicht ganz freiwillig geschah. also, für mich schon, für die besitzerinnen der brüste jedoch nicht. es war zu einem spiel geworden, im schwimmbad die mädels vom beckenrand aus ins wasser zu schmeissen, und zwar nicht einfach nur hineinzuschubsen, sondern so richtig mit schmackes weit hineinzuwerfen. ich hatte mir eine technik angeeignet, die es mir ermöglichte, die armen mädels, die natürlich nicht wussten wie ihnen geschah, so von hinten unter den armen anzufassen, dass ich dabei auch gleich die halbe brust umfasste. entweder war es den weibchen tatsächlich nicht bewusst, oder sie taten nur so als ob sie nicht wüssten was hier tatsächlich geschieht, oder sie waren wirklich so abgelenkt vom geschen, dass sie es wirklich nicht bemerkten. auf alle fälle hat sich keine von ihnen beschwert, ich grapschte nach der reihe alle mädels ab, und seltsamerweise stellten sie sich immer wieder so an den beckenrand, dass man garnicht anders konnte, als das spiel wieder von vorne zu beginnen. manchmal, wenn sie einen bikini trugen, rutschten meine finger sogar im allerletzen moment unter das bikinoberteil, doch dieser kontakt war so kurz dass sie es höchstwahrscheinlich tatsächlich nicht merkten, denn zu diesem zeitpunkt befanden sie sich im grunde bereits schon mitten in der flugphase. jedenfalls mochte ich bikiniträgerinnen damals schon lieber als jene mit badeanzügen.

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Sa

25

Mai

2013

bildung - drauf geschissen

wie man ja aufgrund vorhergehender blogs ahnen kann, lese ich gerne. und viel. naja, "viel" ist vielleicht übertrieben, aber ich tue mein bestes.

 

und so wie alle echten männer, verbringe ich gerne mal etwas mehr zeit auf der toilette, als es zum beispiel frauen tun. das liegt nicht unbedingt daran, dass es dort so gemütlich wäre, nein, es liegt daran, dass ich dort gerne ein wenig lese. vor allem dinge, die ich sonst nicht lesen würde. in der regel sind das all die werbesendungen und die kostenlosen bezirkszeitungen, die einem per post täglich ins haus flattern. doch irgendwann kommt auch der zeitpunkt, wo man all das nicht einmal mehr auf dem häuserl ertragen kann, oder wenn einem soagr diese eigentlich nie versiegende flut an lesematerial ausgeht. für diese zwecke habe ich immer ein buch bereitliegen, das ich unter normalen umständen nicht lesen würde.

 

dies kann ein buch sein, bei dem ich ansonsten nicht weiterkomme weil es mir zu langweilig erscheint, aber nicht so unglaublich schlecht, dass ich nicht doch ein wenig neugierig darauf wäre wie es nun weitergeht. oder bücher die man in kurzen häppchen genießen kann, wie zum beispiel zitatensammlungen, witzbüchlein, oder kurzgeschichten. oder - und darauf will ich heute hinaus - bücher, die einen überfordern würden, wenn man sie so wie einen normalen roman lesen würde.

 

nach nun ungefähr einem jahr habe ich kürzlich oben im bild festgehaltenes werk vollendet. zu ca. 95% geschah dies auf dem porzellanthron. über 700 seiten, auf jeder seite bekommt man im schnitt ungefähr fünf neue gedanken und/oder einsichten serviert, über die man erst mal nachdenken muss, oder die man verinnerlichen sollte, bevor man weiterliest. und genau darum war es DIE ideale klolektüre.

 

dieses buch hat übrigens eine weite reise hinter sich. ich fischte es aus dem papierkorb der empfangsdame jener firma in der ich damals arbeitete. sie hatte es wohl selbst geschenkt bekommen, wenn ich mich richtig erinnere von einer ihrer duckface-profilbilder-machenden freundinnen. sie alle hätten wohl besser daran getan es zu lesen, anstatt es ungelsen weiterzureichen, bzw. wegzuschmeissen. ich verstehe sowieso nicht wie man ein buch wegschmessen kann, bevor ich das tue gebe ich es lieber weiter. nun gut, so landete es also bei mir - um erst mal monatelang herumzuliegen. dann begann ich es vor dem schlafengehen zu lesen, entschied dann aber, es meiner klolektüre zuzuführen.

 

ich empfehle wirklich jedem, der gerne liest und sich auch nebenbei noch ein bisschen weiterbilden möchte, diese vorgehensweise. man liest einen absatz, eine seite, vielleicht deren zwei oder drei, dann ist es auch schon wieder genug. so bekommt man ganz nebenbei vieles gelesen, was man sonst ausgelassen hätte. wenn nicht die gefahr des vandalismus bestünde, würde ich ja dafür plädieren, dass auf allen öffentlichen toiletten lesematerial zur verfügung gestellt wird.

 

ein hoch der klolektüre! und wehe einer von euch schmeisst ein buch weg! verschenkt es, oder lasst es einfach irgendwo liegen, es wird sicher jemand kommen,d er es bei sich aufnimmt!

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Do

23

Mai

2013

eine seifenoper - nein, eine seifen-oma

manchmal findet man dinge ohne sie jemals gesucht zu haben, bzw. wird einem erst dann bewusst, dass man unbewusst danach suchte, wenn man sie zufällig findet. aber ich muss um meine heutige geschichte erzählen zu können ein bisschen weiter ausholen:

so wie alle menschen auf dieser welt habe auch ich großeltern, und zwar 4 stück. nein, genau genommen habe ich sogar 5 stück, da mein großvater mütterlicherseits nicht mein leiblicher großvater ist, was ich jedoch lange zeit nicht wusste - aber das ist wieder eine andere geschichte. nun, der mütterliche teil lebte in deutschland in der nähe von worms, umzingelt von weinbergen und belebt von allgegenwärtigen frühschoppen mit sauren weißweinachterln. von diesem teil ist inzwischen nur mehr meine großmutter übrig. der väterliche teil lebte in bad gastein, umzingelt von bergen, touristen und thermalquellen. hier sind bereits beide verstorben.

als ich noch ein kind war, und es eine familie gab die sich so benahm wie sich eben eine familie benimmt, nämlich dass sie immer wieder ihre verwandtschaft besucht, waren wir logischerweise auch oft bei meinen großeltern väterlicherseits zu besuch, wobei mein großvater bereits früh verstarb, ich also im grunde fast nur mehr erinnerungen an die großmutter habe. meistens waren wir dort in der winterzeit, da es dort natürlich wundervoll war skizufahren. hin und wieder auch zu ostern, wobei ich mich daran erinnere einmal am osterwochenende derart eingeschneit worden zu sein, dass mein vater 2 tage brauchte um die unsäglich lange auffahrt von der zufahrtsstrasse bis hin zum haus freizuschaufeln. in meiner erinnerung war der schnee so hoch wie ich selbst, mein vater sagt jedoch es wäre ihm in etwa bis zu den knien gegangen.

 es gibt natürlich jede menge an sehr spezifischen erinnerungen die mit dem haus meiner großmutter, mit ihr selbst, und der zeit die ich dort verbrachte zusammenhängen. so gab es zum beispiel einen kachelofen im wohnzimmer, der wohl zu einem großen teil für meine latenten pyromanischen anfälle verantwortlich ist. damit zusammenhängend erinnere ich mich auch daran, dass es nie einfach nur briketts gab, sondern diese briketts, jedes einzeln, noch einmal zusätzlich in zeitungspaier eingewickelt worden war. ich dachte als kind immer es hätte es etwas damit zu tun, dass die briketts so schneller oder besser anglühen, erst später kam ich dahinter, dass der grund für die eingewickelten briketts darin lag, dass man sich schlicht und einfach die hände nicht mehr daran schmutzig machen konnte. auf der toilette gabe es ein ähnliches, ich möchte fast sagen "phänomen". dort lagen kleine papierstapel, in etwa der größe eines geviertelten din-a4 blattes, zusammengerissen oder -geschnitten aus alten zeitschriften und zeitungen. irgendwann einmal erfuhr ich, dass diese dem zwecke dienten, dass man ein solches stück papier vor der verrichtung seines großen geschäftes IN die klomuschel legte, somit die ganze geschichte AUF dem papier landete und auf diese weise erstens die sache in einem stück runtergespült werden konnte und man sich zweitens somit auch die klobürste sparte. 

 natürlich gibt es auch einige kulinarische erinnerungen, wie zb das tradítionelle wiener schnitzel mit petersilerdäpfeln und grünem salat, dass es immer am tag unserer ankunft sozusagen als willkommensessen gab. es war nichts besonderes, aber niemand machte schnitzel mit petersilerdäpfel und grünem salat so wie es meine großmutter machte. ausserdem bekam ich dort immer ovomaltine und in kleine würfel geschnittenes butterbrot zum frühstück. seltsamerweise gab es auch immer linzerschnitten, obwohl diese ausser meinem vater niemand von uns mochte, auch ich nicht. inzwischen habe ich mich mit ihnen angefreundet, aber wahrscheinlich nur weil sie mich eben an meine großmutter erinnern. und bei eben dieser großmutter bekam ich zum ersten und bisher einzigen mal in meinem leben salzburger nockerl als nachspeise. *seufz* das hätte ich gerne wieder, aber wo bekommt man die heutzutage noch, ausser vielleicht in einem teuren lokal in salzburg stadt?

das haus meiner großeltern selbst war nicht nur in einem sehr entlegenen winkel relativ hoch oben am berg gebaut worden, es war zudem auch relativ seltsam konstruiert, was auch daher rührte, dass es immer wieder, je nach finanzieller lage, aus- und umgebaut und erweitert wurde. was ich persönlich am allerseltsamsten fand war, dass es kein badezimmer gab, obwohl im haus genug platz dafür gewesen wäre, immerhin standen 2 zimmer leer und dienten als rumpelkammer, zusätzlich zu den 2 gästezimmern, die einmal die kinderzimmer meiner beiden tanten, und auch auch meines vaters waren. ich weiss bis heute nicht wem welches zimmer gehörte, ist aber im grunde nebensächlich.

 

erst später, als ich bereits erwachsen war, kamen im ersten stock eine größere toilette mit waschbecken und ein winziges bad in dem gerade mal die wanne platz hatte dazu. bis dahin war der einzige platz um sich zu baden, bzw. die zähne zu putzen oder sich einfach nur abzuwaschen, eine kleine nische, die nur durch einen duschvorhang von der küche abgetrennt war. in dieser nische gab es jedoch immerhin eine badewanne und ein waschbecken - und eine badebürste aus holz mit borsten aus echtem haar, einem stil den man abnehmen konnte und einer schlaufe aus robustem stoff (hier schrieb ich ja bereits in meinem badeblog davon). die dinger sind wirklich praktisch, erfüllen wunderbar ihren zweck, und sind vor allem nicht aus plastik - was mir bei solchen angelegenheiten immer wieder wichtig ist. ich bin kein natur- oder gesundheitsfreak, aber wenn ich etwas statt aus plastik aus holz oder metall oder anderen natürlichen materialen bekommen kann, ist mir das einfach lieber. wahrscheinlich auch wegen genau solcher kindheitserinnerungen.

und nun kerhren wir aus meinen kindheitserinnerungen in die gegenwart zurück.

ich schrieb ja bereits vor kurzem in oben erwähnten blogartikel: ich kann duschgel nicht ausstehen, ich dusche nicht einmal gerne, lieber nehme ich ein bad oder wasche mich ganz ordinär mit einem waschlappen ab. selbst wenn ich bade verwende ich viel lieber ein stück seife anstatt duschgel. ich mag da wohl ein wenig verschroben sein, oder nennen wir es exzentrisch. nochmal: ich bin kein umweltfreak, aber bei manchen dingen denke ich mir einfach, dass es nicht sein muss. tja und aus diesem grund habe ich ein stück seife lieber als duschgel.

 nun ist es aber so, dass auch die beste seife irgendwann einmal aufgebraucht ist und man neue kaufen muss. und auch hier bin ich ein wenig exzentrisch. ich kann "künstliche" seife nicht leiden, ich habe am liebsten irgendwelche "natürlicheren" produkte. ringelblumenseife, kernseifen, seifen mit honig, solches zeugs eben. und es gibt zum glück im supermarkt meiner wahl (wenn ich mal nicht zum disounter gehe) neben all den doves, niveas, fahs, cds und was weiss ich wie sie alle heissen, auch diese natürlichen seifen. früher gab es sie unverpackt und man konnte sie sich für den einkauf in kleine papiertüten stecken, heutzutage sind leider auch diese in platik eingeschweisst, aber das ist immer noch besser als eine ganze plastikflasche duschgel wegschmeissen zu müssen (nebebei gesagt gehen mir auch die ganzen plastiktrinkflaschen auf den geist, aber auch das ist wieder eine andere geschichte). 

 und seit neustem gibt es auf einmal zwei hersteller solcher natürlichen seifen die dort angeboten werden. zum einen die mir bereits bekannten, und zum anderen die seifen der firma WALDE aus innsbruck (ja, ich mache hier jetzt mal werbung - *klick*). diese neuen seifen waren mir auf anhieb sympathisch. ganz schlicht, keine besondere form, einfach nur ein rechteckiger block aus seife, mit dem schriftzug der firma in klaren geraden unverschnörkelten buchstaben auf der oberseite. natürlich auch diese in eine durchsichtige plastikhülle verpackt. ich wählte 3 verschiedene sorten aus und nahm sie mit nach hause. keinen tag zu früh, denn 2 tage später brach mir meine bisher verwendete seife auseinander und wurde damit also unbrauchbar. und nein, ich schmeisse auch keine "unbrauchbaren" seifenstücke weg, sondern ich zerbrösle sie und deponiere sie einfach in der waschmaschinentrommel, so können diese letzten seifenreste noch zu meiner sauberen wäsche beitragen. obs was bringt weiss ich nicht, aber ich habe zumindest die illusion nicht etwas noch brauchbares weggeschmissen zu haben.

ich wählte aus den 3 zur verfügung stehenden sorten jene mit stutenmilch, und deponierte sie am waschbeckenrand zur baldigen verwendung. schon beim auspacken erinnerte mich der duft der seife an irgendwas, doch ich konnte es zu diesem zeitpunkt noch nicht einordnen. erst als ich mir dann zum ersten mal das gesicht wusch, traf es mich wie der sprichwörtliche blitz: OMA! auf einmal stand ich wieder in dieser seltsamen badezimmernische im haus meiner großmutter in bad gastein. genau so hatte damals, als ich kind war, die seife meiner oma in bad gastein gerochen. ich weiss zwar nicht welche seife sie damals benutzte, aber ich bin mir sicher einen zwilling jener seife gefunden zu haben - und das obwohl ich nie danach gesucht hatte. und trotzdem freue ich mich sehr darüber.

linzer schnitten und wiener schnitzel mit petersilkartoffeln und grünem salat, feuer im kachelofen und in papier eingewickelte briketts, erwachsene die ein seltsames kartnspiel namens schnapsen spielen, während man selbst in ein fremdes bett geschickt wird und the munsters in schwarzweiss auf englisch mit untertitel im fernsehen, im gasthaus ein paar packungen smart für die mutter kaufen und dort eine kugel (oder auch zwei) der einzigen zur auswahl stehenden eissorte (vanille!) zur belohnung kaufen dürfen, schwimmen gehen im warmen thermalwasser und eichhörnchen die einem auf der promenade aus der hand fressen, einen seltsamen strohhut am kopf und einen schwarzen spazierstock als gewehr zum cowboyspielen in der hand den wald durchstreifend, skifahren bis man nicht mehr stehen kann und ein parkhaus in das man unten reinfährt und oben im 10 stock wieder ganz normal auf die nächste strasse fahren kann. all das und noch viel mehr sind erinnerungen an meine kindheit und an meine zeiten bei meiner großmutter in bad gastein. und nicht zuletzt der duft nach einer bestimmten seife.

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Mi

22

Mai

2013

rrrrrrrraaaaaahhhhhhhhhhhhhh.............

die fakten:

  • zulassung des kfz seit 10.01. aufgehoben.
  • im zuge dessen auch kennzeichen eingezogen.
  • trotzdem seit dem immer wieder versuche der kfz-haftpflichtversicherung weiterhin versicherungsprämie abzubuchen.
  • am 06.05. aufhebung der zuilassung von der bh bestätigen lassen.
  • am selben tag scan des vorgangs an die versicherung geschickt, samt mail mit der bitte um kenntnisnahme und prüfung eines prämienguthabens.
  • heute brief der versicherung mit datum 17.05., dass aufgrund der nichtzahlung der prämien der vertrag von seiten der versicherung gekündigt wird, mit gleichzeitiger aufforderung um begleichung der rückstände.

 

die haben sie doch nicht mehr alle....

 

wann wird diese never ending story nun doch endlich enden? und neues kfz ist auch immer noch nicht in sicht.

 

edit (23.05.): heute kam mail der versicherung. das guthaben wird nun überwiesen. na also. geht doch. warum muss man sich immer erst mal aufregen bevor was normal funktioniert?

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Di

21

Mai

2013

schräg zuhause

während meiner sehr kurzen und minimalistischen öffentlichen dj-karriere, die ich inzwischen auf eis gelegt habe, wurde mir schon öfter gesagt, dass meine sets eigentlich mehr zum anhören animieren, als zum abfeiern und mittanzen. auch dass meine trackauswahl sogar dann wenn sie tanzbar war, doch ein wenig gewöhnungsbedürftig anmutete.

 

ich selbst sah das natürlich immer anders, doch ich gebe zu, dass ich immer mehr spass daran habe musik zum zuhören zu mischen, als wenn ich wert darauf legen würde, dass es auch tanzbar wäre. ich bin nun mal kein partytiger, ich bin zuhörer und vorspieler. also beendete ich meine anstrengungen "nach draussen" zu gehen, und mixte eben nur mehr für mich alleine, zuhause - wobei ich jedoch natürlich meine sets ins internet stelle, dann kann sich das potentielle puplikum ja aussuchen was es hören will, bzw. ob es überhaupt zuhören möchte.

 

nun habe ich im internet eine compilationreihe gefunden, die sich den schrägen tönen verschrieben hat. wie man sich vorstellen kann, habe ich sehr viel freude damit. derzeit sind wir bei folge 86 und ich habe in etwa ein viertel heruntergeladen und durchgehört. schräge sachen mochte ich nämlich immer schon sehr. natürlich gehe ich nicht immer konform mit der ansicht desjenigen der diese zusammenstellung erarbeitet und eingestellt hat. es gibt titel bei denen ich mich frage was genau daran jetzt eigentlich schräg sein soll, dann wiederum finden sich titel, die einfach nur dem klamauk zuzuordnen sind. weiters scheint der ersteller eine vorliebe für ordinär-sexuelle themen und illegale suchtmittel zu besitzen, denn sehr viele titel tragen dieses thema in sich. vielleicht findet er es deshalb so schräg, oder vielleicht nur witzig. wie auch immer...

 

viele dieser titel befinden sich bereits in meiner sammlung, manches konnte ich neu entdecken, und vieles ist einfach nur mehr kurios, so wie eben die ganzen fäkal- sex- und drogenlieder. aber ich finde es prinzipiell interessant, was für titel von anderen als "schräg" bezichnet werden.

 

nun startete ich also ein projekt, in dem ich ausschließlich titel aus dieser compilation zu sets zusammenstelle. ich habe eine vorauswahl getroffen, um die schlimmsten songs zu eleminieren, es soll ja interessant und spannend bleiben, nicht abstoßend wirken. weiters befinden sich in diesen sets nach wie vor jede menge titel, die ich überhaupt nicht als schräg empfinde, ja manche waren sogar regelrechte hits.

 

nun, ich habe meinen spaß dabei, die ersten beiden sets sind bereits fertig, weitere werden folgen. vielleicht nicht mehr hier, aber die arbeit wird garantiert gemacht ;-)

 

aber macht euch selbst ein bild:

 

dj blastik - oblique sounds 01

 

dj blastik - oblique sounds 02 

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Mo

20

Mai

2013

ausbaden

ich liebe es zu baden! also, in der badewanne zu liegen, nicht im schwimmbad. was nun wieder nicht heisst, dass ich nicht gerne ins schwimmbad gehen würde, wobei sich meine aktivitäten im schwimmbad jedoch meistens eher auf lesen, essen, trinken, in der sonne dösen, ein bisschen rutschen und hin und wieder im wasser abkühlen beschränken. ok, seit neuestem auch auf ins-handy-starren, weil ich mir meine social-media-atktivitäten ansehe.

 

duschen kann ich übrigens nicht leiden. das hat mehrere gründe: erstens bin ich nicht gerade klein, es gibt also kaum duschen unter die ich hineinpasse, ausser ich stehe mit gebeugtem haupt, oder gebeugten knien in der dusche. wobei ich zugeben muss, dass ich selbst ja über keine dusche verfüge, ich habe nur eine handbrause mit einhängevorrichtung, die mir natürlich nicht hoch genug ist. das ist übrigens immer so, egal in welcher privatwohnung ich mich befinde. anders sieht es natürlich bei duschkabinen aus, vor allem in hotels oder pensionen, wobei es auch hier hin und wieder vorkommen kann, dass sie zu tief hängen. zweitens schaut IMMER irgendein körperteil aus dem wasserstrahl der dusche heraus. an kalten tagen ist das einfach extrem unangenehm. und drittens habe ich ständig das gefühl zu viel wasser zu verbrauchen. ja, ist so, ist halt ein tick von mir, ich kanns nicht ändern.

 

nun könnte man jedoch dagegen argumentieren: erstens, auch in badewannen habe ich nie platz. stimmt, ich bin in der regel zu lang für eine durchschnittswanne. doch ich kann die beine einfach auf dem unteren rand der wanne hochlegen und habe es somit recht gemütlich. doch meistens winkle ich sie einfach seitwärts an. zweitens ist man ja auch in der wanne nie ganz von wasser bedeckt. ja, stimmt auch, doch in der wanne stört es mich seltsamerweise nicht. und natürlich verbraucht ein vollbad viel mehr wasser als ein mal duschen. ja, stimmt schon wieder, doch ich bade sehr viel seltener, als ich duschen würde.

 

"wenn der typ nun nie, oder kaum duscht, und nur selten badet, ist er dann eine stinkende drecksau, die ständig schmutzig und miefend durch die gegend läuft?" wird man sich nun fragen. nein, mitnichten, natürlich nicht. ich bevorzuge den guten alten altmodischen waschlappen, zwischendurch gibts natürlich trotzdem die dusche, und seltener eben das vollbad. zufrieden? ja? na hoffentlich...

 

so.

 

und ausserdem ist so ein vollbad für mich eine art wellneskur. naja, für männer halt. ich nehme zigaretten mit, eine tasse kaffee und etwas zu lesen. es ist für mich etwas besonderes und so soll es auch bleiben. wenn ich nun jeden zweiten tag in der badewanne sitze wird das besondere zum alltag, und das möchte ich nicht.

 

früher einmal hatte ich auch immer musik zum baden, doch das habe ich gelassen. ich weiss eigentlich gar nicht warum, mir ist die ruhe anscheinend lieber. kerzen habe ich übrigens keine. ich verstehe sowieso nicht was kerzen im bad zu suchen hätten, ausser dass sie dort gut aufgehoben wären, weil genug wasser zur verfügung stünde, falls ein brand ausbräche. aber sonst? wenn man nicht aufpasst verbrennt man sich, bei kerzenlicht kann ich nicht lesen, und das hin- und hergeräume der kerzen ginge mir auch auf den keks. zum schluss gibts dann auch noch irgendwo wachsflecken die ich dann, wenn ich schön entspannt bin, erst mal wieder wegputzen muss, und das wars dann wieder mit der entspannung. mich nervt ja schon das normale geputze nach dem baden, doch damit habe ich mich inzwischen arrangiert. nein nein, kerzen kommen mir nicht ins bad!

 

zu all dem gehört auch dazu, dass ich kein duschgel benutze, sondern ganz normale seife. ich mag duschgel nicht. auch das hat mehrere gründe: erstens verbraucht man mit duschgel sehr viel mehr "seife" als mit einem seifenstück, zweitens hat man dann schlussendlich eine plastikflasche zu entsorgen. es nervt mich ja schon, dass ich beim haarwaschmittel keine andere wahl habe, da brauch ich nicht auch noch duschgel. das gilt natürlich auch für die immer beliebter werdenden flüssigseifen!

 

und ich liebe meine wurzelbürste! nun, natürlich ist es keine wurzelbürste, ich nenne sie nur so weil sie nicht gerade sanft ist. aber genau das mag ich daran, da hat man das gefühl, dass wirklich auch der allerletzte dreck so richtig abgeschrubbt wird, "abgeschabt" könnte man fast schon sagen. in den bädern all meiner großmütter gab es früher immer so eine badebürste. das ding ist aus holz, hat einen abnehmbaren, bzw. aufsteckbaren langen stil, und für die hand eine stoffschlaufe. die borsten sind aus irgendeinem tierhaar, keine ahnung aus welchem. könnt ihr euch vorstellen was ich meine? damit bekomme ich meinen rücken wunderbar geschrubbt, da komme ich ansonsten ja nie richtig hin - und es gibt derzeit auch sonst niemanden der dort herumkratzen würde *g*.

 

so, nun kennt ihr all meine badegeheimnisse. wie sieht es mit euren aus?

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Mo

20

Mai

2013

mehr von früher

als ich damals vor vielen jahren in tirol ankam, hatte ich noch eine fixe zahnspange. in deutschland war das ganz normal, dort hatte etwa ein viertel aller schüler entweder eine permanente zahnspange, oder eine zum rausnehmen, wer eine zahnspange hatte war irgendwie cool. die allercoolsten hatten am gürtel einen kleinen plastikbehälter baumeln, in dem sie ihre herausnehmbare zahnspange deponieren konnten. in tirol war ich jedoch in etwa einer von 10.000... - schülern, nicht einwohnern! natürlich hatte ich dadurch gleich mal einen sptznamen weg und zwar "voest-alpine". ich verstand lange zeit diesen scherz nicht, bis ich dahinterkam dass das eine stahlproduzierender betrieb war. meine mitschüler hatten soetwas noch nie vorher gesehen und was man nicht kennt muss man natürlich lächerlich machen.

 als ich dann endlich die zahnspange los wurde, kam ich auf die abstruse idee mir eine dauerwelle machen zu lassen. ich sah zwar richtig gut damit aus, doch als 13jähriger (oder war ich da schon 14?) schüler im hochkonservativen tirol, voller geistig vernagelter menschen samt ihrem nachwuchs, der ja zusammen mit mir in der klasse saß, hatte ich mich mitten in ein weiteres fettnäpfchen gesetzt. burschen machen sich keine dauerwellen, das ist mädchenhaft. jedoch gerade mit dieser frisur schnappte ich mir während der wienwoche das schönste und begehrteste mädchen einer weiteren schulklasse aus tirol, die zur selben zeit auf wienwoche waren und im selben hotel (streng genommen muss man sagen: in der selben absteige) residierten. passiert ist damals garnichts, ausser dass man engumschlungen zusammen tanzte und sich nach dieser woche noch ein paar mal briefe schrieb. sie war groß, schlank und blond und trug einen zauberhaften minirock, zumindest fand ich den damals zauberhaft, heutzutage fände ich ihn schrecklich. jedenfalls war das sowas wie der erste aufriss meines lebens und es war mir eine tiefe genugtuung wie mir all die großmäuler, die mich sonst während der pause pflanzten oder manchmal sogar versuchten zu verprügeln, dabei zusehen mussten, wie ich mit meiner blondine engumschlungen tanzen konnte.

 ansonsten war diese wienwoche ein einzges disaster. ich hatte nur eine dünne jacke dabei und während der ganzen woche blies der wind wie verrückt. mir war ständig zu kalt. ausserdem hatte ich großartige 100,- schillinge von meinen eltern bekommen. damit musste ich sämtliche eintritte zahlen und auch alles andere was ich mir während dieser woche leisten wollte. natürlich verlor ich bereits am 2. tag während des besuchs des praters 50,- schillinge, wobei ich mir fast sicher bin, dass ich diese nicht verlor, sondern mich als unerfahrener jugendlicher an irgendeiner kasse übers ohr hauen ließ, so dass ich mich den rest der woche aufs allernotwendigste beschränken musste. einmal lud mich unser busfahrer aus mitleid auf ein saftl ein. das war glaub ich am donauturm.

 da fällt mir natürlich auch gleich die skischulwoche ein. diese fand ca. 2 monate nach meiner verschleppung nach tirol und ein jahr vor der wienwoche statt. ich hatte zunächst keine ahnung dass es soetwas überhaupt gibt, in deutschland ist soetwas unbekannt, zumindestw war es mir bis dahin unbekannt. zum glück konnte ich von kindesbeinen an skifahren, so dass ich mich hier ausnahmsweise mal nicht zum affen machte *g*. jedoch hatte ich das pech, dass mir in dieser woche der reißverschluss meiner skihose kaputt ging, also musste ich in normaler jeans skifahren gehen, was für mich aber kein großes problem darstellte, denn in dieser woche war es relativ schön und warm. nur als wir auf den gletscher wollten war eine skihose (eine sogenannte jethose) pflicht. also trat ich an meine klassenlehrerin (die ja hier klassenvorstand heisst) heran, um sie darum zu bitten, das teil zu reparieren, bzw. zu nähen. die blies mir aber gehörig den marsch und weigerte sich. nun, vielleicht hätte ich erstens vor betreten ihres zimmers anklopfen sollen und sie somit nicht in unterwäsche überrascht und zweitens dies nicht 10 minuten vor abfahrt auf den gletscher tun sollen, was ja zeitlich doch recht knapp bemessen war. schlussendlich konnte ich mir dann doch kurzfristig von einem klassenkameraden eine dieser jethosen ausleihen. der ausflug war gerettet und ich sah wieder mal lächerlich aus, da dieser kamerad ein paar nummern größer und breiter war als ich, so dass diese jethose an mir herumschlackerte.

eines abends, als wir alle im tv-raum saßen (damals war es noch nicht üblich dass jedes zimmer einen fernseher hatte - und es gab nur 2 programme: fs1 und fs2, die heutigen orf1 und orf1) überfiel mich entweder übermut oder boshaftigkeit, ich kann es nicht mehr genau sagen, jednefalls schmiss ich einen ausgekauten kaugummi nach vorne, in richtung eines mädchens mit langen blonden haaren. im laufe des abends erfuhr ich dann dass der kaugummi tatsächlich in ihren haaren gelandet war und sie den rest des abends damit zugebracht hatte diesen wieder herauszubekommen. das tut mir heute noch leid.

 es gab dann irgendwann auch ein rennen bei dem ich allen zeigen wollte dass ich doch was drauf hatte. und prompt fädelte ich an einem tor ein, schlitterte die halbe rennstrecke nach unten und musste alles wieder nach oben klettern um meinen lauf fortzusetzen. unten angekommen, als ich nach meiner zeit fragte, meinte der nette lehrer der meine zeit gestoppt hatte mit grinsendem gesicht "bestzeit". ich stutzte, und für eine halbe sekunde war ich vor freude fast aus dem häuschen, obwohl mir eigentlich klar sein hätte müssen dass das nicht stimmen konnte, bis dann eben dieser nette lehrer seinen satz mit den worten "...bis zum 5. tor als du eingefädelt hattest" fortsetzte. von diesem zeitpunkt an war mir klar dass man in tirol jederzeit bei jedem damit rechnen musste verarscht zu werden, ohne rücksicht auf das eigene befinden, nicht nur von klassenkameraden, freunden und nachbarskindern, auch von den eigenen lehrern. 

 nun, das mit dem verarschen war mir tatsächlich total neu. ich war es nicht gewohnt jederzeit damit rechnen zu müssen. es fing schon an meinem ersten schultag an, noch bevor ich überhaupt in der schule war. am weg zur bushaltestelle traf ich einen nachbarsjungen der den selben weg hatte wie ich und dieser wollte mir sogleich einreden dass einer der umliegenden berge ein vulkan sei, da hinter ihm eine wolke so aussah als hätte dieser berg tatsächlich eine vulkanische spitze. doch so leicht ließ ich mich nicht beirren, ich wusste bereits damals, dass es in österreich keine vulkane gab. doch all dies machte mich zum zyniker und schulte meine schlagfertigkeit. ganz so leicht wollte ich es "denen" dann doch nicht machen.

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So

19

Mai

2013

von früher

ich war, glaube ich, 11 jahre jung, als ich das erste mal dachte, ich wäre verliebt. aber ich hatte ja keine ahnung und verwechselte das vermissen einer freundin mit etwas, das ich nur vom hörensagen her kannte. wir waren vom tiefsten bayerischen land nach stuttgart in die stadt gezogen, genauer gesagt, in einen vorort. alles war anders und neu, sogar die sprache war irgendwie eine andere. ich vermisste also mein altes leben, meine freunde, die sprache, einfach alles und wollte es wieder haben. als dann auch noch kurz hintereinander 2 geschwister geboren wurden, kam zu diesem gefühl des verloren seins auch noch eine einsamkeit dazu, denn nun war nicht mehr ich das wichtigste kind.

nach nicht einmal 3 jahren, als ich neue freunde hatte und mich an all das neue, auch an die sprache gewöhnt hatte, zogen wir wieder um. diesmal von stuttgart nach tirol. und dieses mal war es noch schlimmer. hier war ich noch mehr alien als ich es in stuttgart jemals hätte sein können. natürlich hatte ich zunächst einmal diesen seltsamen schwäbischen dialekt, doch glücklicherweise hatte ich imemr schon ein talent für sprache, das bayerische hatte ich sowieso nie ganz verlernt, also brauchte ich nur schwäbisch und bayrisch miteinander zu vermischen, dazu ein wenig auf regionale besonderheiten achten, und schon unterschied ich mich nach 3 monaten sprachlich kaum mehr von "echten" triolern. aber das war ja noch nicht alles. es gab noch so vieles anderes das total anders war als ich es gelernt hatte, bzw. gewohnt war.

zunächst einmal benutzte ich keine ordinäre schultasche, sondern hatte einen aktenkoffer, und wurde deshalb von meinen neuen mitschülern und lehrern seltsam angesehen, denn hier hatten die meisten diese damals üblichen schulcontainer von scout. die aktenkoffer waren damals draussen in stuttgart gerade mode unter uns schülern. und es war pflicht sie so dicht wie möglich mit aufklebern zu bepflastern. dieser aktenkoffer begleitete mich übrigens noch sehr lange durch mein leben, so lange, bis er endgültig seinen geist aufgab.

 

doch was war natürlich noch nicht alles. plötzlich musste ich in der schule hausschuhe tragen, was natürlich rückblickend gesehen eine gute entscheidung war, und in der großen pause durfte man nicht nach draussen. logisch, wir hatten ja alle nur hausschuhe an, doch ich wäre gerne mal 5 minuten rausgegangen, ging aber nicht. es gab nur mehr 5 statt 6 schulnoten und man sprach die lehrer nicht mehr mit ihrem namen an, sondern sie hießen alle herr oder frau fachlehrer. das "Q" hieß plötzlich nicht mehr "kuh", sondern "queh" und das "J" nicht mehr "jott", sondern "jeh", die kassE hieß auf einmal kassA und der januar plötzlich jänner. andere kleinigkeiten wie erdäpfel statt kartoffeln, karfiol statt blumekohl, fisolen statt bohnen, schlag statt sahne und ähnliches war ich ja bereits durch meine österreichische verwandtschaft gewohnt. es gab schulmilch einen monat im voraus zu bestellen anstatt in der pause gebäck zu kaufen und ich wurde jeden monat mit einer seltsamen zeitschrift namens "jung österreich", zwar gratis aber dennoch unfreiwillig, beglückt. süßes gebäck hieß nun mehlspeise und die strassenmarkierungen waren gelb statt weiss. witzigerweise hatte ich so als eigentlich deutscher in österreich viel mehr das gefühl in naziland zu leben, als es umgekehrt jemals der fall sein hätte können. aber so war mir das damals nicht bewusst, ich wusste nur dass ich nun komplett fehl am platz bin.

 trotz allem fand ich auch hier wieder neue freunde, meine brüder wuchsen ohne dem bewusstsein eigentlich nicht hierher zu gehören auf, und die schule ging auch irgendwann vorbei. und schon verlor ich wieder die meisten meiner freunde, man verlor sich irgendwie langsam aus den augen, man wurde auseinandergerissen, einfach nur durch die wahl der weiteren fortbildungen. die einen gingen htl, manche ins gymnasium, andere fingen eine lehre an und ich konnte mich nicht entscheiden, also legte ich ein nachdenkjahr im polytechnikum ein. schon wieder neue klassenkameraden, neue lehrer, neue schule, zudem neue fächer. und ich depp wählte fächer die sonst fast nur von mädchen gewählt wurden und separierte mich ein weiteres mal von allen anderen. warum ich unbedingt kochen als wahlfach nehmen musste, ist mir heute noch ein rätsel. ich tat mir irrsinnig schwer, denn die mädchen wussten und konnten bereits alles, es wurde auch vorausgesetzt dass man all dies könne, trotzdem war es ein wahlfach, für jeden offen, also wählte ich es, denn die "männlichen" basteleien im werkunterricht gingen mir auf die nerven. gelernt habe ich überhaupt nichts, ausser vielleicht den brandteig denn an diesen kann ich mich seltsamerweise immer noch erinnern. 

 in dieser zeit zog es mein vater vor die familie alleine zu lassen und die woche über über in wien zu arbeiten. nun gut, er hatte keine andere wahl, dies war teil der firmenpolitik. leitende mitarbeiter mussten österreichweit intern "bäumchen wechsle dich" spielen und wurden in andere bundesländer versetzt. schlussendlich war diese abwesenheit einer der gründe für die scheidung der eltern die ein paar jahre darauf folgte. ich möchte mal wissen wie viele ehen bzw familien diese völlig bescheuerte idee dieser firma noch auf dem gewissen hat. naja, man kann es nicht nur darauf schieben, aber ohne dieser firmenbefohlenen zwangsumsiedlung wäre sicher vieles ganz anders verlaufen. ich möchte auch nicht mein eigenes damaliges verhalten auf diesen umstand schieben, trotzdem bin ich mir sicher, dass diese de-facto-abwesenheit des vaters ein wesentlicher mosaikstein in den ursachen meines jetzigen lebens darstellt. 

 tja, so trudelte ich irgendwie durch mein junges leben, und wusste nie wirklich was ich wollte. ich fing schulen, bzw. ausbildungen an und brach sie wieder ab. damals hatte das ja noch keine großen auswirkungen für mich, also war mir auch nicht bewusst was ich da eigentlich tat. mein freundekreis ging ja auch in irgendwelche höhere schulen, oder befand sich in einer lehrlingsausbildung, hatte ebenso wie ich kein geld, und man traf sich, so wie immer, bei freunden oder am brunnen am hauptplatz. wir machten parties wenn jemand geburtstag hatte, im sommer hatten die meisten von uns ferien, und wir lagen im schwimmbad herum und im winter baggerten wir jungs die engländerinnen und französinnen, die mit der klasse auf schischulwoche waren (oder eben der englischen bzw. französischen entsprechung davon) an.

 irgendwann mussten wir jungs, die wir angeblich inzwischen zu männern herangewachsen waren, zum militär. so dünnte sich immer mehr das was einmal eine clique war aus, sei es wegen militär, oder es gab plötzlich pärchen, bzw jemand hatte jemand anderen gefunden und beschäftigte sich lieber mit jenem, anstatt mit uns, und nach und nach verschwanden einzelne akteure. und irgendwann war auch ich an der reihe und musste zum militär um meinen präsenzdienst abzuleisten. ich war es ja inzwischen gewohnt fehl am platz zu sein und mich wie ein alien zu fühlen, doch was mir dort begegnete überstieg mein fassungsvermögen. nun, gerade das militär wäre ein dankbares thema, aber das würde den rahmen hier sprengen. irgendwo habe ich noch tagebücher aus dieser zeit, vielleicht arbeite ich diese ja irgendwann mal auf...

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Do

16

Mai

2013

kriminaltango

euer herr von sinnen ist kriminell! oh ja! und zwar derart kriminell, dass ihn gestern 2 beamte abholen und vorführen wollten! tatsache! und das kam so:

 

als ich gestern am frühen abend nach hause kam - de facto hatte mir mein bruder sein raumschiffgroßes auto geliehen (nennt mich commander von sinnen!) und ich hatte ihn von seinem arbeitsplatz abgeholt, der sich nur ein paar minuten von meiner wohnung entfernt befindet, und ihm das auto zurückgegeben, bzw. er mich danach wieder nach hause gebracht - als ich also aus dem auto vor der haustür ausstieg, standen dort bereits 2 beamte vor verschlossener tür und klingelten irgendwo. ahnungslos, blöd und hilfsbereit wie ich nun mal bin, fragte ich zu wem sie denn wollen, obwohl ich schon ahnte, dass ich die begehrte person sein würde. aber ich kann ja meine klappe nicht halten. ja und so war es dann auch, sie suchten mich. wäre ich einfach vorbei und ins haus hinein spaziert, hätten sie nie erfahren, dass ihre gesuchte person bereits zum greifen nahe war. ich aber auch nicht. und irgendwie war es auch besser so.

 

nun, worum es denn ginge, frug ich, immer noch dumm und hilfsbereit, jedoch nicht mehr ganz so ahnungslos, denn ich hatte inzwischen sehr wohl einen verdacht welche geschichte hier gerade abläuft, und begann somit den kriminaltango zu tanzen. und tatsächlich, es ging um die gesammelten nicht bezahlten verkehrsstrafen der letzten monate, bzw. im grunde sogar der letzten jahre. ich hatte nun die wahl zwischen sofort bezahlen, oder sofort mitgenommen zu werden und ein paar tage "urlaub" zu genießen.

 

nun, ob es denn nicht noch eine andere möglichkeit gäbe, wollte ich wissen. ja, die gäbe es vielleicht, meinten die netten beamten (und das "nett" meine ich ausnahmsweise mal nicht ironisch, sondern vollkommen ernst). ich könnte versuchen bei der bezirkshauptmannschaft anzurufen (fleißige leser aus deutschland wissen bereits, dass die österreichische bezirkshauptmannschaft soetwas wie das deutsche landkreisamt ist), in dieser und jener abteilung, bei dieser und jener dame, und versuchen eine ratenzahlung zu vereinbaren.

 

dies ging natürlich gestern abend nicht mehr, also erledigte ich das heute früh. doch leider, ich hatte bereits viel zu lange gewartet, mich viel zu lange nicht gemeldet, die ganze geschichte einfach ignoriert, jetzt führt kein weg mehr an sofort zahlen, oder sofortigen "urlaub" vorbei, hieß es von der an sich ebenfalls trotz allem sehr netten dame bei der bh. es hieß also für mich weitertanzen.

 

puuuuuuhhhhhh....... tief durchatmen.......

 

zwischendurch wird sich der geneigte leser vermutlich schon längst gefragt haben, wie es überhaupt so weit kommen konnte. so wirklich erklären kann ich es jedoch nicht. es fing damit an, dass ich einfach zum zeitpunkt der strafe(n) das geld nicht übrig hatte, ging dann damit weiter, dass ich es erstens wieder vergaß und dann die beträge natürlich nicht kleiner wurden, und irgendwann steckte ich einfach den kopf in den sand und wartete ab was wohl passieren wird. tja... so in etwa... eine verquickung von ungünstigen umständen mit einem sehr großen schuss an blödheit, würde ich mal sagen. der witz an der ganzen geschichte ist, dass ich jedem anderen der soetwas macht, einen arschtritt verpassen würde, damit er endlich in die gänge kommt. ich selbst neige jedoch bei dingen die mich persönlich betreffen auf fatale weise dazu so lange zu warten, bis es wirklich nicht mehr nur 5 vor, sondern bereits 5 nach zwölf ist. aber so komme ich wenigstens zu interessanten blogeinträgen *grins*.

 

nun also weiter in der geschichte.

 

es stand nun also fest, ich musste etwas tun. also musste wohl jener geldbetrag, den ich eigentlich für das neue auto auf die seite gelegt hatte herhalten, um diese summe zu bezahlen. doch ganz so dramatisch ist das nun auch wieder nicht, denn ich hatte noch eine weitere idee. in diesem fall kam mir nämlich mein hang zum erst um fünf nach zwölf agieren entgegen, denn ich hatte immer noch nicht die arbeitnehmerveranlagung (steuererklärung) eingereicht. also erledigte ich dies schnell, das ging ja ruck zuck online. und siehe da: anscheinend bekomme ich einen großen klacks mehr an steuergeldern zurück, als ich für diese geschichte jetzt ausgeben muss. das neue auto, bzw. das geld dafür, ist also gerettet. UND es bleibt auch noch etwas übrig, wobei ich befürchte, dass ich den überhang wohl auch in ein neues auto investieren muss, denn um die summe die mir durch den verkauf meines alten pussy wagons zur verfügung stand, lässt sich nur sehr schwer etwas finden. eigentlich hätte ich mit dem geld gerne etwas anderes gemacht, aber was solls. vermutlich hätte ich die blöde arbeitnehmerveranlagung sowieso noch lange hinausgezögert. weiss der geier warum. also war das ganze eigentlich ganz gut so.

 

eigentlich wollte ich erst morgen bei der polizei vorbeischauen um den geforderten betrag einzuzahlen, vor allem, da ich morgen vormittag sowieso unterwegs sein muss, doch da es heute nachmittag wieder bei mir klingelte, und ich mich in meiner panik tot stellte, setzte ich dann doch alle hebel in bewegung, um zu einem auto zu kommen und die summe direkt bei der polizei einzahlen zu können.

 

endlich ausgetanzt.

 

naja, ich bin nicht stolz drauf. andererseits ist es irgendwie interessant zu sehen, wie sehr man diverse fristen und vorschriften dehnen kann, wenn es wirklich drauf ankommt. und wenn ich daran denke, dass es ja doch immer wieder leute erwischt, die tatsächlich unfreiwilligen urlaub nehmen müssen, dann frage ich mich, was DIE denn eigentlich angestellt haben, dass es tatsächlich so weit kommen musste. andererseits dachte ich ebenfalls kurz daran es darauf ankommen zu lassen. ein par tage ruhe wären nicht schlecht, ausserdem hätte ich mir dann dadurch das geld gespart. andererseits habe ich termine, deren nichteinhaltung erst recht wieder ärger nach sich ziehen würden. zudem habe ich keine ahnung wie das dann ist. darf man sich bücher mitnehmen? zigaretten? was zum selbst schreiben? muss man zu einem bestimmten zeitpunkt aufstehen und irgendwo irgendwas arbeiten,  wird zu einem bestimmten zeitpunkt das licht ausgemacht und man muss schlafen? sitzt man alleine im kämmerlein, oder muss man sich mit einem mithäftling herumschlagen?

 

fragen über fragen. solange diese für mich nicht geklärt sind, sehe ich wohl besser von dieser erfahrung ab. ich weiss zwar, dass man bei einer ersatzhaftstrafe eine andere behandlung erfährt, als wenn man tatsächlich als krimineller einsitzt, aber dennoch, solange ich nicht weiss was da auf mich zukommen würde, lasse ich es besser. aber wer weiss, vielleicht ergibt sich diese gelegenheit ja nochmal, dann gibts tatsächlich einen bericht aus der zelle ;-)

 

ps: der scan meiner zahlung ist natürlich zensiert! es muss ja niemand wissen wie ich wirklich heisse oder wo ich wohne.... 

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Mi

15

Mai

2013

von sinnen im kino: epic - verborgenes königreich

heute übe ich mich mal in jener disziplin, von der ich hier bereits kürzlich geschrieben hatte: nämlich in der kritik, genauer gesagt, in der filmkritik. man darf mich dann gerne anschließend dazu selbst kritisieren ;-)

 

wenn man nachwuchs hat, der sich zwar bereits in der pubertät befindet, aber dennoch noch zu jung ist, um sich dem effektgewitter des blut- und beuschel mainstreams hinzugeben, der landet immer wieder - auch als erwachsener - in animationsfilmen. dagegen ist ja nichts einzuwenden, sehr viele filme aus diesem genre mag ich wirklich sehr gerne, wie zum beispiel die unglaublichen oder merida.

 

dieses mal war es die vorpremiere des filmes "epic - verborgenes königreich", auf die 3d-version wurde bewusst verzichtet, denn im grunde stört es sowieso nur, kostet mehr, und nach 10 minuten hat man sowieso vergessen dass man eigentlich 3d sieht. doch warum der filmtitel dieses "epic" in sich trägt, blieb mir bis heute verborgen.

 

im grunde enthält die geschichte altbekannte elemente: der kampf gut gegen böse, junger held trifft mädchen und nach vielen komplikationen bekommt der held am schluss das mädchen, der allgegenwärtige comic-relief in form von einer dicken dummen und einer schlanken klugen nebenfigur kommt natürlich auch vor, ebenso der böse erzfeind samt dunkler armee, ein weises ausgeflipptes orakel, der eltern-kind-konflikt und vielerlei dergleichen mehr. diesbezüglich gab es also keinerlei überraschungen.

 

rein technisch wurde der film wirklich wundervoll umgesetzt. nach sehr kurzer zeit hat man vergssen, dass die landschaften, der wald, die bäume und all die pflanzen welche nun wirklich massenhaft zu sehen sind, aus dem rechner stammen. die detailtreue ist recht groß, pflanzen sind eindeutig zu identfizieren, tiere (vor allem vögel) ebenfalls. sogar so sehr, dass mein dahingehend talentierter nachwuchs eindeutig feststellen konnte, dass es sich in einem fall um was-weiss-ich-welche-finken oder sperlinge oder meisen oder weiss der geier handelte (ich müsste nochmal nachfragen). nur die bösen erinnerten mich mehr an hai, als an molche, die sie ja laut meinem schlauen nachwuchs sein hätten sollen.

 

es gibt jedoch einen großen logikfehler, der nicht nur mich, sondern auch meinen nachwuchs sehr beschäftigte: wenn sich diese kleinen wesen, die ja quasi neben uns existieren sollen, deshalb von uns nicht wahrgenommen werden, weil sie sich viel schneller bewegen als wir, warum sind dann 2 der wichtigen nebenfiguren ausgerechnet schnecken? schnecken sind alles andere als schnell, wie wir alle wissen...

 

der film wird trotz fehlender überraschungen nicht langweilig, ich würde ihn auch nicht als mißlungen bezeichnen, doch wenn ich ihn mit "drachenzähmen leicht gemacht" oder "merida" vergleiche (und diesen vergleich muss er sich gefallen lassen), dann wurde er weit abgeschlagen, rangiert dennoch immer noch in der liga der besseren animationsfilme.

 

ich habe nicht bereut mir diesen film anzusehen, ich würde ihn mir auch jederzeit ein weiteres mal ansehen, doch ein must-see ist er nicht.

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Di

14

Mai

2013

in der grauen lagune

ich möchte der welt einfach mal meine lieblingsradiosendung ans herz legen - obwohl ich sie schon seit ewigen zeiten, aus gründen die mir eigentlich unbekannt sind, selbst nicht mehr höre... aber ich vermisse sie sehr....

sonntag abends, wenn man weiss, dass wenn man jetzt schlafen geht, dann ist beim wieder aufwachen montag morgen. und man muss wieder in den job oder in die schule....

oder wenn man liebe menschen schmerzlich vermisst.

 

fm4grauelagune

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Fr

10

Mai

2013

kalt und bitter

ich beneide
diese tasse kaffee
die deine verschlafenen lippen
wachküssen darf
jeden kalten
bitteren morgen



leider nicht von mir...

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Do

09

Mai

2013

ich bin gerne frau

heute las ich hier (elvun gaming-blog) über diskriminierung von frauen in games. wenn man mal von jenem umstand absieht, dass es kaum weibliche hauptfiguren gibt, kann ich dieser behauptung, dass frauen in games diskriminiert werden würden, nicht zustimmen, genau so wie die von mir geschätzte blogautorin auch.

 

nun, ich bin kein großartiger gamer. jene spiele, die ich bevorzuge, haben entweder überhaupt keine hauptperson, oder man spielt quasi sich selbst ohne einen avatar wählen zu müssen, wie zum beispiel in der myst reihe. ich habe zwar einmal eine zeitlang irgendeinen teil der tomb raider reihe gespielt, es dann aber nach ca. drei viertel des spiels wieder aufgegeben, weil mich das ständige gehopse und gestöhne von lara croft einfach nervte.

 

meine erfahrungen mit frauen und deren diskriminirung in games beschränken sich also größtenteils auf beobachtungen. dennoch habe auch ich meinen senf dazu abzugeben:

 

zunächst einmal verwundert es nicht, dass es mehr männliche als weibliche hauptdarsteller gibt. das ist im richtigen leben so, warum soll es also nicht auch in games so sein? über die gründe, warum es im richtigen leben so ist, könnten wir jetzt seitenweise diskutieren, möchte ich aber nicht, das thema ist nämlich ein anderes.

 

zweitens haben frauen nun einmal titten und kleiden sich im normalfall auch anders als männer. warum sollte man das in games nun plötzlich völlig ignorieren? natürlich werden gerade in games die weiblichen attribute gerne mal besonders hervorgehoben, und natürlich würde sich im ernstfall keine frau der welt so anziehen, wie es einem in diversen games suggeriert wird, vor allem weil es in den meisten fällen mehr hinderlich als praktisch wäre, in kürzester zeit wären die mädels überall aufgeschürft und blutig, und irgendwann würden sie vermutlich auch erfrieren. aber schaut euch doch mal die männer an, in games, in denen die frauen dermaßen aufreizend herumlaufen, sieht es bei den männern auch nicht viel besser aus. muskelbepackt und notdürftig lendenbeschürzt, bewaffnet mit einem überdimensionalen krebsgeschwür von schwert das, wenn es echt wäre, kein arnold schwarzenegger der welt auch nur hochheben könnte, wuseln die irrealen kecken recken locker durch ebenso irreale welten. wenn hier also diskriminierung von frauen vorherrscht, was ist dann bitte das, was dort mit uns männern passiert? hm? dass der männliche held meistens die weibliche heldin beschützen muss, wäre vielleicht ein ansatzpunkt, zugegeben, doch ich spiele viel zu wenig um nun wirklich fundiert beurteilen zu können, inwieweit hier die damen nur nett anzusehendes beiwerk sind, oder wichtiger bestandteil der geschichte.

 

wie ich in einem anderen blogartikel schon einmal anmerkte, spiele ich gerne ein spiel namens wizard 101, bzw. dessen ableger pirate 101. man kann sich dort pro account 6 charaktere erstellen, und ich gestehe, von 5 meiner chars sind 3 weiblich, und der 6. wird vermutlich ebenfalls weiblich werden.

 

warum mache ich das? dies hat vor allem 2 gründe:

 

der erste grund ist, dass die weiblichen chars einfach viel besser aussehen, die kleidung besser an ihnen aussieht, und sie sich auch anmutiger bewegen. jahaha... lacht nur, das ist tatsächlich so. die männlichen chars sehen entweder grimmig oder dämlich aus, so dumm kann kein weibnlicher char aussehen,d ass er nicht dennoch ebsser aussähe als ein mann, und frauen in röcken sehen sowieso nun mal besser aus als männer in strumphosen, und das mit dem bewegen... ja wie erkläre ich das jetzt... die jungs rennen immer ganz verbissen mit zu fäusten geballten händen durch die gegend, die mädchen tänzeln irgendwie anmutig dahin. ich kanns nicht besser erklären, tut mir leid. fakt ist, dass ich die anstrengung des laufens bei männlichen chars mehr "spüre" als bei weiblichen, bei den weiblichen sieht es irgendwie fluffiger aus. etwas später, wenn man dann reittiere oder flugbesen besitzt, erübrigt sich das größtenteils wieder, ausser in einigen dungeons, dort wird nur zu fuß gegangen. und bezüglich der kleidung egalisiert sich das auch je höher der level wird. ab einem gewissen levelgrad werden die rüstungen für beide geschlechter einfach nur mehr lächerlich.

 

der zweite grund ist, wie andere mitspieler mit einem umgehen. männliche spieler sind weiblichen spielern gegenüber hilfsbereiter, und weibliche mitspieler argwöhnen nicht sofort, dass man sie anflirten möchte, sind also auch hilfsbereiter. UND das drama ist nicht so groß wenn man mal einen fehler macht, es wird leichter verziehen. ich sehe das alles nicht als diskriminierung, im gegenteil, im grunde wird man ja als männlicher spieler diskriminiert. frau zu sein hat hier nur vorteile.

 

und darum bin ich gerne frau *ggg*.

 

 

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Do

09

Mai

2013

17-Jährige entwickelt Plugin, um TV-Spoiler zu blockieren

weil es gerade zu meinem vorigen blogartikel passt:

 

Mit Twiwo gewann Jennie Lamere bereits beim Hackathon TVnext Hack

"In der neuen Game-of-Thrones-Folge wurde *Beep* umgebracht!" Wer sich die Handlung aktueller TV-Serien nicht durch Spoiler verderben lassen will, hat es schwer auf Twitter. Eine Lösung dafür dürfte nun eine 17-jährige US-Schülerin gefunden zu haben. Ihr Browser-Plugin Twiwo soll Spoiler blockieren.

Jennie Lamere hat Twiwo für Chrome und Firefox entwickelt, berichtet die Los Angeles Times. Das Plugin sucht Tweets nach Schlagwörter ab, die die Handlung einer Serie verraten könnten. Die Keywords kann der Nutzer selbst definieren, beispielsweise den Titel der Serie oder Namen von Charakteren und Schauspielern. Gedacht ist, dass das Plugin immer dann aktiviert wird, wenn eine neue Folge ausgestrahlt wird, bis man sie gesehen hat.

Lamere und ihre Freunde würden bereits eine frühe Version von Twiwo nutzen. Bis das Plugin öffentlich zur Verfügung steht, müsse sie aber noch einige Fehler beheben. Das soll in den kommenden Wochen geschehen. Aktuell konzentriere sie sich nur auf Twitter. In Zukunft sei aber auch eine Version für Facebook denkbar.

Mit Twiwo hat die Schülerin im April bereits beim Wettbewerb TVnext Hack in der Kategorie "best in show" gewonnen. Im Herbst will Lamere auf das Rochester Institute of Technology gehen. Sie hofft, eines Tages für Google zu arbeiten.

 

Quelle: derstandard.at 

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Do

09

Mai

2013

von kritiken, inhaltsangaben und spoilern

ist denn eigentlich noch niemandem aufgefallen, dass sich schon seit längerem die grenze zwischen inhaltsangabe und kritik dermaßen aufweicht, dass inzwischen schon reine inhaltsangaben als kritiken durchgehen? nun, MIR fällt das immer wieder auf. und zwar sehr unangenehm! im grunde ist es völlig egal ob wir hier nun über filme oder bücher sprechen. theater, oper und ähnliches (musical, kabarett...) kann man hier ausnehmen, denn das ist wieder eine völlig andere kategorie.

 

also, stellen wir mal folgendes fest: eine inhaltsangabe beschreibt den inhalt ohne zu werten. dies ist ja auch gut und richtig, doch muss man hier auch noch einmal unterscheiden, ob es sich um einen rein informativen text handelt, wie zb. bei klappentexten auf büchern, oder um einen aufsatz im germanistikunterricht. das eine sollte nur neugierig machen und einem eine ungefähre vorstellung darüber verschaffen was einen erwartet. das andere MUSS bis ins letzte detail anspruch auf vollständigkeit erheben und lässt keine fragen offen. nach einer solchen inhaltsangabe kann man sich das lesen oder ansehen des eigentlichen werkes eigentlich sparen, ausser man ist fan des autors, des regisseurs, oder einzelner schauspieler. oder, was auch gelegentlich vorkommen kann, die geschichte begeistert einen dermaßen, dass man sich trotz nun recht gemilderter spannung diesem erlebnis hingeben möchte.

 

weiters stellen wir fest: eine kritik analysiert und bewertet. hier geht es darum, wie gut oder schlecht, oder von mir aus auch mittelmäßig, einzelne bestandteile des vorliegenden werkes nach meinung des kritikers gelangen. es handelt sich hier auch IMMER um die persönliche meinung, bzw. bewertung eines einzelnen. darum kann es auch vorkommen, dass sich kritiken verschiedener kritiker sehr voneinander unterscheiden. bei büchern werden zum beispiel handlung, aufbau, stil und sprache bewertet, bei filmen im grunde ebenso, doch hier kommen auch noch bildsprache, schauspielerische leistung, kameraführung und die leistung des regisseurs dazu, bei literaturverfilmungen auch noch die werkstreue - und je nach genre vieles mehr.

 

  es ist natürlich legitim bei einer kritik eine kurze inhaltsangabe einzubauen, vor allem wenn die handlung kritisiert werden sollte, doch eine inhaltsangabe zu liefern, die in der regel auch noch eins zu eins aus der pressemappe oder dem klappentext herauskopiert wurde, und dies dann als kritik zu verkaufen, empfinde ich einfach als frechheit. besonders dann, wenn es auf diese art von "promovierten" kritikern mit akademischen titeln (journalismus, germanistik, whatever...) praktiziert wird. besonders gerne geschieht es auf diese art bei kritiken zu filmen.

 

ein damit verwandtes thema ist das spoilern. hier möchte ich wikipedia zitieren: "Ein Spoiler (engl. to spoil, „verderben“) ist eine Information, die wesentliche Handlungselemente eines belletristischen Werks, eines Films, eines Hörbuchs oder zukünftiger Folgen einer Serie zusammenfasst und dadurch dazu geeignet ist, den Genuss am Konsum des vollständigen Werks zu verderben." - genau das erleben wir nämlich viel zu oft bei oben erwähnten kritiken, die eigentlich nichts anderes als inhaltsangaben sind.

 

natürlich erleben wir das unabsichtliche spoilern vor allem im privaten rahmen, wenn wir zum beispiel jemanden befragen, der jenes buch gelesen, hörspiel gehört, jenen film oder jene serie gesehen hat, das/den/die wir selbst gerne lesen/hören/sehen möchten. nicht zuletzt aufgrund oben genannter kritkerpraxis verwechseln inzwischen viele menschen kritik mit inhaltsangabe, und spoilern uns somit unabsichtlich, weil sie es einfach nicht besser wissen - oder sich einfach keine gedanken dazu machen. man kann sie dann zwar darauf hinweisen, muss es ihnen aber nachsehen. leider.

 

bei filmen oder serien kann man ja zum glück auf trailer und/oder teaser (den unterschied zwischen trailer und teaser erkläre ich jetzt hier nicht - vielleicht  ein anderes mal bei passenderer gelegenheit) zurückgreifen. doch auch hier besteht höchste spoilergefahr.

 

  aber es gibt menschen, die die spannung nicht ertragen. diese können zum beispiel kein buch lesen, ohne nicht vorher schon die letzte seite gelesen zu haben. dafür fehlt mir nun wirklich jedes verständnis. ich selbst habe in meinem ganzen leben noch nie auf die letzte seite eines buches gesehen, bevor ich nicht durch lesen aller vorherigen seiten ganz von selbst dort hingelangt bin.  natürlich gibt es ausnahmen, zum beispiel bei fachbüchern oder nachschlagewerken. oder wenn ich ein buch am flohmarkt erstehe. seit es mir ein mal passierte, dass in einem solchen flohmarktbuch die letzten seiten fehlten, habe ich es mir zur gewohnheit gemacht, nachzusehen ob die letzten seiten auch vorhanden sind. ich lese dabei natürlich kein wort, ich sehe nur nach ob die seiten da sind. und aus. das fehlen der letzten seiten ist nämlich mindestens genau so schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer, als gespoilert zu werden. und bei büchern von denen ich mir nicht sicher bin ob sie mir zusagen, schlage ich einfach mittendrin auf und lese einen absatz, oder eine seite, dadurch bekomme ich einen ungefähren eindruck ob mir das buch zusagen wird, oder nicht. das gelesene vergesse ich sowieso wieder....

 

aber warum macht man das? man verdirbt sich doch damit den ganzen spass. zumindest empfinde ich es so. bei einem hörbuch hört man sich ja auch nicht zuerst einmal die letzten 2 minuten an, bei einem film sieht man sich ebenfalls nicht den schluss an bevor man dazu übergeht den ganzen film zu sehen. man hört oder sieht vielleicht mal kurz rein, aber mehr nicht. vielleicht liegt es daran, dass es bei einem buch viel einfacher ist, als bei hörbüchern oder filmen. und ich frage mich, ob sich das im herandämmernden zeitalter der e-books vielleicht ändern wird.

 

also, liebe kritiker, verwechselt in zukunft bitte nicht mehr kritik und inhaltsangabe!

 

liebe klappentext- und inhaltsangabenschreiber, bitte spoilert nicht zu sehr!

 

und liebe spoiler, haltet bitte einfach eure klappe!

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Mo

06

Mai

2013

ein ungewöhnlich ereignisreicher tag

07:30 uhr: von Sinnen ist heute umtriebig. erster Termin bereits erledigt (Nachwuchs in die Schule chauffiert), zwei weitere folgen noch. aber jetzt erst mal 1 stunde Wartezeit zum nächsten Termin überbrücken. ich danke den fast food Göttern für Mäcki und Wiener frühstück.  

dasistnichtmeineUhrzeit °stöhn°
 
08:30 uhr: AMS - wie man sieht war nichts los, also kam ich ausnahmsweise mal sehr schnell dran - gleich nach dem meine betreuerin mit einem kollegen fertig getratscht hatte natürlich. und dann kam es wie es kommen musste: mir wurde vorgeworfen dass mir motivation fehle, dass es nicht sein kann dass jemand wie ich keinen job findet, dass man halt auch mal was nehmen sollte das einem nicht so zusagt und so weiter und so fort. ich kann solche sprüche echt nicht mehr hören! aber der gipfel war, als sie mir vorwarf, dass sie stress mit ihrem chef hat, weil bei mir nichts weitergeht. also wies ich sie darauf hin, dass es hier nicht um sie und ihre situation geht, sondern um mich und meine. na mehr hats nicht gebraucht... ergebnis: ich stinkig, sie meint ich spiele spielchen (was ich von jetzt an zugegebenermaßen auch tue, weil mir die tusse am arsch geht), ich darf jetzt listen führen wann ich mich wo beworben habe. dass solche listen völlig kontraproduktiv sind, weil man sich damit immer wieder vor augen führt wie oft man bereits scheiterte und mir genau DAS auch schon im zuge einer vom ams verordneten schulungsmaßnahme beigebracht wurde, ist nun plötzlich irrelevant. kontrolle muss offenbar her.

ich kotz mich an!
 
09:00 uhr: nach dem ärger beim ams ging ich zur bh, um mein bereits seit wochen verkauftes kfz endlich endgültig abzumelden, nachdem schon vor monaten die kennzeichen abmontiert wurden.  wenn es nur ums abmelden gegangen wäre, hätte ich das ja ganz locker auf einer beliebigen kfz zulassungstelle machen können, da es sich aber um eine aufhebung handelte, musste ich eben auf die bh. witzigerweise gab es dort absolut keine probleme, obwohl ich mir eigentlich welche erwartet hatte. ich erwartete mir nämlich, dass ich noch irgendwelche strafen zu bezahlen hätte... doch nix wars. ein paar euro für den aufwand hingeblättert und gut wars.

schön.

09:30 uhr: ich habe ja eigentlich nie probleme mit meinem internet/kabelanbieter, im gegenteil, ich zahle immer einen monat zu spät ein, bin also immer einen monat im rückstand, und mein anbieter akzeptiert das schön brav. natürlich nicht ohne mir mahngebühren usw. draufzuschlagen. soll er, darf er, dafür lass ich ich mir ja auch zeit mit dem bezahlen, bzw. muss mir zeit lassen, weils nicht anders geht, bzw. bisher nicht anders ging. doch dieses mal war ich ein wenig zu spät dran. am freitag eingezahlt, heute wurde mir das internet gesperrt. ärgerlich. naja, aber ich bin ja auch selbst schuld. trotzdem rief ich dort erst mal vorsichtshalber an, denn hin und wieder fällt das netz ja auch ganz ohne meine schuld aus. aber leider, der grund war meine verspätete zahlung. aber jetzt kommt das wirklich ärgerliche an der ganzen geschichte:

man müsse warten bis die zahlung eintrifft und verbucht wurde, erst dann kann man den anschluss wieder freischalten. und das kann 3-5 werktage dauern. das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen: 3-5 tage!!!!!!! und das in unseren modernen zeiten! noch dazu bei einer solchen firma! nun, der einzige weg das zu umgehen war direkt in die zentrale zu fahren und den rückstand bar einzuzahlen. nun gut, also wieder ins geliehene auto und 35km gefahren (und dann natürlich auch wieder zurück) um den scheiss einzuzahlen.

wer nun denkt, es hätte genügt die differenz einzuzahlen, der irrt. nix da! der GESAMTE rückstand ist bar zu bezahlen, völlig egal welche summe man bereits überwiesen hatte, denn die überweisung - man erinnere sich - ist ja weder eingetroffen, noch verbucht. meines erachtens nach ist das beinharte erpressung und mutwilliger schwachsinn. wenn ich heute überweise ist das geld in der regel am nächsten tag auf dem anderen konto, höchstens in 2 tagen, aber niemals erst in 5 tagen! nun gut, mir blieb aber nichts anderes übrig, als zähneknirschend eine menge geld hinzublättern um HEUTE noch mein internet wieder zu bekommen.

aber dann überraschte ich die liebe dame im kundenservice mit meinem ansinnen den tarif zu wechseln. fazit: ich zahle nun zukünftig die hälfte, habe 4 mal mehr tv-programme (na gut, daruaf hätte ich verzichten können, aber ich freu mich trotzdem), und meine verbindung wird auch noch ein bisschen schneller als sie bisher war.

ätsch

im prinzip wars also ganz gut so. und die nächsten 2 monate muss ich auch nichts mehr zahlen, weil ich ja schon mit meiner noch nicht gebuchten überweisung bezahlt habe.

11:00 uhr: nach dem ausflug zum internetanbieter gings zum einkaufen. zum glück keine weiteren besonderen vorkommnisse. naja, ein paar leckere dinge um 30-50% billiger bekommen.

auch gut.

11:30 uhr: uuuuuuuuund nach dem einkaufen gings zur apotheke. naja, gehört eigentlich zum einkaufen dazu, doch ich hab ein eigenes foto dazu gemacht *g*

auch hier keine besonderen vorkommnisse - zum glück.

16:00 uhr:  aus einem geplanten kind abholen - bei mcdonalds durchfüttern - zum training bringen - währenddessen kaffee und buch genießen - kind vom training abholen - kind nach hause bringen - auto zurückgeben wurde ein kind abholen - bei mcdonalds durchfüttern - mit kind exe abholen - auto zurückgeben

und der typ der den typenschein wollte kam auch nicht. wäre mir ja egal, wenn er nicht mein neues auto mitbringen sollte...

naja, also alles halb so wild....
 
eigentlich unglaublich was man so alles an einem vormittag erledigen kann. was wohl noch weiters passieren wird? lasst euch überraschen auf welchen pfaden ich noch wandeln muss - ich muss mich ja auch überraschen lassen. meistens zumindest! 
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So

28

Apr

2013

schlechtes gewissen

ich habe ein schlechtes gewissen!

 

heute wäre ein wahltag. die landtagswahlen stehen an und ich gehe nicht wählen. und das obwohl ich ein glühender verfechter der demokratie und des wahlrechts bin. "wie kommts?" fragt sich nun vielleicht der geneigte leser. nun, das hat mehrere gründe.

 

zunächst einmal möchte ich feststellen, dass ich es durchaus bedaure dieses mal nicht mein recht zur wahl in anspruch zu nehmen. gerne wäre ich wählen gegangen, doch genau dieses gegangen ist gleich schon der erste knackpunkt. ich habe ja immer noch kein eigenes kfz zur verfügung (was sich jedoch voraussichtlich sehr bald ändern wird), und wie regelmäßige leser meiner blogs wissen, habe ich da so ein kleines verflixtes problem mit meinem rücken, das mir nach wie vor probleme bereitet, wenn ich ein wenig länger zu fuß gehen muss. ich erinnere an dieser stelle an jene geschichte, als ich ungeplant zigaretten holen musste. nun, da ich diese woche bereits entgegen besseren wissens sehr viel spazieren ging, und somit meinen rücken über gebühr strapazierte, rächt sich dies nun, und ich spüre ihn noch mehr als sonst. dass sich mein wahllokal in dem ich zur wahl erscheinen sollte weiter weg befindet als der zigarettenautomat, versteht sich von selbst.

 

natürlich versuchte ich dennoch eine lösung zu finden, ich frug zum beispiel meine exe, ob sie mich nicht einfach kurz aufsammeln könnte, wenn sie selbst wählen geht, dafür wäre ich sogar entgegen meinen sonntäglichen gepflogenheiten früher aufgestanden als sonst, doch leider geht sie selbst zu fuß, kann mich also nicht mitnehmen.

 

ich überlegte auch kurz ob ich nicht doch zu fuß gehen soll. ich habe ja zeit, ich kann ja so viele pausen einlegen wie ich möchte. ausserdem kann es doch nicht sein, dass ich mich für zigaretten zu fuß durch die ländliche stadtlandschaft quäle, für ein meines erachtens nach wichtiges grundrecht, nämlich dem wählen zu dürfen, jedoch nicht, dachte ich mir. nun... naja... doch, es kann sein, bzw. es ist so.

 

anbetrachts dessen, dass ich ja eigentlich ahnen hätte können, dass ich nicht wählen gehen kann, hätte ich ja auch eine wahlkarte beantragen können. ich muss jedoch gestehen, dass mir diese möglichkeit leider zu spät einfiel.

 

zu all dem kommt noch dazu, dass ich ums verrecken meine wahlberechtigungskarte nicht mehr finde. das ist mir zwar äusserst peinlich, denn normalerweise passe ich auf solche dinge wirklich sehr gut auf, doch dort wo dieser zettel hängen sollte, hängt nach wie vor jener für die letzte bürgermeisterwahl. ja, nächstes geständnis, zu dieser wahl ging ich ebenfalls nicht. aber in diesem fall habe ich absolut kein schlechtes gewissen. die wahl zum bürgermeister war eine zwischen tod und verderben, es wäre völlig egal gewesen wen ich wähle, das ergebnis wäre auf jeden fall sozusagen nicht meine wahl gewesen. also dachte ich mir, dass ich diese wahl wirklich eifnach mal auslassen kann.

 

nun, vielleicht könnte ich auch ohne die wahlberechtigungskarte wählen gehen, ich weiss es nicht, fakt ist dennoch, dass ich sie nicht mehr finde und trotzdem nicht wählen gehen würde, selbst wenn ich sie hätte, aus oben genannten gründen, und aus noch folgendem:

 

diese wahl ist heuer nicht nur spannend, denn gleich 8 parteien können sich hoffnungen auf regierungsbeteiligung machen, nein, diese wahl ist auch sehr schwierig. ich hätte für mich persönlich die wahl zwischen 3 parteien, denen ich gerne meine stimme geben würde. in einem fall könnte es jedoch sein, dass ich meine stimme quasi verschenke, weil die partei möglicherweise nicht einmal den einzug in den landtag schafft, im zweiten fall könnte sich herausstellen, dass ich den wolf im schafspelz gewählt habe, und im dritten fall wäre ich auf meine höchst persönliche art und weise einfach nur konservativ, indem ich wählen würde, was ich immer schon wählte. naja, dies wäre kein grund nicht wählen zu gehen, eine entscheidung würde von mir auf alle fälle gefällt werden.

 

wenn ich mich richtig erinnere, dann ist dies die vierte wahl, zu der ich nicht erscheine. ein mal habe ich es tatsächlich völlig übersehen, bzw. vergessen, ein anderes mal hatte ich grandios verschlafen (warum machen die wahllokale auch schon um 14 uhr zu - und das am sonntag????), im bereits oben geschilderten fall war es mir schlicht völlig egal, ja und nun eben dieses mal.

 

ich bin nicht politikverdrossen, obwohl ich zugeben muss, dass mir die entwicklungen der letzten jahre wirklich auf die nerven gehen. dennoch habe ich, wie bereits eingestanden, ein schlechtes gewissen, dass ich dieses mal nicht zur wahl gehe und meine stimme abgebe, auch wenn sie schlussendlich wohl kaum ins gewicht fallen wird. ich wähle ja auch in den meisten fällen nicht um die politische landschaft zu verändern, sondern um mein recht dies tun zu können wahrzunehmen und zu wahren. wenn die situation eintreten würde, dass ich keine wahl mehr hätte, würde ich sehr schnell das weite suchen.

 

nächstes mal gehe ich wieder. versprochen!

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Sa

20

Apr

2013

ohne titel

die einen sagen so, die anderen anders
doch auf welchen wegen du auch wanderst
durch mein bleiben folge ich dir

was war, was sein wird: völlig egal
wir haben nur im jetzt die wahl
und jede flucht bringt dich zurück zu mir

ists liebe, ists verlangen? was interessiert?
wichtig ist nur, was schlussendlich passiert
die reise wird zur heimat, zum ziel

unterwegs sein und bleiben, zeitgleich hier und dort
mal hier, mal da, anwesend und fort
wir sind das leben, und kein spiel

entscheiden oder warten? jetzt oder nie?
völlig egal, wichtig ist nur "sie"!
ihr befinden, ihr leben, ihre wahl

zeit schreitet voran, zeit ist kein ort
zeit vergeht, in einem fort
und am ende bleibt doch nur eine zahl

wir zählen monate, wochen, tage und stunden
und vergessen doch am schluss die wichtigsten sekunden
die schönen, voll erhabenheit und glück

wir dürfen nicht sehnen, oder wünschen, oder trauern
nichts hassen, vergessen, oder gar bedauern
dann erinnern wir uns gerne an das schöne zurück

 

© Von Sinnen

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So

14

Apr

2013

ein ungewollter spaziergang

ich hasse es ja spazieren gehen zu müssen. schon als kind, und noch mehr als jugendlicher, wollte ich nicht gegen meinen willen gezwungen werden sinnlos durch die gegend zu latschen. ja, ich empfinde es als sinnlos. mir bringt es nichts, ich empfinde keine gesteigerte freude an natur, umgebung, leuten, begegnungen und dergleichen.

 

ich kann es auch nicht nachvollziehen, was die leute dazu treibt rausgehen zu müssen. ja, ich weiss, ich bin damit zimelich alleine und erscheine deswegen wohl ein wenig seltsam. andererseits verschließe ich mich dennoch nicht den kleinen freuden, die solche ausflüge mit sich bringen können. wenn ich rausgehe, dann tue ich es ja nicht voller hass und widerwillen, nein, ich bin eher gleichgültig. darum lasse ich es in der regel eher. wozu sollte ich mich auch einer tätigkeit widmen, die mir ja sowieso vollkommen egal ist?

 

früher, sls es noch eine exe und ein kind dazu gab, war ich sehr viel öfter draussen. natürlich, denn SIE schleifte uns ja nach draussen. diese ausflüge mochte ich jedoch in der regel. erstens machte es spass zuzusehen, wie sich der kleine freut, denn er hat offenbar dieses "draussen-gen" seiner mutter geerbt, zweitens wurden solche ausflüge mir zuliebe immer mit einem kulinarischen highlight verbunden. es gab also immer kaffee und kuchen oder eis, oder einen radler im gastgarten... solche dinge eben.

 

wenn es also jemanden gibt den man mag oder liebt, mit dem man sowieso sehr gerne seine zeit vernringen möchte, dann handelt man auch gerne wider seiner natur, sogar wenn man so quer gestrickt ist wie ich.

 

heute also musste ich nach langen wochen der selbstgewählten isolation wieder nach draussen. die nikotinsucht trieb mich dazu, denn ich hatte es dummerweise verabsäumt mir nachschub für meinen nikotinhaushalt zu besorgen. und da ich ja derzeit nicht mobil bin, blieb mir nichts anderes übrig, als mir turnschuhe anzuziehen und den strohhut aufzusetzen, dabei nicht die kamera zu vergessen, und loszutraben. es sind nur ca. 1.000 meter zum nächsten automaten, doch diese meter können sich sehr ziehen. vor allem, da ich ja inzwischen ein problem mit dem rücken habe und mir dieser bereits nach 100 metern anfängt zu schmerzen. aber ich stand es tapfer durch.

 

da soll noch einer sagen rauchen wäre ungesund *g*

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Mi

10

Apr

2013

auto und autor

 

 

genau wegen solcher perlen bin ich begeisterter leser der auto revue!

 

der gegenständliche text stammt von helmut a. gansterers alter ego phillip waldeck aus seiner kolumne "wanderbrief" in der auto revue ausgabe 2/2013

 

ich habe kaum bis keine ahnung von autos, motoren motorrädern und was weiss ich was man als mann sonst noch so wissen sollte. mich haben an autos jedoch immer das design und aussergewöhnlichkeiten fasziniert. bis vor ein paar jahren konnte ich noch zuverlässig im dunkeln allein anhand der rücklichter erkennen um welche marke und um welchen typ es sich handelt. nicht weil es mich so besonders interessiert hätte, sondern weil ich immer schon ein besonderes gespür für formen und muster hatte. dies kommt mir auch in anderen situationen entgegen, zum beispiel wenn man leute alleine anhand ihrer art zu schreiben erkennt, oder wenn man bei songs ehraushört von wem das geklaut oder gesampled wurde. und eben wenn man automarken und -typen bestimmen möchte oder muss.

 

und genau deswegen mag ich die auto revue so sehr. sie beschränkt sich nicht auf technische daten, sondern jeder einzelne testbericht ist ein literarisches meisterwerk. nun gut, nicht jedes, aber zum schmankerl reicht es immer. es ist einfach eine freude den jeweiligen autoren auf den kurvenreichen windungen ihres persönlichen stils zu folgen. und nicht nur das, alle zusammen bilden eine homogene leselandschaft die ihresgleichen sucht.

 

zudem finden sich immer artikel, die zwar im grunde mit motorisierter fortbwegeung zu tun haben, doch überwiegt dabei fast immer die menschliche seite. seie es der bereits erwähnte herr gansterer, oder eine person des öffentlichen lebens die über ihr automobilleben berichtet, sei es jemand, der sein der liebevollen pflege eines oder mehrer young- oder oldtimer gewidmet hat, oder einfach nur berichte über schöne ausflugsstrecken samt den dazugehörigen einkehrmöglichkeiten. man hat immer das gefühl, alle sind nicht nur mit hirn, sondern auch mit sehr viel herz und seele bei der sache.

 

ja und natürlich kommt es meinem faible für seltsamkeiten und wissen das die welt nicht braucht entgegen.

 

ich kenne keine zeitschrift die sich hierin mit der autorevue messen kann. höchstens noch der playboy, doch mit all seinen hochprominenten gastautoren ist das ja auch kein wunder. ausserdem wird der playboy nur höchst selten wegen des textes gekauft. ein geo, das ich übrigens auch sehr schätze, punktet mit reiseberichten, fundiertem wissenschaftlichen wissen und hervorragenden bildern, vergisst aber viel zu oft auf stil und seele.

 

aber auch wenn die autorevue ein magazin für amphibienbegeisterte wäre, oder eines für angehende mineralogen, fände ich die zeitschrift vermutlich immer noch interessanter als alle anderen.

 

doch eine frage konnte mir bis dato noch nicht einmal die auto revue beantworten: warum haben wir heute noch, so wie vor 100 jahren auch schon, diese verdammten scheibenwischer in gebrauch? gibt es dafür wirklich keine praktikable alternative?

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Mo

08

Apr

2013

requiem tape 01

 

 

DAS REQUIEM TAPE 01

 

ohne trackliste. einfach nur zum zuhören und überraschen lassen.

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So

07

Apr

2013

frauen und andere monster

mary wollstonecraft erinnerte die revolutionäre (...) daran, daß sie in der erklärung der menschenrechte die frauenrechte vergessen hätten und verfasste zur abhilfe a vindication of the ritghts of women (eine vereteidigung der frauenrecht, 1792). neben der möglichkeit, ihre interessen i parlament zu vertreten, forderte sie vor allen dingen das recht der frauen auf eine vernünftige ausbildung. dann schockierte sie ganz europa dadurch, daß sie das recht der frauen auf befriedigung beim koitus betonte. sie beklagte, daß frauen von den männern auf die rollen des sexojekts, der haushälterin und der mutter reduziert würden. mit solch beredt vorgetragenen anklagen wurde mary wollstonecraft eine der gründungsheroinen der frauenbewegeung. später wurde sie die gefährtin von william godwin, der die freie ehe propagierte, heiratete ihn trotzdem und wurde mutter von myary shelley, der verfasserin des frankenstein.

 

(dietrich schwanitz: bildung - alles was man wissen muss. ISBN 3-442-15147-3)

 

ich habe frankenstein nie gelesen. das lag wohl daran, dass das buch im freien handel nicht zu bekommen ist. naja, natürlich ist es zum beispiel auf amazon zu finden. was ich meine ist, dass es nicht im buchhandel aufliegt oder in der wühlkiste zu finden ist. man stolpert einfach nicht darüber. obwohl das so nicht ganz stimmt, ich HABE eine ausgabe des frankenstein, sogar in einer wühlkiste gefunden, jedoch nicht auf deutsch, sondern auf englisch. ich bin zwar des englischen mächtig, und das auch noch ziemlich gut, ich hatte sogar schon angefangen zu lesen, doch war es mir in diesem fall doch ein wenig zu mühsam.

 

dabei ist doch gerade frankenstein, zusammen mit dracula, DER klassiker des horror genres schlechthin. ich kenne jedoch leider nur die verfilmung mit robert de niro, die ich aber trotzdem sehr gut fand. natürlich fehlt mir der vergleich zum buch. vermutlich habe ich auch irgendwann einmal die eine oder andere verballhornung in filmform zu sehen bekommen, alleine schon sämtliche folgen der munsters, die ich immer sehr liebte, zählen im grunde dazu.

 

woillt ihr mir an dieser stelle auf eine kleine von sinnensche abschweifung folgen? natürlich wollt ihr das! die munsters liefen im österreichischen fernsehen in englischer originalfassung mit deutschen untertiteln. als ich das erste mal damit konfrontiert wurde, lebte ich noch in deutschland, also muss das anfang der 80er jahre, wenn nicht gar noch ende der 70er gewesen sein. in den ferien, als wir meine großmutter in österreich besuchten, lernte ich also diese serie kennen und war sehr erstaunt was da für seltsame dinge tagsüber zu sehen waren. ich weiss nicht, ob die munsters dann auch in deutschland zus ehen waren, mir kommt es aber so vor, als ob es so gewesen wäre. als wir dann bald darauf nach österreich zogen, lief die serie imemr noch, wurde dann aber irgendwann von der addams family abgelöst. ich dachte zuerst dies wäre ein abklatsch der munsters, da diese ja für mich das original waren, aber erst später kam ich dahinter, dass es eigentlich umgekehrt war. und rückblickend gesehen mochte ich eigentlich die addams family noch lieber als die munsters.

 

gut, kehren wir wieder zum haupttext zurück.

 

im gegensatz zu mary shellys frankenstein habe ich dracula sehr wohl gelesn. und das sogar in sehr jungen jahren. ein freund der familie war so nett mir das buch zu leihen und mir dadurch ein wenig kultur nahezubringen. er hat mir überhaupt so manches nahe gebracht. zum beispiel dass es auch von simmel mindestens ein wirklich gutes buch gibt, nämlich es muss nicht immer kaviar sein, dessen verfilmung mit o w fischer ich erst viele jahre danach das erste mal sah, er als deutscher brachte mir den seltsamen humor der österreichischen pirron & knapp mittels schallplatten nahe, hatte sehr viele beatles alben und lehrte mich, dass zunge wirklich sehr schmackhaft ist. und er war verrückt nach der automarke lancia speziell nach dem modell beta. aber ich schweife schon wieder ab. also, dracula habe ich gelesen und war davon begeistert. den film, also die neuverfilmung mit dem genialen gary oldman in der hauptrolle, fand ich ebenso absolut spitzenklasse.

 

andere horrorklassiker habe ich übrigens ebenfalls nie gelesen. zumindest erinnere ich mich nicht daran. zum beispiel auch kein jekyll & hyde und keinen h p lovecraft. sehr wohl jedoch edgar alan poe. wobei es auch von poes geschichten sehr schöne verfilmungen gibt, vor allem wenn vincent price mitspielt.

 

wollen wir den bogen noch in die moderne spannen? ja, natürlich wollen wir das! unumstrittener könig des heutigen horror genres ist und bleibt der mann, der den könig schon im namen trägt: stephen king. ich habe ihn nie gelesen weil ihn alle lesen, ich habe ihn ganz alleine entdeckt. naja, natürlich mag seine omnipräenz schuld daran sein, dennoch... mein allererster king war feuerkind und gleich danach las ich shining. ich war wirklich sehr sehr jung, eigentlich zu jung dafür, ich schätze, ich war damals 13 oder 14. noch 2 jahre zuvor hatte ich aus versehen tanz der vampire gesehen und mich dabei trotz aller komik fast zu tode gefürchtet. jedenfalls war ich ab diesem zeitpunkt infiziert - und bin es bis heute geblieben. es ist nur schade, dass die meisten seiner verfilmungen einfach grottenschlecht sind. eine ausnahme ist shining, feuerkind ist ganz ok. aber am allerbesten sind jene filme, die keine seiner horrorstorys als vorlage haben, wie zum beispiel stand by me, die gefangenen oder the green mile. ansatzweise ist das auch noch in needful things (in einer kleinen stadt) zu spüren.

 

so, nun entlasse ich euch aber aus meinen monstergesichten. nehmt selbst ein buch in die hand und entdeckt sie schönen schauer!

 

 

 

 

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Fr

05

Apr

2013

requiem

schon länger trage ich mich mit dem gedanken eine "requiem-compilation" zusammenszustellen. dabei soll es sich um eine (wie ich mich kenne werden es wohl mindestens 2) cd handeln, die ich quasi als letztes abschiedsgeschenk auf meiner begräbnisfeier an die anwesenden verteilen lasse. natürlich soll sie auch währenddessen egspielt werden.

 

ja nun, ich weiss schon, das liest sich jetzt ein wenig makaber. nein, ich habe keine todesgedanken oder vorahnungen. gedanken mache ich mir trotzdem darüber. ehrlich gesagt möchte ich nicht, dass die 3 freunde die erscheinen werden, mein kind und meine verwandten als erinnerung die radiomusikberieselung irgendeines lokales mitnehmen.

 

welche musik sucht man also für soetwas aus? dass es ca. 80 minuten werden sollen, ist schon mal klar. dass ich die stücke, wenn es geht irgendwie ineinander übergehen lassen möchte, ist ebenfalls logisch. ich möchte keine nachdenkpausen und auch keinen bruch zwischen den einzelnen stücken haben. aber das löst jetzt noch nicht das problem der musikauswahl.

 

ich denke, die musik sollte mein wesen beschreiben. und es sollten stücke sein, die mich selbst beeindruckt haben. es sollte kein dancefloor oder ähnliches dabei sein, man soll sich hinsetzen, die augen schließen und hinhören. und sich danach denken "ja, DAS ist ER", bzw. "ja, so war er". kein schwachsinn, nichts zum tanzen und vor allem keine klischeés. "tears in heaven" wird man garantiert vergeblich darauf suchen.

 

nun, ich gestehe, ich habe mir die stücke schon zusammengesucht und werde dieses projekt bald angehen, vielleicht sogar heute noch. zumindest den ersten teil, denn wie ich bemerke, gibt es mehr musik als auf einer cd platz findet. bei all dem ist jedoch völlig klar, dass sich diese zusammenstellung garantiert im laufe der jahre ändern wird. ich habe vor midnestens noch einmal so lange zu leben wie bisher.... da wird sich sicher noch genug neue und interessante musik finden die ich dazunehmen möchte.

 

es würde mich interessieren wie meine leser zu diesem thema denken. haben sie selbst schon einmal daran gedacht so etwas zu machen? ein erinnerungs-tape vielleicht? wie würde eure tracklist aussehen, so in groben zügen? und warum?

 

wenn ich mit meiner fertig bin, wird sie hier natürlich zu finden sein.

 

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Mo

01

Apr

2013

schutzumschlag

zu jenen dingen, die im aussterben begriffen sind, zählt vermutlich auch der gute alte schutzumschlag eines gebundenen buches. höchstwahrscheinlich auch deshalb, weil es immer weniger gebundene bücher gibt. sieh dch doch mal in einem bücherladen um, oder, noch besser, sieh dich mal in deiner eigenen büchersammlung um!

 

wer kauft denn heute noch gebundene bücher, wenn es keine fachbücher, atlanten, kunst- oder fotobände sind? kein mensch macht das. ausser vielleicht tante mizzi in ihrer verwirrung zum 14 geburtstag ihres lieblingsneffen, dem sie ein wenig kultur zukommen lassen möchte. doch selbst da bin ich mir nicht mehr so sicher. und vom zunehmenden markt der e-books möchte ich hier noch nicht einmal schreiben.

 

also, sieh dich mal in deiner büchersammlung um. und? na? NAAAA???? geschätze 80% sind taschenbücher, ca. 15% paperbacks (ich wusste lange zeit nicht, dass es da einen unterschied gibt, bis mich meine buchhändlerausbildungsgeprüfte exe dahingehend aufklärte. immerhin ist das englische wort für taschenbuch, ja auch paperback), und die restlichen 5% sind gebunden. diese gebunden 5% stammen meistens von bücherclubs, sind geschenke der tante mizzi, oder stolze flohmarkterrungenschaften. die oben erwähnten atlanten, kunst- und fotobände und so weiter lassen wir jetzt mal einfach links liegen, ok? also, stimmts, oder habe ich recht *andienasefass*?

 

dabei ist dieses wort schutzumschlag eigentlich irreführend, denn dieser schutzumschlag ist ja im grunde der eigentliche umschlag. auf diesem befinden sich das schöne coverbild, und im klappentext alle wichtigen zusatzinformationen. lässt man den schutzumschlag weg, ist das buch nicht wiederzuerkennen.

 

ich komme heute auf dieses thema, weil es erstens sehr spät in der nacht ist und ich zu diesen zeiten am produktivsten bin, was das schreiben angeht, irgendwie erholt sich mein gehirn zu dieser zeit von all den unwichtigkeiten des tages und kann sich endlich den wahren dingen des lebens widmen, und zweitens, weil ich gerade das vergnügen hatte, wieder einmal ein gebundenes buch in händen zu halten. selbstverständlich mitsamt schutzumschlag. ich habe es gebraucht erworben, weil mir die bücher dieses autors (kinky friedman, falls jemand mal danach fragt) sehr viel freude bereiten, und es verdammt schwierig ist, heutzutage noch neuware von ihm zu bekommen. das buch ist in einem zustand den ich als "wie neu" bezeichnen würde, wenn dieser msitkerl von vorbesitzer nicht einer jener vandalen wäre, die diese verabscheuungswürdige unsitte besitzen, ihre bücher mit namen und anschrift zu markieren. oft sogar mit einem unpersönlichen stempel. ein arzt (natürlich!) aus aachen! nun, ich habe ja name und anschrift, vielleicht sollte ich mich brieflich bei ihm "bedanken"....

 

also.... schutzumschläge (die ja die eigentlichen umschläge sind) sterben aus, weil wir zunehmend nur mehr taschenbücher (manchmal auch paperback) kaufen (und immer mehr e-books). andererseits denke ich, dass die gefahr eines tatsächlichen aussterben des gebundenen buches mitsamt schutzumschlag nicht wirklich gegeben ist. trotzdem habe ich den eindruck, dass der markt dahingehend stagniert.

 

nein, ich möchte nichts dagegen tun. ich bin sehr froh, dass ich die möglichkeit habe bücher günstig als taschenbuch erwerben zu können. andererseits fühlt sich ein gebundenes buch dann doch völlig anders an....

 

und worauf will ich hinaus? auf garnichts! oder vielleicht auf folgendes: behandelt die armen schutzumschläge nicht stiefmütterlich und genießt es, wenn ihr mal wieder ein gebundenes buch in händen hält. vielleicht adoptiert ihr ja mal das eine oder andere auf einem flohmarkt. einfach so. einfach nur weil es gebunden ist. klappt es auf und zu, streichelt es ein wenig, und beruhigt es mit den worten "ganz ruhig, ich nehme dich nun mit, armes kleines ding, bei mir wirst du es gut haben, du bekommst einen hellen, warmen und trockenen platz bei mir".

 

deal?

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Mo

11

Mär

2013

handykondom

warum kauft man sich dinge, die man sich unter anderem auch wegen des aussehens ausgesucht hat, und gibt dann nochmal geld aus, um sie dann unter schutzhüllen wieder zu verstecken? dieses phänomen habe ich nie verstanden.

 

ein paradebeispiel ist das handy. nun, natürlich versucht man es mit einer handytasche zu schützen, vorzugsweise mit einer vorrichtung um es am gürtel anzubringen, das kann ich ja noch nachvollziehen. wer sein handy ständig ind er hosentasche herumträgt, oder einfach in den rucksack, oder die handtasche schmeisst, riskiert einerseits übermäßiges verstauben kleiner ritzen und äffnungen und andererseits, dass andere gegenstände das händy zerkratzen, oder sogar gänzlich zerstören. soetwas ist mir selbst schon einmal passiert, als ich es einfach in der hosentasche trug. wie üblich erkannte mich eine dieser automatischen schiebetüren am eingang eines supermarktes nicht und schloss sich just in dem moment, in dem ich durch die tür gehen wollte. und zack natürlich voll auf das handydisplay. das handy war natürlich hinüber, bzw. das diusplay war nicht mehr abzulesen.

 

nun, da kaufen sich also leute einen sogenannten "bumper" fürs handy. doch wozu? wen ich das teil fallen lasse, ist es mit oder ohne diesem ding hinüber. wenn ich es normal benutze kann ihm eigentlich nichts geschehen. das teil verhunzt in der regel das ausgefeilte design, an dem vermutlich ganze designabteilungen monatelang gebastelt haben, und bringt so gut wie garnichts. nun, in ausnahmefällen mag es vielleicht das handy vor dem sicheren tod retten, aber in den allermeisten fällen sicher nicht.

 

möglicherweise schützt sowas vor kleineren gebrauchsspuren, zugegeben. doch für mich steht der nutzen in keinem verhältnis. ich kaufe mir ein sündteures iphone, nexus, lumia, sony... irgendwas.... und versaue dann das tolle design mit einer schutzhülle? und das muss ich mir dann auch noch das ganze handyleben lang ansehen? also wirklich nicht!

 

und dann gibts die hardcore-schützlinge, die so lange wie möglich die vom produzenten angebrachte schutzfolie auf dem handy kleben lassen. und zwar so lange, bis es wirklich total versifft aussieht wäh....

 

ein handy ist vor allem mal ein gebrauchsgegenstand. beim gebrauch entstehen spuren. die lassen sich sowieso nicht vermeiden, ob mit oder ohne schutz. also was solls? ein ding lebt erst durch seine gebrauchsspuren, finde ich.

 

ich persönlich habe ein 08/15 handy und dieses insgesamt nun ca. 1 jahr in gebrauch. darauf befidnet sich auch ohne bumper oder ähnlichem kein einziger kratzer. gut, vielleicht hate ich glück. beim vorgängerhandy war nach 6 monaten bereits eine seite total zerkratzt, weil es mir unterm laufen aus der tasche fiel und dann ein paar meter über den nassen asphalt schlitterte. doch es hat es überlebt, funktionierte danach genau so gut wie vorher, und befindet sich nach wie vor als notfallgerät in meinem besitz. es gab also auch keinen verlúst bei eventuellem wiederverkauf. aber vielleicht bin ich da ja auch so ein sonderfall. ich benutze dinge gerne so lange bis sie entweder wirklich kaputt sind, oder tatsächlich völlig veraltet. sollte ich dieses handy also jemals verkaufen, so ist es alleine durch sein alter schon nichts mehr wert, egal ob mit oder ohne kratzer. also was solls? zudem erinnern mich diese kratzer an eine der besten geburtstagsfeiern meines lebens....

 

das alles heisst nun nicht, dass ich nicht auf meine dinge aufpassen würde. das tue ich sehr wohl, doch denke ich, dass man es auch gehörig übertreiben kann.

 

würde irgendjemandem einfallen für seine sündteuren sportschuhe eine schutzhülle zu kaufen? oder für die brille, während man sie auf der nase trägt? nein? na also!

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Fr

01

Mär

2013

's lem in de berg

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So

24

Feb

2013

mutti kann beamen

aus gründen, die hier nicht von belang sind, wohnt meine mutter bei mir. natürlich hat sie fast vom ersten tag an die küchenhoheit übernommen, bzw. wurde ihr diese gerne von mir überlassen.

 

doch wenn nun mal keine warme küche ansteht, ich aber dennoch lust auf etwas warmes habe, dann stelle ich mich mal eben kurzerhand selbst an den herd. ist ja auch mein herd, die ganze küche ist meins, ja die ganze wohnung ist MEINE.

 

aaaaaaaber.... kaum rumore ich in der küche herum, macht es "wupp" und meine mutter materialisiert sich neben mir, fragt mich was ich da mache, warum das ejtzt so mache und nicht anders, warum ich nicht jenes geschirr oder jenes messer nehme anstat dieses... kurz gesagt: sie motzt die ganze zeit herum, weil ich nun mal nicht so koche, wie sie es täte, weil ich anderes geschirr benutze, andere gewürze, zwiebeln anders schneide... whatever...

 

warum machen frauen das? ICH mache MIR MEIN essen - und zwar selbst. anstatt sich zu freuen wird herumgemotzt, weil ich diese pfanne nehme statt jener, dieses messer statt jenem, ich darf nicht mal eier so aufschlagen wie ich es gewohnt bin und kann.

 

ich kann bis dahin 4 stunden lang nichts von ihr gehört oder gesehen haben, doch kaum stehe ich in der küche ist sie da.

 

und motzt.

 

und schaut vorwurfsvoll.

 

*das nervt!*

 

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Mi

20

Feb

2013

die ewig suchende(n)

wenn ich aus dem haus gehe, dann weiss ich genau, dass ich handy, geldtasche und schlüsselbund dabei habe. und ich weiss genau wo ich diese dinge habe, denn alle diese dinge haben ihren festen platz in und an der kleidung die ich trage, oder in ausnahmefällen, in irgendwelchen rucksäcken oder ähnlichem.

 

wenn frauen aus dem haus gehen, dann ist das offenbar völlig anders, die wissen dann oft nicht was sie alles dabei haben, ob sie die wichtigen dinge dabei haben, und vor allem nicht wo sie diese deponiert haben. nun, es mag durchaus ausnahmefälle geben, aber ich bin hier in meinem blog sowas wie ein schriftsteller, also darf ich ruhig auch mal übertreiben.

 

meine exe ist da ein paradebeispiel. schon als wir noch zusammen waren, war es fast schon ein ritual, dass ICH sie vor dem verlassen der wohnung fragte "schlüssel? handy? geld?" und bei jeder einzelnen frage tastete sie sich am ganzen körper ab oder wühlte in irgendwelchen taschen (damit meine ich auch diverse handtaschen rucksäcke, stoffbeutel und was man sonst noch so mitschleppen kann) bis sie die frage positiv bestätigen konnte. oder auch nicht. wenn nicht, wurde erst mal in der ganzen wohnung gesucht, bis das gesuchte endlich gefunden wurde. nicht selten kam dann auch noch die brille dazu.

 

warum ist das so? selbst wenn frauen nicht handtaschenaffin sind, dann schleppen sie eben rucksäcke, umhängetaschen, stoffbeutel, oder was weiss ich durch die gegend. und immer sind diese taschen mit allem möglichen und unmöglichen gefüllt. manchmal ist man ja doch ganz froh, wenn madame papiertaschentücher aus den untiefen ihres beutels hervorzaubert, oder einen kaugummi, ein stückchen schokolade, einen kugelschreiber, ein ersatzfeuerzeug, kopfschmerztabletten, kondome, oder was auch immer, aber wehe man fragt nach den essenziellen dingen wie handy, schlüssel ect... dann geht die sucherei erst wirklich los.

 

kürzlich hat meine exe ja den vogel abgeschossen. ich hatte ihr auto ausgeliehen, brachte es ihr zurück, war kurz bei ihr in der wohnung, und ließ mich dann von ihr mit ihrem auto wieder nach hause bringen. noch im stiegenhaus überreichte ich ihr ihren autoschlüssel. wir gingen in die tiefgarage, sie sperrte das auto mittels fernbedienung auf, ich setzte mich auf den beifahrersitz, sie wühlte noch ein bisschen auf dem rücksitz herum, setzte sich dann ans steuer, hielt inne, schaute mich verblüfft an und fragte mich "wo ist jetzt der autoschlüssel?"

 

ich fasste es nicht! SIE hatte ja das auto aufgesperrt, nicht mal eine minute bevor sie nicht mehr wusste wo sie diesen autoschlüssel, mit dem sie ja das auto aufsperren musste nun deponiert hatte! ich kann es nur mehr so beschreiben: *epic facepalm*!

 

nun, nach etwa 5 minuten suchens (SIE suchte, ICH hatte da nun wirklich keine lust dazu), fand sich der schlüssel ganz am rand im schatten, kaum sichtbar im fußraum der fahrerseite. keine ahnung wie der dort hin kam.

 

also mädels, warum ist das so, warum seid ihr so? oder habe ich einfach nur eine verschobene wahrnehmung und in wahrheit ist das alles eigentlich gar nicht so schlimm?

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Di

19

Feb

2013

leftfield vs john lydon - open up megamix

ich hatte ja in meinem ersten blog angedroht auch musik zu posten, nun, heir ein mix von mir. leftfield vs john lydon - open up megamix. alle versionen dieses tracks in one go.

 

http://www.play.fm/recording/leftfield_johnlydonopenupmegamix105511

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Di

19

Feb

2013

a/s/l? a/s/l!

als ich zu chatten anfing, als dieses jahrtausend noch keine 100 tage alt war, gab es keine, bzw. kaum interessante chatcommunities in deutscher sprache. zumindest wusste ich nichts von diesen, oder war schlicht zu doof etwas zu finden das mir zugesagt hätte. so machte ich es mir also immer wieder im damals noch bestehenden msn-chat gemütlich, der jedoch leider bald darauf von microsoft wieder geschlossen wurde, angeblich weil es diesem "sauberen" konzern ein drn im auge war, dass es menschen dort einfiel sich unter anderem auch über sex zu unterhalten.

 

dort lernte ich meine ersten emoticons und hatte meine ersten begegnungen mit all diesen ausdrücken und abkürzungen, die nun mal in der kommunikation via internet üblich waren. und da dieser msn-chat international war, schrieb man nicht nur hauptsächlich auf englisch, sondern es war durchaus usus als eine der ersten fragen die berühmte asl-frage zu stellen, bzw. korrekt gestellt lautete sie: "a/s/l?"

 

für jene die nie damit zu tun hatten: "a/s/l" war die kurzform für "age, sex, location", auf deutsch also "alter, geschlecht, wo man sich gerade aufhielt". dies war zwar in den allermeisten fällen nicht wichtig, da sich das gegenüber fast immer hunderte, wenn nicht sogar tausende kilometer von einem entfernt aufhielt, interessant war es dennoch allemal. wenn ich mich recht erinnere gab es im msn-chat auch keine profile zum jeweiligen nick, also war es durchaus nicht uninteressant zu wissen mit wem man es zu tun hatte, bzw. welche identität dieser angenommen hatte.

 

da es heutzutage genug chatcommunities in deutscher sprache gibt, oft genug sogar noch regional unterteilt, und zudem in den meisten fällen mit der möglichkeit sich ein profil einzurichten, ist die asl-frage immer unwichtiger geworden. ja, es hat sich sogar ins gegenteil verkehrt. wer es heutzutage wagt gleich zu beginn eines gespräches (als mann mit einer frau) nach alter, geschlecht und dem ungefähren standort zu fragen, wird meist brüsk zurechtgewiesen. man sei ja schließlich hier um sich angeregt zu unterhalten und nicht um sich erregt einen runterzuholen. seltsamerweise scheint dieser grundsatz imzwischen sogar in den allerversautesten erotikchats zu gelten.

 

nun, dies mag ja prinzipiell stimmen, vor allem dann, wenn man sich wirklich einfach nur unterhalten möchte und nicht auf ein schnelles date (oder noch "schlimmer": den schnellen fick) aus ist. jedoch hier erhebe ich einspruch: selbst wenn ich mich einfach nur unterhalten möchte, dann möchte ich dies nicht mit jemandem tun, dem ich erst meine welt erklären muss, weil er entweder nicht mal halb so alt ist wie ich, oder um 20 jahre älter, und dadurch vieles nicht versteht worüber (oder vielleicht sogar wie) ich gerade spreche. ähnlich ergeht es mir mit dem geschlecht. ich komme nun einmal mit frauen viel besser aus, als mit männern. und wenn man sich sympathisch findet, dann wäre es doch nicht schlecht zu wissen, ob man sich nicht vielleicht doch mal über den weg laufen könnte.

 

und in noch viel höherem maße wird dies wichtig, wenn man sich in einem erotikchat befindet, denn dort ist man in der regel - entgegen anderslautenden gerüchten - sehr wohl auf der suche. es muss nicht immer der oben zitierte schnelle fick sein, selbst wenn ich mich nur unterhalten möchte, dann möchte ich es erstens auf einschlägige art und weise tun, denn sonst wäre ich nicht in solch einem chat, zweitens möchte ich dies mit dem richtigen geschlecht, drittens ist das alter in diesem fall auch nicht unwichtig, wenn auch aus völlig anderen gründen,  und viertens hat man dann ja selbst in diesem fall dennoch die möglichkeit eines persönlichen treffens im hinterkopf. und es soll mir niemand erzählen, dass all die frauen die in einem solchen chat unterwegs sind, sich nur dort aufhalten, weil sie kochrezepte tauschen möchten! die eine oder andere verwirrte seele mag es ja vielleicht geben, doch die ist mit sicherheit die ausnahme.

 

worauf ich jedoch hinaus will ist folgendes: es gab einmal eine zeit, in der es völlig normal war nach alter, geschlecht und aufenthaltsort zu fragen. inzwischen ist dies verpönt, aus welchen gründen auch immer. und ich verstehe es nicht. ja, tut mir leid, ich verstehe es wirklich nicht. was ist schon dabei? wenn man sich sympathsich ist, werden diese fragen ja doch früher oder später interessant. und im gegensatz zum persönlichen gespräch sind diese angaben im virtuellen raum nun einmal nicht so offensichtlich, wie wenn man sich in einem café gegenüber sitzen würde.

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Mo

18

Feb

2013

belauscht

ich sitze da heute also im café und surfe auf meinem billigen handy rum, da komme ich nicht umhin ein gespräch am nachbartisch belauschen zu "dürfen". 2 herren sehr fortgeschrittenen semesters, von denen ich weiss, dass sie so einige immobilien und den einen oder anderen kleinbetrieb besitzen, und eine dazupassende dame:

herr1: "jetzt stell dir mal vor: wenn ich was einkaufe, zahle ich als _selbständiger mehrwertsteuer.
dame: °nickt°
herr1: und wenn ich das an einen zwischenhändler weiterverkaufe, _dann zahlt der nochmal steuer._
dame: "jaja... °nickt°
herr1: "und wenn der das dann wieder an den endverbraucher verkauft, zahlt der nochmal mehrwertsteuer...."
dame: °heftig nickend° ja und jedes mal 20 prozent!!"
herr2: "das sind dann ja... das sind dann ja insgesamt 60 prozent!!!!"
herr1 und dame: °im chor und nickend° jaja!!!!!


  *facepalm* und sowas hat geld und stellt arbeitsplätze zur verfügung....

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Mo

18

Feb

2013

patterns/muster

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Do

14

Feb

2013

die diktatur des krümelmonsters

ein thema das mich immer wieder beschäftigt, ist die zunehmende überhandmahme der brownie-, cupcake- und donutwelle, die uns schon seit jahren überrollt. nebenbei bemerkt heisst es eigentlich "doughnut", für "dough" (englisch für "teig") und "nut" (englisch für nüsse). nur die doofen amis, die wieder mal nicht ihre eigene sprache korrekt beherrschen, machten daraus das nun allseits bekannte "donut".

 

  das problem ist, was eigentlich als leidlich exotische ergänzung zu unseren eigenen backwaren gedacht war, entpuppt sich immer mehr als parasitäre pest in heimischen küchen, bäckereien, konditoreien und backwarenabteilungen, die andere köstliche dinge einfach ersetzt - und das auch noch schlecht.

 

  früher brachten mütter (manchmal auch väter) zu diversen schul- oder kindergartenveranstaltungen die verschiedensten sorten an keksen und kuchen mit, die man dann zu einem geringen obolus am buffet zum eigenen verzehr erstehen konnte. heutzutage hat man fast nur mehr die auswahl zwischen 8 sorten brownies und 15 sorten muffins, die sich im grunde nur mehr dadurch unterscheiden ob sie gelungen oder eben nicht gelungen sind. natürlich gibt es auch hier variationen, aber diese sind im grunde vernachlässigbar. brownies sind, waren immer und bleiben weicher tortenboden mit mal mehr, mal weniger schokolade, vielleicht noch mit anderen dingen wie nüssen oder ähnlichem. aber das prinzip ist natürlich immer das selbe. und muffins schmecken IMMER pampig, egal welcher geschmacksrichtung, egal ob mit schokolade oder irgendwelchen früchten. eins von den dingern geht ja noch, aber dann ists schon wieder genug.

 

  mein erster kontakt zu doughnuts fand sozusagen virtuell statt, in form von "schmalzkringeln" in donald duck comics. ich stellte mir diese schmalzkringel damals als kind köstlich vor, ähnlich einem krapfen, aussen ganz leicht knusprig, innen fluffig. eben so wie einen guten faschingskrapfen, jedoch ohne die marmeladefüllung und in ringform. vermutlich war es ursprünglich auch irgendwann mal so, doch was inzwischen daraus wurde, ist einfach ein graus. ebenso wie muffins, sind "donuts" einfach nur pampfig. der teig  verklebt im mund zu einer art klebrigem kaugummi, verliert jeglichen geschmack und ist nur mehr eklig. da hilft es auch nicht mehr diese dinger mit schokolade oder zuckerguss aufwerten zu wollen. ich wünschte mir, irgendjemand würde den mut aufbringen und aus den "donuts" wieder "schmalzkringel" machen. ich wette, die dinger wären der renner!

 

prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, dass es nun auch bei uns donuts, cupcakes und brownies gibt. ja nicht einmal, dass sie an, bzw. in heimischen herden fabriziert werden. was mich stört, ist das verschwinden der anderen köstlichkeiten.

 

wann habt ihr das letzte mal einen bienenstich gesehen? einen amerikaner? einen granatsplitter? natürlich, da und dort wird man vereinzelt einiges davon wiederfinden, aber in meienr kindheitserinnerung waren diese dinge standard, man bekam es überall. sogar guglhupf wird inzwischen immer seltener.

 

wie ich bereits anmerkte, die vielfalt scheint mir immer mehr eingeschränkt zu werden. auch wenn ich vermutlich dinkel-kürbiskern-plätzchen mit zuckerrübenmelassefüllung nicht sonderlich mögen würde, so fehlt es mir dennoch solche WIRKLICH exotischen backexperimente an den diversen schul- und kindergartenbuffets zu entdecken.

 

ich hoffe nur, dass die amerikanischen bagel nicht irgendwann unsere semmeln ("brötchen) verdrängen....

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Sa

09

Feb

2013

20 jahre nölende langeweile

tocotronic... aufgrund des neuen albums wird diese combo derzeit von fm4, dem musiksender meines vertrauens, in den himmel gelobt und gefeiert.

 

da fallen sätze wie zb:

 

tocotronic war mein tagebuch

 

nie hat mich jemand so verstanden wie tocotronic

 

rabaukenband

 

...

 

also jetzt mal halblang! nur weil tocotronic es nun endlich geschafft hat melodien zustandezubringen, die nicht mehr nach uninspiriertem gitarrengeschrammle klingen, sondern sich nahtlos in das sonstige öde popgeschmiere einfügen und der sänger nun endlich nach 20 jahren aufgehört hat zu klingen wie ein gelangweilter potentieller suizidkandidat, der nur deshalb noch lebt, weil es ihm zu anstrengend wäre aus dem fenster zu springen, sprich, weil er endlich gelernt hat zu singen, ist das noch lange kein grund so zu tun, als ob tocotronic das nonplusultra des deutschen liedgutes wäre - und immer schon war.

 

davon abgesehen schreibt niemand mein tagebuch, ausser ich selbst. und MICH versteht niemand, erst recht keine band mit der ich nie im leben auch nur den geringsten persönlichen kontakt hate.

 

ja, man kann sich tocotronic nun anhören, ohne gleich ins ödniskoma zu fallen, doch das geht auch nach hinten los, denn nun fängt man an sich auch mal die texte genauer anzuhören. und da hat sich nun innerhalb der letzten 20 jahre wirklich kaum etwas geändert. der inhalt entspricht nach wie vor der offenbar selbsverordneten fadesse. und nach wie vor wird das ganze in pseudolyrische worthülsen verpackt, welche die ihnen innewohnende leere genau so zukleistert, wie ketchup den geschmack alten fettes in der bratwurstbude am eck.

 

dass ich selbst damals vor 20 jahren 2-3 mal auf den bandnamen hereinfiel, der sich für mich nach wie vor so liest, als ob es eine elektroband sein müsste, sei nur nebenbei erwähnt.

 

für MICH macht diese band überhaupt nichts richtig. für MICH bleiben sie musikalisch gesehen die größten langweiler der letzten 50 jahre. ICH kann mit ihnen immer noch nichts anfangen. und trotzdem gibt es offenbar eine große fangemeinde, die sich freiwillig zu tode nölen lässt.

 

naja... offenbar gibt es für wirklich alles und jeden irgendwo das potential zur fancommunity... und wo, zur hölle, sind jetzt MEINE fans? ;-)

 

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So

03

Feb

2013

schrödingers nerd

seit der serie "the big bang theory" ist es ja nun plötzlich cool geworden ein nerd zu sein. und irgendwie zählte ich mich selbst immer zu den nerds, doch wenn ich es mir recht überlege, dann passe ich wohl doch nicht so ganz in diese schublade.

 

was tun, bzw. wie sind nerds denn eigentlich?

 

man stellt sich als allerstes mal unter dem begriff "nerd" das vor, was man früher als "computerfreak" bezeichnete. doch in diese schablone passe ich nicht so ganz hinein. gut, in meinem freundes-, bekannten-, verwandten- und arbeitskollegenkreis war ich meistens derjenige, der eine lösung liefern konnte, wenn jemand probleme mit seinem pc hatte, egal ob es sich hardware- oder softwareprobleme handelte. davon ausgenommen waren natürlich jene, die noch besser bescheid wussten als ich selbst. bei denen holte ICH mir wiederum ratschläge oder lernte einfach von ihnen durch zusehen und zuhören. doch zu mehr reichte es bei mir nie. nun gut, ich kann einen pc zusammenbauen und reparieren, ich kann ihn neu aufsetzen und ähnliche dinge in ordnung bringen, aber das wars dann schon. doch ich habe nie gelernt zu programmieren, ich kann nicht einmal eine website selbst erstellen, ich habe sogar probleme mit diesem blog hier zurechtzukommen. mir fehlen auch tiefere kenntnisse über hardware, netzwerke und was weiss ich was es da noch alles gibt. und wenn es um andere betriebssysteme geht, steige ich komplett aus. seit sich android in unserem technischen leben breit gemacht hat, gibt es sehr viel mehr menschen die sehr viel mehr ahnung haben, als ich. ich hatte noch keienrlei kontakt zu android, ich habe nach wie vor meinen pc, der imemr noch mit windows xp läuft und mein handy ist zwar ein smartphone, jedoch keines mit android oder ähnlichem betriebssystem.

 

also, computerfrak bin ich definitiv keiner. höchstens ein sehr guter user - solange es sich nur um windows handelt.

 

welches klischee gibt es denn noch wenn man an "nerds" denkt? spiele! vor allem computerspiele. halo, world of warcraft, assasins dingsbums und wie sie alle heissen. auch hier muss ich passen. es gibt sehr wenige, sehr spezielle spiele die ich wirklich sehr gerne mag und auch sehr gerne spiele, doch gerade diese sind alles andere als typische nerd-spiele. ich kann alles was in richtung ego-shooter geht nicht ausstehen. was daran toll sein soll, so schnell wie möglich irgendwelche tastenkombinationen bedienen zu können, entzieht sich meinen verständnis. das kann jedes 6jährige kind wenn man ihm nur eine stunde zeit dafür lässt. ich mag spiele die mein hirn fordern, doch davon gibt es nur sehr wenige. ich war von der myst-serie sehr begistert, ich liebe risk2 und die pc-version von carcassonne. das einzige mmorpg (massive multiplayer online roleplaying game) dem ich etwas angewinnen kann, ist ein spiel, das eigentlich für kinder konzipiert wurde, nämlich wizard101 - und pirate101, doch pirate101 gibt es derzeit nur in der englischsprachigen version und man stößt sehr schnell an grenzen, die nur mehr mit geld zu überwinden sind, dochd as möchte ich mir nicht antun, zumindest nicht dieser version. da warte ich erst mal ab, ob das irgendwann einmal auch auf deutsch herauskommt. warum ich diese spiele mag möchte ich jetzt und hier nicht großartig erklären. es ist nun mal so.

 

also, gamer bin ich wohl auch keiner... was, bzw. wie sind nerds denn sonst noch?

 

im kollektiven bewusstsein sieht man einen nerd immer als hochbegabten sonderling an. wenn nicht hochbegabt, dann zumindest als sehr klug. diesem klischee entspricht auch die serie "the big bang theory". da mag wohl was wares dran sein, dem möchte ich nicht einmal widersprechen, doch trifft das denn auch in irgendeiner weise auf mich zu? nun, ich bin sicher nicht dumm, doch ob ich hochbegabt wäre entzieht sich meiner kenntnis. wenn dem so wäre, dann hätte sich vermutlich irgendwann einmal irgendeine vorliebe, bzw. irgendein talent in irgendeine richtung entwickelt. so nehme ich es zumindest an. doch da tut sich nichts. ich weiss viele dinge, weil ich sie mir leicht merke und ich kann auch viele dinge, aber irgendwie kann und weiss ich nichts wirklich richtig gut. ich bin auf keinem gebiet soetwas wie ein experte. also auch hier fehlanzeige. und für eine richtige nerdgerechte neurose reicht es auch nicht bei mir. manchmal denke ich mir, dass ich zwar ansätze zu einem asperger syndrom zeige, doch auch hierfür reicht es nicht. um diesbezüglich als nerd durchzugehen bin ich viel zu normal.

 

"nerds" haben auch in bezug auf literatur, filmen und tv andere vorlieben als otto normalverbraucher. dies ist wohl das einzige klischee, das ich bedienen kann. viele bücher die ich lese, filme die ich sehr gerne sehe und tv-filme, -serien und -dokumentationen würden wohl in das nerd-schema passen. doch reicht das? sicher nicht! obwohl sich meine interessen diesbezüglich sicher sehr mit dem nerd-klischeé dekcen, sehe ich mir sehr gerne auch völlig andere, unnerdige dinge an und lese auch gerne zwischendurch ganz andere bücher. ich bin zwar unter anderem auch comic fan, doch jene comics die ich liebe, haben nichts mit dem marvel-superhelden-universum gemeinsam, das vor allem in der genannten serie (bbt) vorgestellt wird.

 

da bleibt irgendwie nur noch das outfit. und hier gebe ich zu, dass ich t-shirts mit seltsamen motiven und sprüchen, die nicht jeder sofort erkennt oder versteht, bevorzuge. und dies, obwohl es wirklich schwierig ist solche shirts in meiner größe zu einem vernünftigen preis zu bekommen. und natürlich habe ich nicht genug solcher motivshirts um jeden tag so auftreten zu könne, obwohl ich es zugegebenermaßen gerne so hätte. andererseits passt es nicht so ganz zu meinem inzwischen gesetzteren alter. aber scheiss drauf, mir gefällts...

 

tja, was bin ich nun? schrödingers nerd, der so wie die katze entweder das eine oder das andere ist, oder auch nicht? man wird diese frage wohl nie klären können. ich selbst am allerwenigsten.

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Do

24

Jan

2013

die kleine hexe und ich

ich möchte hier nicht auf die inzwischen allseits bekannte debatte eingehen, in der es darum geht, ob ein verlag und sein autor entscheiden dürfen bestimmte wörter in bestimmten büchern dieses autors durch andere zu ersetzen, oder nicht. diesbezüglich wurde nun wirklich genug herumdiskutiert, durch die gegend geblogged und vor allem sehr viel gestritten. nicht zuletzt auch von und mit mir.

 

ich möchte einfach nur darüber schreiben, bzw. berichten wie es mir innerhalb dieser kontroverse erging.

 

zunächst einmal fühle ich mich nun plötzlich schuldig und weiss nicht einmal genau warum. ich behaupte mich zeit meines lebens alles andere als rassistisch benommen zu haben, falls doch, dann mit sicherheit nicht bewusst. und nun wird mir erklärt, dass ich doch mein ganzes leben lang rassist war, weil ich ganz naiv das böse wort "neger" in aller unschuld (ja, tatsächlich!) als beschreibendes eigenschaftswort benutzte. und war ich noch naiver und stand auch noch in aller öffentlichkeit dazu, versuchte zu erklären, zu verteidigen und zu argumentieren. doch ich muss gestehen, dass mich die flut aller argumente so langsam in die knie zwingt. darüber nachgedacht, ob ich denn tatsächlich richtig liege, wenn ich weiterhin "neger" in der von mir gedachten bedeutung verwende, habe ich von anfang an, ja sogar schon lange vor dieser debatte, doch noch nie blies mir ein derart heftiger argumentativer wind entgegen.

 

ja, ich fühle mich schuldig, aber auch vollkommen mißverstanden. mag sein, dass ich diesbezüglich schon wieder einem irrtum unterliege, aber dies ist eben was ich empfinde. ich war immer der meinung, mit der attitüde ich bin nur verantwortlich dafür was ich sage, nicht dafür was du verstehst könne ich nicht falsch liegen. offenbar ist dem doch so. wenn meine worte jemand als beleidigend und herabwürdigend empfindend, so ist offenbar dessen kränkung höher und wertiger zu stellen, als meine ursprüngliche intention. damit muss ich nun erst mal klar kommen, denn diese sichtweise empfinde ICH nun als kränkend. ich empfinde es als beleidigend, davon auszugehen, dass ich automatisch jemanden herabwürdigen wollte, wenn ich ihn persönlich oder gegenüber anderen als neger bezeichnete.

 

nun gibt es also aber das gegenargument, dass ich ja nun wisse dass dem so ist und ich mich dementsprechend zu verhalten hätte. ok, ist in ordnung, man beugt sich der argumentativ logischen sprachgewalt. also verkündete ich mich ab sofort zu bemühen "farbiger" anstatt "neger" zu benutzen - und prompt wurde ich aufs neue gerügt, da diese bezeichnung offenbar ebenfalls nicht zulässig sei. tja, nun fühlte ich mich nicht nur schuldig und selbst beledigt, sondern auch noch ein bisschen verarscht. das erinnerte mich ein wenig an eine situation in der man jemandem, der sein leben lang spaghetti am liebsten mit dem messer schnitt ums sie dann mit dem löffel zu essen sagt, dass er sie gefälligst auf die gabel zu rollen hat um ihn dann, wenn er endlich gelernt hat sie mit gabel und löffel aufzurollen neuerdings zu rügen um ihm mitzuteilen, dass italiener dafür keinen löffel verwenden, sondern die nudeln direkt im teller auf die gabel rollen. ja, der verglich hinkt, mir fällt nur gerade nichts besseres ein...

 

was mich an dieser ganzen debatte am allermeisten aufregt, ist dieses sich gegenseitige aufhängen an einem simplen wort, inklusive dem pauschalen unterstellen dahinterliegender bedeutungen und meinungen. und damit verbunden irrsinnig verkrusteter ansichten und die weigerung BEIDER seiten, sich mal in die gedankenwelt des anderen hineinzuversetzen.

 

nun gut, ich versuche in zukunft weder "neger", noch "farbiger" zu benutzen. aber mir wäre dennoch sehr viel lieber, man würde in zukunft versuchen nicht an worten und begriffen herumzubasteln, sondern an der gedankenwelt der menschen. wenn es der person die "neger" ganannt wird völlig egal ist, sie selbst es nicht als beledigend empfindet, dann kann man sie auch niemals damit beledigen, auch nicht unabsichtlich. im gegenzug dazu kann es sehr wohl vorkommen, dass jemand "mensch mit dunkler hautfarbe" sagt, aber in gedanken dennoch "minderwertiger, dreckiger, fauler und stinkender bimbo" meint. ist das denn wirklich so viel besser?

 

ich werde mich den gesellschaftlichen konventionen beugen, aber ich bin immer noch der meinung, dass der gedanke zählt, der hinter wörtern steht und nicht das gesprochene oder geschriebene wort wichtiger sein kann als die intention des verfassers. genau darum bemühe ich mich immer das was ich mitteilen möchte in möglichst exakte formulierungen zu verpacken. und genau darum fand ich das wort "neger" so praktisch, denn es ruft automatisch ein inneres bild hervor, jeder weiss sofort und ganz genau was gemeint ist. nun muss ich mich eben nach einer anderen bezeichnung umsehen. seis drum....

 

 

 

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Mo

21

Jan

2013

wo ist mein pusher?

es gab einmal eine zeit, da hatte ich so richtig ahnung von musik, bzw. von jener musik, die man im radio hören oder kaufen konnte. inzwischen ist das anders, ich habe vollkommen den überblick verloren.

 

wie konnte das geschehen? musik war mir immer wichtig! ich möchte nicht so weit gehen zu behaupten, dass musik mein leben (gewesen) wäre, aber ich wusste immer was sache war, wen es gab, wie es sich anhörte, was neu war und vor allem interessant.

 

nun, zum teil liegt es wohl daran, dass nun jeder vollhonk zumindest theoretisch musik machen und vor allem produzieren kann. angefangen bei allen justin biebers dieser welt bis hin zum soundbastler im stillen kämmerlein. ich selbst war ja auch mal so einer. ja und darum wird heute täglich alleine nur im genre dubstep mehr musik veröffentlicht, als innerhalb einer woche in meiner jugendzeit alle genres zusammengenommen. als ich noch teenie war gab es genau EINE hitparade mit 24 (VIERUNDZWANZIG!!!!) titeln, die zusammen mit 3-5 neuvorstellungen + werbung + nachrichten in 2 stunden abgearbeitet wurden. heutzutage kriegst du die wasweissfürwelchen top 100 + werbung + neuvorstellungen innerhalb einer stunde abgespult und um die ohren gehaut. und das gleich für mehrere genres.

 

mein problem ist wohl auch, dass ich fast kein radio mehr höre. nicht weil ich nicht wollen würde, sondern weil sich die gelegenheit dazu einfach nicht mehr ergibt. ich bin kaum mehr unterwegs, also höre ich kaum mehr radio im auto. zuhause läuft der fernseher oder ich brauche den sound für meinen pc.

 

dazu kommt das sterben der kassette. ich hing früher stundenlang am radio und nahm wie ein verrückter musik auf. doch irgendwann war schluss damit. vor allem weil es keinen kassettenplayer mehr gab. naja, ich habe 2 stück, und beide wären sogar ziemlich gut - wenn sie nur funktionieren würden. aber schon früher habe ich mir meine kassetten fast ausschließlich im auto angehört und dort ist jetzt aber ein gerät mit cd player und usb anschluss...

 

ich komme also schlicht nicht mehr dazu mir neues anzuhören. mtv und viva sind sowieso ungeeignet um neues zu entdecken, dort wird nur abgefeiert was bereits erfolgreich und etabliert ist. nur gotv wäre noch eine möglichkeit, aber ehrlich gesagt höre ich dann doch lieber radio....

 

früher gab es auch noch plattenläden. in jedem größeren ort mindestens einen, in kleineren orten hatten oft die elektrohändler zumindest eine kleine auswahl an schallplatten, meistens nur singles. und überall konnte man in die platten reinhören. und was gibt es heute? mit glück hat der nächste mediamarkt noch eine cd abteilung und dort findet man dann trotzdem nicht was man sucht, obwohl diese abteilung größer ist als 5 der früheren plattenläden zusammen. früher hat es sich auch noch gelohnt in den ramschkisten zu wühlen, da ließ sich noch das eine oder andere schätzchen finden, doch inziwschen taucht man dort ebenfalls nur mehr in der trüben see des geschenkt-ist-noch-zu-teuer landes.

 

wo könnte man denn sonst noch neue musik entdecken? sich durch youtube klicken? ich muss gestehen, das kann sogar funktionieren - wenn man zeit und geduld hat und ein händchen, bzw. näschen, nein ÖHRCHEN dafür. aber ideal ist das trotzdem nicht, denn im grunde findet man nur das selbe oder ähnliches wie, nach dem muster wenn dir das gefallen hat, dann könnte dir auch dies gefallen. das ist ja prinzipiell kein schlechter ansatz, der führt jedoch leider viel zu oft ins leere, bzw endet man am schluss doch wieder nur bei rhianna, justin bieber und metallica.

 

ich sitze auch nicht mehr bei freunden herum um mir musik anzuhören. vor allem deshalb, weil es diese freunde nicht mehr gibt. früher lief das so nebenbei, man unterhielt sich oder spielte irgendetwas, und im hintergrund lief der sound. wenn einem was gefiel fragte man einfach nach, oder sah in neueren zeiten schnell mal auf den winamp, und die geschichte war geritzt.

 

also.... WO ZUR HÖLLE FINDET MAN HEUTZUTAGE NOCH NEUE MUSIK????? und wie?

 

ich schätze mal, dass man einfach immer und überall augen und ohren offenhalten muss, aber radio ist meines erachtens nach immer noch die beste quelle. dazu wurde es nämlich erfunden - nicht für die besten gutelaunehits der 80er, 90er und von heute, auch nicht um werbung zu machen, sondern um neuigkeiten zu verbreiten!

 

jawoll!

 

 

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Di

08

Jan

2013

kennst du das?

manchmal werkelt man so vor sich hin und wenn man dann auf die uhr sieht, stellt sich heraus, dass gefühlte 5 stunden nur tatsächliche 3 stunden waren. man freut sich und werkelt entspannt weiter, sieht wieder auf die uhr und kommt drauf, dass plötzlich aus gefühlten 2 stunden tatsächliche 4 wurden. seltsame sache.

aber wehe der tag fängt mit zeitverzögerung an, das ist wie wenn man sich durch sirup bewegt. man steht zu spät auf, braucht zu lange für alles und kommt irgendwie nicht von der stelle. auf einmal ist es 4 uhr nachmittags, wo es doch eigentlich erst mittags sein dürfte. aber wenn man dann um 10 uhr abends auf die uhr sieht, ist es dann beim nächsten mal auf einmal 2 uhr in der früh.

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Di

08

Jan

2013

brief an mein altes ich

anmerkung: diesen text schrieb ich schon vor langer zeit, ich bin nur heute wieder mal darüber gestolpert und dachte mir, dass ich ihn hier vorstellen sollte. 

 

servus du, mein altes ich...

heute habe ich dich nach langer zeit mal wieder besucht. das heisst, ich habe dich natürlich nicht besucht, aber ich war dir ganz sicher sehr nahe. ich bilde mir ein, ich hätte dich gesehen, dort unter der autobahnbrücke, am bach.

es war ja eigentlich garnicht von mir geplant dich zu besuchen. ich stieg ins auto um eine kleine erledigung zu machen, und da lief auf einmal im radio diese großartige liveversion von "i still haven't found what i'm looking for" von "u2" aus dem doppelalbum "rattle and hum". ja, damals gab es noch soetwas wie doppelalben. erinnerst du dich daran? das album kam zu jener zeit auf den markt als wir beide an einem scheideweg standen, nur war es uns damals nicht bewusst. ich musste zum militär, ich lernte die spätere mutter meines kindes kennen, schule war im grunde endgültig vorbei, und aus der wohnung in der wir unsere jugend verbrachten mussten wir dann auch bald ausziehen. zudem gab es auch noch die scheidung deiner eltern, die sie seltsamerweise vor uns allen geheim hielten. ich ging und wurde zu jemand anderen, doch du bliebst immer dort. du wusstest damals, und weisst auch heute noch nichts von verantwortung für ein kind haben, von den schwierigkeiten einer jobsuche, von kreditraten die zu zahlen sind, und all den anderen dingen mit denen man sich als eigenverantwortlicher erwachsener so herumschlagen muss.

jedenfalls, ich hörte den song, und musste an dich denken. zudem regnete es bereits den ganzen tag, und ich weiss ja wie gerne du regenwetter magst. du hast dich immer schon genau entgegengesetzt zur masse verhalten, wenn die sonne schien und alle anderen rausgingen, bliebst du lieber zuhause, vor dem fernseher oder im zimmer, oder du warst mit deinen jungs im legendären "club" um im dieser dunklen verrauchten bude musik zu hören, und wenn es regnete trieb es dich nach draussen. wahrscheinlich deshalb, weil dann kaum jemand unterwegs war, weil du dich einfach alleine irgendwohin setzten konntest um deinen gedanken nachzuhängen. so bestand kaum die gefahr, dass jemand vorbeikommen und versuchen würde dich aus falscher freundlichkeit in ein gespräch zu verwickeln, welches dich und meistens auch den anderen im grunde eh nicht interessierte. so saßest du also oft auf einer bank unter einem baum im regen, oder irgendwo am ufer des inns, und sahst den regentropfen zu, lauschtest auf das geräusch des fallenden regens und auf die stimme deines inneren ichs. und als du offiziell noch nicht rauchen durftest nutztest du diese zeiten um eben genau dies zu tun: heimlich zu rauchen. damals reichte eine schachtel zigartetten oft noch für eine ganze woche, doch das sollte sich bald ändern.

nun, ich ahnte, dass ich dich heute draussen irgendwo finden würde, also fuhr ich einfach drauflos. eigentlich wollte ich garnicht bis zu dir fahren, doch der ort an dem ich stehenbleiben und im auto selbst dem regen auf dem blechdach und meinem inneren ich zuhören wollte, war durch einen reisebus und einem zerlegten baum besetzt. dem hatte wohl der gestrige sturm den rest gegeben. dem baum, nicht dem buss. also fuhr ich einfach weiter, obwohl genau dies unter anderem auch die faszination am regenwetter für dich ausmachte, die macht der natur, die meistens sanfte, manchmal jedoch sehr starke gewalt der natur, bog dann an jener stelle, die deinem vater, bzw seinem auto vor vielen jahren zum schicksal wurde links ab, wich ein paar unerschrockenen hundebesitzern aus, und fuhr die alte strasse entlang. erinnerst du dich? dort haben mir manchmal das autofahren geübt, mit diesem froschgrünen c-kadett. dann gings vorbei am neu erbauten recyclinghof, den es damals zu "unseren" zeiten noch nicht gab, und bald schon wäre ich fast vor dem haus gewesen in dem wir damals wohnten. doch ich bog vorher links richtung bahnhof ab. auch hier hat sich so einiges verändert. es wurden neue häuser gebaut, neue familien sind eingezogen, neue autos stehen vor den häusern und auf der strasse. und schon kam die nächste überraschung, denn dort wo sich früher nur luft und wiese befand stehen nun ebenfalls neue mehrfamilienhäuser. dass die schöne alte fabrik abgerissen wurde, wusste ich ja bereits. aber mensch, hey, solche dinge musst du mir sagen! ich war ziemlich schockiert, ehrlich. oder ich besuche dich einfach öfter, damit ich immer auf dem neuesten stand bin.

jedenfalls bog ich vor diesen häusern ein weiteres mal nach links ab, zur unterführung bei den schienen, jene unterführung wo man mit dem auspufftopf auf dem asphalt aufsitzt wenn man mit zu viel schwung durchfährt *grins* ja, auch das haben wir des öfteren getan, absichtlich. gleich danach gings wieder rechts ab, rüber zu der kleinen holzbrücke, nach der man nach links einbiegen konnte um sich unter die autobahn zu stellen, doch das geht heute nicht mehr. alles neu, alles anders. aber wie ich eingangs bereits schrieb, ich bilde mir ein, dich dennoch dort gesehen zu haben. gegrüßt habe ich mal vorsichtshalber.

aber vielleicht bist du heute auch auf der bank gesessen die sich ein stück oberhalb des dorfes befindet, unter einem großen laubbaum. doch dort wollte ich heute nicht hin. ich wollte nicht erst parkplatz beim gasthaus suchen, dann noch die steile strasse raufkeuchen, um dann draufzukommen, dass du eh nicht dort bist. zudem weiss ich ja, dass die alte holzbrücke am eingang der klamm nicht mehr begehbar ist, somit also diese kleine rundwanderung (naja, eher kleiner rundspaziergang) nicht mehr möglich ist. und da ich weiss, dass du es nicht leiden kannst, den selben weg, den du gekommen bist wieder zurückzugehen, es also lieber hast irgendwelche runden zu gehen, nahm ich sowieso an, dass du nicht dort zu finden wärst.

gesehen habe ich dich ja trotzdem, nicht nur unter der autobahnbrücke, auch am brunnen vor der raika, oder auf diesem eigentlich kaum begehbaren weg neben dem gießenbach. das würde dir nämlich wieder mal ähnlich sehen, dich bei regen in hüfthohem gestrüpp herumzutreiben, um dann patschnass und verdreckt nach hause zu kommen.

nun denn, es hat mich gefreut, auch wenn wir uns heute nicht wirklich getroffen haben. vielleicht erwische ich dich doch mal irgendwann irgendwo. sicher nur bei regenwetter und dort wo sonst niemand hingeht. dann setze ich mich neben dich und wir schweigen gemeinsam von alten zeiten. ok? machen wir das so? ich bring auch zigaretten mit.

ich umarme dich herzlichst (ach nein, ich hatte vergessen dass du das ja nicht magst)

dein
heutiges ich

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Mo

31

Dez

2012

was für ein unglaubliches jahr....

man glaubt es nicht. ich habe nun eine stunde lang in einem sehr langen text resümeé über das letzte jahr gezogen... und ein falscher klick und der ganze text ist weg!

 

irgendwie passt das zum vergangenen jahr. ich bemühe mich und mache und tue - und am schluss bin ich genau so weit wie am anfang. so als ob ich nichts getan hätte.

 

scheiss drauf! nächstes jahr MUSS besser werden!

 

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Fr

28

Dez

2012

davongekommen

fast wäre es gerade passiert! aber nur fast...

 

ich humple derzeit krankheitsbedingt wie ein alter greis durch die gegend, ich habe schmerzen im rechten fuß, die bei belastung noch schlimmer werden. dementsprechend patschert bewege ich mich auch manchmal.

 

und vorhin hätte es mich fast erwischt. ich stieg aus versehen auf die herumliegende dosenleiste einer verlängerungsschnur. natürlich durchfuhr mich ein stechender schmerz, so dass mein fuß aus diesem reflex heraus zur seite zuckte. nur leider stand dort wiederum etwas im weg. dadurch verlor ich das gleichgewicht und stürzte in richtung meines bettes.

 

da dieses bett nun über harte scharfe aussenkanten verfügt, die mein schienbein leider schon des öfteren zu spüren bekam,  befürchtete ich mir beim aufprall die rippen zu brechen und versuchte während des fallens meinen körper so zu drehen, dass ich eben NICHT mit den rippen auf diesen kanten aufschlug.

 

und im selben moment durchzuckte mich siedendheiß ein weiterer, beineahe ebenso lebenswichtiger gedanke: mein kind liebt es auf meinem bett herumzuspringen. dadurch sind schon so manche latten des einen oder anderen lattenrostes durchgebrochen. also argwöhnte ich, dass möglicherweise diese latten einem ungebremsten sturz meiner nicht unbeträchtlichen körpermassen nicht standhalten könnten, und versuchte nun auch noch so sanft wie möglich aufzuschlagen und mich dabei irgendwie lattenschonend, bzw. kinetische eneregie verteilend abzurollen.

 

und genau so geschah es dann letztendlich auch. ich stürzte, wich den knochenbrechenden kanten aus und rollte dermaßen geschickt ab, dass keine der latten schaden nahm. ich musste zwar 2-3 minuten liegen bleiben um während lautem "FUCK OOOOH FUCK" rufens meine schmerzen im fuß zu vertreiben, aber all die wichtigen dinge (rippen, latten, bett, ich selbst) blieben intakt.

 

ja, ich weiss, das ist nun nichts weltbewegendes, aber ich dachte wirklich mich hätte es nun erwischt. also, "guat is gången, nix is gscheng".

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Sa

15

Dez

2012

artefakte einer verlorenen generation

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Do

13

Dez

2012

jedes ende hatte einmal einen anfang - oder so

dies ist einfach nur mein allererster blogeintrag. ich spiele an den einstellungen herum, versuche herauszufinden was man hier alles machen kann, bzw WIE ich es machen kann und so weiter und so fort.

 

warum mache ich das hier überhaupt? sollte ich mich erst mal vorstellen, so richtig mit lebenslauf, hobbies, vorlieben und so weiter? und wieso schreibt der typ hier eigentlich alles klein?

 

ok, eins nach dem anderen. naja, fangen wir mit letzterem an. ich schreibe prinzipiell alles klein sobald ich mich im internet befinde. statusmeldungen, emails, blogeinträge - einfach alles. und dies nur aus einem einzigen grund: ich bin faul! ich war damals zu faul richtig maschinschreiben zu lernen, als insgesamt 3 verschiedene lehrkräfte in mehreren anläufen versuchten die zehnfinger technik beizubringen und deshalb bin ich auch jetzt zu faul die hochstelltaste zu benutzen. eben weil ich nie gelernt habe, bzw. mich geweigert habe richtig tippen zu lernen und im prinzip nur mit 2 fingern auf der tastatur herumhacke. zugegebenermaßen aufgrund jahrelangen chattrainings inzwichen rasend schnell, aber dennoch, imemr noch nur mit 2 fingern...

 

nun zu dem punkt warum ich das hier mache: ich schreibe schon seit langem blogs, nur dummerweise auf einer plattform mit der ich nur wenige menschen erreiche. ich bin so arrogant zu glauben, dass ich gut genug bin um mehr als nur 5 stammleser verdient zu haben (*grinstsicheins*). tja und darum versuche ich auf diesem wege mein puplikum zu vergrößern. mir ist schon klar, dass das nicht von heute auf morgen geht. man wird sehen.

 

und nein, großartig vorstellen werde ich mich hier nicht. ich schreibe gerne, hin und wieder gelingt mir sogar ein veritables gedicht, ich mache mir gerne gedanken über diverse dinge des lebens, manchmal schreibe ich mir frust und/oder glück von der seele, ganz so wie die allermeisten blogschreibenden eben auch. hin udn wieder wird es musik zu hören geben, da ich gerne mal für mich privat dj-sets erstelle. und da ich auch gerne fotografier, werden sicher auch immer wieder einmal bilder auftauchen. ich werde mich bemühen so wenig wie möglich fremdes in meinem blog zu platzieren, versprochen.

 

so, das müsste fürs erste genügen. vermutlich dauert es sowieso noch länger bis sich die ersten leser einfinden. das ist auch gut so, denn ich muss immer noch am design der seite herumbasteln. und an anderen dingen. und überhaupt...

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Fr

08

Nov

2013

ende neu

 

von sinnen zieht um: von sinnen auf blogspot

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Mi

06

Nov

2013

wie man einen guten film oder eine gute serie versaut

eben miesen schauspielern, schlechten drehbüchern, untalentierten regisseuren und bescheuerter kamerführung gibt es auch sonst noch so einige unverzeihliche fehler, die einem sogar die freude an einem ansonsten wunderbaren film, oder einer eigentlich guten serie vollkommen verderben können. ich möchte hier einmal einfach jene dinge auflisten, die mich am meisten nerven:

 

  • zum thema schlechter schauspieler und schlechte regie gehört die mimik. aber nicht nur, denn vor allem bei animationsfilmen wird man sehr oft mit unfassbar übertriebener kaugummigesichtsartiger mimik konfrontiert. das wäre dann quasi die gegenthese zu ottfried fischer, dem man jedoch zumindest die fähigkeit des lächelns zusprechen kann, ganz im gegensatz zur unsäglichen kristen stewart, der bella aus twilight, die es tatsächlich schafft jeden film mit ihrer versteinert-leidenden miene runterzuziehen. jedenfalls ist es völlig wurscht ob übertriebene oder so gut wie garnicht vorhandene mimik, zu viel oder zu wenig wird einfach irgendwann entweder völlig langweilig, oder nervend.
  • vor allem in älteren serien ist es zu hören: das asynchrone getrappel. eine kleinere gruppe von leuten bewegt sich durch irgendeinen raum und man merkt dass hier irgendwas einfach nicht passt. meistens nimmt man es nicht bewusst wahr, aber das ungute gefühl bleibt. es sind entweder zu viele, oder zu wenig geräuschsynchronisierte füße zu hören, oder die bewegungen passen nicht zum getrappelgeräusch. wie auch immer, es wird dadurch einfach unerträglich aufdringlich. noch nie erlebt? mir ging es letztens bei der ansonsten sehr soliden serie "monk" so. einfach mal aufpassen, das kommt öfter vor als man meint.
  • ganz schlimm finde ich künstlichen schnee, künstliches eis, oder offensichtlich künstliche felsen. für jemanden, der zeit seines lebens jedes jahr im winter mit meistens nicht unbedingt kleinen mengen echten schnees konfrontiert wurde, ist es einfach ein graus zu sehen, wenn ihm löschschaum, styropor, oder sonstige kunststoffflocken als schnee verkauft werden. prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, ich will es nur verdammt nochmal nicht bemerken! sobald ich es bemerke ist der ganze film beim teufel. fast wurde mir auf diese art "herr der ringe" versaut, als ich bemerkte, dass der turm von helms klamm, auf dem in das horn geblasen wurde, offensichtlich aus styropor geschnitzt und grau bemalt wurde. ansonsten ist alles wunderbar, doch in dieser einen szene sieht man es einfach verdammt gut. passt mal drauf auf. und eisschollen aus styropor sind sowieso ein no-go. nie im leben sehen eisschollen SO aus!!!! NIE!!!!! bei raumschiff enterprise (vor allem in der originalserie aus den 60ern) erwarte ich mir ja nichts anderes, auch nicht bei anderen billigserien, gerne auch neueren datrums, oder in billigen filmen, aber bitte nicht in produktionen vom kaliber eines "herr der ringe".
  • ein ähnliches problem ist regen. mir ist schon klar, dass man regen auf der filmleinwand oder auf dem bildschirm nur schlecht sieht, aber muss man es denn gleich dermaßen übertreiben, dass die darsteller innerhalb sekunden völlig durchnässt sind? ich meine nicht, dass einfach nur die kleidung nass wird, das wäre ja noch normal. was ich meine ist, dass ihnen die kleidung wirklich auf der haut klebt. DAS ist wirklich nicht normal, vor allem nicht innerhalb weniger sekunden! es mag vielleicht auch hin und wieder im richtigen leben vorkommen, ein mal konnte ich selbst sogar solch einen regenguss erleben, doch selbst wenn es wirklich wie aus sprichwörtlichen kübeln schüttet, dauert es ein ganzes weilchen bis man tatsächlich völlig durchnässt wird. also bitte ein wenig zurückhaltung, ja?
  • ganz schlimm ist das was ich "megasynchronisation" nenne. man kennt das vor allem aus alten bud spencer & terence hill filmen, wobei diese unsitte offenbar generell in den 70ern mode war. der typ im bild sagt in wahrheit 3 worte, doch die deutsche synchronisation hat ihm 3 schachtelsätze in den mund gelegt. meistens wird diese surreale situation damit überspielt, dass der gesprochene text schon vorher anfängt und dann, wenn der schauspieler schon längst wieder aus dem bild ist, der text immer noch weitergeht. ganz besonders fällt es einem auf, wenn z.b. terence hill eigentlich nur lächelt, ihm aber irgendeine zwischen den zähnen hervorgepresste blöde bemerkung durch die deutsche synchronisation in den mund gelegt wird. andererseits macht genau das auch einen großteil des charmes dieser filme aus. trotzdem nervt es.
  • aus einem völlig anderen eck kommt das wirre durcheinandersprechen. vor allem in französischen filmen sieht, bzw. hört man das ziemlich oft, aber auch in produktionen aus den usa, sehr oft in filmen von woody allen. was im richtigen leben völlig normal ist und auch funktioniert, stört jedoch im film. ich kann und will mich nicht auf das gleichzeitige geplapper von mehreren personen konzentrieren müssen. mich stresst das und im endeffekt bekomme ich genau garnichts mit. warum zum teufel macht man das??????
  • dann gibt es dagegenteil von geplapper, nämlich das still sein. es gibt in fast jedem film eine szene in der sich die protagonisten vor irghendetwas oder irgendjemanden verstecken müssen und eigentlich still sein sollten, doch sie sind es einfach ums verrecken nicht. ich meine damit jetzt nicht, dass sie unentwegt weiterplappern oder gar schreien (obwohl auch das oft genug vorkommt, so dass man ihnen am liebsten "halt endlich deine verdammte klappe du saudumme filmfigur, das monster steht ums eck und laurt nur darauf dich endlich fressen zu können!" zurufen möchte), nein, sie ATMEN! und zwar dermaßen laut, dass man sie einfach hören MUSS. "theateratmen" nenne ich das. eine art von geschauspielertem atmen, das natürlich übertrieben sein muss, um zu unterstreichen wie aufgeregt diese person gerade ist und wie spannend die situation.
  • die zeitlupe wiederum ist ein gern genutztes stilmittel um kämpfe und actionszenen (explosionen ect...) ästhetisch und/oder intensiver darzustellen, doch wenn action zu 90% nur mehr aus zeitlupe besteht um sie intensiver darzustellen, möchte man am liebsten aufstehen und erst mal aufs klo gehen, oder sich ein bier holen bis die "action" endlich vorbei ist.
  • und dann gibt es noch die zeitlupe die eigentlich keine ist. da hat der regisseur nämlich im nachhinein beschlossen aus einer in normaler geschwindigkeit gefilmten szene eine zeitlupenszene zu machen, so dass man anstatt lupenreiner zeitlupe eine schnelle abfolge von unscharfen standbildern zu sehen bekommt. auch hier gilt: was in tv-serien (vor allem in billigen) gerde so noch ok ist, darf in einem kinofilm der ernst genommen werden will nicht vorkommen! entweder man dreht gleich in zeitlupe, oder man dreht nach, oder man lässt es einfach ganz. alles andere ist einfach *bäh*.
  • trailer und teaser gehören zwar nun nicht zum thema filme, aber im grunde eigentlich doch. in den letzten jahren hat sich die unsitte eingebürgert trailer so zu gestalten, dass drei viertel des trailers aus einem absolut schwarzen bild bestehen. man sieht (meistens wieder in zeitlupe) für den bruchteil einer sekunde eine szene, die sofort wieder ausgeblendet wird. es folgen gefühlte 5 minuten dunkelheit, dann wird einem der nächste mikroschnipsel vorgeworfen. solche trailer machen mich irre! echt wahr! ich habe solcherart geschnittene trailer auch schon wieder weggeklickt (natürlich am pc, im kino gehts ja schlecht) weil ich sonst durchdrehe. wenn es ein gegenstück zu epileptischen anfällen aufgrund stroboskopartiger bildfolgen gibt, dann passiert mir in solchen augenblicken genau das. und statt schwarz einfach nur weiss zu nehmen machts auch nicht besser, liebe filmindustrie! wie zur hölle soll ich auf einem film neugierig werden, wenn ich im trailer nur dunkelheit gezeigt bekomme? kann mir das mal jemand erklären?

vermutlich gibt es noch ein paar dinge mehr die mich aufregen (wundern würde es mich nicht *g*), aber damit lasse ich es jetzt mal gut sein.

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Mo

28

Okt

2013

kochtipps für absolut ahnungslose

manchen menschen ist es einfach gegeben gut kochen zu können, ohne dass sie es gelernt hätten. sie haben ein natürliches gespür für all diese kleinen stolperfallen und unwägbarkeiten, die alle anderen zur verzweiflung bringen und in die arme des pizzaservice treiben. wenn man solchen leuten ein bis dahin völlig unbekanntes rezept vorlegt, legen sie unbekümmert los und am ende kommt tatsächlich etwas dabei heraus, das jenem ähnelt, was laut rezept auch das endprodukt sein sollte - und es schmeckt auch noch! die anderen machen im prinzip das selbe, nur irgendwie geht irgendwo was schief und am ende hat man material für den biomüll, den sautrog, oder für den geistesgestörten nachbarshund der nun wirklich alles frisst.

 

der großteil jener begnadeten kochkünstler wissen nicht einmal, dass sie solche sind. es interessiert sie auch nicht sonderlich, da ihre interessen auf anderen gebieten liegen. sie sind ganz zufriden damit, dass sie sich halbwegs normal ernähren können und damit hat sichs. ein kleiner teil ist jedoch fasziniert von diesem thema und werden entweder profiköche, oder begnadete hobbyköche. letztere sind dann jene, von denen man sich zwar gerne zum essen einladen lässt, die man dann aber mit einem seltsamen gefühl der unsicherheit, depression und leichter agression wieder verlässt, weil diese verdammten mistkerle (und miststücke, wir wollen ja politisch korrekt bleiben) wirklich ALLES, jedes noch so schwierige rezept auf die reihe kriegen, während man selbst sogar fertiggerichte versaut.

 

die unbegabten versuchen es dann natürlich nicht einmal mehr etwas halbwegs normales selbst auf den tisch zu bekommen. niemand hat ihnen jemals auch nur die grundlagen des kochens beigebracht und es hat sie auch nie interessiert. man schlägt sich eben irgendwie anders durch.

 

ich selbst hätte vermutlich das talent zum kochen, bin jedoch zu unmotiviert und zu faul um etwas daraus zu machen. hin und wieder, so ein bis zwei mal im jahr lasse ich mich dazu hinreissen irgendetwas schönes und gutes zu fabrizieren, aber das wars dann auch schon. mehr will ich garnicht.

 

was ich jedoch sehr wohl möchte, ist all jenen verzweifelten, die sogar teewasser anbrennen lassen, ein wenig starthilfe zu geben, denn nirgendwo findet sich eine anleitung für die elementarsten grundlagen - zumindest hätte ich bisher noch keine gefunden. ich gebe allerdings zu, dass ich auch nicht großartig danach gesucht habe. ich bemerke nur immer wieder, dass sogar in kochbüchern für dummies davon ausgegangen wird, dass ein mindestmaß an grundwissen vorausgesetzt wird.

 

ich bin alles andere als ein profi, aber ein paar dinge sind mir eben aufgefallen und diese gebe ich nun weiter:

 

  • was auch immer du tust, laufe nicht davon! bleib bei deinem kochenden, bratenden, blubbernden und brutzelnden essen und beobachte was passiert. gehe nicht telefonieren, gehe nicht 5 minuten auf den balkon um zu rauchen und gehe besser vorher auf die toilette. lass dich nicht vom fernseher oder dem pc ablenken. mach am besten nichts ausser einfach nur zu kochen. wenn du profi bist kannst du von mir aus nebenbei machen was du willst, doch du bist keiner, also bleib um himmels willen unter allen umständen bei der sache!
  • setz dein hirn, bzw. deinen hausverstand ein. versuche mitzudenken. denk darüber nach was du hier tust und warum du es tust. das bringt uns auch zum nächsten punkt:
  • vertraue keinem rezept! niemals nie nicht! sieh es als ungefähre anleitung dafür, wie man vielleicht irgendetwas hinbekommen könnte an. es ist eine reisebeschreibung desjenigen, der bereits erfolgreich im land der kulinarischen genüsse war, das heisst nicht, dass das bei dir nun ganz genau gleich funktionieren wird. du weisst nicht, ob dein herd genau so gut funktioniert, wie jenes des rezepterstellers, es könnte also sein, dass dein gericht ein wenig länger braucht, oder aber auch, dass es ein wenig schneller fertig ist. nur weil im rezept 20 minuten steht, ist das noch nicht in stein gemeisselt. wenn es noch aussieht wie gerade erst ins rohr geschoben, dann lass es um himmels willen noch ein bisschen länger drinnen. wenn es nach 15 minuten schon ziemlich durch aussieht, dann hol es mal raus und sieh nach ob das wirklich so ist. ausserdem weisst du nicht, ob die produkte, bzw. zutaten die du dir besorgt hast, auf die selbe art und weise reagieren, wie jene die der rezeptschreiber verwendet hat. die selben nudeln von verschiedenen herstellen können sehr unterschiedlich schmecken und verschieden lange brauchen bis sie als dente sind (al dente ist auch so ein mythos. vergiss das gleich mal. mach die nudeln so wie du sie magst. ich selbst mag sie lieber weich und bazig). das gilt natürlich auch für mehl und gries und alles andere was man so braucht.
  • auch wenn in der anleitung, bzw. im rezept eine bestimmte menge steht, bleib skeptisch. die anleitungen für kartoffelpürree sind zb. IMMER falsch. bei den einen wird es zu dünnflüssig, bei den anderen zu dick. bereite die angegebene menge vor, aber mach dich darauf gefasst,d ass es zu viel sein könnte, also leer nicht sofort alles auf einmal hinein. und schau dass du noch etwas vorrätig hast, falls du doch noch einen schluck mehr brauchst. das selbe gilt natürlich auch für mehl, zucker, was auch immer. wenn dir vorkommt das könnte zu viel oder zu wenig sein, korrigiere vorsichtig nach bis es DIR passt.
  • auch portionsangaben sind höchst selten aus diesem universum. wenn dort steht "für 3 personen", dann ist das meistens EINE portion für MICH. vermutlich sind diese angaben für dürre models die sich sonst von einem blatt salat und einem glas wasser am tag ernähren. ich weiss es nicht. fakt ist, mach lieber mehr als zu wenig. wenn was übrig bleibt kann man es einfrieren, am nächsten tag essen, oder jemandem mitgeben.
  • eier gibt es in verschiedenen größen! jaha, da staunt der laie, gelle? auf den eierschachteln sind die größen wie im kleidergeschäft mit "s", "m", "l" und "xl" angegeben. in den rezepten leider nicht, bzw. nur höchst selten. manchmal hat man glück und es steht dort "1 großes ei" oder "3 kleine eier" oder irgendwas in der richtung. wenn es keine angaben gibt, besorg dir kleine eier und nähere dich der richtigen menge an, indem du erst mal die angegebene menge heineinklatschst und dann siehst ob man nicht vielleicht doch noch 1-2-3 eier dazugeben sollte.
  • wie man eier jedoch richtig öffnet ist schwer zu erklären. jeder hat da so seine eigene methode. ich selbst schlage sie vorsichtig auf die arbeitsplatte, so dass nur eine kleine delle entsteht, und breche sie dann über der schüssel vollkommen auseinander. andere schlagen sie auf irgendeiner kante auf, manhe brauchen dazu 2 hände, andere nur eine. es ist völlig egal, mach wie es dir richtig vorkommt und wie es am wenigsten sauerei zu werden scheint. dass es eine sauerei wird ist aber völlig klar, also stell dich darauf ein.
  • solange du ein bestimmtes rezept noch nicht drauf hast, unterlass jeden anflug von experimenten! es wird ansonsten garantiert schief gehen und du weisst dann nicht warum. lass auch besser irgendwelche hörensagen-tipps ausser acht. nur weil mal bei irgendwem irgendwas funktioniert hat, muss das bei dir nicht auch so sein. wenn du das rezept beherrschst, dann kannst du rumprobieren, vorher jedoch nicht.
  • wenn dir irgendwelche begriffe in dem anzugehenden rezept nicht geläufig sind, dann sieh VORHER nach was das heisst, bzw. was das ist und nicht erst wenn du schon mitten unterm herumwerkeln bist. du hast internet, du hast diesen blog gefunden, also findest du auch alles andere.
  • sollte irgendwas nicht vorrätig oder schwer zu beschaffen sein, dann erkundige dich (internet! siehe oben!) ob es sich nicht durch irgendetwas ersetzen lässt. sauerrahm, creme fraiche und schmand sind zum beispiel fast das selbe, unterscheiden sich jedoch im fettgehalt. zwiebeln, jungzwiebeln, frühlingszwiebeln und lauch sind auch im grunde ein und das selbe gewächs und können meistens miteinander vertauscht werden. es gibt sicher auch noch viele andere beispiele, mir sind im moment nur diese zwei geläufig.
  • mehl ist nicht gleich gleich mehl! es gitb griffiges mehl, glattes mehl, universalmehl und einige spezielle mehlsorten. und das ist wichtiger als man meinen möchte. wenn es keine diesbezügliche angabe gibtm, besorg dir universalmehl. ansonsten sollte es im rezeot vermerkt sein welche mehlsorte zu verwenden ist. und diese MUSS verwendet werden, sonst geht es garantiert schief!
  • rezepte aus den usa sind mit vorsicht zu behandeln. erstens werden dort völlig andere maßeinheiten verwendet die dann nur schwer umzurechnen sind, zweitens gibt es dort zutaten, die für den durchschnittlichen amiländer völlig normal, für uns jedoch nahezu unmöglich aufzutreiben sind, drittens sind unsere zutaten, auch wenn es im grunde die selben sind, doch völlig verschieden, viertens ist es in den usa zb, üblich, dass das backpulver bereits im mehl enthalten ist, das fehlt auf dann auf den meisten rezepten.
  • ein topf ist keine pfanne, eine pfanne kein wok, ein wok ist kein topf! überleg dir was du machst, warum du es machst und wie du es machst. nimm dir mal eine halbe stunde zeit und mach dich schlau. sieh dir an warum ein wok ein wok ist, warum ein gemüsemesser anders aussieht als ein fleischmesser usw... nur wer weiss was er tut und warum er es tut, hat hinterher auch eine ahnung warum unter umständen etwas daneben ging.
  • lass eingefrorenes erst mal genug zeit aufzutauen, bevor du es verwendest. und denk daran, dass das dann auftauwasser ergibt. das gehört weggeschüttet. egal ob es sich um beeren, gemüse oder was auch immer handelt. nun gut, bei fischstäbchen und dem beilagengemüse kann man eine ausnahme machen...

so, das waren fürs erste mal all die dinge die mir so durch den kopf schwirrten. wenn es jemandem geholfen hat, dann freue ich mich über rückmeldung.

 

guten appetit und ... ähm... pfanndl hoass (auf dass die pfanne nie erkalten möge)!

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Do

03

Okt

2013

chronik einer vierminütigen autofahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

us diesen normalerweise 4 minuten wurden heute im berufsverkehr knappe 10. es fuhr zum glück meine exe, denn ich hätte vermutlich irgendjemanden absichtlich überfahren:

 

  • vor uns ein verkehrsteilnehmer, der zu blöd war in eine endlich vorhandene lücke im nicht abreissenden verkehrsfluss des kreisverkehrs einzufahren. fahrer: ortsunkundige (was ja völlig egal wäre, kreisverkehre sind im grunde überall gleich. so wie ampeln) frau. ich: *fingertrommel*
  • knapp nach dem kreisverkehr ein rückwärts aus einer einfahrt herausstoßendes fahrzeug, sämtliche herannahenden anderen verkehrsteilnehmer (uns - und gefühlte 2.000 hinter uns) völlig ignorierend. in weiterer folge völlig vorschriftswidrig quer über eine komplizierte abbiegeregelung (die eigentlich auch besser durch einen kreisverkehr ersetzt werden sollte) stoßend um auf die entgegengesetzte fahrbahnrichtung zu gelangen. fahrer: pensionist. ich: *grrrrrrr*
  • hundert meter weiter ein kfz, mit den vorderreifen bereits fast, mit der motorhaube komplett in die fahrbahn hineinragendi, in einer ausfahrt wartend (also eigentlich nur mehr zur hälfte, mit der anderen hälfte stand er ja schon auf der strasse), um sich in den verkehr einzufädeln. fahrer: junger hüpfer. ich: "ich glaubs jetzt aber so langsam nicht mehr!"
  • weitere hundert meter weiter eine fußgängergruppe auf dem gehsteig. eine dieser personen hatte beschlossen, dass es eine gute idee wäre, anstatt auf dem gehsteig auf der strasse spazieren zu gehen. fußgänger: pensionist. ich: "GEHSTEIG!!!!!!!!! ARSCHLOCH!!!!!!"

liebe leute, was ist das? sind es meine nerven, bzw. meine mangelnde geduld, oder werden die verkehrsteilnehmer tatsächlich zunehmend blöder und gleichzeitig rücksichtsloser? es ist ja zu erwarten, dass im stoßverkehr nicht alles reibungslos abläuft, aber auf einer derart kurzen strecke ein dermaßen gehäuftes aufkommen von vollpfosten, ist doch nun wirklich nicht mehr normal. oder doch?

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Do

03

Okt

2013

von dunklen stunden und turbodieslern

es gibt menschen, die werden müde, sobald die sonne untergeht. ein bisschen halten sie noch durch, meistens aus pflichtbewusstsein, entweder einem partner oder einer familie gegenüber, oder weil noch irgendwelche dinge zu erledigen sind bevor man schlafen geht. doch spätestens um 22:00 uhr liegen sie in den federn um dann noch vor sonnenaufgang total ausgeruht, fröhlich und voller elan, meistens auch vor sich hin plappernd und mit unerträglich guter laune wieder aus dem bettchen zu hüpfen.  zwischen 04:00 und 06:00 uhr morgens aufzustehen ist für solche menschen ein völlig normales verhalten. ebenso das gut aufgelegt sein und voller elan durch die morgendliche wohnung zu wirbeln. hier wird oft der vergleich mit der nachtigall gezogen, ich bevorzuge den vergleich mit einem benzinmotor. er springt schön an, zieht sofort und tut was man sich eigentlich von ihm erwartet, bis man ihn wieder abstellt.

 

und dann gibt es menschen, die werden erst richtig produktiv, bzw. kreativ, wenn die sonne untergegangen ist. bis spät in die nacht hinein, bzw. sollte man eigentlich sagen bis in die frühen morgenstunden sind sie munter. sie können auch nicht anders. wenn man sie noch vor mitternacht versucht ins bett zu bekommen, dann bleiben sie noch ewig lesend wach, oder wälzen sich stundenlang im bett herum. ausser sie sind ausnahmsweise mal sehr erschöpft von einem anstrengenden tag (oder weil sie entgegen ihrer natur früh aufstehen mussten), krank, oder wurden mit sex geködert. es ist auch relativ egal wann diese wieder aus dem bett fallen, sie brauchen auf alle fälle mindestens eine stunde, wenn nicht länger, um richtig auf touren zu kommen und vor allem um die umwelt wieder erträglich zu finden, bzw. für die umwelt erst erträglich zu werden. heir wird wiederum oft der vergleich mit der eule bemüht, doch ich bevorzuge, analog zu jenem des benzinmotors für die nachtigallen, den eines turbodieselmotors. er tuckert ziemlich schwerfällig in niedriger umdrehung durch die gegend, lässt sich zwar nicht abwürgen und hat auch bei neidriger drehzahlt viel kraft, aber spass macht es nicht damit zu fahren solange der turbo nicht anspringt. wenn man jedoch gas gibt und das turboloch überwunden ist, dann kann das ding ziemlich unvermittelt loßbeissen und sogar fast unkontrollierbar werden.

 

die eingangs beschriebene spezies ist jene, die um 07:00 uhr morgens bereits im büro sitzt, wenn nicht waren sie sicher vorher noch joggen, haben 12 kinder in die schule oder den kindergarten gebracht, waren schon da und dort und haben auch schon die wohnung geputzt. sie gehen natürlich früher als die anderen nach hause, denn sie haben ja noch was dringendes zu erledigen, vielleicht ein haus zu bauen oder ähnliche dinge. natürlich nur so lange die sonne noch scheint, geht sie unter stirbt der motor ab und sie quälen sich noch ein zeitlang bis sie endlich ins bett dürfen.

 

die zweiten, die turbodiesel, kommen gerne mal - unter den mißbilligenden blicken der benziner - zu spät ins büro, holen sich dort zuallererst einmal einen kaffee und rauchen eine bevor es los geht. dafür haben sie aber kein problem damit bis spät in der nacht zu bleiben, dann wenn die benziner - unter den desinteressierten blicken der turbodiesler - längst weg sind und ihre häuser bauen. wenn sie dann nach hause kommen, werden sie aber erst richtig aktiv und kreativ, schreiben bücher, malen, zeichnen, bildhauern, schauspielern, machen musik, oder weiss der teufel was denen sonst noch so alles einfällt und spass macht.

 

das "büro" steht hier natürlich nur exemplarisch für jede art von arbeitsstelle. und von diesen beispielen ausgenommen sind natürlich alle selbständigen, freischaffenden und jene die ihren job lieben.

 

nun, ich bin eine eule, also ein turbodiesler. wenn mich nicht andere umstände zu anderem verhalten zwingen, bin ich bis mindestens bis 03:00 uhr morgens wach. dementsprechend länger liege ich natürlich morgens im bett, meistens bis zum späten vormittag. wenn ich mir nicht den wecker stellen würde, würde ich vermutlich bis mittag durchschlafen, doch einen letzten rest von selbstdisziplin zwinge ich mir durch das weckerläuten doch besser selbst auf.

 

ich genieße diese späten stunden. in der regel sitze ich an meinem laptop, den ich mir wie einen pc mit anständiger tastatur und "richtigem" bildschirm hergerichtet habe, und nebenbei läuft der fernseher. ich finde es entspannend um diese uhrzeit serien zu sehen, die ich vor langer zeit das letzte mal gesehen habe, denn diese werden gerne ins nachtprogramm verbannt. ebenso stolpere ich oft über interessante dokumentationen oder aussergewöhnliche filme, die man tagsüber nicht sieht, geschweige denn abends im hauptprogramm. und wenn ich über diesen domian auf irgendeinem regionalen sender den ich mir nicht merken möchte stolpere, weiss ich ganz genau, dass nun nachteulenzeit ist. früher galt das selbe für "alpha centauri" oder eines dieser computerspiele das im tv lief, zu dem man anrufen musste um es steuern zu können.

 

ich werde auch nicht gestört. es gibt keine anrufe (nicht dass man mich tagsüber oft anrufen würde, aber dennoch hin und wieder), keine sms (davon kommen hin und wieder tagsüber dann doch so einige), keine mails (ausser spam) und keine sonstigen störungen von aussen. ich kann mich ganz auf mich selbst, bzw. darauf was ich tue konzentrieren. und das mag ich sehr gerne. ich bin gerne vollkommen ungestört mit mir selbst und den dingen die ich tue, beinahe schon ein wenig autistisch. die eventuelle androhung einer einzelhaft würde mich in keinster weise erschrecken, im gegenteil, ich würde es im falle des falles vermutlich sogar von anfang an verlangen. nichts wäre mir verhasster, als mit jemand anderen an den mich emotionakl nichts bindet, zusammenleben, bzw. im selben raum schlafen zu müssen. die paar monate beim bundesheer haben mir für den rest meines lebens gereicht.

 

aber ich schweife ab... (kein wunder, ich laufe gerade im turbomuds und komme vom hundertsten ins tausendste)

 

jedenfalls kann ich um diese uhrzeit zm beispiel an meinem blog schreiben, einen text wie diesen würde ich tagsüber kaum zustande bringen, auf alle fälle würde ich sehr viel länger dazu brauchen.

 

doch diese art des tagesablaufes hat natürlich auch seine nachteile. zunächst einmal sind tage, an denen ein termin bei ärzten oder in ämtern ansteht, manchmal ein wenig problematisch. solche termine gibt es nämlich nur an vormittagen, denn das leben der nachtigall-benzinern wird immer noch als moralischer, richtiger und erstrebenswerter eingestuft, als jenes der nachteulen-turbodiesler. also versucht man sie in diese gesellschaftliche passform hineinzuzwingen, denn man hat einfach keine andere wahl. und wer von 07:00 uhr bis 16:00 uhr im büro sitzt wird wohlwollender betrachtet, als jener, der sich von 10:00 uhr bis 19:00 uhr dort aufhält.

 

das späte aktiv sein hat auch noch andere nachteile, so zum beispiel, dass durch die ungestörtheit und das dadurch bedingte sich mit sich selbst beschäftigen können, diese dunklen stunden sich in düstere stunden wandeln können. es passiert zwar selten, aber hin und wieder passiert es eben. für mich ist das kein großes problem, denn erstens kann ich in dem wissen, dass es bald wieder vorbei ist, so eine kleine depressionsdosis sogar genießen, und zweitens macht auch das auf gewisse weise kreativ.

 

doch ein nachteil geht mir gelinde gesagt doch ein wenig auf den sack: durch das späte schreiben, veröffentliche ich meine blogsartikel auch mitten in der nacht, nämlich genau dann, wenn sie niemand liest, ausser 2-3 nachteulenturbodiesler, die dann natürlich trotzdem keine kommentare hinterlassen.

 

ja, das war ein wink mit dem zaunpfahl, nein, soagr mit der ganzen umzäunung. liebe leser, bitte hinterlasst doch mal ein kommentar, so quasi als zählwerk, als übersicht für mich, wie oft das heir nun wirklich gelesen wird. es kann ja auch gerne anonym kommentiert werden. und man muss keine romane verfassen, ein "hi" reicht mir völlig. natürlich freue ich mich dennoch logischerweise mehr über seitenlange kommentare, denn über ein lapidares "hi", aber darum geht es in diesem fall ja nicht. also, bitte hier einen fußabdruck hinterlassen. oder von mir aus auch eine urinduftmarke ;-)

 

danke.

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So

29

Sep

2013

alles bleibt neu

heute waren also in österreich nationalratswahlen. ich habe ja bereits vor längerem meine stimme per briefwahl abgegeben, da ich nicht riskieren wollte schon wieder nicht wählen gehen zu können. oder zu verschlafen *grins*. und nein, ich ahbe nicht vor diesen blog zu einem politblog zu machen, so wie es auch kein musikblog wird oder ein filmblog oder ein moralblog... es ist ein blog in dem dinge niedergeschrieben werden, die mich beschäftigen. mehr nicht. und heute ist es eben die wahl unserer regierung. das könnte ja auch unter umständen dioe eine oder andere auswirkung auf mein leben haben....

 

also, meine gedanken zum heutigen, noch vorläufigen ergebnis:

 

- zum zweiten mal ist die spö unter fayman stimmenstärkste partei. jedoch hat hat die spö ebenfalls zum zweiten mal unter fayman ein historisches stimmentief. ich stelle mir die frage: warum immer noch so viele stimmen? aufgrund welches programmes, welcher aussage, welcher erfolge?

- im prinzip gilt das selbe für die övp: ein höchst verständlicher stimmenrückgang, aber immer noch unverständlich viele stimmen.

- noch unverständlicher stellt sich mir der stimmenzuwachs der fpö dar. angst- und panikmache scheint wohl DAS mittel dieser zeit zu sein um stimmen zu bekommen.

- stimmenzuwachs bei den grünen ist erfreulich, aber überraschend. zu sehr in den eigenen widersprüchen und ideologien vertsrickt, zu "harmlos" agierend.

- auch jede einzelne stimme für stronach ist mir ein rätsel. wie kann man eine partei wählen, anderen spitze ein kandidat steht, der mit einem bein im grab steht, offensichtlich verlernt hat sich ordentlich zu artikulieren, der den eindruck eines demenzpatienten macht und offensichtlich 6 monate im jahr nicht einmal anwesend sein wird?

- den erfolg der neos kann ich wiederum verstehen. schön zwischen alle stühle positioniert, für jeden etwas dabei, anständige wahlwerbung, anständige präsenz und insgesamt recht solide.

- der absturz der bzö kommt auch nicht überraschend. als ehemaliger teil der fpö überschneiden sich die themen zu sehr. wenn mir dieses programm liegt, dann wähle ich doch lieber den schmied und nicht den schmiedl.

- dass die piraten nur mehr unter "sonstige" laufen, ebenso wie die kpö, ist traurig, aber nun mal tatsache. das war jedoch leider auch zu erwarten, denn nur im internet präsent zu sein reicht nun mal nicht. mir persönlich fiel kein einziges plakat auf, keine werbung in tv oder radio, keine anzeige.... einfach NICHTS. wenn sichd a beim nächsten mal was ändern soll, dann muss sich zunächst einmal die präsenz massiv ändern.

was wird nun passieren?

nichts. im prinzip wird alles beim alten bleiben. mit der fpö wird keine der beiden regierungsparteien koalieren wollen, der mist der bei der letzten regierungsbeteiligung der fpö fabriziert, wurde stinkt heute noch zum himmel. das kommt der fpö natürlich trotzdem zu gute, denn sie wird beiden eine koalition anbieten, beide werden ablehnen, die fpö steht gut da, denn SIE hätte ja nur das beste fürs land wollen. mit den grünen alleine wird sich kaum regieren lassen. vermutlich geht sich nicht einmal rein rechnerisch eine koalition mit grünen, stronach und neos aus. also bleibt nur schwarz-rot.

also fazit: alles bleibt neu.

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Fr

27

Sep

2013

auf dass uns ein licht aufgehe

als ich einmal im dunkeln gemütlich durch das schneetreiben spazierenfuhr, wurde mir das erste mal so wirklich bewusst, wie viel energie durch unnötige aussenbeleuchtung rausgeballert wird. da werben nicht nur firmen mit beleuchteten firmenschildern, sie beleuchten auch ihre fassaden, es werden kirchen, klöster und andere öffentliche gebäude die ganze nacht halogenbestrahlt, und hotels lassen ihre silhouette mit abertausenden von glühbirnen kilometerweit durch die nacht glitzern.

wir kleinen konsumenten und endverbraucher müssen ja nun in form der energiesparlampe in zukunft ein produkt verwenden, das bei nicht fachgerechter entsorgung die umwelt aufgrund der verwenung von quecksilber tausend mal mehr bealstet, als es eine herkömmliche glühbirne, die ja nur aus metall und glas besteht, jemals könnte. noch dazu werden wir gezwungen die wohnungen tag und nacht zu beleuchten, da die energieersparnis ja nur dann gegeben ist, wenn das ding nicht ständig aus- und wieder eingeschaltet wird, da der energieverbrauch beim einschalten ein vielfaches höher ist, als dann, wenn es bereits in betrieb ist. wenn ich solch eine energiesparlampe in dem selben maße verwende wie eine herkömmliche glühbirne, werde ich unterm strich mehr energie verbraucht haben als bisher. und was ist mit all jenen räumen die man nur kurz betritt, wie zb. wc, abstellraum, kellerabteil, oder ähnliches? ich bekomme ja keine herkömmlichen glühbirnen mehr um diese räume effizient zu bestücken. nun, inzwischen gibt es ja zum glück alternative produkte, zum beispiel auf basis von led-lampen. hoffen wir mal das beste....

fakt ist jedoch, man drückt uns ein hochgiftiges, und nicht nur dadurch im grunde sinnloses produkt aufs auge, das auch noch 5 mal mehr kostet als das bisher gebräuchliche. und um dem ganzen die krone aufzusetzen, werden wir per gesetz auch noch zum umstieg gezwungen. uns bleibt nicht einmal die wahl. so wie bei der umstellung von normal- auf winterzeit, die tatsächlich mehr energie kostet und wirtschaftlichen schaden verursacht, als sie nutzen bringen würde, oder damals beim autofahren mit licht am tag, als man dann dahinterkam, dass die unfallstatistik nicht besser wurde, im gegenteil, die unfälle mit zweiradfahrern sogar mehr wurden und der mehrverbrauch an benzin unerwartet groß war, sowie der umsatzanstieg (und somit auch müll) an glühbirnen für kfz. oder gerade aktuell mit dem co2-ausstoß, wo erwiesenermaßen der start nur eines einzigen flugzeuges mehr ausstoß verursacht als sämtliche kfz eine mittleren kleinstadt in einem ganzen jahr, mal ganz abgesehen vom co2-ausstoß durch all die rindviecher für die fleisch- und milchindustrie. nur einige beispiele von vielen die nachweislich mehr kosten als nutzen verursach(t)en. und ja, ich habe recherchiert, bevor ich solche behauptungen aufstelle, da ich jedoch privat und ohne anspruch auf wichtigkeit blogge, erspare ich mir den nachweis der zahlen.

anstatt nun also den kleinen konsumenten zu ärgern, wäre es doch eine überlegung wert, stattdessen diese sinnlosen beleuchtungen abzustellen. ich weiss wie meine kirche im dorf aussieht, ich muss die nicht auch noch in der nacht beleuchtet haben. eine firma die nachts nicht offen hat muss auch in der nacht nicht für sich werben, oder? ich glaube nicht dass so viele leute im finstern vorbeikommen und nur aufgrund der werbebeleuchtung in der nächsten zukunft diesen laden aufsuchen. diese stromkosten könnte man sich sparen, denn der kosten-nutzen-effekt liegt hier nicht nur sprichwörtlich im dunkeln.

also was tun? unnötige beleuchtung verbieten? oder extra besteuern? und wie kontrolliert man das? wer entscheidet welche beleuchtung notwendig und sinnvoll ist und welche nicht?

wie gesagt, ich muss die kirche meines heimatortes nicht des nächtens beleuchtet wissen, kirchen anderer ortschaften übrigens auch nicht. aber der tourismusverband, die gemeinde und sicher auch die kirche itself findet es durchaus sinnvoll und wichtig, da wette ich drauf. über strassenbeleuchtungen müssen wir nicht diskutieren, die sind definitiv wichtig. firmenschilder? naja. meiner meinung nach sicher nicht. und von des nächtens beleuchtete skipisten bin ich genauso wenig begeistert, wie über taghell erstrahlende fußballfelder, doch dass ich mit dieser ansicht ein wenig alleine dastehen werde, ist mir völlig klar.

 

jedoch,  wo fängt es an und wo hört es auf? was ist mit der weihnachtsbeleuchtung? wirtschaftlich relativ sinnlos, aber trotzdem schön anzusehen. die entscheidung an sich ist, bzw. wäre sicher nicht einfach. aber ein umdenken in diese richtung sicher sinnvoll. vieleicht genügt es, wenn die kirche nur bis mitternacht angestrahlt wird, oder nur jeden 2. tag? oder so?

mir geht es nur darum, dass es mich auf schön tirolerisch gesagt anzipft, dass wieder mal die kleinen dran sind, per verordnung, durch zwang, und schon wieder mal nicht im großen, im ganzen gedacht wird. as usual.

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Mo

23

Sep

2013

gefaltetes lächeln, zwischen papier

seit ich lesen kann (und das ist schon so lange, dass ich beinahe schreiben könnte "seit ich denken kann"), las ich immer schon viel und gerne. beinahe die ganze bibliothek meiner eltern, sehr sehr viele comics und noch mehr an eigenen büchern (also, bücher die mir selbst gehören). und meistens war es nicht nur ein buch, das ich in arbeit hatte, sondern fast immer gleich mehrere. oft sagt einem ein buch nicht so zu, dann legt man es auf die seite und fängt ein anderes an, lässt das zuerst angefangene jedoch nicht verschwinden, sondern einfach nur auf der seite ruhen, bis man sich diesem wieder zuwenden möchte. und manchmal brauchen bücher einfach ihre zeit. ich glaube es war ein science-fiction roman von lian banks, nein ich bin mir sicher dass es von ihm war, nur an den titel erinnere ich mich nicht mehr, dieses buch lag über 2 jahre neben meinem bett, bis ich es endlich wieder aufnahm um darin weiterzulesen. ich war dann derart fasziniert von dieser geschichte, dass ich gar nicht verstehen konte, warum ich es vor langer zeit eigentlich nicht weiterlesen hatte wollen. noch dazu liebe ich diesen autor sehr. wie gesagt, manchmal braucht ein buch seine zeit.

sehr selten kommt es vor, dass ich ein buch abbreche und es nie mehr weiterlese. normalerweise geschieht mir das nur bei wirklich schlechter literatur, aber es ist mir auch schon bei klassikern passiert, wie zb bei "ulysses", und beinahe auch bei kafkas "die verwandlung", wobei ich letzteres tapfer durchstand, und mir im nachhinein wünschte ich hätte es sein lassen. dieses buch erwischte mich damals einfach auf dem falschen fuß. das falsche thema zur falschen zeit. ja, auch das kommt vor, dass einem ein buch nicht nur gutes und kurzweil bringt, es kann auch das gegenteil bewirken.

es gab einmal eine zeit, in der ich kaum mehr dazu kam bücher zu lesen. ich weiss nicht wirklich warum das so war. wahrscheinlich weil ich niemanden mehr hatte mit dem zusammen ich ins bett gehen und neben dem ich dann noch ein halbes stündchen im bett lesen konnte. ich hing (und hänge auch heute noch) bis tief in der nacht vor dem pc, und wenn es dann endlich zeit fürs bett wurde, hatte ich gerade noch die energie einen comic zu lesen und mir dann im bett liegend zum einschlafen ein hörbuch anzuhören.

und so hatte ich ca. eineinhalb jahre gebraucht um jenes buch, welches ich vor dieser leselosen phase begonnen hatte endlich fertigzulesen: "der kleine bruder" von sven regener. ein buch, das zu einer trilogie gehört, dessen eigentlich dritter teil jedoch als erstes buch erschien und damals sogar verfilmt wurde ("herr lehmann"), dann erschien als zweites der eigentliche erste teil "neu vahrn süd" (geschenktipp: das fehlt mir noch!) und als drittes buch erschien der im grunde zweite teil. sven regener ist seines zeichens bandleader der wundervollen "element of crime", die nicht nur durch wunderschöne musik, sondern auch durch wunderbar poetische texte auffallen. er selbst fällt zwar auch gerne mal durch dämliche aussagen die das leistungsschutzrecht betreffen auf, aber das wollen wir hier und heute mal einfach unter den tisch fallen lassen. ich liebte "herr lehmann", doch "der kleine bruder" konnte mich nicht fesseln, brachte mich nicht dazu comic mal comic sein zu lassen und endlich mit diesem buch weiterzumachen. ich möchte das buch nun jedoch nicht schlecht machen, ich kannn es wirklich nur weiterempfehlen, aber irgendwas sträubte sich halt in mir weiterzulesen.

und dann landete ich wieder bei meinem geliebten und meines erachtens nach von den meisten unterschätzten stephen king, dessen erstes buch ich las als ich ca. 12 jahre alt war, nämlich "shining" - und gleich darauf "feuerkind". bald darauf folgten dann "es" und "sie" und viele viele andere, darunter auch in den tiefsten 80er jahren der erste band der dunkle-turm-reihe "schwarz", die erst vor ein paar jahren mit dem 7. band abgeschlossen wurde - was wiederum auch eine art von erzwungenem beiseite legen war, immerhin musste ich ca. 20 jahre auf das ende der geschichte warten. inzwischen habe ich so gut wie alles von ihm, bücher die ich mir aus diversen gründen ausgeliehen hatte habe ich inzwischen sogar nachgekauft, aber fast immer fehlt mir der aktuelle letzte band - oder sogar die aktuellen letzten 2-3 bände. der typ schreibt ja wie verrückt...

seltsam, dass horror- science-fiction- und fantasyautoren ständig unterschätzt werden. gut, science-fiction hat inzwischen einen weitaus besseren ruf als noch vor ca. 30 jahren, vor allem durch stanislaw lem und isaac asimov (der übrigens auch extrem gute krimis schrieb). fantasy hat durch die verfilmung des herrn der ringe, auch ein wenig durch harry potter und seit neuestem durch george r.r. martins "das lied von eis und feuer", bzw. durch die tv-serie "game of thrones" eine renaissance und mehr reputation erfahren. horrorautoren sind jedoch immer noch ein wenig der abschaum der literatur. ich habe durch science-fiction wie bei lian banks oder eben isaac asimov viele denkanstöße die unser heutiges leben betreffen bekommen und lernte wie man um 20 ecken denken kann. bei fantasy wie zb terry pratchett oder piers anthony lernte ich viel mehr über moral und verschiedene weltanschauungen als im richtigen leben. und bei horrorautoren wie stephen king oder dean r. koontz konnte ich mehr über das echte leben und darüber wie menschen ticken können erfahren als durch das leben selbst.

ja, nun war ich also wieder bei king angelangt - so wie es gerade aktuell übrigens auch wieder einmal der fall ist - und hatte in 3 tagen mehr gelesen, als im ganzen jahr davor. stephen king hat einfach eine sprache die mir behagt, in der ich mich wohl fühle, die mich anspricht, weil ich nie das gefühl habe ich müsste mühsam irgendwelchen satzkonstruktionen folgen, genau so wie das dort geschrieben steht, so ist es, so ist es richtig, so wird gesprochen, so wird gedacht, gefühlt, gelebt. ja und damals stolperte ich über eine wundervolle textstelle, die der eigentliche anlass für diesen blog ist:

als sie auf dem weg zur tür an seinem tisch vorbei kam (die siebtklässler waren in einem anderen raum), lächelte er sie an. und sie erwiderte das lächeln. blaze faltete dieses lächeln sorgfältig zusammen, legte es beiseite und verwahrte es viele jahre lang.
stephen king - "qual"

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Mo

16

Sep

2013

duftmarken

es gibt einen punkt in dem sich männer von frauen DEFINITIV unterscheiden: männern würde niemals einfallen das natürliche odeur ihrer wohnung mit einem raumdeodorant zu verfälschen! sie würden auch niemals duftpotpourries aufstellen und nur in den seltensten fällen duftkerzen anzünden. männer stehen in der regel nämlich nicht nicht auf duftkerzen und sollte eine solche tatsächlich einmal in einer männerwohnung zu finden sein, bzw dort sogar brennen, dann kann es sich nur um ein versehen handeln, oder es gibt damenbesuch. niemals wird man in männerwohnungen eine steckdose durch einen automatischen duftspender besetzt sehen, und schon garnicht werden irgendwelche blüten-potporries auf toiletten oder - gott bewahre - im wohnzimmer zu finden sein. wenn irgendwo irgendwelche schüsseln mkit kleinem zeugs drinnen herumstehen, dann ist das was zum knabbern und nichts anderes! auch sonstige "duftende" dinge wird man in männlichen wohnung nur schwer finden. mit glück vielleicht einen klostein. und ganz schlaue haben eine packung streichhölzer in der toilette deponiert.

männliche wohnungen riechen wie sie eben riechen, meistens nach altem bier, rauch und fertigpizza. an putztagen vielleicht mal nach putzmittel. bei solchen die kein händchen fürs putzen haben müffelt es zugegebenermaßen vielleicht hin und wieder ein wenig. wenn gekocht wird riecht es nach essen, und wenn die maschine mal wieder den geist aufgegeben hat riecht es durchaus auch mal nach motoröl, benzin und schmierfett. aber das alles wäre nichts das man nicht durch lüften in den griff bekommen kännte. und irgendwann putzt auch der männölichste mann.

 

manche wohnungen haben einen ganz eigenen undefinierbaren duft, der nun nicht unbedingt unangenehm sein muss, obwohl er durchaus "eigen" sein kann. ich erinnere mich an verwandte meiner exe, deren wohnung roch man sogar noch, bzw. schon vor der wohnungstür. es war ein angenehmer duft. und egal wohin sie auch zogen, nach kurzer zeit roch es dort genau so wie in der zuvorigen wohnung. und nein, dort wurde nichts geraucht *g*.

das alles ist mir bei weitem lieber als der einheitsduft irgendwelcher chemischen automations-zwangsduftbeglückungsmaschinen. ich war früher beruflich täglich in vielen wohnungen, und ich kann sagen, dass einem irgendwann dieser duft sehr auf die nerven geht. wo bleibt denn da die persönliche note wenn es genau so riecht wie in tausend anderen wohnungen auch? mir ist der duft der mittäglichen pasta putanesca mit etwas zu viel knoblauch, oder der fisch mit zitrone hundertmal lieber als febreeze frühlingsduft.

gut, eine nach alten socken müffelnde wohnung muss ich nun auch wieder nicht haben. und ich gebe zu, dass ich räucherstäbchen liebe. doch die sind nach 10 minuten abgebrannt und dieser duft verflüchtigt sich schnell wieder....

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Do

12

Sep

2013

ein akt der normalität

manchmal stolpert man im netz über artikel, die man lieber nicht gelesen hätte, aber gleichzeitig froh darüber ist, es doch getan zu haben. konkret geht es in diesem fall um diesen artikel (klick). also bitte zuerst dort weiterlesen.

 

warum ich das lieber nicht gelesen hätte?

 

weil ich es erschreckend finde, dass es tatsächlich menschen gibt, die nach einem drittel eines monats über nicht einmal mehr 15 euro verfügen.

 

weil es mich an zeiten erinnert, in denen is mir zwar nicht ganz so schlimm, aber ähnlich erging, ich aber nicht daran erinnert werden möchte.

 

weil es mich zu tränen rührte - und ich hasse es heulen zu müssen. vor allem wenn mich die auslösende situation in keinster weise persönlich betrifft. ausserdem schäme ich mich wenn ich heulen muss. das wurde mir wohl so anerzogen und ich kanns nicht ändern.

 

weil ich selbst gerne irgendetwas tun würde um die situation der beschriebenen dame zu verbessern, es aber vermutlich nicht kann. auch dafür schäme ich mich.

 

und doch war ich froh es gelesen zu haben. hier ging jemand mit offenen augen durch die welt, mit mitgefühl, und bei aller betroffenheit auch mit genug selbstbewusstsein irgendetwas zu unternehmen.

 

ein akt von menschlichkeit? nein, ein akt der normalität!

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Do

12

Sep

2013

out of order, out of rosenheim and out of the blue(s)

mein kind hatte diesen sommer geburtstag. das ist nun nichts ungewöhnliches, das kommt irgendwie jedes jahr mal vor. doch dieses mal war es ein wenig anders als sonst, obwohl es dann eigentlich doch so war wie immer. eigentlich wollte ich schon lange davon schreiben, doch irgendwie wusste ich nicht wie. also dann...  aber der reihe nach...

 

es war so wie immer, weil es so geplant wurde wie üblich. nun, natürlich machen wir nicht jedes jahr zum geburtstag meines nachwuchses das selbe, aber in der regel wird es ein großer ausflug, zum beispiel in ein museum oder in einen großen zoo oder ähnliches. ja, mein kind mag das, er liebt es sogar. er ist sehr interessiert wenn es um naturkundliche dinge geht und hat uns, seine eltern, im wissen darum schon lange überflügelt. und da wir beide auch nicht gerade desinteressiert sind, sind diese ausflüge - der wunsch dazu kommt meistens von ihm - für uns auch keine qual.

 

also, wie gesagt, geplant war wieder einmal ein ausflug, dieses mal wünschte sich sohnemann nämlich eine expedition ins "sealife" in münchen. doch heuer kam noch etwas dazu, nämlich sein wunsch statt egschenke eifnach geld zu bekommen, um dann nach dem besuch im sealife in münchen nach lust und laune shoppen gehen zu können. nun gut, an uns sollte es nicht scheitern.

 

wie immer, wenn wir autabhn fahren müssen, saß ich am steuer. meine ex hasst nämlich autobahnfahrten. ausserdem kenne ich mich halbwegs in münchen aus, sie jedoch nicht. zudem hasst sie es auch noch in städten zu fahren. eigentlich hasst sie autofahren generell, was mir zu gute kommt, denn ich wiederum hasse es beifahrer zu sein. also eigentlich eine ideale konstellation.

 

wir fuhren bei strahlendem sonnenschein los und kamen bei regenwetter an. das war insofern ganz toll, weil niemand von uns auf regenwetter vorbereitet war. ich zum beispiel hatte kurze hosen an (ich habe so gut wie nie kurze hosen an!) und natürlich ein tshirt. immerhin war ich so schlau die jacke meines joggers mitzunehmen, doch die war nicht wirklich dazu gemacht wasser abzuhalten, sondern eher um warmzuhalten, saugte sich also wunderbar mit wasser voll. immerhin hatte sie eine kapuze. und schirm lag auch keiner im wagen. normlaerweise liegt IMMER einer im auto, doch dieses mal nicht. den grund dafür habe ich jedoch inzwischen vergessen, ich bin mir aber sicher, dass es einen sehr guten grund gab.

 

als wir dann endlich glücklich beim sealife ankamen gab es davor eine große schlange menschen die dort anstanden. wir waren natürlich dementsprechend begeistert und stellten uns im freien im regen ebenfalls an. besondere freude kam auf, als wir eines schildes angesichtig wurden, welches die frohe botschaft verkündete "wartezeit ab hier ca. 30 minuten".

 

irgendwann durften wir dann doch die heiligen hallen betreten - und erkannten nun endlich den grund für den anstehstau. gleich hinter dem eingang, noch vor den kassen, befand sich ein fotograf, der von allen besuchern bilder machte. und zwar nicht eifnach so bilder beim eintreten, sondern richtig schön arrangierte mit einem extra hintergrund. das dauerte natürlich pro foto 1-3 minuten. als wir endlich dran waren, marschierten wir einfach durch. wir hatten nun wirklich keinen bock auf sinnlose profibilder, wir machten lieber unsere eigenen. ich konnte mich gerade noch zusammennehmen und zeigte dem fotografen nicht meinen stinkefinger, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch diese geste aus dem augenwinkel heraus bei meinem nachwuchs gesehen habe. braver bub.

 

um das ganze abzukürzen: das sealife in münchen ist nichts besonderes und den eintritt nicht wert. dabei geht es gar nicht mal un bedingt um den inhalt, sondern um die präsentation und das ganze drumherum. aber darauf möchte ich jetzt auch nicht wirklich eingehen. sollte es jemanden dennoch interesieren, darf er mich gerne kontaktieren. das sealife schaffte es sogar mit dem souveniershop zu enttäuschen. und nicht zuletzt auch noch mit dem imbissbereich. also mal ehrlich, wenn ich eine stunde oder länger durch sowas durchgelatscht bin, ohne irgendwo eine sitzmöglichkeit zu finden, es zudem auch noch mittagszeit ist, dann würde ich mich einfach gerne in irgendeine art von gastronomiebereich setzen, ein bisschen was essen und trinken, vielleicht auch noch einen kaffee genießen und vor allem mal kurz entspannen. im sealife gibt es jedoch nur snackautomaten und schulpausenraumatmosphäre. da konnte uns der gratis slushie auch nicht wirklich damit versöhnen.

 

nun gut, die sache war ein flop und wurde abgehakt. der kleine war zwar ein bisschen sauer, trotzdem nahm er es immer noch mit humor und freute sich nun auf seine shoppingtour. da ich jedoch wusste, dass das in münchen nicht unbedingt einfach werden würde, zudem bei diesem sauwwetter, schlug ich vor sattdessen nach rosenheim zu fahren. der vorschlag wurde angenommen und wir bretterten los.

 

in rosnheim parkten wir dann in einer parkgarage und machten uns wieder zu fuß, immer noch bei regen, auf den weg. doch dann passierte etwas seltsames. ich sah wie meine ex auf einmal loslief, sie sprintete um eine ecke - und weg war sie. wir wussten beide nicht was los war und warteten mal eine zigarettenlänge. doch sie tauchte nicht wieder auf. telefonisch erreichbar war sie auch nicht. um dem kleinen nun nicht den tag endgültig zu versauen beschloss ich, dass wir nun eben einfach ohne sie loszogen.

 

doch leider war nirgendwo ein passendes geschäft zu finden. wir latschten durch die halbe stadt (für mich mit meinem kaputten rücken ein besonderes vergnüghen, aber was tut man nicht alles für sein kind), fanden aber ums verrecken kein geschäft mit spielzeug und/oder elektronsichen sachen. die ganze stadt war voll mit gastronomie und edlen boutiquen, nicht einmal ein bücherladen war zu finden. also setzen wir uns erst mal in ein kaffee um die nächsten schritte zu überlegen. ausserdem hoffte ich, dass sich die exe doch wieder melden würde. und dann sah ich wie meinem kind die tränen über die wangen liefen....

 

das war der zeitpunkt an dem es ihm einfach zu viel wurde. zu viel enttäuschung, erst der flop mit dem sealife, das miese wetter und jetzt weit und breit keine möglichkeit für seine shoppingtour und natürlich zu all dem auch noch die seltsame geschichte mit seiner mutter, für die er sich selbst die schuld gab, denn anscheinend hatten sie sich geneckt und er hatte sie irgendwie "gezwickt" (was dann auch tatsächlich der grund war warum sie einfach kopflos davonlief, wie ich dann später erfuhr). ich saß also da, sah mein kind heulen und war ein wenig hilflos. ich bin immer ein wenig hilflos, wenn menschen die ich sehr gerne mag anfangen zu heulen. ich weiss dann einfach nicht was ich machen soll. trotzdem versuchte ich ihn natürlich zu trösten. und vor allem versuchte ich ihm beizubringen, dass er keine schuld am davonlaufen der mutter hat.

 

inzwischen meldete sich meine ex dann doch und schloss wieder zu uns auf. sie hatte dann auch den einfall, dass man doch die kellnerin fragen könnte wo wir ein passendes geschäft finden könnten. und tatsächlich konnte diese uns weiterhelfen. ich schlug dann noch vor, dass wir ja nach dem shoppen auch noch kino gehen könnten, womit beide dann auch einverstanden waren.

 

auch hier kürze ich ein wenig ab. wir waren in 2 großen geschäften, der kleine hatte bei seinen einkäufen völlig freie hand und fand schlussendlich auch einige dinge die ihn glücklich machten, während wir beide hauptsächlich mit warten beschäftigt waren. nach etwa 3 stunden shopping saßen wir dann wieder im auto, ganz durchweicht vom regentag, aber allesamt wieder fröhlich.

 

also machten wir uns auf den weg ins kino. da wir allesamt keine ahnung hatten welche filme wann in welchen kinos gespielt werden, fuhr ich auf gut glück zum kino in kufstein. im internet konnten wir beid enicht bnachsehen, da wir beide mit unseren smartphones keinen zugang zum internet in deutschland hatten. als wir dann endlich wieder österreichisches netz hatten, schaffte es meine exe immer noch nicht ins internet zu kommen,a lso fuhr ich eifnach dierkt zum kino, ließ sie aussteigen und nachsehen welcher film wann lief und suchte inwzwischen selbst mit meinem handy nach dem kinoprogramm in der nächsten stadt. doch ich kam nicht weit, denn sie war sehr schnell wieder da uind überraschte uns damit, dass genau jener film,d en wir sowieso alle sehen wollten, vor 5 minuten angefangen hatte, das heisst, dass sowieso jetzt noch nur die werbung lief und wir den film von anfang an sehen würden.

 

und genau so war es. der film "dampfnudelblues" ist übrigens genau so empfehlenswert wie das kino in kufstein an sich. wenn man filme mit bayrischem charme und ein wenig skurilität mag, dann ist man mit dem dampfnudelblues wirklich sehr gut bedient. filmkritik gibts jetzt keine, dieser blog ist sowieso schon lange genug. ja und das kino in kufstein ist deshalb empfehlenswert, weil es erstens eine art ländlichen charme besitzt und man zweitens in diesem kino noch richtig platz hat. die reihen sind weit genug auseinander um ausreichendfußfreiheit zu haben und die sitze sind breit genug, um sich nicht beengt zu fühlen. vor allem muss man sich keinen kampf um die lehnen mit den sitznachbarn liefern! UND - und das ist wirklich ein highlight - die sitze lassen sich bis in liegestellung schieben! ein traum! wirklich!

 

nun hatte sich also doch noch alles zum guten gewandelt. mein kind ging sogar so weit bei der heimfahrt zu sagen, dass das der schönste geburtstag aller zeiten war. trotz all der flops und widerstände. und nein, wir haben ihn nicht gefragt, nicht nachgebohrt oder ihm worte in den mund gelegt. das kam wirklich von ihm, aus heiterem himmel. und ich muss sagen dass er damit recht hatte. 

 

so wurde also aus dem schrecklichsten geburtstag aller zeiten, der schönste geburtstag aller zeiten. ich glaube man kann mir nachfühlen welche tonnenlast an steinen mir vom herzen fiel.

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Di

10

Sep

2013

streetphotography

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Do

29

Aug

2013

tod und spiele... oder: der würfel ist gefallen

heute erzähle ich vom ableben der mutter meiner exe, großmutter meines sohnemanns. dies wird sehr persönlich und ich muss gestehen, dass mich dieser text, auch noch nach über drei jahren, nicht wirklich kalt lässt. wer soetwas also nicht lesen möchte, hat nun die möglichkeit noch rechtzeitig auszusteigen. 

 


noch da? nun denn:

vor einigen jahren wurde bei meiner damaligen schwiegermutter (ich nenne sie so obwohl ich nie verheiratet war) brustkrebs diagnostiziert. sie verlor eine brust, sie wurde wurde behandelt, und der krebs galt als besiegt. aufgrund dieser diagnose kam sie in frühpension, und nachdem diese geschichte vorbei war, war ihr nichts mehr anzusehen. sie ging sogar noch nebenbei in ihrem alten beruf arbeiten, bestieg nach wie vor ständig irgendwelche berge und genoss das leben.

dann  kam der krebs jedoch wieder. da ich bereits von meiner exe getrennt war, bekam ich diesmal die geschichte nicht mehr so hautnah mit wie beim ersten mal, ich sah jedoch wie sie immer mehr verfiel. anscheinend waren die behandlungen dieses mal radikaler, sie verlor ihre haare, und hatte seit dem ein chronisches lungenleiden. seit dieser zeit hörte ich sie auch nie mehr mit ihrer normalen stimme sprechen, sie war immer sehr atemlos und rauh. sie nahm sehr ab, bekam tiefe falten, und als sie dann wieder haare bekam, waren diese weiss. ich kannte sie nur mit dunklen haaren, wobei diese sicher gefärbt waren, aber trotzdem war es ein schock für mich. aus einer junggebliebenen agilen dame wurde innerhalb kurzer zeit eine zerbrechliche großmutter. doch auch dieses mal hieß es der krebs wäre besiegt. zumindest war es das was mir erzählt wurde. wie gesagt, ich hatte kaum mehr kontakt zu ihr.

wie man sich denken kann war dem wohl doch nicht so. sie kam dann doch immer wieder und immer öfter ins spital, und obwohl ich immer noch nicht wusste was denn wirklich los ist, hatte ich natürlich so meine ahnungen. ich sprach jedoch mit niemanden darüber, da ich wusste, dass es sowohl meine exe, als auch ihren vater nur belasten würde, wenn sie darüber reden müssten.

eines nachts rief mich dann plötzlich plötzlich der vater meiner exe an. seine frau war wieder im spital, was ich bereits wusste, was ich jedoch nicht wusste war, dass es offenbar sehr schlecht um sie bestellt war. sie hatte ihn angerufen und ihn gebeten zu kommen. nun, die beiden besitzen zwar ein kfz, jedoch hatte immer nur sie einen führerschein, er hatte ihn nie gemacht, da es ihm nie wichtig erschien. meistens benutzte sowieso meine exe dieses auto, doch auch sie konnte natürlich nicht den chauffeur für ihren vater spielen, denn sie wollte nicht unseren sohnemann nachts alleine zu hause lassen. der einzige erreichbare der restlichen verwandtschaft nahm die sache nicht so ernst und meinte es werde schon nichts sein, und er hätte weder zeit noch lust. also läutete nun mein telefon, und natürlich erklärte ich mich gerne bereit meinen ex-schwiegervater über 35 km weit in die landeshauptstadt zu seiner sterbenskranken frau zu bringen. ich finde es selbstverständlich so etwas zu tun. mich hatte zwar, ausser der tatsache, dass die beiden die eltern der frau die ich einmal geliebt hatte, und sie die großeltern meines geliebten sohnes sind, nie viel mit den beiden verbunden, zu verschieden sind und waren ansichten, meinungen, und lebensstil. und trotzdem waren wir immer füreinander da wenn es notwendig war. so auch dieses mal. obwohl ich zugeben muss, dass auch ich nicht wirklich glaubte, dass es mit meiner ex-schwiegermutter zu ende ging. ich hatte schon so oft gesehen wie sie sich wieder aufgerappelt hatte, warum sollte es nicht auch dieses mal so sein? jedoch wollte hier ein ehemann unbedingt zu seiner geliebten ehefrau, für ihn war es in diesem moment das wichtigste auf der welt, und ich alleine konnte ihm diesen wunsch erfüllen. so startete ich also um mitternacht los um ihm diesen gefallen zu tun, obwohl ich kaum noch benzin im tank hatte, keine autobahnvignette, und kaum mehr geld übrig. als mir mein ex-schwiegervater dann nach unserer rückkehr ein wenig geld aufdrängte, nahm ich es deshalb auch gerne an - und schämte mich nicht dafür.

nach einigen verwirrungen (versucht mal mitten in der nacht in einer klinik eine station und das richtige zimmer zu finden - ein abenteuer!) standen wir nun endlich neben dem krankenbett. ich bemerkte wie peinlich es ihr war dass ich sie so sah, ausgemergelt, krank, klein und schwach, ein häufchen elend, und noch dazu in diesem krankenhauskittel halb nackt, ich murmelte etwas von "euch alleine lassen", und verzog mich auf den krankenhausgang. ich hätte die beiden sowieso alleine gelassen, denn sogar nach diesem kurzen augenblick in dem ich sie sehen konnte, war mir klar, dass es möglicherweise das letzte mal war, dass sich die beiden sehen, da hatte ich dabei einfach nichts verloren. wie sich dann herausstellte hatte ich mit meiner einschätzung recht.

meine ex hatte sowieso für den nächsten tag einen besuch bei ihrer mutter geplant, bzw war geplant, dass ich am vormittag bei dem kleinen bin, während sie ihre mutter besucht, und wir dann, wenn sie zurückkommt, unseren traditionellen spielenachmittag durchziehen. jedoch noch bevor ich zu ihr losfuhr rief wieder ihr vater bei mir an. er hatte nachricht vom spital bekommen, dass es nun tatsächlich mit seiner frau zu ende geht, und er hätte mich gebraucht um ihn wieder ins spital zu bringen, doch leider konnte ich ihm diesen wunsch dieses mal nicht erfüllen, hatte ich doch meine babysitterpflichten. zum glück erklärte sich dann doch endlich auch mal ein anderer verwandter dazu bereit.

 als wir gerade mit dem federballspielen fertig waren kam dann der anruf meiner exe. sie bestätigte, dass es nun höchstwahrscheinlich so weit sei, und ich solle sohnemann fragen ob er sich noch von seiner großmutter verabschieden wolle. er war gerade dabei auf der wiese löwenzahnblätter für seine meerschweinchen einzusammeln, also wartete ich noch mit dieser nachricht. wir gingen zurück in die wohnung, und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen, versuchte keine tränen fließen zu lassen. es ging mir nicht um diese frau die im sterben lag, sondern darum, dass ich wusste, dass es meinen sohn sehr treffen würde, denn er liebte seine großmutter sehr. und auch alle tränen die ich dann an diesem tag vergoss (ja, auch mir passiert das hin und wieder) galten nicht jener todkranken frau, sondern einzig und allein der trauer meiner exe und meines sohnes. ich trauerte nicht um meine ex-schwiegermutter, es war gut dass sie es nun hinter sich hatte, wie ich an diesem tag dann erfuhr, war ihr körper schon total kaputt. ich fühlte aber mit meinem sohn und der ex. mir tat es einfach leid um die beiden.

wie man sich denken kann, brach mein armer sohn aufgrund der nachricht in tränen aus, wollte aber trotzdem ins spital zu seiner großmutter um sich verabschieden zu können. es ist schlimm sein kind weinen zu sehen, und so fuhr ich immer wieder mit tränen in den augen halb blind auf der autobahn nach innsbruck und wechselte mich mit meinem sohn dabei ab die mitgenommenen taschentücher zu verbrauchen.

am sterbett saßen bereits meine exe, ihr vater, und ein paar andere verwandte. ich muss zugeben, dass ich es nicht lange dort aushielt, und verzog mich wieder auf den gang. nach einer weile gesellte ich mich dann doch wieder dazu. irgendwann meinte mein sohn dann, er möchte jetzt wieder gehen, und ich bin stolz, dass er in diesem moment ganz einfach sagte was er wollte und nicht das tat was man eben tut um den konventionen zu entsprechen. es wäre auch sinnlos gewesen den ganzen nachmittag dort am bett einer sterbenden zu verbringen, ihr mann wich sowieso nicht von ihrer seite. also verabschiedete er sich von seiner großmutter, segnete sie noch, und dann gingen wir, zu dritt.

auf dem weg zum auto gab es dann so einen moment, in dem wir wieder so etwas wie eine kleine familie waren, als die beiden in tränen ausbrachen und wir uns auf offener strasse einfach umarmten und dann alle drei ein wenig trauerten. die beiden um großmutter und mutter, ich um die beiden. ob uns dabei jemand sah war uns in diesem moment einfach völlig egal.

zuhause angekommen ließen wir wieder normalität einkehren. es wurde gekocht, und dann gab es den spielenachmittag, währenddessen wir zwar alle nie vergaßen dass jederzeit der anruf kommen könnte, dass es nun vorbei sei, trotzdem genossen wir die ablenkung und hatten sogar spaß bei tschach und 2 partien carcassonne.

als ich dann abends bereits dabei war zu gehen, kam der erwartete und befürchtete anruf. wir hatten sie am vormittag bereits schlafend angetroffen, und sie wachte nie mehr auf. anscheinend ist sie lächelnd im schlaf gestorben. den umständen entsprechend der beste tod von allen möglichen, finde ich. nach dieser nachricht gab es wieder so einen familienmoment, den ich trotz der traurigen umstände sehr genoss. nicht dass ich wieder mit meiner ex zusammenkommen möchte, ganz und gar nicht, darum geht es auch überhaupt nicht, es war in diesem moment einfach so "normal". ich genoss die tatsache, dass wir in solchen momenten einfach füreinander da sein können, obwohl wir kein paar mehr sind, obwohl wir uns gegenseitig manchmal an die wand klatschen könnten. nennt mich eingebildet, aber ich bin stolz darauf dass soetwas zwischen uns möglich ist. ich wurde gebraucht und ich war da, als vater für meinen sohn, und als freund für meine ex. ich denke so sollte und so muss es sein.

 

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Fr

23

Aug

2013

respekteinflößende heimeligkeit

eigentlich hatte ich ja ganz ein anderes thema für meinen nächsten blog im sinn, doch jetzt kam mir etwas völlig anders dazwischen. etwas gewaltiges, respekt-, ja fast schon furchteinflößendes. und dennoch etwas sehr vertrautes, das mir eigentlich ganz angenheme gefühle beschert. ich spreche von ... einem buch!

 

wie kann denn ein buch respekt- und furchteinflößend sein? nun, es handelt sich nicht gerade um ein kleines buch. es ist ein gebundenes buch, so richtig mit harten buchdeckeln die mit leinen, oder zumindest mit irgendeiner art stoff beklebt sind, mit einem richtigen rücken, der sich wölbt wenn man das buch aufschlägt, mit einem schutzumschlag und einem stoffbändchen als lesezeichen. und wie ich ebreits schrieb: es ist nicht gerade klein! es hat über tausend seiten und die abmessungen sind auch ein stückchen größer, als man es von einem taschenbuch gewöhnt ist. ich hatte schon lange nicht mehr solch ein buch in der hand und darum flößten mir all diese dinge einfach respekt ein. und ja, auch ein kleines bisschen furcht vor der masse an wörtern die ich mir da vornahm.

 

das vertraute und angenehme muss ich, so glaube ich, nun aber nicht noch großartig erklären (und tue es dennoch). jeder der gerne liest kennt das. dieses gefühl das einen beschleicht - nein, ich schreibe lieber "überkommt" statt beschleicht, denn "beschleicht" liest sich mehr nach etwas unheimlichen - wenn man ein "besonderes" buch in die hand nimmt, in diesem speziellen fall das schiere gewicht dieses wälzers, die harten kanten und spitzen ecken des buchdeckels, die sich beim halten des buches in die hand eingraben, die glätte des lesebändchens, wenn man es durch die finger gleiten lässt, der geruch, der bei einem gebundenen buch definitiv ein anderer ist, als jener eines taschenbuches und nicht zuletzt die haptik des papiers, das sich auch anders anfühlt, als das billige taschenbuchpapier.

 

im besten fall kommt noch eine weitere vertraute komponente dazu, nämlich der erzählstil, der sog der geschichte, der einen hals über kopf in das buch hineinfallen lässt. dabei ist es völlig egal, dass man die geschichte noch nicht kennt, es muss sich nicht einmal um einen autor handeln dessen stil einem bereits vertraut ist, dieses "hineinfallen" passiert immer wieder, auch bei völlig fremden autoren und egschichten. und genau das macht ein gutes buch, bzw. eine gute geschichte aus. man schlüpft hinein wie in ein altes paar schuhe, man macht es sich darin bequem wie auf dem lieblingssofa, man möchte wohlig seufzen wie in der badewanne die genau die richtige temperatur hat und man wird irgendwie nicht satt und möchte die buchstaben immer weiter in sich heineinstopfen wie die lieblingsnachspeise die es immer nur zu besonderen anlässen gibt, von der man sich noch eine vierte portion holen möchte, obwohl man schon längst, genau genommen schon seit der ersten portion einen vollen bauch hat, aber man kann nicht aufhören, weil es so unglaublich gut schmeckt.

 

genau deshalb werden e-books nie das buch aus papier verdrängen können. ob e-book reader, tablet oder eine pdf die man am laptop liest, es wird sich immer gleich anfühlen. man kann vielleicht das umblättern eienr seite simulieren, es mag absolut praktisch sein seine ganze bibliothek im format eines schmalen taschenbuches mit sich herumtragen zu können, aber der geruch eines neuen buches kann genausowenig simuliert werden wie das gefühl eines besonderen papiers zwischen den fingern, geschweige denn ein lesebändchen das man durch die finger gleiten lässt. und spinnen erschlägt man garantiert nicht mit einem tablet, e-book reader oder dem laptop, bzw. wenn man es tut, dann hat man es sicher zum letzten mal getan (ja, der witz hat soooooooo einen bart, aber ich liebe ihn nun mal - ausserdem ist er völlig zutreffend).

 

ich habe jedoch absolut nichts gegen e-books einzuwenden. ich finde durchaus, dass sie eine sehr sinnvolle ergänzung zum bisherigen "traditionellen" leseverhalten darstellen. sie haben ihre vorteile die nun mal nicht von der hand zu weisen sind. in etwa so wie ich mp3 immer noch als ergänzung zu cds sehe und cds als ergänzung zu vinylschallplatten, aber nichts davon das andere völlig ersetzen kann und auch nie ersetzen wird, da jedes für sich seine vor- und nachteile hat.

 

für die neugierigen: das buch, das mir heute sozusagen dazwischen kam, ist eines von stephen king. den titel verrate ich jedoch nicht. und ja, genau so wie oben beschrieben ging es mir heute, als ich anfing zu lesen. zuerst der respekt und das kleine bisschen furcht und dann das hineingleiten, wohlfühlen, eintauchen. so geht es mir immer bei stephen king. natürlich ergeht es mir auch bei einigen wenigen anderen autoren so, wie zum beispiel terry pratchett, piers anthony, robert van gulik, ephraim kishon oder kinky friedman, um nur jene zu nennen die mir spontan als erste einfielen, doch stephen king lese ich seit ich 12 bin, also seit über 30 jahren (jaja, jetzt rechnet mal schön mein alter nach), ein buch von ihm ist also immer soetwas wie eine kleine zeitreise in meine kindheit, bzw. in meine jugend. nun gut, kishon lese ich sogar noch länger als king, aber von dem gibt es ja nichts neues mehr seit er verstarb. frechheit. meine lieblingsautoren sollten am besten auf vorrat schreiben, damit ich auch nach deren tod noch jahrelang etwas neues zu lesen bekomme. sowas sollte eigentlich verpflichtend in jeden autorenvertrag als klausel aufgenommen werden. von tolkien taucht ja auch ständig von irgendwoher irgendwas neues auf, nur mit dem unterscheid, dass das meiste von ihm (ausser natürlich der hobbit und der herr der ringe) entweder unlesbar, oder einfach nur öde ist.

 

aber zurück zu diesem buch: ich habe es mir nicht selbst gekauft. ich würde mir, bei aller liebe zu büchern, niemals ein gebundenes buch leisten. aus monetären gründen bevorzuge ich nun mal taschenbücher. doch es gibt mehrere wundervolle möglichkeiten trotz leerer breiftasche zu gebundenen büchern zu kommen. die erste ist der gute alte buchclub. dort bekommt man gebundene bücher zu erschwinglichen preisen, doch wer gerne und viel liest stößt bei diesem angebot recht schnell an seine grenzen. die zweite möglichkeit sind die sogenannten weissen wochen der buchläden, in denen ansonsten preisgebundene bücher verbilligt verramscht werden. weiters gibt es noch die berühmten wühlkisten, doch in der regel finden sich dort doch wieder nur taschenbücher und die gebundenen exemplare will niemand haben. die allerbeste möglichkeit zu günstigen gebunden büchern zu kommen sind bücherflohmärkte. oder man lässt sich ein solches exemplar einfach schenken. in meinem fall traf beides zu. das buch wurde auf einem bücherflohmarkt gefunden und mir dann geschenkt. besser gehts nicht.

 

so und jetzt werde ich mich zum einschlafen einem hörbuch widmen. das wäre auch mal ein blogthema....

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Mo

19

Aug

2013

postwut

jetzt mal ehrlich...

 

wie sinnvoll ist es denn wirklich auf verschiedenen, aber dennoch ähnlichen plattformen zu kommunizieren?  mir kommt das vor, wie wenn man durch verschiedene räume rennen würde um seine botschaft(en) auch ja überall anbringen zu können. und das zum großteil auch noch bei ein und den selben leuten. mal ehrlich, zu 80% erwischt man doch sowieso überall die selben, oder? muss man sich wirklich für die restlichen 20% den stress antun und immer wieder den selben content hier und dort und da und an jener stelle auch noch posten?

 

aber vielleicht geht es ja auch ums gegenteil, darum selbst so viel wie möglich mitzubekommen? ich weiss es nicht....

 

vielleicht fehlt mir ja nur das verständnis. also, ich verstehe durchaus, dass es für jeden ganz individuell eine ideale plattform gibt um zu bloggen, eine weitere um bilder zu sammeln und zu posten, dann gibt es vielleicht noch verschiedene sonderthemen die in bestimmten foren, bzw. plattformen besser und umfassender besprochen werden können, als auf fb, g+ und co. dann gibt es wiederum bestimmte quellen für bestimmten content. und zu guter letzt postet man natürlich den link zu seinem blog, zu den bildern oder zu einem interessanten beitrag nochmal auf fb, g+ und co. das ist ja alles für mich noch nachvollziehbar.

 

wo ich mit meinem verständnis jedoch aussteige, ist jener punkt, an dem ich nicht nur auf fb und g+ poste, denn seien wir mal ehrlich, trotz all der unterschiede, sind sich die beiden doch sehr ähnlich, aber gerade fb-einwohner sind offenbar recht konservativ und manchen kontakt möchte man einfach nicht verlieren nur weil die armen leute einfach zu vernagelt sind um umzuziehen, sondern wenn man dann zusätzlich auch noch auf twitter und wasweissich auf welchen netzwerken man sonst noch rumposten kann den selben content unterbringt.

 

oder handelt es sich hierbei nicht mehr um den selben content? ändert sich dieser von netzwerk zu netzwerk, von plattform zu plattform?

 

vielleicht liegt es wirklich an mir. ich habe zwar einen twitteraccount, aber so wirklich genutzt wird der von mir nicht. ganz ehrlich, ich wüsste auch nicht wozu. alles was ich sagen will, kann ich auch auf g+ posten. und ich habe nicht das gefühl irgendetwas zu versäumen, im gegenteil, ich denke dass ich mir nur noch mehr stress machen würde, wenn ich mich auch noch um twitter kümmern müsste.

 

meine inhalte auf fb sind im grunde die selben wie jene auf g+, doch auf g+ finden meine hauptaktivitäten statt, nur sehr wenig von g+ landet auch auf fb. wenn ich kännte würde ich fb ganz stillegen, aber wie bereits oben beschrieben, hänge ich doch an dem einen oder anderen kontakt, der sich weigert den weg hierher zu finden.

 

ich blogge hier auf jimdo und eigene bilder, bzw. interessante fremde bilder landen auf tumblr. und oft genug überschneidet sich dann auch der inhalt der verschiedenen plattformen. ich chatte nur auf einer chatplattform und meinen besonderen interessen gehe ich in entsprechenden anderen netzwerken nach. und je mehr verschiedene plattformen und netzwerke ich für ein und die selbe sache nutze, desto mehr komme ich zu dem schluss, dass ich nicht mehr als nur eine pro interessensgebiet benötige. mehr als eine machen nur unnötigen stress. 

 

ich möchte hier niemanden kritisieren, ich versuche nur nachzuvollziehen warum sich manche leute das antun und gleichzeitig zu erklären warum ich versuche es nicht zu tun.

 

dabei bin ich ein wenig scheinheilig, denn auch ich erliege den verlockungen der verschiedenen möglichkeiten. ich versuche mich trotzdem zurückzuhalten. wie gesagt, ich habe einen twitteraccount, aber warum sollte ich dort mit der einschränkung von nur 140 zeichen etwas posten, das ich auf g+ ganz genau so, oder noch viel besser machen könnte? wozu sich mit flickr oder instagram herumschlagen, wenn man es eigentlich nicht braucht? ich nutze aber zum beispiel jedoch auch youtube UND vimeo, weil mir das eine oft nicht bieten kann, was das andere sehr wohl kann - und umgekehrt - aber ich brauche nicht auch noch einen dritten oder vierten videokanal. und xing nutze ich wiederum überhaupt nicht, ganz einfach weil ich es nicht brauche.

 

sicher gibt es noch genug andere beispiele, und je mehr ich über mein unverständnis über das postverhalten anderer schreibe, desto bewusster wird mir, wie sehr ich eigentlich selbst schon in diesem spiel drinnen hänge.

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So

18

Aug

2013

beschrieben

ich schreibe. womit ich derzeit am meisten schreibe, ist die tastatur meines computers (alienware, schwarz und relativ leise), doch das war natürlich nicht immmer so.

als ich in den frühen 70ern (ja, ich bin tatsächlich so alt) schreiben lernte, gab es noch keine computer für den hausgebrauch. meine ersten offiziellen schreibversuche fanden auf einer jener legendären schiefertafeln statt, die natürlich auch damals schon nicht mehr aus schiefer bestanden, sondern einfach nur eine handliche tafel im din-a4 format waren, vermutlich aus pressspan und irgendwie beschichtet, mit einem holzrahmen. dazu gab es soetwas wie einen weissen buntstift. das hatte den vorteil, dass man fehler oder sonstigen blödsinn einfach wieder webwischen konnte. ausserdem hatten wir auch noch einen setzkasten mit einzelnen buchstaben, mit deren hilfe wir einzelne wörter zusammenzusetzen versuchten. diese setzkästen waren anscheinend nicht billig und die eltern versuchten immer gebrauchte zu ergattern. ich weiss nciht mehr ob meiner neu oder gebraucht war, aber ich hatte einen. musste ich ja.

 bald danach durften wir mit bleistiften in heften schreiben, und konnten es kaum erwarten endlich mit dem füller (der füllfeder) schreiben zu dürfen. in der regel war es ein modell von pelikan oder geha, nur ganz ganz selten hatte jemand ein teureres modell von seinen eltern (etwa montblanc) oder ein no-name produkt. und schon bald kam dann auch das erste mal der tintenkiller (in österreich: tintentod) zum einsatz. ich selbst hatte im laufe meiner schulzeit die verschiedensten ausführungen, sowohl geha, als auch pelikan, zwischendurch sogar einen montblanc meines vaters. aber am allerlängsten hatte ich witzigerweise ein absolutes no-name-billigprodukt in einem hässlichen rot, dessen kappe ich bald mal verlor, und die durch irgendeine metallkappe eines alten geha oder pelikan, die merkwürdigerweise sogar passte, ersetzt worden war.

die ersten jahre mussten wir natürlich in königsblau schreiben, doch sobald uns dies nicht mehr vorgeschrieben wurde, probierten wir alle natürlich auch andere tintenfarben aus. ich probierte alles durch, von grün über rot und violett bis zu schwarz. schlussendlich blieb ich dann bei schwarz und violett hängen, je nach lust und laune und patronenvorrat.

kugelschreiber, so sagte man uns, wären verpönt. und tatsächlich mag ich kugelschreiber nicht sehr, ich versuche sie, wenn es irgendwie geht, zu vermeiden, vor allem wenn sie in blauer farbe schreiben. dieses kugelschreiberblau ist für mich ein synonym alles billigen, darum versuche ich immer dann, wenn es nötig ist, kugelschreiber mit schwarzer tinte zu bekommen, da ich sowieso am liebsten in schwarzer farbe schreibe. aber gerade bei kugelschreibern findet sich auch mein größtes hassobjekt unter den schreibgeräten. hierbei handelt es sich um die seit einigen jahren in mode gekommen fingerdicken, oder manchmal sogar noch "fetteren" exemplare, meistens auch noch mit gummi an jener stelle an der man ihn beim schreiben angreifen muss. ich habe immer das gefühl ich würde einen abgeschnittenen finger in der hand halten. oder noch schlimmer (zartbesaitete damen jetzt bitte nicht weiterlesen!), einen schwanz. also, ein männliches glied. einen penis, lümmel, schniedelwutz, pimmel... wie auch immer man es zu nennen beleibt. *brrrrrrrr*. ich bwerde nie verstehen wie man sowas freiwillig in die hand nimmt.

in meiner jugend hatte ich eine längere phase, in der von mir nur mehr fineliner und rollerball benutzt wurden. vor allem gab es von DEM finelinerklassiker schlechthin, der firma stabilo, diesen auch in einem wunderschönen violett. sogar heute noch habe ich von beiden farben ein oder zwei stifte herumliegen, benutze sie aber kaum mehr, da ich für alltägliche notizen lieber mit etwas anderem schreibe, zum ausfüllen für erlagscheine mit durchschlag sind sie nicht wirklich geeignet, da man stärker aufdrücken müsste und somit die zarte spitze zerstören würde, zum unterschreiben sind sie aus dem selben grund nicht geeignet, sie würden einfach den "schwung" nicht aushalten.

zwischendurch gab es immer wieder experimente, zum beispiel mit druckbleistiften in verschiedenen minenstärken, oder mit tintenrollern. mit diesen tintenrollern dachte ich endlich DAS schreibgerät für mich gefunden zu haben, vereinte es doch alles in sich was mir wichtig erschien: es war kein kugelschreiber, es hatte einen feinen strich den ich nach bedarf mit etwas mehr druck dicker werden lassen konnte, ich konnte den selben stift immer wieder verwenden, und ich konnte mittels tintenpatronen wieder meinen farbexperimenten frönen. doch bald zeigten sich die mängel dieses nur vermeintlich idealen stiftes. diese dinger gingen nämlich ziemlich schnell kaputt. ich weiss nicht woran es lag, aber ständig brach bei meinen stiften das gewinde, mit dem man oberteil an unterteil schraubte, oder die kugel die sich in der schreibspitze befand brach irgendwann auseinander. dazu kam, dass die tinte sehr schnell eintrocknete wenn man den stift ein paar tage lang nicht benutzte.

zwischendurch musste ich nicht nur stenographie (hass hass HASS) lernen (und lernte dabei dass man die metallkappen der stenobleistifte heimlich mit dem feuerzeug aufheizen und jemand anderen damit eine brandblase am bescheren kann, so schnell, dass es das opfer erst mitbekam wenn es bereits zu spät war), sogar 3 mal, wobei ich das meiste schon lange wieder vergessen habe, sondern auch, zusammen mit steno, maschinschreiben. ich habe mich nicht nur geweigert in zeiten der diktiergeräte stenographie zu lernen, sondern auch blind und mit 10 fingern maschine zu schreiben - was wiederum nicht sehr klug war, denn noch heute muss ich zwingend auf die tastatur sehen um zu wissen was ich da eigentlich tippe, bzw. benutze im grunde nur 2 finger. aber auf diese art und weise bin ich dann seltsamerweise auch nicht viel langsamer als jene die alle 10 finger benutzen.

ich mochte auch immer schon exotische schreibgeräte. ein mal hatte ich mir einen kugelschreiber gekauft, der aussah wie ein designobjekt von colani. er lag auch wundervoll in der hand, war natürlich schwarz, schrieb selbstverständlich auch schwarz, und war doch ein absolutes billigprodukt. trotzdem hatte ich dieses ding viele jahre lang in verwendung. weiters fand ich irgendwann und irgendwo 2 alte tintenbleistifte, also solche, die man mit der zungenspitze, bzw. der eigenen spucke befeuchten muss, damit man anständig schreiben kann. aber es funktioniert auch ganz gut im trockenen zustand, dann ist das schriftbild leicht metallisch, bzw. wie ein harter bleistift. weiters habe ich aus "dunklen quellen" uralte blaue kopierstifte, und kopierstifte die auf der einen seite blau, und auf der anderen rot schreiben. sie alle sehen aus wie bleistifte oder buntstifte, sind somit also zum anspitzen gedacht. derzeit habe ich noch keinen von ihnen in verwendung, sie dämmern ruhig vor sich hin. und das ist gut so. wer weiss wie viel von ihrer art es überhaupt noch gibt?

 inzwischen bin ich wieder in meiner kindheit angelangt und schreibe fast nur mehr mit bleistift. ich weiss nicht genau warum, es ist mir so einfach am liebsten. ich mag das geräusch, dass eine bleistiftmine auf dem papier verursacht, ich mag das graphitgraue schriftbild, ich mag es wie flüssig die hand beim schreiben übers papier gleitet, und ich mag es zu sehen wie der stift durch das spitzen langsam aufgebraucht wird. am allerliebsten ein HB, oder noch ein wenig weicher. und es wäre nicht ich, wenn solch ein bleistift nicht ganz besondere voraussetzungen erfüllen müsste, um von mir verwendet zu werden.

 

am allerliebsten mag ich ganz einfache holzbleistifte, unbehandelt und unlackiert, ohne radiergummi am ende. bei ikea gibt es zum beispiel solche. und das tollste an den stiften von ikea ist, dass sie noch nicht angespitzt sind, man hat also einen völlig jungfräuliches kleines stöckchen in der hand, und kann sich aussuchen an welcher seite man zu spitzen beginnt. ich wähle meistens die seite mit dem ikea-aufdruck (also die "gedachte" obere seite, sozusagen genau verkehrt herum), weil somit dieser schriftzug sehr bald nur mehr geschichte ist, und ich einfach nur mehr einen neutralen holzbleistift in der hand habe. lackierte bleistifte mag ich deshalb nicht sehr, weil ich immer das gefühl habe, ich würde aufgrund dieses lacks anfangen zu schwitzen und mir deshalb der stift zu entgleiten. so eine unbehandelte holzoberfläche ist eben doch ein wenig griffiger als eine lackierte. dazu kommt, dass das holz immer dünkler wird, je länger der stift in verwendung ist. und er bekommt macken, und und und... - aber vielleicht ist die abneigung gegen lackierte bleistifte einfach nur in jener zeit begründet in der ich immer wieder steno lernen musste...

 trotzdem gibt es eine ganz bestimmte sorte von lackierten bleistiften die ich ebenfalls in meiner hand "dulde". und zwar müssen sie schwarz sein. ja, ganz einfach nur schwarz. ich hatte einen solchen aus dem londoner dungeon (natürlich mit werbeaufdruck, sehr "geschmackvoll" *g*), weiters hatte ich einen im verbund mit einem ebenso schwarzen radiergummi einmal von meiner exe die um meinen spleen und meine vorliebe für schwarz wusste geschenkt bekommen (den radiergummi besitze ich heute noch), und ich habe 2 besondere exemplare aus einem kempinski-hotel die ich in meiner ehemaligen firma mitgehen ließ. dreieckiges profil, auf einer der 3 seiten ganz am ende ganz klein in silber der aufdruck "faber-castell", auf der 2. seite der schriftzug "kempinski", und auf der 3. seite irgendein kleines symbol. oben drauf dann noch ein schwarzer radiergummi, eingefasst in schwarz lackiertem metall. DAS nenne ich edles understatement! da kann sich jeder 10 mal so teure kugelschreiber verstecken!

zum schreiben gehört natürlich immer papier dazu. auch hier entpuppe ich mich als exzentriker. am allerliebsten schreibe ich auf rauhem, grauem oder leicht braunem recycle-papier. ich kanns nicht beschreiben, es fühlt sich mit bleistift einfach besser an, doch leider ist solches papier kaum mehr zu bekommen, die welt muss ja unbedingt weisses papier haben. stattdessen benutze ich nun die rückseiten alter tisch-stehkalender, also die rückseiten von alten terminplanern. ich finde das ideal, denn durch den spiralring kann man sie verwenden wie einen notizblock, und wenn man es verkehrt herum zuklappt, hat man sogar buchdeckel auf vorder- und rückseite. und manchmal weckt es erinnerungen wenn man sich die gerade verwendete seite aus dem vorigen jahr, oder auch länger davor, nochmal ansieht.

 

für den drucker meines laptops verwende ich fliederfarbenes papier. nicht weil ich so drauf stehen würde, sondern weil ich es nun mal habe. es wurde vor vielen jahren gekauft und braucht nun mal seine zeit bis es aufgebraucht wird. darum kaufe ich auch kein weisses papier, ich brauche es einfach nicht. für irgendwelche test- oder spassausdrucke verwende ich weisse rückseiten bereits bedruckten, bzw. vernwendeten papiers. wenn es kein offizielles oder aus anderem grund wichtiges schriftstück ist, genügt das vollkommen.

bei all dem ist mir natürlich klar, dass ich weder mit bleistift offizielle schriftstücke unterschreiben, noch briefe auf den rückseiten alter terminkalender schreiben kann (obwohl ich letzteres doch immer wieder bei guten freunden tue, ich finde das hat irgendwie charakter). manchmal verwendet sogar der herr von sinnen einen blauen kugelschreiber und stinknormales weisses papier, so wie alle anderen auch.

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Mo

12

Aug

2013

durch zeit und raum - von sinnensche fantastereien

heute werde ich mal wissenschaftlich. nun, da ich jedoch kein wissenschaftler bin, werde ich nicht wirklich wissenschaftlich, ich dilettiere mit pseudowissenschaftlichem halbwissen herum, fantasiere ein wenig, stelle betrachtungen an und thesen auf. und wozu das ganze? weil es mir spass macht, ganz einfach.

 

mein thema heute soll sein: ZEITREISEN ... 

 

bei diesem thema ergeben sich so einige probleme. das fängt schon mal damit an, dass kein mensch auch nur ansatzweise eine ahnung hat wie man denn zeitreisen bewerkstelligen könnte. naja, theorien gibt es viele, aber keine einzige würde uns hier weiterführen, fakt ist jedoch, dass wir uns alle schon mal prinzipiell durch die zeit bewegen. für manche bewegt sie sich individuell möglicherweise ein wenig schneller oder lanmgsamer, dennoch bleibt eine sekunde eine sekunde, völlig egal wie man sie nun als individuum erlebt. also bewegen wir uns alle in der selben geschwindigkeit richtung zukunft. nur können wir nicht beeinflussen wie schnell, oder uns gar für eine andere zeitrichtung entscheiden.

 

fakt ist ebenso, dass reisen in die zukunft dennoch auf eine gewisse art und weise bereits jetzt schon machbar sind. wenn man sich in den weltraum begibt und sich mit großer geschwindiogkeit fortbewegt, dann vergeht die zeit für diesen reisenden langsamer. das heisst, wenn dieser reisende nun auf die erde zurückkehrt, dann ist für ihn weniger lebenszeit vergangen, als für jene die sich währenddessen auf der erde aufhielten, er ist also in gewissem sinne in die zukunft gereist - jedoch erstens in kaum oder überhaupt nicht mess- oder erkennbarem ausmaß und zweitens ohne möglichkeit diesen effekt wieder umzukehren. dieser effekt nennt sich "zeitdilation". möglich wäre es also, nur erstens mit immens großem aufwand an geld, energie und material und zweitens würde es nichts bringen.

 

nehmen wir also einfach mal an, man könnte sich tatsächlich durch die zeit bewegen, damit würde sich nämlich ein anderes problem ergeben: wie wir alle wissen, bewegt sich die erde mit nicht unbeachtlicher geschwindigkeit durch das all, nämlich mit ca. 100.000 km/h, das sind rund um die 30 kilometer pro sekunde! weiters dreht sie sich um die eigene achse, das sind dann noch einmal 1.670km/h, bzw. 464 meter in der sekunde. das war nun aber imemr noch nicht alles, denn nicht nur die erde bewegt sich um die sonne und rotiert dabei auch noch, sondern  auch unsere ganze galaxie bewegt sich ebenfalls durch das all, zudem dreht sie sich ebenfalls um sich selbst. wie schnell sich die galaxie als ganzes durch das all bewegt konnte ich auf die schnelle nicht recherchieren, aber die geschwindigkeit mit der sich unser sonnensystem um den mittelpunkt unserer galaxie bewegt beträgt ca. 240 kilometer pro sekunde.

 

so, und nun würde die rechnerei anfangen. wenn ich zu einer bestimmten zeit an einem bestimmten punkt "erscheinen" möchte, so müsste ich genau wissen wo sich dieser punkt zu diesem zeitpunkt befindet. es mag vielleicht möglich sein diesen punkt für die nächsten oder vergangenen sekunden zu bestimmen, vielleicht sogar für minuten. möglicherweise auch für stunden oder tage, aber garantiert nicht über jahre. naja, vielleicht es dennoch möglich, aber je weiter weg sich dieser zeitpunkt vom gegenwärtigen befindet, desto schwieriger wird die berechnung. und das noch dazu ohne fixpunkt an dem man sich orientieren könnte, es bewegt sich ja alles um uns herum.

 

und vielleicht, aber auch nur mit sehr geringer wahrscheinlichkeit, würde sich das für die vergangenheit berechnen lassen, doch wie sieht es mit der zukunft aus? wissen wir denn wirklich mit 100%iger sicherheit an welchem punkt sich ein bestimmter punkt auf der erdoberfläche in, sagen wir mal, 100 jahren befinden wird? auch die erdoberfläche ist nicht statisch, sie bewegt sich auch ständig, zwar kaum wahrnehmbar, aber doch. kontinente driften auseinander und wieder zusammen, erdoberflächen heben und senken sich. und was, wenn sich irgendwelche planeten- oder sonnenbahnen nur ein winziges kleines stückchen verschieben? oder die erdachse auch nur ein wenig kippt? oder was weiss ich was sonst noch alles geschehen kann?

 

um dieses problem zu umgehen, müsste man sich also irgendwie an diesem punkt "verankern". vielleicht dadurch, indem man immer nur kurze zeitsprünge macht, sich neu orientiert, gegebenenfalls korrigiert und dann weiterspringt. doch was, wenn die berechnung irgendwann einmal wirklich falsch ist und man mitten im all, im großen nichts wieder auftaucht? das wars dann wohl vermute ich. oder noch schlimmer, man erscheint mitten in einem planeten, oder in einer sonne.... mal ganz davon abgesehen, dass sich unsere zeitmaschine nicht nur durch die zeit, sondern auch noch durch den raum bewegen können müsste. am besten gleich ind er art des beamens, doch über das beamen fange ich nicht nun auch zu referieren an, die zeitreise und die dazugehörigen probleme lassen unser gehirn acuh sos chon genug bruzzeln...

 

nun gut, gehen wir trotzdem mal davon aus, dass all diese probleme irgendwie auf wundersame wiese gelöst wurden und zeitreisen möglich wären - und zwar in beide richtungen, sowohl vergangenheit, als auch zukunft. in diesem fall ergeben sich keine probleme mehr, sondern paradoxa.

 

stellen wir uns mal vor, wir würden in die vergangeheit reisen um den holocaust zu verhindern in dem wir hitler ermorden. ja, ich wähle mit absicht dieses beispiel, vielleicht kann man mir auf diese art leichter folgen, bzw. vielleicht macht es so auch jenen denen das thema am arsch vorbei geht mehr spass, bzw. erscheint ihnen interessanter. menschen umzubringen ist natürlich kein spass, auch wenn sie adolf hitler heissen.

 

also, wir haben es geschafft, sind in der vergangenheit, ja wir haben es sogar geschafft die gewünschte personb ausfindig zu machen und wären nun in der lage unser vorhaben auszuführen. nun gibt es zwei theorien (zumindest weiss ich nur von zwei): die erste besagt, dass die zeit statisch ist, das heisst, was bereits passiert ist, ist nun mal passiert und lässt sich nicht mehr verändern. dies würde heissen, da wir alle wissen was mit hitler und rund um den zweiten weltkrieg geschah, werden wir nichts daran ändern können, völlig egal wie sehr wir uns anstrengen. was auch immer wir unternehmen würden, es würde nicht funktionieren. pistolen hätten ladehemmungen, bomben würden nicht explodieren, vermutlich würden wir nicht einmal in die nähe der gesuchten person kommen. dazu kommt, dass wir rein theoretisch nicht einmal menschen berühren oder sprechen könnten, denn laut theut der theorie des schmetterlingseffektes, könnte schon der umstand, dass jemand aus der vergangenheit einen schritt zur seite machen muss um uns auf dem gehsteig auszuweichen, unvorhergesehene auswirkungen nach sich ziehen. von zufällig bzw. irrtümlich mitgebrachter technik oder wissen aus der zukunft reden wir besser mal gar nicht.

 

wie wir sehen, macht dieses paradoxon, bzw. die logik dieser theorie eine reise in die verganheit unmöglich. wie ist das nun aber mit der zukunft? diese ist ja noch nicht festgeschrieben, die zukunft ist veränderbar. es spräche bei dieser theorie also nichts gegen zeitreisen in die zukunft, oder? denken wir das nun einmal zuende. man reist in die zukunft, sieht, hört, erlebt dort dinge und bringt dieses wissen dann wieder mit zurück in die vergangenheit. was machen wir nun damit? wir haben kenntnisse, die eigentlich in unserer zeit noch nicht existieren. somit könnten wir die zukunft verändern. wir könnten zum beispiel die lottozahlen der nächsten ziehung in erfahrung gebracht haben und uns ein schönes leben ermöglichen. doch da wir aus einer unabänderlichen zukunft kommen, befinden wir uns realtiv gesehen von dort aus gesehen in der vergangenheit. vermutlich würde unser lottoschein verschwinden, oder wir kämen nicht dazu ihn abzugeben, oder was weiss ich. an diesem paradoxon haben sich schon größere geister als der meine ihr köpfchen zerbrochen.

 

gehen wir also zur zweiten theorie, die besagt, dass es mehrere zeitflüsse gibt, bzw. mehrere zeitdimensionen. in diesem fall wäre es mir möglich mit der beseitigung hitlers den holocaust zu verhindern, ich könnte mir die lottozahhlen holen, ich könnte mein eigener vater sein und so weiter und so fort. doch mit jeder änderung, würde sich alles andere auch ändern, die geschichte wäre eine völlig andere. wir würden in einer völlig anderen welt leben und es wäre absolut unmöglich in unsere eigene gewohnte welt zurückzukehren, denn entweder ist sie völlig verschwunden, weil es sie eigentlich nie gab, oder sie existiert weiter, doch dann wären unsere bemühungen völlig umsonst gewesen. und vor allem könnten wir nicht dorthin zurückkehren, denn wir wären in eienr anderen zeitlinie, in einer anderen dimension.

 

doch in diesem fall wäre zumindest die reise in die zukunft und wieder zurück kein problem. was juckt es mich denn, wenn ich mit meinem lottogewinn die zukünftige geschichte verändere? es hat im grunde keine auswirkungen auf mich, zumindest keine spürbaren, denn ich habe diese zukunft ja noch nicht erlebt. und in welchen zeitstrang, bzw. in welche dimension ich durch mein tun gerate, kann mir eigentlich ziemlich egal sein. das problem, bzw. das paradoxon wäre zwar weiterhin unlösbar, wenn ich durch meine reise in die zukunft wissen und dinge in meine zeit mitnehme, die es eigentlich noch nicht geben dürfte, so dass es zb. wie beim terminator dadurch erst möglich wird diese zukunft überhaupt entstehen zu lassen, doch auch das juckt mich als zukunftszeitreisenden nicht wirklich. da es jedoch paradoxa nicht geben darf, wird es dennoch nie möglich sein auf diese art in die zukunft zu reisen. nun, vielleicht hin, aber sicher nie wieder zurück.

 

fazit aus diesen meinen ganzen überlegungen ist also: wenn überhaupt, dann wird allerhöchstens eine zeitreise in die zukunft möglich sein, jedoch niemals und unter keinen umständen wird es einen weg zurück in die eigene vergangenheit geben.

 

wäre das denn wirklich erstrebenswert? ich wüsste nicht was man davon hätte. obwohl, doch, eine möglichkeit fällt mir ein: man könnte hier und jetzt so viel geld wie möglich auf ein konto einzahlen, in die zukunft reisen und hoffen, dass es die bank und das konto immer noch gibt und dass sich das vermögen weder durch inflation, noch durch enteignung oder sonstige zwischenfälle in luft aufgelöst hätte. auch hier stellt sich die frage ob das alles dieses risiko wert wäre. natürlich könnte man auf sachwerte umsteigen um auf nummer sicher zu gehen, doch wer weiss denn schon ob diamanten, silber, gold und platin in der zukunft immer noch so selten und dadurch viel wert sind? grundstücke können enteignet oder einfach wertlos werden. und völlig egal was auch immer man wo auch immer einlagern würde, die gefahr, dass trotzdem alles nicht mehr existiert, würde dennoch imemr bestehen bleiben. und wer will schon mittellos ohne freunde, bekannte und verwandte in einer unbekannten zukunft stranden?

 

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Do

08

Aug

2013

filmrolle

 

 

da ich ja viel und gerne filme ansehe, möchte ich euch an meinen filmerfahrungen teilhaben lassen und hier, bzw. heute ein paar rezensionen loswerden. da ich keine besondere vorliebe für bestimmte genres entwickelt habe (sehr wohl jedoch eine abneigung gegen das eine oder andere genre), braucht man sich nicht über die bunt gewürfelte mischung zu wundern. mir ist auch egal wie alt die filme schon sind, ich sehe sie mir dann an, wenn ich lust dazu habe, also kann es durchaus sein, dass der eine oder andere filnm schon ein wenig älter ist.

 

so, here we go:

 

1) filme von denen ich nicht viel erwartet hatte, die es aber dennoch schafften mich zu enttäuschen:

 

snow white and the huntsman:

hier geht es schon mit dem titel los. es handelt sich ja offensichtlich um eine adaption des märchens "schneewittchen", warum zur hölle darf es dann nicht auch weiterhin schnewittchen heissen? sogar die filmfigur wurde in der deutschen fassung umbenannt, bzw. im englischen belassen, so wie alle anderen eigennamen auch. in diesem film wurde generell ziemlich viel falsch gemacht. offenbar bemühte man sich das märchen auf hippe moderne düstere fantasy art neu zu erzählen, geworden ist es dann nichts von all dem. nicht zuletzt auch durch fehlende schuaspielerische leistungen, allen voran die unsägliche kristen stewart, die hoffentlich so wenigen wie möglich von uns aus ihrer rolle der bella in der "biss zum... (kotzen)" reihe bekannt ist. diese frau hat so gut wie keine mimik, bzw, beherrscht offenbar nur 2 gesichtsausdrücke: leidend/betroffen und dämlich. und als "schönste frau weit und breit", was sie als schnewittchen ja eigentlich sein sollte, ist sie ebenfalls ein absoluter fehlgriff. nun gut, sie ist nicht hässlich, aber alles andere als wunderschön. just zu dem moment, wo der film vielleicht gut hätte werden können, nämlich als bob hoskins als zwerg die bühne betrat und bereits mit einem satz, einer geste, einer minute spielzeit alle anderen an die wand spielte, musste ich abbrechen. vielleicht sehe ich mir den rest noch irgendwann einmal an, aber große lust habe ich wirklich nicht dazu.

BEWERTUNG: 2 VON 10 MÄRCHENBÜCHERN

 

die fantastische welt von oz:

auch hier findet viel lärm um nichts statt. der film versucht mit bild- und farbgewalt zu bezaubern und zu überzeugen, dennoch ist alles irgendwie zu viel des guten. zudem blieb man meines erachtens nach zu sehr in der bildsprache des originalfilmes verhaftet. einfach alles wurde überzeichnet, die farben die formen und nicht zuletzt die figuren. mit ein wenig mehr zuirückhaltung hätte dieser fuilm ein würder nachfolger, bzw ein würdiges prequel 8da es sich um die vorgeschichte handelt) werden können, ähnlich wie tim burton's alice im wunderland, doch leider ist dem nicht so.

BEWERTUNG: 4 VON 10 HEXEN

 

2) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, mich dennoch nicht enttäuschten, aber meine erwartungen auch nicht übertrafen:

 

jay und silent bob schlagen zurück:

hin und wieder sehe ich mir gerne hirnlose pubertäre kifferkomödien an. man weiss genauw as man zu erwarten hat und wird nur höchst selten enttäuscht. so auch hier. ich hatte zwar die leise hoffnung, dass doch ein wenig das niveau von dogma durchkommen würde, rechnete jedoch nicht wirklich damit. dennoch, wer solche filme mag, kommt voll auf seine kosten. zudem habe ich große freude daran cameo-auftritte und reminiszenzen an andere filme zu erkennen, diesbezüglich lässt sich dieser film nicht lumpen. hirn ausschalten und spass haben, dann funktioniert das hier wunderbar.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BONGS

 

last of the living:

ein sogenannter happy zombie film aus neuseeland. damit ist schon viel gesagt. was passiert wenn es sich um einen zombiefilm handelt, ist klar. wenn ein happy davor steht, ist ebenfalls klar, dass es sich um eine horrorkomödie im stil von shaun of the dead oder zombieland handelt. da der film aus neuseeland stammt, kennt man auch keinen einzigen der darsteller. der film hat seine längen die nicht unbedingt sein hätten müssen und das ende ist äusserst unbefriedigend, dennoch kann man ihn sich ansehen ohne es hinterher bereut zu haben - vorausgesetzt natürlich man mag dieses genre und liebt spritzendes blut, abgetrennte körperteile und ähnliches.

BEWERTUNG: 6 VON 10 ROLLENDEN KÖPFEN

 

resident evil - retribution:

der fünfte teil der resident evil reihe mit mila jovovic als alice in der hauptrolle. wenn man alle vier anderen teile vorher gesehen hat, dann ist man natürlich auch neugierig auf den fünften teil. wobei ich gestehen muss, dass ich im grunde nie auf irgendeinen teil dieser reihe scharf war, aber irgendwann sieht man es sich eben doch mal an. als einstieg ist der fünfte teil nicht wirklich geeignet, man sollte sich wirklich alle teile der reihe nach ansehen. man sieht was zu erwarten war, eine unter missachtung aller physikalischen gesetzmäßigkeiten kämpfende alice, massen an zombies und hin und wieder eines der gezüchteten supermonster. nicht zu vergessen natürlich spritzende eingeweide und umherfliegende körperteile. teil drei war bisher immer noch der beste.

BEWERTUNG: 5 VON 10 BLUTSPRITZERN

 

3) filme von denen ich mir nichts erwartet hatte, die meine erwartungen jedoch übertrafen:

 

abraham lincoln - vampirjäger:

man sollte sich nicht vom absurden titel abschrecken lassen, dieser film hat durchaus seine qualitäten. mich beeindruckte, dass es gelang, dem ganzen thema einen absolut ernsten und glaubwürdigen anstrich zu verleihen. man hätte aus dem ganzen eine wunderbare horrorkomödie machen können, doch zum glück sah man davon ab. es gelang tatsächlich, das vampir- bzw. vampirjägerthema annähernd glaubwürdig in die tatsächlichen geschichtlichen gegebenheiten einzubinden. beeindruckend fand ich auch die charakterliche entwicklung der hauptfigur im laufe der geschichte. natürlich kommt auch dieser film nicht ohne opulente actionszenen und spezialeffekte aus, doch selbst bei aller übertreibung fühlt man sich nie auf den arm genommen. es ist horror und fantasy, zugleich legte man sich mittels des geschichtlichen themas noch zusätzliche grenzen und fesseln auf, und trotzdem gelang ein wirklich beeindrucker film.

BEWERTUNG: 8 VON 10 HOLZPFLÖCKEN

 

cockneys vs. zombies:

was erwartet man sich bei solch einem titel? zunächst einmal zombies und davon auch nicht wenige. logisch. dann vertreter der englischen unterschicht mitsamt dem entsprechenden verhalten. und nicht zuletzt zerplatzende köpfe, spritzendes gehirn, heraushängende eingeweide... man addiere zu all dem einen banküberfall mitsamt entführter geiseln und ein altersheim voller wehrhafter bewohner dazu, schon hat man eine der besten zombiekomödien der letzten jahre. die einen sind schusseliger als ihnen gut tut, die anderen agiler und gerissener als man vermutet hätte. ein aus dem film snatch bekannter alan ford setzt dem film das sahnehäubchen auf. eine wirklich herrliche komödie, auch für all jene die bisher nicht viel mit zombies anfangen konnten.

BEWERTUNG: 7 VON 10 GEHHILFEN

 

4) filme von denen ich mir etwas erwartet hatte, die dann auch meine erwartungen voll und ganz erfüllten:

 

the big white:

eine komödie mit krimianteilen und einer leiche. nein, eigentlich sogar zwei. obwohl alle hauptdarsteller ein ganz kleines bisschen übers ziel hinausschießen (robbin williams ist ein klein wenig zu ängstlich und unterwürfig, holly hunter hat ein klein wenig zu viel spass am verrückt sein, woody harrelson ist ein klein wenig zu hinterwäldlerisch und brutal, giovanni ribisi ein klein wenig zu verbissen karrieregeil usw...), stört das nicht im geringsten. es ist eine wunderschöne geschichte über die liebe eines mannes zu seiner frau. und sie macht dennoch mit all ihren wirrungen extrem spass.

BEWERTUNG: 8 VON 10 LEBENSVERSICHERUNGEN

 

you kill me:

auch hier gibt es leichen und liebe, doch diesmal ein wenig anders. die hauptfigur ist ein von ben kingsley großartig gespielter killer, der gezwungen wird sich von seiner alkoholsucht zu befreien. die liebe zu einer nicht gerade sehr umgänglichen frau, ebenfalls großartig gespielt von théa leoni, bzw. ihre liebe zu ihm, bringen ihn dazu die ihm gestellte aufgabe zu überstehen. der film hat komödienanteile, ich würde ihn aber nicht als komödie einstufen. es ist auch keine tragigkomödie, da es keine tragik gibt, ausser die probleme die sich die hauptfigur im laufe der geschichte selbst macht. es ist einfach eine hervorragend gute geschichte.

BEWERTUNG: 9 VON 10 VODKAFLASCHEN

 

ja, das waren jetzt einige filme, aber vielleicht hat nun der eine oder andere lust sich einen davon anzusehen, oder ich konnte ihn davon abhalten etwas anzusehen, das er hinterher bereut hätte. beides würde mich freuen. rückmeldungen würden mich ebenfalls freuen.

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Mi

07

Aug

2013

springen

es gibt ja so einige knackpunkte im leben eines sohnemanns, die wesentlich dazu beitragen diesen vom knaben zum mann heranreifen zu lassen. das erste mal im stehen pinkeln zum beispiel, sich vom vater irgendwelche handwerklichen dinge zeigen lassen und mit ihm zusammen etwas dementsprechendes zusammenbauen, später dann liebesangelegenheiten, bzw. den umgang damit. viele dieser "ereignisse" haben einen äusserst männlichen touch, so ist es also gut und wichtig wenn ein vater vorhanden ist, der dann sohnemann mit rat und tat, mit motivation und gutem beispiel zur seite stehen kann. frauen können zum beispiel schlicht und einfach beim thema "im stehen punkeln" nicht mitreden.

mein vater hat jedoch leider in diesen dingen ein wenig versagt. ich weiss jetzt zwar nicht wie das mit der pinkelangelgenheit war, aber ich weiss zb dass er ziemlich viel selbst gebastelt hatte, sowohl handwerklich, als auch am auto. ich habe ihm oft zugesehen und auch durchaus geholfen, aber irgendwie hat er es verabsäumt mir essentielle dinge beizubringen. ich kann zb heute noch einen holzbohrer nicht von einem steinbohrer unterscheiden, und wenns ums kfz geht stehe ich sowieso meistens relativ blöd da.

 

aber es geht nicht nur mir so. meine exe erzählte mir zb immer, dass sie zwar sehr oft ihrer mutter beim kochen zugesehen hatte, und auch versuchte zu helfen, sie aber immer mit den worten "geh weg, du stehst im weg" verscheucht wurde. erklärt wurde ihr auch relativ wenig. also hatte sie nie richtig kochen gelernt, wobei ich sagen muss, dass sie dann als erwachsene ihre mutter kochtechnisch überflügelte. was also für das "mann werden" gilt, gilt ebenso fürs "frau werden". so konservativ das jetzt auch klingen mag, es ist tatsache. ich könnte einer tochter zwar theoretisches wissen über damenbinden bzw. tampons und die ursache für die notwendigkeit derer erzählen, aber die praktische erfahrung wird mir für immer versagt bleiben, so wie eben umgekehrt das pinkeln im stehen, oder von mir aus das rasieren des männlichen bartes, um mal vom pinkeln wegzukommen *g*.

irgendwann gab es im leben meines sohnemanns zb solch einen wichtigen knackpunkt von dem ich heute erzählen möchte. wir waren im schwimmbad, und irgendwann wollte er dann tatsächlich versuchen vom 3-meter-brett zu springen. alleine traute er sich nicht, und diverse versuche mit seiner mutter waren ebreits fehlgeschlagen, da diese sich ebenfalls noch nie in ihrem leben getraut hatte. da kam ich dann gerade recht *schluck*.

in jenem schwimmbad also, in dem wir an besagtem wochenende waren, gibt es einen großen sprungturm mit verschiedenen ebenen. mann kann aus verschiedenen höhen seiner angst direkt ins nasse chlorgeschwängerte hellblaue auge blicken. 3 meter, 5 meter, 7 meter und natürlich auch 10 meter gibt es im angebot. selbstverständlich ist dieses ungetüm nicht ununterbrochen begehbar, denn sonst würden sich die leute gegenseitig auf den kopf hüpfen. es gibt immer wieder phasen in denen der turm geöffnet wird, der bademeister gibt die verschiedenen ebenen einzeln frei und passt auf was passiert. ganz unten auf der 3-meter ebene tummeln sich die ganz kleinen, auf 5 meter schon größere und ein paar sehr mutige ganz kleine, auf 7 meter ist kaum was los, dort ist irgendwie eine art niemandsland und auf 10 meter stehen die todesmutigen jünglinge die der welt zeigen wollen was für prachtkerle sie doch sind. ok ok, da spricht ein wenig der neid. ich konnte mich zeit meines lebens nie dazu überwinden mich aus 10 meter höhe ins wasser zu stürzen, aber ich bin ja auch kein jüngling mehr, und mein prachtkörper kann nun mal nicht mehr mit jenen, meistens im fitnessstudio gestählten körpern (inzwischen ist das ja anscheinend normal dass man bereits als jugendlicher ins fitnessstudio geht), mithalten.

 es ist ja fast schon ein event wenn die springerei los geht, vor allem wenn die jungen helden sich aus 10 metern höhe runterstürzen. in der regel werden da nun keine großartigen kunststückchen aufgeführt, wer kann das schon wenn er nicht profi ist, es wäre ausserdem zu gefährlich. worum es hier meistens geht, ist die größte wasserbombe aller zeiten zu verursachen und somit das unten stehende puplikum und natürlich auch den bademeister gehörig einzuwässern. jeder springer bekommt applaus, alleine schon aus respekt vor den 10 metern freien fall, und ganz besonderen beifall gibt es für besonders tolle und gut gelungene wasserbomben. hin und wieder ein erschrecktes raunen wenn jemand ein wenig unglücklich auf der wasseroberflche aufschlägt - was durchaus hin und wieder vorkommt, einer der kandidaten hatt zb ganz sicher die woche nach seinem sprung keinen sex *grins*.

blöd ists wenn man auf der 3 meter ebene steht und wartet bis die schauspringerei endlich vorüber ist. erst ist einem kalt, weil man ja nass ist, dort im schatten der ebene die sich über einem befindet steht, und dort oben in luftigen höhen der wind geht, und dann mit der zeit ist man trocken, ein wenig aufgewärmt, und denkt nur daran dass da unten das schweinekalte wasser des sportbeckens auf einen wartet.

irgendwann wurde dann doch auch "unsere" ebene wieder freigegeben und die kleinen wuzzis stürzten sich wie die lemminge ins hellblaue nass. nur sohnemann nicht. also machten wir aus, dass ich zuerst springe, und er dann sofort nachkommt. ich schlug in gedanken 3 kreuze, denn von unten schauen zwar die 3 meter lächerlich aus, wenn man aber oben steht ist das schon wieder ganz was anderes, vor allem schaut man ja nicht aus 3 metern höhe nach unten, sondern eigentlich aus fast 5 metern, man muss ja die körperdistanz auch noch dazu zählen, und dann sprang ich. alles ging gut, nur sohnemann blieb oben und schaute verzweifelt. nix war mit sofortigem nachspringen.

aus dem wasserbecken geklettert, versuchte ich ihn von unten zu motivieren, während ich nebenbei ein paar bremsen erschlug die meinten ich solle zu ihrer mahlzeit beitragen, jedoch hörte sohnemann nicht auf verzweifelt zu schauen und deutete mir wieder nach oben zu kommen. inzwischen hatte sich eine lange schlange vor dem sprungturm gebildet und ich wollte nicht ewig anstehen, also versuchte ich weiterhin von unten den kleinen zum sprung zu motivieren. aber es half alles nichts. also stellte ich mich wieder an und stand dann ein wenig fröstelnd oben wieder meinem nachwuchs zur seite. als es dann endlich wieder so weit war, dass wir springen konnten, nahm ich ihn an der hand, natürlich nicht ohne es vorher mit ihm abgesprochen zu haben, und wir liefen gemeinsam los um von der höchsten klippe des grand canyon in den eisigen colorado river zu springen. 

Jetzt endlich weißt du,
dass deine Eltern nur dich zeugten,
damit du hier wie ein Vollidiot
fröstelnd und ohne Not

über allem stehst
und nicht vorwärts gehst,
und du weißt, dass dein Vater sich fragt:
„Wird er es bringen?“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen ermunternde Rufe:
Jetzt musst du springen!

Jetzt endlich wird dir klar, was es wirklich heißt,
zu bereuen und dennoch den ganzen harten Preis
zahlen zu müssen, weil's kein Zurück mehr gibt,
was daran liegt,
was daran liegt,
dass du weißt, dass dein Vater sich fragt:
„Wird er das packen?“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen ermunternde Rufe:
Jetzt musst du springen!

Jetzt endlich weißt du, was es heißt jung zu sein,
betrogen vom Augenschein an den Abgrund gehen,
halbnackt allein auf schwankenden Brettern stehen
und 'runtersehen, und 'runtersehen.
und du weißt, dass dein Vater jetzt sagt:
„Das sind nur drei Meter!“
und deine Mutter sagt „nein“
und aus endloser Menge erklingen die Rufe der Väter:

Jetzt musst du springen!

[element of crime - jetzt musst du springen]

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Do

01

Aug

2013

realreden

"das leben besteht aus einer anhäufung von guten und von schlechten dingen. die guten dinge mildern nicht immer die schlechten, aber im umkehrschluss müssen die schlechten auch nicht immer zwingend die guten überdecken."

 

von wem oder woher dieses zitat stammt möchte ich hier nicht verraten. wichtig ist nur, dass es nicht von mir stammt. ich möchte mich schließlich nicht mit fremden federn schmücken.

 

was heisst das nun? warum beginne ich heute mit diesem zitat? nun, sehen wir es uns einmal genauer an und zerlegen diesen äusserst klugen ausspruch:

 

1) "das leben besteht aus einer anhäufung von guten und von schlechten dingen." - das heisst nichts anderes, als dass das leben nun einmal ist wie es ist. mal findet man einen euro auf der strasse, mal tritt man in hundescheisse. man gewinnt und verliert, hat glück und pech, menschen werden geboren und andere sterben. und oft genug ist es auch noch ungerecht verteilt. es gibt menschen denen das glück nur so zufliegt und an anderen klebt das pech wie... nun ja, wie pech eben. beeinflussen kann man dies alles nur zu einem kleinen teil. das heisst nun nicht, dass man sich gottergeben seinem schicksal beugen muss, aber es bringt auch nicht viel wenn man ständig darüber lamentiert dass es nun mal nicht so läuft wie man es gerne hätte. und sonntagskinder die anderen ihr immerwährendes glück ständig unter die nase reiben müssen mag auch niemand gerne. wichtig ist, dass man erkennt dass es nun mal beide seiten geben muss, und wie man damit umgeht. hier den goldenen mittelweg zu finden ist sehr schwierig. und dies bringt uns zum nächsten teil, nämlich

 

2) "die guten dinge mildern nicht immer die schlechten" - ich kann wer weiss wie viele millionen im lotto gewinnen, jedoch wenn ich gerade einen lieben menschen verloren habe (das muss ja nicht immer durch tod geschehen), dann werden mich diese millionen meine trauer nicht vergessen lassen. nun gut, sie können es mir durchaus erleichtern damit fertig zu werden, dennoch wird die trauer deshalb nicht verschwinden. sie wird immer da sein. und so soll es ja auch sein. wenn es etwas zu betrauern gibt, dann soll mich auch nichts und niemand davon abhalten es zu tun. ja, das ist jetzt vielleicht ein recht starkes beispiel, aber ich glaube nun ist jedem klar was ich meine. somit gehen wir also zu

 

3) "im umkehrschluss müssen die schlechten auch nicht immer zwingend die guten überdecken." - bleiben wir bei oben genannten beispiel. der verlust eines lieben menschen sollte mich bei aller trauer nicht davon abhalten meinen lottogewinn zu genießen. es wäre doch ziemlich dämlich sich dieses glück vermiesen zu lassen, oder? 

 

im großen und ganzen kann man also sagen: es kommt wie es kommt und wir können nur sehr wenig daran ändern. es gibt zeiten die beschissen sind, da dürfen wir auch gerne mal deprimiert sein, wütend, vielleicht sogar ein klein wenig verzweifelt. und es gibt aber auch zeiten in denen es uns verdammt gut geht. und da dürfen wir uns an unserem glück erfreuen. wir dürfen uns jedoch nur nicht blenden oder verwirren lassen. wir müssen versuchen zu erkennen welche zeiten die schlechten, und welche die guten sind. wir dürfen uns nicht ständig mit aller gewalt alles schönreden, aber umgekehrt auch nicht alles schlechtreden.

 

gibt es ein "realreden"? ein wertfreies darstellen der situation ohne gleich in emotionslosigkeit abzudriften? wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir gerade kein wort dafür ein. und das heisst schon was, wenn ICH mal keine worte habe! vielleicht denke ich nur gerade ein wenig zu kompliziert... wie auch immer, wenn dem so ist, dann darf man mich gerne mittels kommentarfunktion mit der nase draufstossen.

 

in dem film "a chinese ghoststory" kommt eine szene vor, in welcher der protagonist bei strömendem regen aus einer kutsche (oder war es eine sänfte?) steigen muss und prompt in einer großen pfütze steht. sein kommentar dazu war "was für ein glück, die pfütze war nicht tief". jahrelang dachte ich mir, dass dies eine coole einstellung von ihm sei, doch inzwischen denke ich mir, dass dies eigentlich eine fast schon zwanghafte verkennung der situation ist. ja, natürlich hat er glück dass die pfütze nicht allzu tief ist, aber andererseits steht er trotzdem bis zu den knöcheln im wasser und kann seine schuhe vermutlich wegschmeissen. man könnte jetzt sagen, dass er einfach nur das positive in seiner situation gesehen hat, ICH sage jedoch, dass er die situation nur zur hälfte erfasst hat. ihm ist zwar klar, dass er bis zu den knöcheln im wasser steht, aber er ignoriert es einfach. und das finde ich einfach nicht gut, denn es gehört nun mal beides dazu. er hat glück, dass er nicht bis zu den knien im wasser steht, trotzdem steht er im wasser, was ihm unter umständen noch ärger bereiten wird wenn er die schuhe wegschmeissen muss, oder wenn er sich gar einen schnupfen geholt hat, mal ganz davon abgesehen, dass er zusehen muss erst mal wieder trocken zu werden.

 

kann man mir irgendwie folgen? ich hoffe doch schon. es ist spät in der nacht und manchmal neige ich dazu herumzuschwafeln ohne auf den punkt zu kommen.

 

also, bitte alles sehen, das gute und das schlechte, nicht vor einem aspekt des lebens die augen verschließen, sonst entgeht einem einfach ein teil des lebens. "realreden" und nicht schön- oder schlechtreden.

 

(ich sags euch, heute war es extrem schwierig ein passendes bild zu finden!)

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Di

30

Jul

2013

alte träume in der geldtasche

seit jahren, ja eigentlich schon seit jahrzehnten, trage ich etwas in meiner geldtasche mit mir herum, das nie fehlen darf. es ist kein glücksbringer, auch keine erinnerung an irgendwas, zumindest streng genommen ist es das nicht, und im grunde benutze ich es so gut wie nie, das letzte mal vor fast 4 jahren. und trotzdem passe ich darauf auf, weil ich mich ohne diesem ding unwohl fühlen würde. es handelt sich um ein kleines stück plastik - ein plektron, ein gitarrenschlagblatt.

 

in meinen jungen jahren war ich sänger einer leidlich bekannten und gar nicht mal so schlechten band. sänger deshalb, weil ich nichts anderes konnte, ich hatte nie ein instrument gelernt, aber singen konnte ich - und das sogar ziemlich gut. eine gute stimme hatte ich zudem auch noch. und durch einen zufall fand ich sogar eine band die ohne sänger dastand und gewillt war mich als sänger zu akzeptieren. schuld daran war eigentlich eine andere leidenschaft von mir der ich inzwischen auch nicht mehr nachgehe, nämlich das theater spielen, denn während einer probe fand ich den zettel der band die einen sänger suchte am schwarzen brett, doch das nur nebenbei....

 

irgendwann war mir jedoch nur singen zu blöd, also ließ ich mir von einem meiner gitarristen das gitarrespielen beibringen. seltsamerweise hatten wir nämlich immer eine gitarre im haus, obwohl niemand von uns gitarre spielen konnte. so richtig gelernt habe ich es dennoch nie. ich ließ mir die griffe zeigen, bzw. zeichnete sie mir auf, und spielte einfach rum. ich lernte kein fingerpicking, keine tonleitern und somit auch keine solos, aber ich wurde ein verdammt guter rhythmusgitarrist. noch dazu einer der gleichzeitig spielen und singen konnte, was für meine bandkollegen offenbar ein ding der unmöglichkeit war. wer ahnung vom gitarre spielen hat sieht sofort, dass meine handhaltung ein wenig seltsam ist und ich das plektron ebenso auf seltsame art und weise halte, aber hey, ich bin nicht der erste der einen seltsamen stil hat. ein jimmy hendrix spielte links auf einer für rechtshänder bespannten gitarre und ein jeff healey hat sie am schoß liegen.  und noch eine eigenart hängt mir seit damals nach: die gitarre auf der ich lernte, war eine wandergitarre mit einem etwas kürzeren hals als üblich, somit gewöhnte ich mir eigentlich eine völlig falsche armhaltung an. wenn ich eine normale gitarre in der hand halte, kommt sie mir immer noch zu groß vor. 

 

eines tages starb nun völlig unerwartet (logisch dass es in diesem jungen alter unerwartet war, wir waren alle rund um die 20) unser bassist. es wurde zwar ersatz gesucht und gefunden, doch die band begann zu zerbröckeln und löste sich dann irgendwann ganz auf. es kamen noch ein paar kurze andere projekte nach, doch irgendwann hörte ich ganz auf zur gitarre zu greifen. geblieben ist jedoch dieses kleine stück plastik in meiner geldtasche, denn damals hatte ich mir angewöhnt immer eines bei mir zu tragen, denn es gibt nichts blöderes, als zwar mit gitarre, jedoch ohne plektron dazustehen, wenn man eigentlich nur mit plektron spielen kann.

 

ob mir das gitarre spielen fehlt? oh ja, durchaus. nicht oft, aber doch hin und wieder. aber ganz ehrlich, so alleine für mich dahinzuklampfen macht mir dann auch wieder keinen spass. und darum steht die klampfe in einem sack bei mir im eck herum und verstaubt ganz leise.

 

aber hauptsache ich habe ein plektron dabei, völlig egal wo auch immer ich mich gerade befinde. es ist also doch irgendwie sowas wie eine erinnerung an alte zeiten, auf seine eigene art und weise auch ein glücksbringer, und natürlich auch das festhalten an alten träumen.

.

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Sa

27

Jul

2013

dramatischer abendhimmel

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Sa

27

Jul

2013

das übliche, bitte

 

 

vor kurzem schrieb ich hier über das herkömmliche programmfernsehen im gegensatz zu film-on-demand und der freiheit, die einem eine vermeintliche einschränkung gibt, bzw. wie einschränkend die vermeintliche nahezu unbegrenzte freie auswahl sein kann.

 

der mensch ist nämlich ein gewohnheitstier. wenn man ihm die wahl lässt, dann wird er fast immer das bereits bekannte auswählen. das zieht sich durch alle bereiche des lebens, bei manchen mehr, bei manchen weniger, aber im grunde eben doch bei allen, auch wenn man hin und wieder mal aus gewohnten mustern ausbricht. beispiele gefällig? ich habe jede menge davon:

 

fangen wir einmal beim stinknormalen täglichen lebensmitteleinkauf an. man wird zu mindestens 90% jene produkte wählen die man kennt. ganz nach dem motto "was der bauer nicht kennt, frisst er nicht". es wird das selbe brot wie immer sein, die selbe butter, milch, joghurt, obst, gemüse, süßes... und bei den getränken natürlich ebenso. man wählt den saft, die limonade, das cola und das bier das man immer hatte. nur selten probiert man neues, meistens nur dann, wenn man mit preisnachlässen dazu animiert wird. das ganze setzt sich acuh dann fort, wenn man ausgeht, sei es zum essen, oder in die disco. man isst sein gewohntes schnitzel, oder die knusprioge ente, trinkt das cola oder sein bisr, vodka-redbull oder was auch immer man bevorzugt. und auch hier kann ich eine paralelle zu einem vergangenen blog ziehen, nämlich zum urlaubsblog, in dem ich davon schrieb, dass viele leute ihre heimat mit in den urlaub nehmen, in form von limonade, sprudel und dem gewohnten bier und sogar dem fernsehprogramm mittels mobiler satellitenschüssel am dach des wohnmobils.

 

noch mehr beispiele? gerne!

 

oft genug wählen leute ein mal im leben ihre automarke und bleiben dieser dann treu. das was man kleidungsstil nennt, ist auch nichts anderes, als das wiederholte wählen eines bestimmten musters. sogar in der partnerwahl wählen sehr viele menschen immer wieder den selben typ aus.

 

dies alles ist ja nichts schlimmes. es schadet niemanden wenn man sich immer wieder für das selbe entscheidet. eine ausnahme gibt es jedoch: man schadet sich selbst. nicht offensichtlich, nicht vordergründig, aber dennoch. man schränkt sich selbst ein - und das auch noch freiwillig, wenn auch meistens unbewusst. man bekommt mentale scheuklappen und wird zunehmend konservativ.

 

und mal ganz ehrlich, ich finde das vor allem bei musik und geschichten sehr sehr öde. ich liebe es überrascht zu werden, sowohl bei musik, als auch in geschichten (damit ist jede art von geschichte gemeint: bücher, filme, serien, hörspiele/bücher...). warum sind denn schlager und volkstümliche musik dermaßen erfolgreich? weil hier immer wieder die selben muster wiederholt werden, ähnliche melodien, ähnliche instrumentalisierung, ähnliche texte und themen.

 

die derzeitige invasion an comicverfilmungen entspringt dem selben verhaltensmuster, bzw. dem hang nach dem bekannten. die avengers, superman, batman, spiderman, ironman, die fantastic four... alles comicfiguren die sich bereits seit jahrzehnten etabliert hatten. mann kennt sie, auch wenn man nie ein comic gelesen hat. und dass 9 von 10 der erfolgreichsten blockbuster dieses jahres entweder sequels, prequels, reloads, spin-offs oder ähnliches sind, verwundert nun auch niemanden mehr.

 

die welt will ja gar nichts anderes als das altbekannte, darum wählt sie es auch immer wieder.

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Fr

26

Jul

2013

frakkin' toaster

sie: machst du heute schinken-käse toasts für uns alle?

ich: ok


ich richte das blech fürs ofenrohr und sämtliche zutaten für verschiedenste varianten an toasts her (mit tomate, ananas, spargelspitzen und champignon)


sie: das toastbrot musst du aber vorher toasten
ich: nö, mach ich nicht
sie: doch, dann werden sie knuspriger und besser
ich: das mag schon sein, ich mag aber meine toasts so wie ich sie immer mache
sohnemann: (kräht aus dem hintergrund) toasts müssen vorher nicht getoastet werden!!!!
ich: na also
sie: (leicht beleidigt) na gut, wenn du meinst, dann machst du es halt gerade so wie du willst. ich esse sowieso keinen.
ich: (leicht genervt) was mischst du dich dann in meine toastproduktion ein, wenn du eh keinen haben willst?


ich fange an in schubladen und regalen nach backpapier oder alufolie zu suchen


sie: was suchst du denn schon wieder?
ich: wir haben hier doch irgendwo backpapier. alufolie finde ich auch keine...
sie: wozu brauchst denn das?
ich: um es aufs blech zu legen, damit es nicht durch den käse von den toasts vollgesaut wird und die toasts selbst nicht irgendwas aufnehmen, denn da sind schon so komische flecken drauf, ich will nicht irgendwas essen dass vielleicht schon seit wochen auf dem blech pickt und 20 mal gebruzzelt wurde
sie: (leicht beleidigt) das habe ich gerade gestern abgewaschen
ich: (leicht genervt) ja siehst du, und damit du es nicht gleich wieder abwaschen musst lege ich eben was unter


inzwischen das backpapier gefunden rolle ich ein stück ab und setze an um es abzureissen


sie: haaaaaalt!!!!!
ich: (genervt) *schnaub* was jetzt?
sie: nicht abreissen, das schneiden wir (sucht die haushaltsschere)


ich, inzwischen schon sehr genervt, schau dabei zu wie sie das papier abschneidet und nochmal zusammenlegt um es an die blechgröße anzupassen


ich: so, darf ICH jetzt bitte? oder willst doch lieber du alles machen?
sie: nein nein, mach nur
ich: ja dann geh mir aus den füßen und lass mich einfach machen, sonst geh nämlich ICH und DU kannst es machen. ich weiss schon was ich tue
sie: (schnippisch-stichelnd) sieht aber nicht danach aus
ich: MAAAAAAAAHHHHHHH.....


ich lasse alles fallen wo ich gerade stehe und rausche äusserst genervt ab um mich wieder zu beruhigen. nach 2 minuten komme ich wieder und fahre fort die toasts herzurichten, schiebe das blech ins ofenrohr, schalte das rohr ein und gehe.


nach ca. 15 minuten komme ich nachsehen wie es den dingern im rohr geht und sehe sie davorstehen und reinstarren
ich: wasn los?
sie: im backrohr gibts oben einen grill, du hättest also das blech ruhig weiter oben reinschieben können.
ich: (wieder sehr genervt) woher soll ICH das bitte wissen? ich hab das ding nicht gekauft! ich bin schon froh dass ich den ganzen oberhitze/unterhitze/heissluft-scheiss kapiere - und das alles ohne betriebsanleitung. trotzdem schauen die toasts genau so aus wie sie ausschauen sollen.
sie: hattest du nicht auch spargel für die toasts?
ich: ja
sie: wo ist denn der rest davon?
ich: da gibts keinen rest, das war ein kleines glas
sie: warum hast du kein größeres gekauft?
ich: (schon wieder ZIEMLICH genervt) weil ich nur ein kleines brauchte!
sie: (leicht beleidigt) aber dass ich vielleicht was davon haben möchte weil ich spargel mag, daran hat wieder mal niemand gedacht


ich öffne das fenster und schmeiss sie raus

diese geschichte beruht auf wahren begebenheiten, doch wurde an der einen oder anderen stelle der dichterischen freiheit raum gelassen.

der ausdruck "frakkin' toaster" (frikkin' = freaking = in diesem fall "verdammte") aus der überschrift kommt aus der tv-serie "battlestar galactica", dort werden die roboter (zylonen), gegen welche die menschheit kämpfen muss, von den menschen scherzhaft so genannt.

 

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Sa

20

Jul

2013

nebendarsteller

es gibt leute, die "sammeln" statisten. das heisst, sie verfolgen absolut unwichtige statistendarsteller, bzw. sammeln die filme, oder die daten darüber, in denen sie zu sehen sind. das ist ja auch gar nicht mal so schwer, denn mit ein wenig recherche lässt sich herausfinden wie derjenige hieß, oder in welchen filmen er noch zu sehen ist. naja, nicht immer ist es so eifnach, denn statisten werden selten bis nie im abspann erwähnt. dennoch ist es machbar, wenn man ein wenig aufpasst und das auge dafür hat.

 

und dann gibt es leute, die sammeln filmrequisiten. sie verfolgen bestimmte requisiten durch mehrere filme hindurch. oft genug werden requisiten aus anderen filmen einfach wieder verwendet. wer ein auge dafür hat kann auch das mitverfolgen.

 

der roboter "robby" aus dem film "alarm im weltall" (forbidden planet) ist zum beispiel ein solches requisit, wobei er in "alarm im weltall" eigentlich eine hauptrolle hat. andere filme in denen ich ihn als filmrequisit gesehen habe waren zum beispiel "gremlins" und "per anhalter durch die galaxis". ich habe ihn auch noch in anderen filmen und serien gesehen, kann mich aber im moment nicht mehr erinnern. meistens taucht er auf comic-cons oder seltsamen messen auf. immer dann wenn "futuristisches" gebraucht wird. hier gibt es sogar eine fansite für ihn, und hier einen ein trag in der movie-database mit allen filmen in denen er vorkam (seltsamerweise fehlt hier der anhalter...).

 

ein ganz anderes kaliber ist das der vw käfer aus der serie knightrider. und zwar deshalb, weil der bisher offenbar nur mir aufgefallen ist. er kommt nicht in anderen filmen oder serien vor (glaube ich zumindest), aber dafür vermutlich in wirklich jeder knightrider folge. er ist weiss oder helgrau und dürfte aus der letzten produktionsserie stammen (von vw, nicht von knightrider). und er steht immer nur in der gegend rum. meistens natürlich auf parkplätzen. ich bin mir fast sicher dieses auto nie fahrend gesehen zu haben.

 

das seltsame an der ganzen sache ist, dass es über dieses auto keinerlei informationen gibt. keine webiste, keine fansite, keinen wikipedia eintrag, keine youtube filme... nichts. und natürlich keine bilder, darum habe ich als bild für diesen artikel robby ausgewählt. naja, und ein schönes weib. das muss auch mal sein :-)

 

ist dieser käfer wirklich noch niemandem aufgefallen?

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Mi

17

Jul

2013

erste sommerurlaubserinnerungen

es ist kurz nach zwöf uhr mittags und irgendwo in der nachbarschaft quält sich gerade ein rasenmäher oder etwas ähnliches mit irgendetwas herum. das erinnert mich daran, dass ich ja von meinen sommern in anderen ländern erzählen wollte....

 

mir kommt es zwar so vor, als wären wir immer schon in den somemrferien ans meer, oder zumindest ans wasser gefahren, aber ich erinnere mich erst an solche ferien zu einer zeit, als mein alter bereits zweistellig war. im nachhinein kann ich auch nicht mehr so genau sagen, ob wir zuerst hier oder dort waren - oder umgekehrt. dazu müsste ich in alten bildern wühlen um es zu rekonstruieren, doch die chronologische reihenfolge ist ja eigentlich unwichtig. es geht um die erinnerungen, nicht um eine geschichtlich korrekte chronik.

 

wie gesagt, die ersten urlaube an die ich mich erinnere müssen zu einer zeit stattgefunden haben, in denen mein alter bereits zweistellig war. wir wohnten auch schon nicht mehr in bayern, sondern bereits in stuttgart.

 

ich hatte mich beim spielen auf einer baustelle an der hand verletzt. ich war in eine zerbrochene bierflasche geraten und hatte mir eine böse schnittwunde zugezogen die genäht werden musste. darum musste ich auch ungefähr zwei oder drei wochen einen verband tragen und durfte mit dieser wunde nicht ins wasser. seltsam, jetzt wo ich darüber nachdenke weiss ich nicht mal mehr genau wo ich mich verletzt hatte, ich finde auch keine narbe mehr. 

 

nun, jedenfalls ging es damals nach österreich, genauer gesagt ins burgenland, noch genauer an den neusiedler see. ich glaube wir hatten damals noch ein großes familienzelt. und geschwister gab es auch noch keine. ich fand es faszinierend, dass man, egal wo man war, an jeder stelle des sees auf dem grund stehen konnte. noch faszinierender fand ich die ausgedehnten schilfgürtel, die voller labyrinthartiger wege waren. ich verbrachte meine tage damit in diesen labyrinthen auf entdeckungsreise zu gehen, auf einer luftmatratze sitzend oder auf dem bauch liegend und mit den händen paddelnd. erschreckend fand ich jedoch, als man mir erzählte,d ass durch diesen see die grenze nach ungarn verlife. damals gab es noch den eisernen vorhang, und ich stellte mir vor, wie ich aus versehen diese unsichtbare grenze "überschwimmen", man mich festnehmen, oder schlimmeres mit mir anstellen würde. ganz dunkel erinnere ich mich auch an einen seltsamen ausflug auf einem leiterwagen, von pferden gezogen, irgendwo hin. vermutlich gigns zu einem touristisch aufbereiteten folkloreabend oder ähnliches. kann jedenfalls nicht beeindruckend gewesen sein.

 

soeben erreicht mich nun doch eine erinnerung aus meiner frühen kindheit. wir waren im damaligen yugoslawien. an viel erinnere ich mich nicht, nur an zwei dinge. an einen ausflug auf einem schiff übers meer zu irgendeiner insel. wir blieben zwischendrin mal stehen, also, korrekterweise gingen wir vor anker, damit irgendwelche leute nach diesen riesen-steckmuscheln tauchen konnten, deren namen ich gerade vergessen habe. es gab auch essen auf dem boot - natürlich fisch - und irgendjemandem rutschte das essen bei einer rollbewegung des bootsrumpfes vom teller direkt ins meer. und zweitens weiss ich noch, dass wir paddeln gingen. vater lieh sich ein paddelboot aus und los gings. ich hatte jedoch damals als kleines kind enorme angst vor dem wasser, bzw. in kleinen booten (auf dem großen gings noch), also heulte ich fast die ganze paddelfahrt über. das wurde natürlich nur noch schlimmer, als es windig wurde und mir ständig salzwasser in die augen spritzte.

 

in unserer stuttgart-zeit waren wir auch einmal in frankreich. wir fuhren mit einem wohnwagen quer durch frankreich, übernachteten auf der strecke mindestens ein mal, wenn nicht sogvar zwei mal, ein mal davon sogar auf einem campingplatz auf einer insel in der loire. schlussendlich landeten wir dann in arés, einem kaff an der bucht von arcachon, nicht weit von bordeaux. hier lernte ich das erste mal ständig die preise von eienr währung in die andere umzurechnen und mich in eienr fremden sprache zu verständigen. ich kontne damals bereits ein wenig englisch und kam damit erstaunlich gut über die runden. naja, natürlich auch mit händen und füßen, aber als kind hat man, so glaube ich, sogar in frankreich einen bonus.

 

in frankreich lernte ich auch mit den jahrmarktshändlern umzugehen. damals waren diese korallenketten sehr gefragt und ich wollte unbedingt eine haben. also gab mir mein vater ein par münzen in die hand und erklärte mir wie ich mich zu verhalten habe. ich ging also zum händler meienr wahl, sah mir die ektten an, wählte eine aus und fragte ihn dann "how much?" seine antwort verstand ich nicht, ignorierte sie deshalb und sagte nur "i just have this" und zeigte ihm meine münzen die ich in der hand hatte. er schüttelte den kopf, ich schaute traurig und ging wieder. doch nach wenigen schritten rief er mich zurück, sagte nur "ok" und gab mir die gewünschte kette. der deal war also erfolgreich über die bühne gegangen. ich glaube diese kette habe ich sogar noch irgendwo, nur bekomme ich sie natürlich nicht mehr um den hals.

 

es gab auch ein traumatisches erlebenis. naja, halb so wild, aber dennoch...

 

natürlich wollten meine eltern mal richtig französisch essen gehen, also ging es abends mal in ein ein einheimisches restaurant. was wir aßen weiss ich nicht mehr, aber ich weiss genau, dass sich meine eltern eine fischsuppe bestellten. die kam dann auch in einem größeren topf, aus dem wir alle selbst unsere portionen in den teller löffelten. so wurde die suppe im topf also immer weniger und irgendwann trat am grunde dieses topfes eine ganze krabbe, noch vollkommen ganz, im panzer und mit allem zum vorschein. dass diese suppe niemals ausgelöffelt wurde, ist vermutlich verständlich.

 

ich vermute ja, dass meine abneigung gegen meeresgetier, fische, muscheln und so weiter, mit unseren urlauben zu tun hat. während dieses urlaubes in frankreich lernten meine eltern auch irgendwelche leute auf dem campingplatz kennen. das ist ja auch nicht schwierig, wir waren vermutlich die einzigen beiden deutschen familien auf diesem platz. jedenfalls wurden wir mal zu ihnen zum essen eingeladen. und als wir dann bei deren wohnwagen ankamen gab es miesmuscheln. und die dinger stanken so grausam, dass mir dabei übel wurde.

 

faszinierend fand ich dort jeden tag den gezeiten zusehen zu können. aus dieser bucht verschwand das wasser nämlich bei ebbe ganz. der campingplatz hatte eine art eigenen teich, in den zwar bei flut wasser einfloss, bei ebbe aber nicht alles abfließen konnte. so hatten wir zwar immer was zum baden und schwimmen, aber irghendwie war es nicht richtig. also besuchten wir einer tages die dune d' arcachon (oder auch dune du pyla). diese befand sich an der anderen seite der bucht, ca. eine stunde autofahrt entfernt. und das ding war wirklich riesig! eine sanddüne wie aus einem bilderbuch über die sahara. fast 3km lang, über 100 meter hoch und ca. 500 meter breit. hier erlebte ich auch das erste und bisher einzige mal den atlantik, mitsamt seinen riesigen mannshohen wellen, die über einen hereinbrachen wenn man hüfthoch im wasser stand. es war einfach ein erlebnis, das mich nachhaltig beeindruckte. sand soweit man sehen konnte, die brecher am strand, sonne, wind... herrlich. was mich jedoch ebenfalls beeindruckte, waren übrig gebliebene bunker aus dem zweiten weltkrieg. man verbot mir sie zu betreten, was ich dann auch leider nicht getan habe, aber ich habe mir ein kleines stück verrosteten stacheldraht als andenken mitgenommen. dieses stück müsste ebenfalls noch irgendwo herumliegen.

 

irgendwann , wenn ich das geld und die zeit habe, besuche ich diese düne wieder einmal.

 

noch einen weiteren urlaub in österreich gab es als wir noch in stuttgart wohnten. mein vater hatte sich bereits dazu entschlossen nach tirol zu ziehen, also machten wir auch hier urlaub, damit er sich ein paar wohnungen ansehen konnte, während ich meistens die ferientage alleine am natterer see verbrachte. das fand ich nicht weiter schlimm, es fiel mir im grunde gar nicht auf, dass er öfter mal nicht anwesend war, ich hatte ja anderes zu tun. und ein mal trat ich im wasser auf einen alten angelhaken samt daran hängender angelschnur. ich suchte weggeworfene pfandflaschen, gab diese beim campingkiosk zurück, und finanzierte mir so fast jeden tag ein eis oder anderes süßes. ansonsten weiss ich nicht mehr viel von diesem urlaub. da hatte mich frankreich natürlich mehr beeindruckt.

 

die dinge an die man sich erinnert, sind meistens die fremdartigen. anderes geld, andere sprache, anderes essen, andere getränke, anderes eis und andere süßigkeiten. für die erwachsenen heisst es anderes bier, andere zigaretten, manchmal auch anderer sex. obwohl ich mich witzigerweise gerade daran erinnere mir in arés eine tüte der haribo erdbeeren gekauft zu haben um sie im wohnwagen zu schnabulieren. oder war das später in italien? ich werde auch nie verstehen warum sich viele menschen so sehr darum bemühen im urlaub ihre gewohnten dinge beizubehalten. sie schleppen kistenweise getränke (vor allem bier) von zuhause mit, zahlen lieber das zehnfache für importe dinge die sie kennen (wiederum meistens bier), gehen wo auch immer sie sich befinden in den mcdonalds oder in eine pizzeria, zahlen wiederum das zehnfache für marlboro und styvesant anstatt mal die hiesigen marken auszuprobieren, haben satellitenschüsseln auf den wohnwagendächern um das gewohnte tv-programm auch im urlaub haben zu können, kurz, sie versuchen sich ihre heimat mitzunehmen, anstatt sich auf die regionalen gegebenheiten einzulassen, obwohl sie ja gerade dem durch einen urlaub entfliehen wollten..

 

da dieser blog bereits recht lang geraten ist, setze ich das thema ein anderes mal fort.

 

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Mo

15

Jul

2013

hausstrecke und hausverstand

es gibt eine sogenannte "hausstrecke". jeder hat soetwas, denn das ist die strecke die man sehr oft, wenn nicht sogar täglich benutzt, um von seinem zuhause woandershin zu kommen, bzw. wieder zurück. in der regel ist dies der weg zum arbeitsplatz, oder zumindest ein teil davon, wird aber natürlich auch zu privaten zwecken benutzt, zum einkaufen, wenn man ausflüge macht, oder ähnliches. meistens beschränkt sich diese "hausstrecke" auf den weg zwischen haustür (bzw. den parkplatz des eigenen pkws) und auffahrt zur autobahn. die autobahn selbst zählt nicht unbedingt dazu.

 

in meinem fall ist dies eine relativ malerische landstrasse, die sich zum größten teil der kontour des berges entlangschlängelt, an einem schloss und einem teich im wald vorbeiführt, und sogar, fast wie bei einer allee, von bäumen gesäumt ist. aufgrund ihrer, sagen wir einfach mal "ländlichen natur", hat diese strasse relativ viele, teilweise sehr enge und uneinsichtige kurven, ist mal breiter, mal enger, und wenn einem ein bus oder lkw entgegenkommt heisst es vorsicht walten zu lassen, denn es könnte sein, dass nicht beide fahrzeuge auf der strasse nebeneinander platz finden. das selbe gilt für kfz mit ausländischen kennzeichen, denn diese suchen meistens das eben erwähnte schloss, oder sind gerade dabei die großartige heimatliche fauna (kuck mal, ne kuh!) zu bestaunen, anstatt sich auf weg und verkehr zu konzentrieren. noch schlimmer und nervenaufreibender wird es, wenn man das pech hat, dass einem ein solcher verkehrsteilnehmer nicht entgegenkommt, sondern man ihm hinterherfahren muss, denn überholen ist auf dieser strecke nahezu unmöglich, und an den wenigen stellen an denen dies möglich wäre, lauert fast immer gegenverkehr. nur busse, lkw und traktoren hat man noch lieber vor sich. trotzdem, es ist eine sehr schöne strecke und ich fahre sie viel lieber, als die alternative variante über die autobahn - auf der ich übrigens auch nicht viel schneller bin, ich habe die zeiten bereits mehrmals gemessen und verglichen :-)

als wir damals vor über 30 jahren nach tirol zogen, war diese strasse in einem erbärmlichen zustand. sie war ein einziges flickwerk und in einer besonders langen kurve hing das fahrbahnniveau durch absackung dermaßen, dass man im grunde 2 fahrbahnen auf 2 verschiedenen niveaus hatte. jedoch gab es damals auf der ganzen strecke nur eine einzige geschwindigkeitsbeschränkung, nämlich an einer stelle, an der man an einem kleinen sägewerk vorbeikommt. da sich dieses zu beiden seiten der strasse befand (und immer noch befindet) und die gefahr bestand, dass sich arbeiter oder schwere sägewerksdingsgeräte quer über die strasse bewegen, war dort immer schon eine beschränkung auf 50km/h. doch schon damals stellten sich die gendarmen (die heute nur mehr "polizisten" heissen) vorzugsweise des nächtens ab ca. 20 uhr dort auf um geschwindigkeit zu messen und dementsprechend stafen zu kassieren. zu einem zeitpunkt also, zu dem ganz sicher nicht mehr mit arbeitern zu rechnen wäre. tagsüber, wo es für alle beteiligten tatsächlich gefährlich gewesen wäre, habe ich sie noch nie dort gesehen. so wie ich auch übrigens in den ganzen 30 jahren NOCH NIE einen arbeiter oder arbeitendes gerät im sägewerk gesehen habe. TATSACHE!

natürlich ereigneten sich in all den jahren auch so einige unfälle auf dieser strecke. mein vater zum beispiel, der eigentlich nur selten etwas trank, und wenn dann nie mit dem auto fuhr, platzierte sein auto ausgerechnet in leicht angeheitertem zustand nach einem zeltfest auf einen gullysockel, der sich an einer weggabelung genau zwischen den zwei wegen befand. nach seinen angaben konnte er sich einfach nicht entscheiden ob er nun links oder rechts fahren sollte, da beide wege nach hause führten und beide in etwa gleich lang waren. dies kostete ihn (bzw. dem auto) die ölwanne. ein freund und nachbar setzte sein auto, das eigentlich seiner schwester gehörte, damals noch ohne einen führerschein zu besitzen (!) in den bach. nicht ohne vorher ca. 15 meter wiese überquert und ein gestrüpp niedergemäht zu haben. das auto landete übrigens auf der strassenabgewandten seite des baches, er hatte es also geschafft fast den ganzen bach zu überfliegen, nur das hinterteil des wagens hing noch im wasser. trotzdem war der ford escort xlr3i totalschaden, der dann in monatelanger handarbeit wieder hergerichtet wurde. eine bekannte schaffte es mit dem hinterteil ihres kadetts AUF einer art zaun neben der strasse hängenzubleiben. das kam sogar aufgrund der kuriosität dieses ereignisses in die regionalzeitung. einer weiteren bekannten sprang sogar mitten in der nacht irgendein rotwild in ihren coolen toyota celica. ein weiterer nachbar (der bruder des bereits erwähnten) wickelte sein auto um einen baum und bekam daraufhin eine rechnung für die wiederaufforstung *g*. der betreffende baum steht übrigens noch immer und gedeiht prächtig.

in 30 jahren passiert natürlich so einiges auf solch einer strecke. ein mal kam ich gerade kurz nach einem unfall der sich soeben ereignet haben musste dazu. ein bus hatte einen pkw abgeschossen - oder umgekehrt - zum glück ohne verletzte. und natürlich hat auch diese strecke, so wie die allermeisten auf der welt, todesfälle gefordert. grablichter am strassenrand zeugen davon.

 in diesen 30 jahren hat sich die strasse an sich kaum verändert. natürlich wurde sie saniert, das ganze flickwerk wurde begradigt, ebenso die hängende stelle in der kurve. wo es möglich war wurde sie ein wenig verbreitert, es wurde ein paar alte bäume gefällt, dafür jedoch sehr viel mehr neue gepflanzt. im grunde hat sich der charakter der strecke in all den jahren nicht verändert. was sich jedoch verändert hat, ist die erlaubte geschwindigkeit mit der ich sie offiziell befahren darf. wie ich bereits schrieb, vor 30 jahren durfte man die ganze strecke über höchstgeschwindigkeit fahren, ausser auf dem kurzem teilstück mit der 50er-beschränkung. und das, pbwohl sie damals noch sehr viel gefährlicher war als sie es heute ist. natürlich fuhr man nicht die ganze strecke hindurch 100km/h, das wäre gar nicht möglich gewesen.

 heutzutage befinden sich alle naselang schilder mit geschwindigkeitsbeschränkungen auf 70 oder 50km/h, und ich frage mich was das soll. muss man wirklich einem führerscheinbesitzer vorschreiben, dass er vor einer engen kurve auf 50km/h herunterbremst? hat man denn nicht irgendwann mal das fahren und das einschätzen von strassenverhältnissen gelernt? vielleicht bin ich arrogant wenn ich mich persönlich gefrotzelt fühle wenn mir offensichtliche dinge noch einmal explizit vorgekaut werden, mag sein. vielleicht fahre ich auch wirklich zu rasant (ich nenne es lieber "zügig"), jedoch liegt mein letzter verkehrsunfall schon viele jahre zurück, und auf dieser speziellen strecke hatte ich noch nie einen unfall - ausser damals, als sich mein rechter vorderreifen verabschiedete, aber das ist eine völlig andere geschichte, zudem war es nicht meine schuld.

 doch diese vorschreibewut fällt mir seit ein paar jahren immer mehr auf. an stellen, an denen es im grunde nicht notwendig wäre, werden einem höchstgeschwindigkeiten vorgeschrieben, die entweder im grunde viel zu niedrig sind, oder die man sowieso bei normaler fahrweise kaum überschreiten könnte. dafür herrscht an nahezu jedem kreisverkehr die blanke anarchie, weil kaum jemand weiss, wie er sich vor und in einem solchen zu verhalten hat. irgendwo gibt es da ein mißverhältnis. an leicht überschaubaren stellen stehen stoppschilder, dafür an unüberschaubaren stellen wieder vorrang geben schilder, und zwar dort wo man sowieso stehen bleiben muss, weil es nicht anders geht. wenn man in innsbruck vom vielbefahrenen ring in eine bestimmte strasse einbiegen möchte, gibt es dort ein schild mit ca. 20 zeilen text, wofür man eigentlich stehen bleiben müsste um diesen text erst mal zu lesen und zu verstehen, bevor man in diese strasse einfährt, doch das geht nicht, da hinter einem bereits die nächsten verkehrsteilnehmer mit mindestens 70km/h angebraust kommen und man vielleicht abgeschossen wird. dennoch wäre es wichtig zu wissen was auf dem schild steht, denn dort wird festgehalten wann nun die einfahrt erlaubt ist und wann nicht. beispiele könnte ich noch viele bringen, aber das wäre müßig.

jedenfalls frage ich mich, ob die verkehrstechnisch zuständigen behörden, bzw menschen, glauben, ob die bevölkerung bereits so verdummt ist, dass man ihr wie der beifahrer bei einer ralley, bei jeder kurve, an jeder stelle die nicht gerade verläuft (und sogar dort) vorschreiben bzw ansagen muss, was sie zu tun hat. nicht mehr lange, und es gibt schilder die einem sagen wann man hoch- und wann man wieder runterschalten muss, wo und wann zu bremsen ist und wie stark - und das alles noch in den verschiedensten ausführungen, je nachdem welches wetter gerade vorherrscht.

andererseits wundert es mich dann doch wieder nicht, denn moderne autos nehmen einem inzwischen ja das selbständige fahren fast komplett ab. wenn es ums einparken geht, tun dies manche bereits tatsächlich. wer kann denn noch mit einem auto fahren ohne abs, esp, asr, abstandswarner und was weiss ich was es da noch für zeugs gibt. von merzedes gibt es ja bereits ein system, das einen in die fahrpause schickt, wie ich kürzlich in eienr werbung sah. als ich jung war lernte ich, dass man nach ca. 2 stunden fahrt eine pause einlegen sollte, heute sagt einem das der bordcomputer. und ich persönlich weiss inzwischen ganz genau wann ich eine pause brauche und wann nicht.

wir wollen es uns immer noch einfacher machen, verlernen dabei jedoch selbständig zu denken.

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Fr

12

Jul

2013

sie befinden sich HIER!

 

 

auf öffentlichen plänen, bzw. landkarten, befindet sich meistens ein roter punkt mit den worten "sie befinden sich HIER", damit auch der orientierungsloseste eine ungefähre ahnung bekommt wo er gerade ist, wo er war, und wie er sich bewegen muss, um dort hinzugelangen wo er eben hin möchte.

leider gibt es für das leben keine solchen karten. man kann weder sehen wo es hingeht, bzw. wie man sich bewegen sollte um seine ziele zu erreichen, noch gibt es diesen "sie befinden sich HIER" punkt. man weiss zwar wo man überall war und wie man dort hingelangte, aber man kann sich nicht ansehen wo man nicht war, oder wie man dort hingelangen hätte können. das ist wie in in einem videospiel, in dem die umgebung (meistens ein labyrinthartiges konstrukt) erst dann erscheint, wenn man sie quasi "betritt". der rest des bildschirmes, bzw der umgebung, bleibt schwarz, man kann also nur vermuten wo es weitergeht. weiter als bis zur nächsten ecke kann man nun mal nicht sehen.

 darum ist es auch so verdammt schwierig seine entscheidungen zu treffen. wir bewegen uns ohne plan und übersicht durch ein uns unbekanntes gelände. wir wissen nicht wo es hingeht und wie lange es noch dauern wird, theoretisch könnte es gleich hinter der nächsten ecke vorbei sein. wir wissen auch nicht was uns auf all diesen wegen begegnen wird, geschweige denn wer. alles was wir tun können ist zu raten, bzw. können wir aus erfahrungen versuchen abzuleiten, was passieren könnte, wenn man an einer kreuzung diesen oder jenen weg nimmt. wir können versuchen spuren zu hinterlassen, ein in den jausentisch geschnitztes "von sinnen was here" zum beispiel, oder einfach nur fußspuren, abgeknickte zweige und ähnliches. mich würde mal interessieren wie viele meiner im laufe der zeit zurückgelassenen spuren noch existieren und was von meinen kürzlich hinterlassenen spuren in einigen jahren noch übrig sein wird. damit meine ich auch meine spuren in den köpfen mancher menschen.

und vor allem können wir nur im jetzt leben, denn die zukunft ist ein schwarzer bildschirm und gerade der rote "sie befinden sich HIER" punkt ist ja jener, der am meisten auf solchen öffentlichen karten betatscht wird. das erkennt man ganz leicht daran, dass der rote punkt oft schon durch abnützung ganz zerkratzt oder gar ganz verschwunden, oder das glas darüber immer ganz verschmiert ist. alle versuchen ihr "jetzt" zu "begreifen".

wenn wir vor solch einer öffentlichen karte stehen, dann tun wir genau das, was wir im grunde sonst auch immer tun sollten: nämlich ganz im JETZT sein. warum schaffen wir das sonst nur so selten? ich bin hier. ich habe jetzt hunger, also esse ich jetzt. ich bin jetzt müde, also schlafe ich jetzt. ich habe jetzt ein problem, also löse ich es jetzt. ich bin verliebt, also liebe ich jetzt. und all dies tue ich mit meiner größtmöglichen hingabe. nun, dies alles natürlich trotzdem mit rücksicht auf die gegebenen umstände. nur weil ich zb genau jetzt auf die toilette muss, kann ich mich nicht einfach die strasse setzten und einfach drauflos scheissen...
 

trotzdem wäre es eigentlich ganz einfach. auch ohne dem roten punkt.

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Mi

10

Jul

2013

meine begengung mit dem glücklichsten forenadmin der welt

ich hatte heute ein pc-technisches problem und wandte mich deshalb an ein einschlägiges forum. ich weiss ja nicht was der dortige admin heute zum frühstück hatte, aber seht selbst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo Von Sinnen,
willkommen im Forum.

Ich habe mir erlaubt, Deine Überschrift in Deutsch zu formulieren. Wir sind hier schließlich in einem deutschen Forum und es gibt sicher Forenmitglieder, die mit "kompletter pc-freeze" nichts anfangen können.

Ferner habe ich Deinen Beitrag gesplittet. Es waren zwei gänzlich verschiedene Themen.

Übrigens würde ein kleines "Hallo" oder ein sonstiger Gruß die Bereitschaft, Dir zu helfen, sicher in keiner Weise mindern. Das gilt auch für Deinen vermeintlich coolen Stil, alles klein zu schreiben. Ich lese solche Texte, wenn überhaupt, nur mit Widerwillen. Aber vielleicht gibt es hier ja auch welche, die sich daran nicht stören.

Mit freundlichem Gruß,

admin

 

 

hierauf nun meine antwort, denn soetwas möchte ich nicht auf mir sitzen lassen:

 


da ich bereits zu anfang nicht nur mehrfach, sondern auch gleich noch doppelt nachlesbar kritisiert werde (immerhin steht nun der selbe text durch die splittung meines ursprünglichen beitrages 2 mal im forum), erlaube ich mir dahingehend hier zu antworten. ich hatte eigentlich nach einer möglichkeit gesucht direkt per mail oder sonstiger nachricht zu antworten, doch entweder finde ich diese funktion nicht, oder es gibt sie nicht. darum also hier.

 1) überschrift in deutsch: wir sind hier zwar in einem deutschen forum, doch handelt es sich generell bei den themen um angelegenheiten, die mit computerproblemen, genauer gesagt, mit problemen eines audio- und videoplayers zu tun haben. man sollte annehmen, dass die allermeisten wissen was mit einem "pc-freeze" gemeint ist. zudem sind die begriffe "forum", "audio", "video" und "player" ebensowenig deutsch, wie es jene begriffe sind aus denen sich die abkürzung für "vlc" ableiten. aber gut, ich nehme es mir zu herzen und werde versuchen in zukunft etwaige überschriften "deutscher" zu verfassen.

 2) dass mein ursprünglicher beitrag gesplittet wurde, ist absolut verständlich und nachvollziehbar. es war einfach nur ein gedanke der mir kam, während ich über das ursprüngliche problem schrieb, also hängte ich ihn kurzerhand an. das war nicht wirklich klug. also werde ich auch das in zukunft anders handhaben - wobei ich jedoch hoffe nie wieder der hilfe dieses forums zu bedürfen. ich möchte ja den vlc einfach nur benutzen und mich nicht mit problemen herumschlagen.

3) der hinweis auf ein "hallo" erscheint mir nun doch ein wenig zu oberlehrerhaft. wenn jeder beitrag hier mit einem "ja, hallo, ich weiss ja nicht ob sies wussten, aber ich habe da ein problem, und zwar ist es so..." anfängt, dann hat nach dem dritten beitrag niemand mehr lust diese einleitungsfloskel zu lesen - und mit ein wenig pech liest auch niemand mehr den restlichen beitrag. und genau das ist es nämlich: eine floskel, eine phrase, eine leere worthülse. in real life (entschuldigung, ich meine natürlich "im richtigen leben") mag ein "hallo" ja noch sinnvoll und auch gang und gäbe sein, doch im internet sind wir hoffentlich schon längst über solche dinge hinweg.

 4) meine angewohnheit alle privaten texte klein zu schreiben hat nichts mit coolness zu tun, sondern mit effizienz. ja, ich bin schlicht zu faul um im virtuellen raum auf groß/kleinschreibung zu achten. dies ist auch allgemein, gerade im internet (im zwischennetz?), beim chatten (beim virtuellen miteinander plaudern), in mails (muss ich die jetzt "briefe" nennen?), in blogs (da fällt mir nun so schnell keine übersetzung ein) und vor allem auch in foren keine seltenheit. es wird von sehr vielen menschen so gehandhabt, allgemein akzeptiert und geduldet, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass die überwiegende mehrheit der privaten kommunikation (also nicht geschäftlich) im internet mittlerweile ohne groß/kleinschreibung stattfindet. ein hinweis darauf, man möge doch bitte die groß/kleinschreibung beachten, im internet, auf einer website, in einem forum dass sich mit computerproblemen beschäftigt, übersteigt bei weitem das was ich mit "übers ziel hinausgeschossen" bezeichnen möchte.

ich hoffe natürlich dennoch, dass sich der eine oder andere findet, der mir bei meinen problemen weiterhelfen kann, bzw. möchte, auch wenn ich mich nicht mit einem "hallo" oder gar dem lebenslauf vorgstellt habe und auf meiner offenbar coolen kleinschreibung beharre.

mfg (auch so ein begriff aus dem internet, das heisst "mit freundlichen grüßen")

(und die signatur lässt man dann privat auch gerne mal weg, weil ja sowieso klar ist wer da gerade geschrieben hat)

ps: ich hoffe nun werden nicht auch noch meine tippfehler korrigiert. man kanns nämlich schon auch mal son bisschen übertreiben....

 


ich weiss nicht... vielleicht bin ich ja wirklich so ignorant udn arrogant, aber mir kommt die art dieses admins wirklich unmöglich vor. ich bin selbst forenmoderator, aber ob jemand seinen forenbeitrag mit einem "hallo" beginnt, oder nicht und ob er nun alles klein schreibt, oder nicht, sind die allerletzten probleme mit denen ich mich in meinem forum herumschlagen muss.

 

was für ein glücklicher admin muss das sein, dem solcher schwachsinn wichtig ist....

 

sollte sich hier noch etwas ergeben, dann halte ich euch gerne auf dem laufenden.

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Di

09

Jul

2013

der unbewegte von sinnen

jetzt sitz ich da und denke an coober pedy. da wollte ich einst hin, ins australische outback, opale schürfen. in einem erdloch zu leben kam mir wohl cool vor. dabei habe ich es noch nicht mal aus europa hinaus geschafft, mal abgesehen von einem kruztrip nach london, doch das zählt nicht, denn obwohl insel, gehört großbritannien ja doch noch zu europa.

 obwohl ich viel herumgekommen bin in meinem leben, bin ich doch nie weit gekommen. wenn man es geographisch eingrenzen müsste, dann ist das nördlichste (wenn ich london wieder mal ausschließe) irgendwo rund um hannover, das westlichste war die "dune du arcachone" am französischen atlantik, irgendwo hinter bordeaux, das südlichste war wohl zagreb, und das östlichste der neusiedlersee. ausser dem trip zu einem freund nach hannover fand alles in meiner kindheit, bzw. jugend statt. ok, london, da war ich auch schon erwachsen.

länder waren es auch nicht so viele. deutschland, eh klar, frankreich, england, italien und das ehemalige jugoslawien. die schweiz war auch mal dabei, aber da war ich nur kurz. ein mal in jungen jahren als musiker auf einen gig gleich hinter der vorarlberger grenze, und dann mal vor kurzem als erwachsener auf buisinesstrip - am selben tag rein und auch wieder raus. bei der gelegenheit besuchte ich auch das erste mal in meinem leben liechtenstein, bzw. fuhr durch, betreten habe ich es nicht. ach doch, beim tanken *g*.

unterwegs war ich viel, vor allem beruflich, aber wie bereits gesagt, weit kam ich nicht. was ist aus australien geworden? nur mehr ein verblasster kindheitstraum? den amazonas werde ich wohl auch nie sehen, ebenso wie die pyramiden. der sehr sehr lange trip durch die usa mit einem gebrauchten abgefuckten amischlitten mit übernachtungen in diversen motels wird wohl ebenso niemals stattfinden wie das tauchen nach muscheln in der südsee - wobei ich damit eher rumschnorcheln meine.

und irgendwie kommen immer mehr destinationen dazu, anstatt dass es weniger werden würden. island, irland, schottland - um nur einige zu nennen. eine rundreise im auto quer durch ostdeutschland wäre auch mal was, oder im hausboot auf einem fluss durch frankreich.

der finger auf der landkarte, bzw. das rumklicken auf google maps wird wohl die realität ersetzen müssen.

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Fr

28

Jun

2013

die wunschliste

man hat ja so seine wünsche, die man sich nicht einfach so mirnichtsdirnichts erfüllt. entweder weil man sie sich nicht so leicht finanziell leisten kann, oder weil sie schwierig zu bekommen sind. um diese dinge nicht aus den augen zu verlieren, habe ich mir vor einiger zeit eine liste geschrieben, die natürlich immer wieder mal aktualisiert wird. entweder weil ich mir einen dieser wünsche endlich erfüllen konnte, oder weil etwas neues dazu kam.

 

erfüllen konnte ich mir zum beispiel den wunsch nach einem autoradio mit einer möglichkeit einerseits cds abzuspielen, ausserdem sollte er cds mit mp3 abspielen können, das allerwichtigste jedoch war, dass er musik von einem usb-stick abspielen können sollte. nun, das ist vielleicht keine große sache, solche autoradios kosten nicht wirklich viel, ausserdem gibt es inzwischen sowieso fast nur mehr solche die genau diese features bieten. doch ich wollte warten bis mein alter autoradio nicht mehr zu gebrauchen war. ja und als es dann eines tages soweit war, gönnte ich mir eben den neuen.

 

infolge dessen erfüllte ich mir auch einen anderen wunsch, nämlich einen usb-stick mit  "anständiger" kapazität. auch das ist nicht schwer zu bekommen und auch nicht teuer, doch ich brauchte solch einen stick ansonsten nicht, ausser eben um musik für meinen autoradio darauf zu speichern. als mir dann mein bisheriger stick mit "annehmbarer" kapazität" kaputt ging, war es zeit für einen neuen. und der war auch noch billiger als der alte... UND sieht schöner aus *g*.

 

ein weiterer wunsch war eine neue brille. als mir meine alte nach vielen jahren endlich kaputt ging, war es auch dafür zeit. nun habe ich also seit einem jahr eine neue brille. was mir jedoch noch fehlt, sit eine optische sonnenbrille. soetwas betrachte ich als luxus, denn im grunde brauche ich keine sonnebrille, obwohl ich photophob bin. irgendwie habe ich mich daran gewöhnt von der sonne geblendet zu werden. trotzdem steht dieser wunsch noch auf meiner liste.

 

weiters konnte ich mir den wunsch nach neuen "schönen" waschlappen die auch zu mir passen, bzw. mir gefallen erfüllen. jaja, auch das ist ein recht seltsamer wunsch. doch es ist erstens gar nicht mal so einfach überhaupt mal irgendwo solche dinger zu bekommnen, und zweitens dann welche zu finden, die mir auch noch gefallen. und dann fand ich sie - verbilligt in einer wühlkiste. welch ein zufall. und wie ich mich darüber gefreut habe!

 

und erst kürzlich wurde ein wirklich großer wunsch erfüllt. ich habe nun endlich einen guten laptop, kein altes ding von vor 6 jahren das gerade noch so vor sich hin röchelt, sondern nagelneu, schnell, gut und toll. eigentlich wwollte ich mir zusätzlich zu meinem pc einen leisten, rsprünglich um als dj endlich wieder auflegen zu können, doch diese dj geschichte ist sowieso im grunde im sand verlaufen (obwohl, wer weiss, vielleicht bemühe ich mich ja wieder mal darum wieder gigs zu bekommen), und solch einen laptop zu haben und ihn kaum zu benutzen würde mich wirklich reuen. also beschloss ich meinen pc mit diesem laptop zu ersetzen. dies wurde mir übrigens von einem wohlwollenden spender ermöglicht, dem es nichts ausmachte mir idesen laptop zu überlassen. er überließ mir noch sehr viele andere dinge, wie zum beispiel eine gute große festplatte für dieses gerät, die betriebssoftware (nun bin ich also von xp auf vista umgestiegen), eine wirklich saugeile computermaus und vielerlei solcher dinge mehr, doch im moment geht es mir nur um den laptop. noch bin ich nicht ganz fertig damit mir alles so einzurichten wie ich es schlussendlich haben möchte, aber bald wird es soweit sein. und ich freue mich rieeeeeeeesiiiiiiiig!!!!!!!

 

unter anderem befindet sich noch auf der liste der noch zu erfüllenden wünsche ein spazierstock. aber kein gewöhnlicher spazierstock, sondern erstens muss es einer sein den ich einfach hinreissend schön finde, und zweitens muss er ein... naja, nennen wir es "interessantes" innenleben haben. und ja, es gibt zeiten in denen ich tatsächlich einen spazierstock benötige, nämlich dann, wenn mich wieder diese unselige gicht in ihren giftgrünen krallen hat. das kommt zwar in der regel äusserst selten vor, aber eben doch. und DANN brauche ich wirklich dringendst einen stock. ansonsten wäre er ein tolles accessoire wenn ich mal wieder gelegenheit finde meinen anzug samt dazu passenden hut auszuführen. da wäre dieser spazierstock das tüpfelchen auf dem i. naja, und natürlich die liebreizende und geliebte weibliche begleitung ;-)

 

weiters möchte ich einmal eine schöne, edle und teure füllfeder besitzen. diese müsste wirklich aussergewöhnlich sein um mir zu gefallen. doch es gibt einen guten grund warum ich mich nicht einmal danach umsehe: ich habe keinen anlass um damit zu schreiben! von hand schreibe ich eigentlich nur noch einkaufszettel, irgendwelche notizen und fülle erlagscheine aus. dafür genügen bleistift und billige kugelschreiber. eine füllfeder würde derzeit bei mnir schnell eintrocknen, denn mit solch einem edlen teil sollte man regelmäßig schrieben. es wäre schade drum. vielleicht beginne ich ja eines tages ein handgeschriebenes tagebuch, dann wäre diese füllfeder nicht mehr sinnlos in meinem besitz.

 

nun, so sehr ich mich darüber freue, wenn ich mal wieder einen meiner wünsche von der liste streichen kann, so sehr freue ich mich auch, wenn ich etwas neues darauf zu notieren habe, denn auch die vorfreude macht mir spass. hin und wieder sehe ich mir die liste einfach so mal an, einfach nur zwecks der vorfreude. und so sehr ich mich auch auf den tag freue, an dem ich den letzten wunsch von dieser liste streichen werde, so sehr habe ich auch irgendwie angst davor, ich möchte nämlich irgendwie nicht wunschlos sein. andererseits möchte ich nicht irgendwelche trivialen dinge darauf notieren, wie zum beispiel ein tablet oder ein android smartphone. da fällt mir ein, der wunsch nach einer guten digicam wurde mir inzwischen ja auch von einer lieben und wohlwollenden freundin und spenderin erfüllt. also, ähm... ja... ich werde mich vermutlich immer bemühen, kleine seltsame dinge zu finden die ich mir auf meiner liste notieren möchte.

 

nun also, einerseits weil mich die neugierde treibt und andererseits um mal die kommentare hier in meinem blog ein bisschen anzukurbeln, frage ich meine leser: welche wünsche habt ihr denn so im hinterkopf? warum wünscht ihr euch das? und warum habt ihr es euch noch nicht besorgt?

 

also los! 

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Mi

26

Jun

2013

die freiheit der einschränkung

heute las ich in einem anderen blog darüber, wie sich jemand auf ironische art von seinem fernseher, bzw. vom fernsehprogramm im allgemeinen verabschiedete. ich konnte dem geschriebenen in den allermeisten punkten zustimmen, doch wie das nun mal bei individuen so ist, habe ich teilweise nun doch andere andere ansichten und erfahrungen. ich möchte hier nicht im detail auf die punkte des oben erwähnten blogs eingehen, die erwähnung dessen fand nur deshalb statt, um erstens zu erklären wie ich überhaupt auf die idee kam nun diesen (meinen) blogeintrag zu verfassen, und zweitens denke ich, dass er (der erwähnte blogbeitrag) es verdient hat gelesen zu werden.

 

so lange ich denken kann, gab es in meinem haushalt einen fernseher. wenn ich es mir recht überlege, dann wäre mir nicht bewusst überhaupt irgendjemanden gekannt zu haben, der keinen tv zuhause stehen gehabt hätte, wiewohl es vermutlich doch so gewesen sein muss, anfang der 70er jahre war es nämlich doch noch nicht so normal, dass in jedem haushalt ein tv-gerät stand. trotzdem hatten vermutlich mehr haushalte einen fernseher, als ein automobil.

 

ich weiss nicht mehr welches modell es war, aber es war definitiv noch schwarzweiss. ich kann mich auch an keine einzige sendung erinnern die ich gesehen hätte, dazu war ich offenbar zu jung. ich weiss jedoch sehr genau, dass das was ich sah sich nicht von dem unterschied, was ich sah, wenn wir bei meinen österreichischen verwandten zu besuch waren, sehr wohl jedoch von dem was unsere nachbarn sahen, mit denen wir in einem doppelhaus wand an wand wohnten. in meiner kindlischen unschuld machte ich mir darüber keine gedanken, später jedoch wurde mir bewusst, dass mein vater, der ja aus österreich stammte, sich dazu entschieden hatte das österreichische tv-programm einzustellen, bzw. anzusehen, anstatt dem deutschen, da wir in bayern wohnten und es technisch, bzw. empfangsmäßig möglich war. offenbar war es jedoch nicht möglich alle möglichen programme zu empfangen, darum musste er sich für eine der beiden varianten, also österreichisches oder deutsches programm, entscheiden. mich persönlich tangierte das nur am rande, nämlich nur dann, wenn mir die befreundeten nachbarskinder von winnetou, old shatterhand und anderen karl may verfilmungen erzählten, die sie im fernsehen gesehen hatten, die ich jedoch nicht sehen konnte. deutsches programm und die mainzelmännchen kannte ich nur von diversen besuchen bei unseren deutschen verwandten

 

als wir dann nach stuttgart zogen, war es jedoch mit dieser parallelwelt vorbei, ab diesem zeitpunkt sah ich das was auch alle anderen sahen. nun hatte ich selbst die mainzelmännchen als füller zwischen der abendlichen werbung, wobei ich dann doch 's äffle und 's pferdle bevorzugte, ja ich hatte sogar mehr programme, denn nun kamen ein oder zwei regionalprogramme zu den beiden großen ard und zdf dazu.

 

es gab dann auch bald einen farbfernseher, der als einschaltknopf eine art schlüssel hatte den man abziehen konnte, damit niemand unbefugt fernsehen konnte, doch die funktionsweise dieser vorrichtung hatte ich bald geknackt und konnte somit jederzeit fernsehen wenn ich wollte. dies war nämlich die zeit in der ich bewusst anfing tv zu sehen, bzw. stammen meine ersten bewussten erinnerungen an fernsehen aus dieser zeit. ich erinnere mich an das feuerrote spielmobil, an plumpaquatsch und an robbi, tobi und das fliewatüt. ich erinnere mich auch an mischmasch und die sesamstrasse, an den weissen löwen kimba, an sindbad (nicht die zeichentrickserie!) und die rebellen vom liang shan po und vor allem an meinen ersten horrofilm der eigentlich gar keiner war, denn es handelte sich hier um "tanz der vampire". ich glaube ich habe hier bereits davon und von anderen kleinen tv-erinnerungen geschrieben.

 

dies war in der zeit ende der 70er, anfang der 80er jahre. damals begann das fernsehprogramm erst irgendwann am späten nachmittag, vormittags gab es schulfernsehen (wobei ich das in deutschland nie ansah, sondern erst in österreich), zwischen halb acht und viertel nach acht gab es nachrichten, werbung (mit oder ohne mainzelmännchen oder äffle und pferdle) und zuhause das abendessen. es gab noch das testbild und die bundeshymne zum sendeschluss. und es war die zeit, in der man einen fernseher durch wohldosierte seitliche schläge dazu bringe konnte, wieder so zu funktionieren, wie er solle *g*.

 

und dann ging es schlag auf schlag. zuerst wurde das programm auf den ganzen tag ausgedehnt, so dass wir sogar das eine oder andere mal früher vom schwimmen nach hause gingen, nur um irgendeine folge irgendeiner serie nicht zu verpassen. dann gab es plötzlich privatsender, satellitenschüssel und kabelfernsehen, wobei mein größtes interesse mtv galt. und dann gab es auch immer mehr stereofernseher in den haushalten.

 

ehrlich gesagt fand ich diese stereofernseher lächerlich, man hörte es ja sowieso nicht wenn man nicht genau mittig davor saß. zudem war der klang immer sehr dünn, richtige bässe konnte keines dieser geräte. trotzdem machte es mir spass mir stundenlang mtv anzusehen, bzw. anzuhören, vor allem wenn ray cokes zu sehen war.

 

inzwischen sind wir beim 3d high defintion fernsehen samt surround sound und ultraflachen bildschirmen auf denen wir 24/7 das programm unserer wahl ansehen können angelangt. 

 

ach es gäbe so vieles zu erzählen, erinnerungen die mit fernsehen, bzw. dem fernsehprogramm zu tun haben. aber ich möchte nun doch auf einen punkt des eingangs von mir erwähnten blogartikels eingehen:

 

der verfasser schreibt davon, dass es kaum mehr sehenwerte inhalte gibt, und wenn, dann sind sie so gut versteckt, dass das suchen danach kaum mehr lohnt, bzw. dass man sich besseres programm mit besseren inhalten jederzeit und einfacher aus dem internet holen kann. nun, damit mag er ja recht haben, doch genau darin unterscheiden wir uns.

 

ich genieße die überraschung, die mir das entdecken des fernsehprogramms bieten kann. nur durch herumzappen und sehen was es denn so gibt, kam ich dazu dr who zu entdecken, oder zum beispiel game of thrones. ich fand serien und filme die ich ansonsten nie im leben entdeckt hätte, wenn ich nicht zufällig durch das wahllose herumzappen darauf gestoßen wäre. nun, natürlich könnte man sagen, dass man sich zum beispiel game of thrones irgendwie gar nicht entziehen kann, da dieses thema ja omnipräsent ist. doch, das kann man, und zwar indem man sich weigert der masse nachzulaufen und lieber selbst auf entdeckungsreise geht. als anfang dieses jahres game of thrones in deutscher synchronisation im freien tv lief und ich hineinstolperte, wusste ich nicht mal wo ich da hineingeraten war. so konnte ich es vorurteilsfrei und ohne bestimmte erwartungen genießen, bzw. entdecken.

 

was ich sagen will ist, dass man sich durch die uneingeschränkte auswahl im grunde doch wieder selbst einschränkt. wem alle möglichkeiten offenstehen, der wird schlussendlich doch wieder nur zum altbekannten greifen und nur höchst selten neues ausprobieren. vor allem wird er sich nicht auf die suche nach neuem begeben. wer aus 200 zahnpastasorten auswählen kann wird nicht alle durchprobieren, sondern jene wählen, die er kennt. raucher bleiben in der regel bei "ihrer" marke. und fernsehseher die on demand sehen können was sie wollen, werden kaum eine deutsche fernsehproduktion aus den 90ern ansehen, sondern greifen zu den blockbustern.

 

ich will auch weiterhin unverhofft über etwas stolpern und an ein fixes zeit korsett gebunden sein. ja, das mit der zeit ist auch so ein ding. früher wusste man, wenn diese oder jene signation ertönte, dann ist es soundsoviel uhr. dienstag abend zum beispiel. universum. da wusste man, jetzt ists viertel nach acht. oder die signation der tagesschau, zeit im bild, den tagsthemen oder tirol heute, je nachdem wo man zuhasue war bzw. was man bevorzugte. und so ist es auch heute noch. galileo heisst für mich 10 minuten nach 19 uhr. nur mal so als beispiel.

 

dieses thema ließe sich nun auch wunderbar auf das radio ausdehnen, aber für heute ists wieder mal genug.... 

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Di

25

Jun

2013

pinkelpause

erhebliches streit- bzw. konfliktpotential zwischen männern und frauen birgt das thema toilettengang, bzw. die flüssige form desselben, sprich das pinkeln, pieseln, wischerln, brunzen, pissen, schiffen, pullern, wasser lassen, einem guten freund die hand schütteln, eine stange wasser in die ecke stellen und so weiter...  das problem ist jedoch nicht der vorgang an sich, das kann man früher oder später ganz von alleine, sondern die begleitumstände die dieser vorgang mit sich bringt.

aufgemerkt meine lieben damen! ich erkläre euch jetzt mal warum es sich so verhält, dass männer nun mal lieber beim pinkeln stehen, als dass sie sich hinsetzen würden:

 

der hauptgrund dafür ist nämlich die natürliche gegenbenheit unserer männlichen anatomie. es gibt für männer von natur aus schlicht und einfach absolut keinen einleuchtenden grund um sich beim pieseln hinzusetzen. wir nehmen die sache im wahrsten sinne des wortes in die hand, und schon kanns losgehen. bei frauen wird es da schon schwieriger, es ist zwar auch für frauen möglich im stehen wasser zu lassen, doch es wird extren schwierig sich dabei nicht selbst anzuwischerln. als mann hat man ja schon den natürlichen gartenschlauch zur verfügung um den strahl in die richtige richtung und weit weg von sich zu lenken. als frau geht das nicht. selbst wenn frau es schafft es im stehen laufen zu lassen ohne sich dabei die oberschenkel anzusauen, bespritzt sie sich dennoch unweigerlich die füße, weil die schwerkraft dafür sorgt, dass der schwall den direkten weg nach unten nimmt, ohne diesen schönen ballistischen bogen zu dem männer nun mal von natur aus imstande sind. DARUM stehen männer eben beim pieseln und frauen setzen sich lieber hin, bzw gehen in die knie.

zu all dem kommt noch dazu, dass es für kleine knaben zur mannwerdung dazugehört, dass sie endlich das töpfchen verlassen und ganz wie der papa im stehen pinkeln können. es ist eine art kleiner initationsritus. ausserdem ist es einfach viel mühsamer gürtel, reissverschluss und knopf zu öffnen, die hose (bzw mehrzahl, unterhose + hose) runterzulassen, sich hinzusetzen, nach verrichteter notdurft wieder aufzustehen, die hosen wieder hochzuziehen, und reissverschluss, knopf und gürtel wieder zu schließen. wenn man hemd und sakko trägt wird es nochmal einen tick schwieriger, weil man sich des sakkos entledigen und das hemd nach dem hose hochziehen wieder in den hosenbund reinfriemeln muss. dies alles entfällt wenn man einfach den reissverschluss öffnet, sein ding rausholt, und einfach drauflos pullert.

nun, es war so lange kein problem, wie wir uns in freier natur bewegten, bzw unsere notdurft in selbiger verrichteten. seit es toiletten gibt schaut die sache schon wieder ganz anders aus. mir ist auch als mann vollkommen bewusst, dass man noch so gut zielen kann, es geht IMMER etwas daneben, und wenn wieder erwarten doch mal nichts daneben geht, dann spritzt dennoch ein wenig aus der klomuschel heraus, einfach aufgrund physikalischer gegebenheiten wie schwerkraft, aufprallenergie, und diverser anderer unumstößlicher naturgesetze. es ist uns männern also schlicht und einfach nicht möglich ohne zumindest ein klein wenig sauerei zu hinterlassen im stehen in eine herkömmliche klomuschel zu pinkeln. genau aus diesem grund wurde das pissoire erfunden. aufgrund der geringen aufprallhöhe und somit sehr viel geringerer aufprallenergie spritzt hier kaum etwas. jedoch, wer hat schon so ein ding bei sich zuhause? ich zumindest fand noch nie in einer privatwohnung ein selbiges vor, obwohl dies viel ärger, streit und diskussionen verhindern, und sicher so manche ehe retten würde. und warum hat niemand ein pissoir in der privatwohnung? weil es erstens platz benötigt, der jedoch nur in den seltensten fällen vorhanden ist, und zweitens weil es geld kostet. seltsamerweise findet man jedoch in der einen oder anderen wohnung ein bidet. mal ehrlich, wer benutzt heutzutage noch ein bidet? oder wer würde es benutzen wenn er eines hätte? ICH nicht, denn ich habe gelernt mir den arsch richtig abzuwischen, und die meisten damen ziehen es ebenfalls vor ihr allerheiligstens auf andere art zu reinigen - zumindest soweit es mir bekannt ist. also warum gibt es in privathaushalten sehr viel mehr bidets als pissoires, wo doch zweiteres sehr viel sinnvoller wäre?

nun, wie dem auch sei, wenn man als mann mit einer frau in der selben wohnung zusammenlebt und sich kein pissoire in der wohnung befindet, ergeben sich folgende möglichkeiten:

  1. er pinkelt im stehen und scheisst sich nicht drum, sie putzt ohne sich zu beschweren, alles ist gut. mal ehrlich: wie oft kommt das vor?
  2. er pinkelt im stehen und scheisst sich nichts drum, sie putzt, motzt jedoch (versändlicherweise und völlig zurecht) herum. über kurz oder lang wird die situation eskalieren.
  3. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklpappen bevor er lospieselt, denkt jedoch nicht daran, oder vergisst schlicht und einfach darauf die brille samt deckel wieder runterzuklappen. sie ist froh dass er ihr zumindest so weit entgegen kommt, putzt die nun erheblich reduzierte sauerei ohne zu murren, und klappt die brille selbst runter, bevor sie sich selbst auf die klomuschel setzt. alles ist gut. kommt sogar hin und wieder vor. gerüchteweise.
  4. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklpappen bevor er lospieselt, denkt jedoch nicht daran, oder vergisst schlicht und einfach darauf die brille samt deckel wieder runterzuklappen. sie freut sich zwar dass er zumindest ein klein wenig daran denkt welch ungemach er ihr verursacht, putzt die nun erheblich reduzierte sauerei, motzt jedoch trotzdem wegen der hochgeklappten klobrille herum. kommt ziemlich oft vor und entschärft die situation nicht wirklich, da ja trotzdem gestritten wird. mann versteht jedoch nicht warum, da er ja eh rücksicht genommen hat und das problem dass frau nun selbst die klobrille runterklappen muss bevor sie sich selbst auf die toilette setzt ebensowenig nachvollziehen kann. frau ist erwachsen und sollte das doch wohl alleine schaffen (denkt sich mann). auch diese situation wird über kurz oder lang eskalieren.
  5. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklappen bevor er lospieselt, denkt aber auch daran sie wieder runterzuklappen, weil er weiss dass frau sonst motzt. frau putzt die nun erheblich reduzierte sauerei ohne zu murren, und freut sich über ihren zuvorkommenden mann. alles ist gut. kommt nur selten vor.
  6. er pinkelt im stehen, weiss jedoch dass dies sauerei verursacht und nimmt zunmindest so viel rücksicht die klobrille hochzuklappen bevor er lospieselt, denkt aber auch daran sie wieder runterzuklappen, weil er weiss dass frau sonst motzt. frau freut sich dass sie nun nicht mehr selbst die brille runterklappen muss, motzt aber trotzdem, da immer noch sauerei vorhanden die sie wegputzen muss. konfliktpotential zwar geringer, aber dennoch vorhanden.
  7. er pinkelt im sitzen, weil er einfach der weiblichen motzerei aus dem weg gehen will. naja, solche männer soll es tatsächlich geben. konfliktpotential zwar vorhanden, jedoch sehr gering.
  8. mann pinkelt wieder im stehen, schert sich nicht um die sauerei, putzt sie jedoch selbst weg. kommt jedoch ehrlich gesagt in freier wildbahn nicht vor, da sich beide konzepte gegenseitig wiedersprechen, entweder er schert sich NICHT darum, oder eben doch, beides gleichzeitig geht nicht.
  9. mann pinkelt im stehen, klappt jedoch vorher die klobrille hoch, vergisst sie wieder runterzuklappen, putzt aber seine sauerei selbst weg. frau freut sich über den putzenden mann und lässt hochgeklappte klobrille einfach hochgeklappte klobrille sein. alles ist gut.
  10. mann pinkelt im stehen, klappt jedoch vorher die klobrille hoch, vergisst sie wieder runterzuklappen, putzt aber seine sauerei selbst weg. frau freut sich über den putzenden mann, motzt jedoch über hochgeklappte klobrille. mann versteht die welt nicht mehr.
  11. mann pinkelt im stehen, klappt klobrille hoch und auch wieder runter, und putzt seine sauerei sogar selbst weg. frau ist überglücklich, mann ist perfekt.
  12. mann pinkelt im stehen, klappt klobrille hoch und auch wieder runter, und putzt seine sauerei sogar selbst weg. frau motzt weil er nicht richtig putzen kann. mann versteht die welt nicht mehr, oder hat sich daran gewöhnt. oder liebt seine frau einfach abgöttisch.
  13. meine lieblingsvariante: mann pinkelt im stehen, nimmt so viel rücksicht wie möglich, frau motzt nicht rum weil er mal hin und wieder vergisst die brille wieder runterzuklappen, beide putzen abechselnd die toilette, bzw in schweren akuten fällen der mann sofort und selbst.
  14. ausserdem gäbe es da noch: es wird ein pissoire eingebaut.
  15. und: mann pinkelt heimlich ins waschbecken.


also liebe mädels: männer wollen und müssen einfach im stehen pinkeln! und liebe buben: frauen haben es satt eure sauereien wegzuputzen! wenn man gegenseitig ein wenig rücksicht auf die bedürfnisse des jeweils anderen nimmt, hin und wieder ein auge zudrückt, oder mal etwas für den anderen tut weil man ihn liebt, obwohl man es prinzipiell eigentlich nicht gerne tut, dann sollte es doch möglich sein die causa pinkelei in den griff zu bekommen, ohne irgendwelche situationen eskalieren zu lassen. und dieses prinzip des aufeinander rücksicht nehmens, des mal ein auge zudrückens und etwas für die geliebte person zu tun obwohl man es nicht gerne tut, lässt sich auch ganz locker auf andere bereiche des lebens anwenden!

und wie ist das nun wenn man irgendwo zu gast ist? ganz einfach, man nimmt rücksicht auf die dame des hauses und setzt sich hin, oder wischt hinterher. und bei guten freunden? nun, auch hier nimmt man so viel rücksicht wie nur möglich, aber gute freunden sehen auch mal über den einen oder anderen faux-pas hinweg.

 

alles easy :-)

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Fr

21

Jun

2013

kopfgeburt

 

 

so ist das im leben. gestern gab es einen todesfall, heute eine geburt. zwar "nur" eine kopfgeburt, aber wer wird da schon kleinlich sein? ok, ICH bin gerne mal kleinlich, aber dieses mal nicht, immerhin geht es hier um meinen eigenen kopf.

 

und ich bin gerührt! echt jetzt! 

 


Von Sinnen war einer der ersten, der sich für das Projekt #kopfgeburten gemeldet hat. Nun kann man sich aber nicht so einfach selbst vorschlagen, sondern muss von einem anderen Plusser vorgeschlagen werden, der dann auch den Text zu dem von Ralf Wasselowski gemalten Bild beisteuert. Ich hatte Von Sinnen damals mit einem Augenzwinkern angeboten, dass ich den Text schon schreiben würde, er dann aber auch mit diesem Text leben müsse. Er hat sich davon nicht abschrecken lassen, und deshalb muss ich jetzt versuchen, einen Text über Von Sinnen zu schreiben. 

Wie beschreibt man nun aber einen Menschen, den man eigentlich gar nicht kennt? Irgendwie schwierig. Auf der anderen Seite ist es aber auch gar nicht so einfach, einen Menschen zu beschreiben, den man kennt. Alles abseits der reinen Aufzählung von Fakten entspringt doch eigentlich mehr unserer Vorstellung über diesen Menschen. Es ist das "Bild", das wir von diesem Menschen haben. Also möchte ich jetzt gerne mein "Bild" von Von Sinnen, dem von Ralf gemalten Bild hinzufügen. 

Ich weiß nicht mehr, wann und wie wir uns hier auf G+ gefunden haben. Vielleicht war's auch einfach nur, weil wir beide Österreicher sind - eine kleine, aber dennoch nicht zu vernachlässigende Minderheit hier auf G+. Und die uns Österreichern nachgesagten Eigenschaften, sind mir auch bei Von Sinnen gleich ins Auge gestochen. Für mich ist er die klassische Mischung aus Grantler (für die deutschen Leser: Griesgram oder so) und Sturschädl. Ihn jetzt aber darauf zu reduzieren, wäre extrem oberflächlich und würde viel mehr über mich, bzw. meine (Un)Fähigkeit, Menschen zu beschreiben, aussagen, als über Von Sinnen selbst. 

Er mag zwar auf den ersten Blick manchmal etwas ruppig wirken, wenn man aber genauer hinschaut, erkennt man, dass hinter dieser Ruppigkeit ein Mensch mit Seele und Charakter steht. Ein Mensch, der auch selber gerne mal genauer hinschaut. Ein Mensch, der die Augen nicht einfach zumacht. Und so wenig er die Augen verschließt, so wenig verschließt er auch sein Herz. Dieses trägt er zwar nicht auf der Zunge, dafür aber am richtigen Platz. Es schimmert durch seine teils ironischen Kommentare, und durch die Zeilen seines Blogs, in dem er sehr viel Privates von sich preisgibt. Ich mag diese Blogbeiträge. Sie sind unaufgeregt, ehrlich, ohne Effekt-Hascherei, so als würde einem ein guter Freund Geschichten aus seinem Leben erzählen. Okay, manchmal wäre es mir wirklich lieber, er würde es mir erzählen, dann bräuchte ich mich nicht mit der Minischrift und der durchgängigen Kleinschreibung plagen. Aber hey, es geht ja schließlich um Inhalt. :) 

Inhalt ist ein gutes Stichwort. Für mich ist Von Sinnen ein Mensch mit Inhalt. Ein Mensch, der kein Problem damit hat, zu zeigen "was in ihm steckt". Und auch, wenn mir nicht immer alle dieser "Inhalte" gefallen, so bringen sie mich doch oft auch zum Nachdenken und lassen mich manche Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten. 

Dafür danke ich dir, und dafür verzeihe ich dir auch deinen übermäßigen Hang zum Caturday. :D


tl;dr
Grantler mit eigenwilligem Charme und großem Herz 

 

(Patricia Geyr)

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Fr

21

Jun

2013

viele kerzen für idschie

unterscheidet sich der schmerz oder die betroffenheit beim tod einer person die man nur virtuell kannte von jenem schmerz oder jener betroffenheit die man bei einer person empfindet die man im realen leben kannte? und wenn ja: inwiefern unterscheidet es sich?

 

was ich heute abend erlebt habe lässt mich zu dem schluss kommen, dass es im grunde keinen unterschied gibt. wir reden hier ja nicht von irgendwelchen figuren in computerspielen oder protagonisten aus filmen. nein, auch wenn der kontakt nur virtuell stattfand, so war die person zu der man kontakt hatte doch genau so real wie man selbst. 

 

einer meiner kreislinge auf google plus verstarb heute abend an den folgen eines schlaganfalls, den er vorher im laufe des tages erlitten hatte. ich hatte es erst gar nicht richtig mitbekommen, weil ich mit anderen dingen ziemlich beschäftigt war, ich las noch seinen namen und irgendwas mit "hirntod", dachte kurz daran, wie es nun mal eben meine art ist, meinen oberlehrer raushängen zu lassen und darauf hinzuweisen, dass es eigentlich "hirntot" heissen müsste, ließ es dann aber wieder, weil ich anderes zu tun hatte. zum glück, ich hätte mich sonst vermutlich ganz grausam blamiert. andererseits hätte es idschie sicher gefallen....

 

so war er nämlich, bzw. so erlebte ich ihn: keine angst vor echt tiefen gags, aber sehr wohl imstande eine feine klinge zu erkennen und auch selbst zu führen. ich mochte seinen humor sehr. und ich mochte seine momente in denen er so herrlich austicken konnte, weil er wieder mal mit der blödheit der restlichen menscheit zurechtkommen musste. diesbezüglich fand er immer die richtigen deftig gewürzten worte - und dies zurecht. vielleicht mochte ich ihn deshalb sehr, weil er mir darin ein wenig ähnlich war. nicht unbdingt in der art seiner formulierungen, sondern weil er sich wirklich herrlich über dinge aufregen konnte, wegen denen ich ebenso dezent ausgezuckt wäre.

 

wir hatten absolut kein inniges verhältnis. wir haben uns ausserhalb unserer threads, bzw der kommentare nie miteinander unterhalten. und doch hatte dieser kerl etwas an sich, das einem das gefühl gab, man wäre bei ihm willkommen. auch wenn man einfach nur scheisse kommentierte, er konnte das so drehen, dass man nicht ganz doof dastand.

 

wie gesagt, unser verhältnis war kein inniges, dennoch wird er mir sehr fehlen. und genau darum geht es hier eigentlich. 

 

vor 30 jahren wäre niemand auf die idee gekommen sich darüber zu wundern, wenn ein brieffreund verstorben wäre. es findet niemand seltsam, wenn leute die nie auch nur den geringsten kontakt zu irgendeinem star hatten, dessen tod aus tiefstem herzen bedauern und trauern. nicht wenige betrauern sogar die tode von roman- film- oder serienfiguren.

 

wir bewegen uns nun einmal vermehrt in virtuellen räumen. zusätzlich zu unseren stammlokalen und dem freundes- und bekanntenkreis aus dem real life, haben wir nun eben auch unsere virtuellen stammlokale mit virtuellen kontakten zu dennoch ganz realen menschen. nur  ist hier das bier billiger, es beschwert sich niemand wenn man raucht und man muss sich nicht aufbrezeln. zudem ist man extrem schnell dort - und genau so schnell auch wieder weg. und das allerbeste: leute die einem auf die eier gehen kann man einfach "abschalten" und leute die man interessant findet kann man beobachten ohne ihnen dabei auf die nerven zu gehen.

 

der unterschied zum realen leben ist im grunde nicht so groß. eigentlich auch nicht größer, als damals bei einführung des telefons der sprung vom gespräch von angesicht zu angesicht zum gespräch von mikrofon zu lautsprecher. und dementsprechend ist man dann auch betroffen und kann auch dementsprechend trauern.

 

ein sehr schönes statement zu diesem thema kam heute von einer mit-plusserin (so bezeichnen wir uns gerne mal untereinander auf google plus) und möchte dieses hier auch zitieren:


Ey ohne Scheiß, wo is'n das hier #Neuland , verdammt!
Das ist hier echter Schmerz! Nix anonym -
das ist verdammt nochmal echter Schmerz!
Da geht ein großer Kerl - den muss ich nich' persönlich kennen!
Mit dem hatt' ich sogar zickige Zeiten,
aber das hier ist so nah wie's "echte" Leben,
du blöde Kuh!
Guckt euch das doch an - Schmerz verdammt!!
Der lebt hier gerade weiter und du hinter'm Mond! 

(Stefanie Unger ) 

 

und ähnlich haben es auch andere zum ausdruck gebracht, wie zum beispiel hier:

 

Wir sind uns im Netz begegnet und es war alles vollkommen selbstverstaendlich fuer mich. Dein unverwechselbarer Humor hat mir immer ein laecheln in mein Gesicht gezaubert und der Tag war gerettet.
Doch nun weiss ich, so selbstverstandlich war es dann wohl doch nicht.
"Wir kommunizieren auf Plattformen und tun so, als wären wir gebildet. 
Wir schauen uns das auf Flachbildschirmen an und denken es wäre tiefgründig.
Wir agieren auf Touchscreens und tun so, als wären wir berührt.
Dabei sind wir einfach nur Benutzeroberflächlich."
Nein es war nicht oberflaechlich. Du hast mich beruehrt und dafuer danke ich Dir. 

(Kola Colman) 

 

manchmal werden ja auch virtuelle kontakte real - und umgekehrt:

 

Ich habe ihn in der Frankfurter Innenstadt getroffen. Drei Mal. Die ersten beiden Male mochte ich es nicht glauben. Es ist sicherlich Zufall, dass der Mann mit der Pfeife im Mund gerade in dem Moment ein Handy in der Hand hatte, als ich versuchte, das Portal umzufärben. Beim dritten Mal konnte es aber kein Zufall mehr sein. So habe ich ihn angesprochen und einen sehr netten Gegenspieler kennen gelernt. Wir haben ein wenig gefachsimpelt und sind dann unserer Wege gegangen. 

(Jens Frank) 

 

oder wie zb. hier:

 

2010. Er war mit einer Reisegruppe in München und so trafen wir uns in der Nähe des Deutschen Museums. Mit seiner Pfeife stand er vor dem Lokal und stellte als erstes fest, dass ich ja "noch ein ganz junger" sei.
Wir saßen eine ganze Weile zusammen und er erzählte von seinen Touren. Als er per Telefon zum Hofbräuhaus beordert wurde fragte er, ob ich denn Lust hätte, mich später weiter zu unterhalten.
So trafen wir uns eine halbe Stunde später in der Lobby seines Hotels und er erzählte von seiner Fahrschule und wie er anfangs panische Angst gehabt hat, dass seine Schüler was falsch machen. Dann habe er sich einen Tag lang angeschaut wie die Leute gefahren sind und festgestellt, dass sie alle an den gleichen Stellen ihre Fehler machten. Also habe er sich einen Lehrplan erstellt bei dem zwischen diesen Stellen genug Zeit war. Dazwischen hätte er eigentlich was anderes machen können, sich nicht konzentrieren müssen. Er nannte das die Delphinmethode: Aus dem Wasser raus, Fisch fangen, wieder rein und erst mal weiterschwimmen.
Als ich dann ging kam er noch mit raus und wir versuchten spontan (und erfolglos), das W-LAN seines Netbooks zum Laufen zu bringen. Weil er seine Pfeife zerbrochen hatte, musste er sie in der Mitte halten.
Das war vor zweieinhalb Jahren. Wir haben uns nicht wieder gesehen. Geblieben sind schöne Erinnerungen und ein undeutliches Bild von ihm vor seinem Bus.

(Dominik Mayer)

 

es gäbe noch einige beispiele mehr, aber am meisten hat mich heute berührt, wie aus einem hashtag und einem bild mit einer kerze plötzlich für einige kurze stunden ein virtuelles lichtermeer entstand. das war einer der momente in denen mir hemmungslos die tränen übers gesicht liefen. und gerade eben tun sie es wieder wo ich darüber schreibe. 

 

*schnief* *schneuz*

 

ok, geht wieder....

 

ein anderer tränenreicher moment war jener, in dem ein gestandener kerl sich nicht scheute seiner trauer dadurch ausdruck zu verleihen, indem er ein ungeschöntes bild von sich und seinem verheulten gesicht postete.

 

DAS alles ist leben! DAS alles ist trauer! DAS alles ist mitgefühl! scheissegal ob real oder virtuell, es ist MEIN/UNSER leben, MEINE/UNSERE trauer und MEIN/UNSER mitgefühl! 

 

machs gut idschie! und das loch das du hinterlässt ist sehr real! 

 

ehrlich gesagt wollte ich aus pietätsgründen erst mal noch ein weilchen warten um diesen blog zu schreiben, aber mal ehrlich, hätte idschie gewartet? sicher nicht! der hätte genau dann wenn ihn etwas bewegt alles relativ ungefilter sofort rausgeschossen. und genau so mache ich es jetzt auch.

 

*bamm* 

 

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Mi

19

Jun

2013

sommereismusik

es ist sommer. und es war sommer. genauer gesagt, die sommer der frühen 80er jahre, ungefähr 1981 bis 1985. ich war jung, steckte mitten in der pubertät, begann mich für musik und das weibliche geschlecht zu interessieren und verbrachte - zumindest in meiner erinnerung - die meiste zeit des sommers im schwimmbad unseres dorfes. man bekam von mutter 20 schillinge (umgerechnet ca. €1,50)  in die hand gedrückt und wurde "verschickt". das reichte locker für den eintritt (einheimisch UND schüler - somit zahlte man nur mehr sehr wenig eintritt!) und ein bis zwei eis, oder was man sich sonst so an naschereien kaufte. manche von uns hatten sogar eine saisonkarte.

 

dieses schwimmbad war eigentlich nur ein größeres planschbecken. wenn man es darauf anlegte konnte man auf der einen seite mit einem köpfler reinspringen, und mit ein wenig nachhelfen fast nur durch den schwung des sprunges unter wasser bis zur anderen seite gleiten. es gab keine rutschen, kein sprungbrett, ja nicht einmal diese absprungböcke die man immer an den sportbecken in größeren schwimmbädern sieht. natürlich gab es das obligatorische "soachwoame" (pisswarme) babyplanschbecken und seltsamerweise eine dornenhecke (sic!) rund um das becken. ausserdem gab es einen kleinen kiosk wo wir unser eis und all die kleinen naschereien kauften und es gab damals noch jede menge bäume die schatten spendeten. daas schwimmbad gibt es in modernisierter form immer noch, ebenfalls den kiosk, der inzwischen zu einem café vergrößert wurde, doch die bäume gibt es nicht mehr. seinen schatten muss man sich also nun selbst mitbringen, oder in form von mietbaren sonnenschirmen bezahlen.

 

aber das allerwichtigste was es dort gab war: freunde! man traf sich natürlich den sommer über hauptsächlich in diesem schwimmbad. all die ganzen engen freunde, weniger engen freunde, bekannten, freunde von freunden und auch die "geduldeten". im prinzip lagen wir auch immer in der selben ecke.

 

natürlich war nicht jeder jeden tag dort anzutreffen. es gab die üblichen tageweisen ausfälle, weil man eben was anderes zu tun hatte, dann gab es jene die zwar zum freundeskreis, bzw. dem erweiterten freundeskreis zählten, aber nicht aus dem eigenen dorf waren und nur zu besuch kamen, natürlich fuhren auch einige in den sommerferien für längere zeit woanders hin und dann gab es die armen schweine, die im sommer einem ferialjob nachgingen. nun, zumindest ICH betrachtete sie als arme schweine, weil sie den sommer nicht so wie ich genießen konnten. manchmal kamen sie aber dennoch auf ein stündchen nach dem arbeiten ins schwimmbad.

 

mir war dieses konzept des ferialjobs absolut unbekannt. entweder gibt oder gab es das in deutschland wo ich aufwuchs nicht, oder diese information ging einfach irgendwie spurlos an mir vorbei. woran ich damals in meiner jugendlichen dummheit natürlich überhaupt nicht dachte war, dass diese ferialjobarbeiter natürlich geld verdienten und sich damit ihren eigenen urlaub, ein moped, oder andere dinge finanzierten. also bedauerte ich diese in meinen augen armen geschöpfe erst mal. erst später fiel mir der vorteil des sommerjobs auf.

 

ein ständiger begleiter der ersten schwimmbadjahre war mein kassettenspieler. ein kleines tragbares ding, das ich zu meiner firmung bekommen hatte, natürlich mono, das nichts anderes konnte, als kassetten abzuspielen, bzw. aufzunehmen. damals war es nämlich für mich absolut unmöglich auch nur irgendetwas zu tun, oder irgendwo zu sein, ohne musik zu hören. später kaufte ich mir dann einen walkman (inklusive radioempfang), dem ich sogar im eigenbau einen stecker spendierte, um ihn mit strom aus der steckdose laufen zu lassen, denn batterien waren damals noch teuer und schnell verbraucht. und wieder sehr viel später gab es dann einen luxuswalkman von sony (wenn ich nicht irre war der erste auch von sony), ebenfalls mit radioempfang, mit equalizer, uhr und weckerfunktion, doch da war ich kein jugendlicher mehr. und seltsamerweise erinnere ich mich an meinen ersten walkman viel besser, als an den viel besseren den ich später hatte. vermutlich weil ich mit diesem ersten viel mehr erlebt hatte als mit dem nachfolger.

 

mein lieblingseis war das cappucciino von eskimo. das gab es in einem pappbecher und darin befanden sich 2 eissorten, ein mal vanille und ein mal kaffee, links das eine, rechts das andere. und ich liebte es diese beiden sorten getrennt voneinder zu essen. dieses eis gibt es imemr noch, aber es sieht völlig anders aus. zunächst gibt es keine pappbecher mehr, sondern der becher ist aus plastik, und zweitens wurden die beiden eissorten miteinander vermischt, besser gesagt "verstrudelt". dadurch ist für mich der spass und auch der geschmack an dieser eissorte nicht mehr gegeben. schade. später dann wurde irgendwann die damals völlig neue eissorte calippo eingeführt. ich liebte dieses eis! es war relativ billig, es war dadurch dass es sich um ein wassereis mit limettengeschmack handelte extrem erfrischend und man brauchte ziemlich lange um es aufzuessen. auch calippo gibt es heute noch, doch meistens nur in den geschmacksrichtungen cola oder orange, die limette ist kaum mehr zu finden. dies ist mir wirklich unverständlich. bei twinni kommt ja auch niemand auf die idee die traditionelle orange und birne durch was weiss ich, sagen wir melone und apfel zu ersetzen.

 

ich könnte nun auch noch von meinen sommern die ich während des urlaubs in fremden ländern verbrachte berichten, aber ich denke, das hebe ich mir für einen anderen blog auf. 

 

so bestanden also meine sommer aus schwimmbad (und die urlaube in anderen ländern), eis und musik. im gegensatz zu den meisten anderen männlichen jugendlichen habe ich so gut wie keine sommerlichen erinnerungen an irgendwelche liebesgeschichten oder schwärmereien. 

 

und hier spendiere ich euch ein paar jener songs, die in den damaligen sommern auf meinen kassetten fast zu tode gespielt wurden....

 

 

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So

16

Jun

2013

nicht wirklich geschmacklos

ich muss immer googeln wie die heisst: piel de sapo. ich liebe sie schon seit jahren, schau aber nie auf den namen, sondern erkenne sie an form und farbe: eher eiförmig, nicht rund wie ein ball und dunkelgrün.

mein kind weiss dass ich die am liebsten habe und brachte mir eine mit. das hier ist die halbe melone, kleingeschnitten in einer normalen frühstücksmüslischüssel.

ich mag die melone, weil man erstens die kerne ganz leich alle auf einmal entfernen kann und nicht, so wie bei wassermelonen, rumfizzeln muss. die handliche größe hat auch ihre vorteile. und der geschmack ist gar nicht mal so süß. mehr gurke als melone. also irgendwie mehr wie eine süße salatgurke. also eher geschmacklos *g*

 

aber seltsamerweise mag ich "geschmacklose" dinge. zum beispiel mozzarella. im grunde schmeckt der nach nichts. und genau deshalb mag ich ihn. oder - auch ein käse - ganz junger camembert (oder wahlweise auch brie) der in der mitte noch weiss ist.

 

mir ist auch wasser lieber als die allermeisten säfte oder limonaden. trotzdem trinke ich meistens verdünnungssaft und/oder kaffee.

 

ich mag naturjoghurt, aber nicht immer, manchmal schneide ich mir noch früchte hinein oder schütte zucker dazu. am besten vanllezucker. und am allerliebsten mag ich naturjoghurt aus schafs- oder ziegenmilch. keine ahnung warum. schmeckt einfach anders.

 

sonst fällt mir jetzt nichts geschmackloses mehr ein :-)

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Mi

12

Jun

2013

wenn die schmetter flattern mit den lingen im bauch

mir fehlen die buch, und die staben auch
wenn die schmetter flattern mit den lingen im bauch
das ge fehlt genauso, wie die danken danach
und die intelli liegt samt der genz völlig brach

nur das gef ist so groß wie das ühl immer war
und wenn das be nach dem lie kommt ist alles ganz klar
doch das sehn sucht das u, das dem d folgen soll
so ver wird das worren, und die liebe wird voll

trotz wider und stände er und zähle ich dir
wie es dem her ohne z geht, dem w ohne ir
wenn dem f etwas ehlt, ist das pa ohne ar
zu fügst alles sammen, für immer und dar

 

© Von Sinnen 

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Di

11

Jun

2013

breakdown

[wie so oft in letzter zeit, ist auch dies einer meiner älteren texte, den ich euch jedoch nicht vorenthalten möchte. so please enjoy!]

 

06:50 uhr: der wecker klingelt. ich stehe auf, öffne das fenster, hole mit dem wecker in der hand aus, und schmeisse das immer noch klingelnde ding so weit aus dem fenster wie es mir nur möglich ist. während ich das fenster wieder schließe, sehe ich noch wie das immer noch fiepende teil auf dem autodach des nachbarn aufschlägt, abprallt, und hinter ihm im schnee verschwindet. ich grunze zufrieden. erst viel später wird mir dann wieder einfallen dass das eigentlich mein handy war.

07:37 uhr: ich fahre wieder mal viel zu spät los um rechtzeitig ins büro zu kommen. da die strassen noch sehr glatt sind, und sich auf dem verdammten firmenwagen immer noch nur sommerreifen befinden, rutsche ich recht fröhlich durch die gegend, touchiere hie und da mauern, bäume und andere kfz, und überfahre aus versehen den einen oder anderen passanten. einiges davon geschieht unter umständen sogar aus absicht. ärgerlich sind die braunen flecken die sich nun langsam auf meiner hose ausbreiten, da mit jedem überfahrenen passanten auch mein morgenkaffee verschüttet wird den ich in der linken hand während des fahrens halte. gelenkt wird ausschließlich mit der rechten hand. schalten geht natürlich auch nur mit der rechten. leider muss ich somit auf elegante kurvenslides verzichten, da ich ja nicht gleichzeitig mit der rechten handbremse anziehen und lenken kann. ein versuch mit den knien zu lenken scheitert kläglich und hinterlässt ornamentale rote autolackspuren auf einer hausmauer.

08:18 uhr: ich betrete das büro, entledige mich meiner jacke, starte den pc, und gehe zur empfangsdame um sie ein wenig zu begrapschen während der pc hochfährt. ich rüge sie wegen unerlaubten tragens von hosen und bh, und rausche wutentbrannt ins büro des chefs. auf den bin ich immer sauer, also kann ich damit nichts falsch machen. da dieser sich jedoch nicht zu tode starren lässt, helfe ich mit einem briefbeschwerer nach. die roten flecken auf dem hemd korrenspondieren wundervoll mit den braunen flecken auf der hose. zurück in meinem büro nehme ich zur kenntnis, dass die empfangsdame nun nackt, reue- und demutsvoll auf mich wartet. ich schicke sie so wie sie ist kaffee und zigaretten holen. natürlich ohne ihr geld mitzugeben. noch vor ihrer rückkehr verlasse ich das büro wieder, nicht ohne vorher feuer in meinem papierkorb gelegt zu haben.

09:04 uhr: vor dem büro breche ich in den mercedes des chefs ein und schließe ihn kurz, da ich zu faul bin wieder ins büro zu gehen um seinem reglosen körper die schlüssel abzunehmen. immerhin hat dieser wagen winterreifen. im wegfahren sehe ich im rückspigel die polizei vorfahren, die feuerwehrsirenen sind auch schon zu hören. 50 meter weiter kommt mir die nackte empfangsdame mit einem becher mcdonalds-kaffee in der einen, und einer schachtel benson & hedges black in der anderen hand entgegen. ich bleibe stehen, nehme ihr kaffee und zigaretten ab, und lasse sie in den kofferraum steigen.

10:46 uhr: nach zähen verhandlungen konnte ich meine fracht aus dem kofferraum einem bulgarischen geschäftsmann auf einem autobahnparkplatz übergeben. 

11:32 uhr: ich täusche in meiner hausbank einen banküberfall vor, nur um der verdutzten kassenkraft dann einen teil der soeben verdienten € 352.735,82 zu übergeben und damit meine schulden zu tilgen. nach abschluss der transaktionen rüge ich sie noch ob des tragens von hosen und bh, und überlege wieviel sie wohl dem bulgaren wert gewesen wäre.

13:33 uhr: beim polnischen landsmann meines vertrauens kann ich den mercedes gegen einen anständigen citroen eintauschen und bekomme sogar noch bares auf die hand. unerwartet viel bares, um genau zu sein. ich bin ein wenig überfordert und brauche erst mal einen anständigen kaffee. am mcdonalds-parkplatz sehe ich das auto des bulgaren stehen. ich breche den kofferraum auf und rück-entführe die völlig durchgefrorene, nunmehr ehemalige empfangsdame. 

13:55 uhr: ich bin in spendierlaune. wir betreten eine boutique und kleiden uns von grund auf völlig neu ein. da die empfangsdame zu viel herumnörgelt "verliere" ich sie dann später in der fußgängerzone, während ich mich nach einem neuen handy umsehe. nach erfolgter geschäftlichen transaktion rüge ich bei verlassen des lokals die verkäuferin ob des tragens von hosen und bh und genehmige mir erst mal einen kaffee. leider weit und breit kein mcdonalds in sicht, darum automatenkaffee.

15:38 uhr: ich suche seit einer stunde den mercedes in der tiefgarage und werde dabei fast irre, bis mir einfällt dass ich ja jetzt nach einem citroen suchen muss. währenddessen alle zigaretten aufgeraucht. jetzt wäre es dann doch wieder gut gewesen die ehemalige empfangsdame nicht verloren zu haben, also gehe ich höchstselbst wieder zurück in die fußgängerzone, kaufe zigaretten, und begebe mich dann wieder auf die suche nach dem mercedes in der tiefgarage. wieder eine halbe stunde verschwendet bevor mir endlich wieder einfällt, dass ich ja citroen fahre. verdammt. ich pöble eine unschuldige frau an, obwohl sie einen rock trägt.

06:50 uhr:

*düdeldüdeldüdeldüdel*

mein wecker/handy holt mich zurück in die realität.

verdammt.

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Do

06

Jun

2013

tante emma und ihre läden

kürzlich machte ich einen abstecher in den letzten verbliebenen tante-emma-laden unseres ortes, um mir irgendwas leckeres zu besorgen. eine fleischkassemmel, oder eine nußschnecke - irgendwas kleines gutes eben. es ist einer jener winzigen läden, die irgendwie immer alles haben, und wenn sie nicht das gesuchte haben, dann findet man sicher veritablen ersatz. doch dieses mal wurde ich herb enttäuscht. es gab schon mal keine fleischkäsesemmel, eine wurstsemmel wollte ich stattdessen nicht haben, die konnte ich mir auch ganz leicht selbst zu hause fabrizieren. es gab auch kein süßes gebäck mehr, keine laugen- oder salzstangerl, einfach nichts, ausser ein paar übrig gebliebenen semmeln und schwarzbrot. doch, eine letzte laugenbreze war noch vorrätig, also schnappte ich mir diese und nahm, weil ich nun schon mal hier war, noch ein flascherl maresi (kaffeemilch) mit. doch als ich den preis für die maresi sah blieb mir fast das herz stehen, denn um das selbe geld hätte ich im normalen supermarkt die doppelte menge bekommen. comics gab es auch keine, also trollte ich mich wieder, mit einer erbärmlichen breze und einem überteuerten fläschchen kaffeemilch im rucksack. schade, ich hätte mir gerne ein gemütliches stündchen zuhause mit einem mickey maus heftchen und was zum naschen dazu gemacht, so wie früher, als ich ein mal die woche unseren laden im dorf aufsuchte, um mich mit comics und süßem einzudecken, um dann den nachmittag mit donald duck, coca cola und carambar zu verbringen.

es ist ja nichts neues, tante emma ist tot und ihre läden sterben - langsamer als sie, aber eben doch - aus. auch dieser laden von dem ich hier berichte, wird wohl nicht mehr lange bestehen bleiben. es ist bereits soweit, dass dieser laden nur mehr vormittags geöffnet hat, da es sich ansonsten offenbar nicht mehr lohnt. und dies auch nur, weil keine pacht oder miete zu bezahlen ist, da die hauseigentümerin auch gleichzeitig der betreiber dieses ladens ist. und ganz ehrlich: ich besuche diesen laden auch nur wenn ich keine andere wahl habe, da ich keine lust habe den doppelten preis als in einem anderen geschäft zu bezahlen.

und genau das wird auch der grund für das aussterben sein, bzw. ist es sowieso schon längst klar, dass dies der grund dafür ist. beim erwähnten laden tummeln sich zwar in der früh die jausensemmeleinkäufer, aber sonst ist dort recht wenig los. jene die gleich ums eck wohnen werden wohl hin und wieder irgendwelche noteinkäufe tätigen, sprich, schnell die ausgegangene maresi oder einen laib brot kaufen, eine tiefkühlpizza, oder eine rolle tixo (tesa). damit hält sich vermutlich der laden über wasser, aber das wars dann auch schon. eigentlich schade, aber kaum zu ändern.

aber jetzt mal ehrlich: wer kauft schon regelmäßig in solchen läden ein? man kann es sich auf dauer kaum leisten, und man bekommt auch nicht wirklich das was man möchte. klar, man bekommt die maresi, aber wenn ich die andere sorte, welche nur die hälfte kostet haben möchte, muss ich zu meinem lieblingsdiscounter. wenn ich getrocknete tomaten möchte oder manouri, werde ich bei tante emma ein wenig verloren dastehen, und stattdessen, sofern überhaupt vorhanden, frische tomaten und mit glück normalen feta kaufen müssen.

in jenem dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es früher einen bäcker, einen metzger, zwei kleine läden (ifa [nah & frisch] und adeg), einen elektronikladen, drei cafés, davon gab es in einem kugeleis, in einem schöller, und im anderen eskimo, und einen kurzwarenladen in dem man wirklich alles bekam was woanders nicht zu finden war. den bäcker gibt es immer noch, doch ist er inzwischen umgezogen und erfüllt immer mehr die funktion die früher die kleinen läden hatten. die beiden kleinen läden gibt es schon längst nicht mehr, dafür ist in der lokalität des ehemaligen adeg bereits der vierte türkenladen eingezogen, was ja auch nichts schlechtes ist. ich mag diese läden, da man dort dinge findet, die man wiederum wonaders nicht bekommt. den metzger gibt es immer noch, und das wird auch noch lange so bleiben, weil er einfach gut ist. der elektronikladen ist auch schon längst verschwunden, genauso wie der kleine kurzwarenladen. und von den drei cafés ist kein einziges mehr übrig. dafür gab es ein paar jahre eine schleckerfiliale, doch damit ists ja nun auch vorbei.

die zeiten ändern sich, und es wird nicht möglich sein soetwas wie einen tante-emma-laden der alles hat (und das noch zu erschwinglichen preisen) wiederzubeleben. vor allem an den preisen hapert es nämlich. andererseits glaube ich, dass es doch irgendwie möglich sein müsste. es müsste eine große kette wie billa oder spar dahinterstehen, es müssten kleine läden sein die von einer person, maximal von zweien locker gemanagt werden können, und es müsste eine unmenge von diesen läden geben, das heisst, man dürfte nicht länger als zwei bis drei minuten gehen müssen um zum nächsten laden zu gelangen. und wenn diese läden alle zueinander gehören und vernetzt wären, dann müssten sie auch nicht immer alles auf lager haben, denn dann ist sowieso eine andere minifiliale in der nähe, die das gewünschte wahrscheinlich lagernd hat, und es lässt sich locker organisieren, dass man die ware innerhalb weniger stunden zur verfügung hat - oder man geht eben zum nächsten laden.

ich weiss nicht wie gut diese idee wäre, ich habe nicht großartig darüber nachgedacht. ich habe auch keine ahnung ob es sich rechnen würde. höchstwahrscheinlich ist ein super-megastore viel gewinnbringender. aber ich würde mir wünschen, dass soetwas möglich wäre. wenn es eine bank für mikrokredite geben kann, die sich auch noch rechnet und die gewinne macht ohne die kunden übers ohr zu hauen, warum dann nicht auch ein tante-emma-laden-modell? ich weiss, dass in vergangenen zeiten hier bei mir gleich ums eck wo ich jetzt wohne ebenfalls ein solcher laden vorhanden war, doch hat dieser bereits lange zeit vor meinem umzug hierher aufgegeben, wenn dieser jedoch noch bestehen würde, wäre ich sogar trotz zu hoher preise immer wieder mal in diesem laden zu finden, mal nußschnecken einkaufend, mal laugenstangerl, hin und wieder ein comic oder eine zeitschrift, und ganz sicher immer wieder irgendwelche beim großeinkauf vergessene kleinigkeiten. und wenn die preise halbwegs erträglich wären, dann würde ich doch glatt auch meine größeren einkäufe dort tätigen. 

und warum gehe ich nicht in den anfangs erwähnten noch verbliebenen laden? weil mir dieser dann doch ganz ehrlich gesagt zu weit weg ist...

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Sa

01

Jun

2013

lesezeichenjäger

ich las einmal ein buch über das lesen, nämlich ex libris von anne fadiman. man könnte sich denken dass es nichts langweiligeres geben könnte, als ein buch darüber zu lesen was man gerade selbst tut. nun ja, wie so oft kommt es auf die art wie dies geschieht an. wie zum beispiel auch in dem roman firmin - ein rattenleben ging es im grunde um nichts anderes als das lesen und literatur im allgemeinen. naja, ich habe mir dieses buch ja nicht u